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BGH-Urteil zu Ärzte-Bewertungsportal: "Jameda ist eine Plattform für Patienten, denen
DPA

Die Ärztin Astrid Eichhorn wollte nicht auf dem Bewertungsdienst Jameda gelistet sein, nun bekam sie vor dem Bundesgerichtshof recht. Im Interview spricht sie über verwöhnte Patienten und Online-Beleidigungen.

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holjanger 21.02.2018, 18:00
90. Bitte beim Thema bleiben

Natürlich sind Bewertungen im Internet nicht per se schlecht oder unredlich. Das Gericht hat nur festgestellt, dass die Neutralität des Portals nicht gegeben ist, weil Ärzte sich gegen Bezahlung besser stellen können. Das.ist einleuchtend und sollte auch jedem noch so eingefleischtem Elitenhasser hier im Forum begreiflich sein. Ob die Klägerin hier sympatisch erscheint oder nicht, spielt schlicht keine Rolle.

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ruhepuls 21.02.2018, 18:04
91. Unsinn

Zitat von Taktische Gnade
Ist das denn fair, dass z.B. seit 25 Jahren niedergelassene Ärzte 4-5 Bewertungen haben (eine einzige negative Bewertung fällt da stark ins Gewicht) und ein seit 3 Jahren niedergelassener Arzt hat 150 Bewertungen, weil er Goldmitglied bei Jameda ist? Das verzerrt die Wahrheit. Jeder, der dieses System mit Geld oder Zeit (in Form von Bewertungen) füttert, stimmt für das System Jameda. Und dieses System dient sich selbst, es geht nur darum, dass Geld fließt. Machen Sie doch mal den Test und besuchen Sie die Ärzte mit den Goldprofilen und dann mal die ohne. Wie wird das Geld für solche Werbemaßnahmen erwirtschaftet? Meinen Sie, der Arzt bezahlt das alles aus eigener Tasche?
Manche Ärzte sind einfach ignorant und denken, was geht mich dieser Bewertungskäse an. Andere machen beispielsweise ihre Patienten gezielt darauf aufmerksam, dass man sie bewerten kann. Das hat "Goldmitglied" überhaupt nichts zu tun. Jeder kann so viele Bewertungen bekommen, wenn er sich drum kümmert, dass er auch bewertet wird. Typischerweise sind die Ärzte mit vielen Bewertungen eher jünger. Für die sind moderne Medien kein "unnötiger Sch.iß", sondern etwas ganz Normales, so wie für ihre Vorgänger das Telefon.

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ruhepuls 21.02.2018, 18:11
92. Stimmt nicht!

Zitat von michlauslöneberga
kann ich mich des Eindrucks nicht verwehren, dass einige der Kommentatoren den Artikel gar nicht gelesen, oder schlimmer noch, nicht verstanden haben! Als Premium Kunde von Jameda kann ich Kommentare löschen, als ungefragter "Kunde" dieser Plattform nicht, und dass ist Gegenstand der Entscheidung des BGH gewesen.
Auch als "Premiumkunde" können Sie keine Kommentare löschen lassen. Löschen tut die allenfalls Jameda selbst, WENN ein Arzt reklamiert - UND der kommentierende Patient seinen Kommentar auf Nachfrage nicht begründet. Dann wird gelöscht. Und das gilt auch für die "Nicht-Gold"-Kunden.

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moe.dahool 21.02.2018, 18:19
93. Das sagt doch alles

Zitat von **Kiki**
Vor mir war die Dame bislang zweimal beurteilt worden, beide Male mit einer 1,0.
Zum einen frage ich mich, wieso ein Patient/Bewertender zwei Bewertungen durchführt bzw. durchführen kann. Somit verfälscht sich alles nicht unerheblich. Zum anderen frage ich mich, wie man auf 1,0 vergeben kann. Das würde bedeuten, dass ausnahmslos katastrophal wäre, von den nutzbaren Parkplätzen, Barrierefreiheit, über Terminvergabe, Freundlichkeit bishin zur Kompetenz. Ich kann mir partout nicht vorstellen, und mag der Arzt ein noch so inkompetenter Kotzbrocken sein mag, dass er in allen Bewertungskriterien schlechtestmögliche Bedingungen bietet. Praktisch heißt das für mich, dass eine bewusste Rachebewertung stattgefunden hat, um zu schaden. Derartige Bewertungen spiegeln in keinster Weise einen validen Durchschnitt wider

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ruhepuls 21.02.2018, 18:20
94. Kompetenz bewerten?

Zitat von dankefraueichhornundfraug
Wenn man sich bei der Arztauswahl tatsächlich auf Bewertungen im Internet verlassen könnte wäre das hilfreich. Leider hält sich Jameda nicht an ihre eigenen Richtlinien. Für das Medizinstudium plus Facharztausbildung benötigt man 11-13jahre. Der Patient kann die Zeitungsauswahl im Wartezimmer beurteilen; in kleinster Weise jedoch, wie in 99% der Bewertungen der Fall, die Kompetenz. Jameda überprüft in kleinster Weise wie behauptet die Bewertungen vor der Veröffentlichung. Erst wenn eine Problemmeldung erfolgt ist. Das Interesse von Jameda besteht nicht darin den Patienten bei der Arztwahl zu unterstützen, sondern Geld zu verdienen. Es soll als Werbemittel den Ärzten dienen, die viel Geld dafür an Jameda zahlen. So hat sich der grundsätzlich gute Gedanke selbst überholt. Längst ist aus den Bewertungen ein Geschäftszweig geworden. Leider sind viele Patienten der Meinung, sie hätten die Möglichkeit den Arzt über eine negative Bewertung zu bestrafen, weil sie nicht das bekommen haben, was sie wollten. z. B. eine Überweisung , welche Ihnen nicht zusteht, um Geld zu sparen oder eine Gratisleistung welche nicht von der Krankenkasse übernommen wird. Jeder Arzt hat ein Zulassungsverfahren durchlaufen, in dem die ärztliche Kompetenz bewertet wurde von Personen die dies können. Diese qualifiziert ihn zu praktizieren. Er muß selbst entscheiden, ob er den Werbezirkus Bewertungsportal für sich in Anspruch nehmen möchte und ich finde, dass es höchste Zeit wird, für ein Bewertungsforum, in dem Ärzte ihre Patienten, unter vollständiger Angabe des Patientennamens, bewerten.
Jeder Patient kann beurteilen, wie er beispielsweise behandelt wurde. Jeder Patient kann beurteilen, ob ein Arzt ihm zuhört oder nicht. Jeder Patient kann beurteilen, ob eine Behandlung geholfen hat oder nicht. Jeder Patient kann beurteilen, ob er lange warten muss oder nicht. Jeder Patienten kann beurteilen, ob die Organisation einer Praxis klappt oder nicht. Dazu braucht er kein Medizinstudium. Im Übrigen ist eine lange Ausbildung keinerlei Garantie für eine spätere kompetente Berufsausübung. Da geht es nämlich nicht nur um das rein fachliche (an dem auch schon so mancher scheitert), sondern auch um andere Faktoren wie beispielsweise Interesse, Engagement, Umgang mit Menschen, Praxisorganisation, Personalführung usw. Alles Faktoren, die im Studium nicht gelernt werden (können), aber in der Praxis oft den mittelmäßigen vom guten Arzt unterscheiden. Das war früher nicht anders als heute und daher gab es schon immer Mundpropaganda. Heute nutzen viele eben lieber das Internet als den Tipp ihres Nachbarn, den sie kaum kennen. Und ob die Putzfrau immer die geeignete und kompetente Tippgeberin ist, mag ich auch bezweifeln.

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**Kiki** 21.02.2018, 18:47
95. Herr, laß Hirn ra.

Zitat von moe.dahool
Zum einen frage ich mich, wieso ein Patient/Bewertender zwei Bewertungen durchführt bzw. durchführen kann. Somit verfälscht sich alles nicht unerheblich. Zum anderen frage ich mich, wie man auf 1,0 vergeben kann. Das würde bedeuten, dass ausnahmslos katastrophal wäre, von den nutzbaren Parkplätzen, Barrierefreiheit, über Terminvergabe, Freundlichkeit bishin zur Kompetenz. Ich kann mir partout nicht vorstellen, und mag der Arzt ein noch so inkompetenter Kotzbrocken sein mag, dass er in allen Bewertungskriterien schlechtestmögliche Bedingungen bietet. Praktisch heißt das für mich, dass eine bewusste Rachebewertung stattgefunden hat, um zu schaden. Derartige Bewertungen spiegeln in keinster Weise einen validen Durchschnitt wider
Danke für diesen Beitrag, der beweist, daß Sie das Portal, um das es hier geht, gar nicht kennen.

Erstens bedeuten zwei Bewertungen mit jeweils 1,0 zweimal die Bestnote. Zweitens, wie kommen Sie denn auf das schmale Brett, daß eine Person zweimal bewertet habe? Falls es so gewesen wäre, dann zugunsten der Ärztin, denn nach dieser Bewertung war ja ausnahmslos alles,was Sie aufgezählt haben, super-duper.

Das waren beides inhaltlich dürre Zweizeiler. Trotzdem gehe ich bis zu Anhaltspunkten für das Gegenteil nicht davon aus, daß es sich um bezahlte Claqueure gehandelt hat. Und warum sollte auch ein mieser Arzt nicht einige zufriedene Patienten haben? Aber das heißt ja noch lange nicht, daß man ihrer Begeisterung nicht die eigene berechtigte Unzufriedenheit in einer dritten Bewertung gegenüberstellen dürfte.

Die Note, die ich vergeben wollte, war eine 5,2. Das "Ungenügend" betraf nämlich "nur" eines von mehreren Kriterien, obwohl der Rest auch erheblich zu wünschen übrig ließ. Es ist also nicht so, daß ich da nicht differenziert hätte, nur eben auf einem dieser Praxis angemessenen niedrigen Level.

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territrades 21.02.2018, 18:53
96. Schwarmintelligenz

Klar sind Bewertungen im Internet nie komplett objektiv und fair. Ohne Zweifel werden da schlechte Bewertungen abgegeben, die komplett aus der Luft gegriffen oder falsch dargestellt werden. Aber das geht ja allen Marktteilnehmern so, eine einzelne Ärztin ist doch nicht benachteiligt. Nur wenn sich Gold-Mitglieder die negativen Bewertungen löschen lassen wird es verwerflich, sowas ist verzerrend. Hätte aber jeder Dienstleister/jedes Produkt hunderte Bewertungen, so würden die Aussagen statistisch relevant, unsachliche Ausreißer werden dann rausgemittelt.

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