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BGH-Urteil zu Ärzte-Bewertungsportal: "Jameda ist eine Plattform für Patienten, denen
DPA

Die Ärztin Astrid Eichhorn wollte nicht auf dem Bewertungsdienst Jameda gelistet sein, nun bekam sie vor dem Bundesgerichtshof recht. Im Interview spricht sie über verwöhnte Patienten und Online-Beleidigungen.

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Willi Wacker 21.02.2018, 13:49
10.

Zitat von chuckal
Das ist allerdings wahr, dass das ein Problem ist. Da findet sich ja so manches, was uralt ist. Es ist immerhin ein Indikator dafür, wie sehr der Praxisinhaber seine Patienten wertschätzt.
Man kann das Argument auch umdrehen: der Praxisinhaber kümmert sich vorrangig um die Gesundheit seiner Patienten.
Und nun?

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karlo1952 21.02.2018, 13:50
11. Als Patient

kann ich allen Ärzten nur raten solche Kommentare einfach zu ignorieren. Mir ist lieber sie verbringen diese Zeit an den Patienten. Was sagt eine Bewertung über alte Zeitschriften oder modernes Wartezimmer schon über die diagnostische Kompetenz des Arztes aus? Ob wegen solcher Bewegungen ein Patient wegbleibt sollte dann keine Rolle spielen, da er eh zu viele Patienten hat, sonst gebe es die Wartezeiten nicht. Das sage ich als Patient.

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untitled0 21.02.2018, 13:52
12. We's glaubt ...

Wer die Jameda-Bewertungen für bare Münze nimmt, hat schon verloren. Meiner Meinung nach ist ein Großteil der Arzt-Bewertungen vom Praxisinhaber selbst, vom Personal oder wohlmeinenden Freunden geschrieben. Es gibt sogar Wochenend-Seminare für Ärzte, in denen man ihnen beibringt, ihre Internetpräsenz aufzuhübschen. Ich erlebe häufig eine große Diskrepanz zwischen 1,0 -TOP-Bewertungen und eigenem Erleben. Auffällig auch, dass auf eine negative Bewertung oft innerhalb weniger Stunden eine geradezu euphorische Bewertung folgt. Wer's glaubt ...

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zardoz77 21.02.2018, 13:52
13. Bewertungen

Die Bewertungen auf Jameda sind teilweise zutreffend und teilweise nicht. Beispiel ein Zahnarzt bei dem ich kürzlich war. Hat eine 1,0 Bewertung. Aber außer etwas Lob wegen meiner guten Zähne hat er nicht viel gemacht (obwohl was hätte gemacht werden müssen). Es gibt Ärzte die tun zu viel, andere tun zu wenig. Objektiv betrachtet sind die Bewertungen dort mit Vorsicht zu genießen. Wenn sich die negativen Bewertungen häufen, könnte was dran sein (muss aber nicht).

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funny-smartie 21.02.2018, 13:55
14. Ich gehe ja auch ins ...

... Krankenhaus um zu Essen, oder?

Also wirklich, ich kann die gute Frau verstehen. Dass Zeitschriften als "negativ" bewertet werden, wenn diese nicht aktuell sind, ist ja wohl der Hohn. Im "Normalfall" kennt man die Wartezeiten seines Arztes im Wartesaal, auch wenn man einen Termin hat. Und wer meint "aktuelle" Zeitschriften lesen zu wollen, der soll sich diese doch mitbringen, oder auch ein Buch.

Was ich natürlich bei manchen Ärzten merke ist, dass vieles Personal sehr "oberflächig" ist und aufgrund Äußeres die Patienten unterschiedlich behandeln/kommunizieren. Ich habe bei meiner Ärztin auch so ein "Fall", wo ich als Patient froh bin wenn ich mit der besagten Person kein Kontakt habe. Dabei sei sie ja "sooo lieb", wie ich schon von unterschiedlichen Quellen erfahren habe. Egal! Ich bin wegen der Arztleistung da und nicht weil alle "lieb" zu mir sind. Wenn ich will, kann ich dann auch mal "gggaaannnzzz" lieb sein. :-)

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grmblfix 21.02.2018, 13:56
15. Eine Arztpraxis IST ein Servicebetrieb!

Leider sind mittlerweile viele Arztpraxen sehr unorganisiert, man wartet lange auf Termine und muss dann trotz Termin teilweise mehrere Stunden warten (ich spreche nicht von einer Notaufnahme!). Wenn Frau Eichhorns Praxis so unorganisiert ist, muss sie auch mit schlechten Bewertungen leben. Eine Arztpraxis IST ein Servicebetrieb!

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Bondurant 21.02.2018, 13:56
16. da ist was dran

Zitat von hup
Ausser Lehrern und Ärzten - und vermutlich auch Anwälten. ... die Bewerter dann plötzlich alle inkompetent.
Der Durchschnittspatient ist überhaupt nicht in der Lage, die fachliche Qualität seiner Behandlung zu beurteilen. Im Gegensatz zu dem hier auch zitierten Auto gibt es beim Menschen nicht einmal einen "Soll-Zustand" bei dessen Nichterreichen man dann "mangelhaft" wäre.

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firenafirena 21.02.2018, 13:57
17. Irgendeinen Anhaltspunkt braucht man ja

Wenn man einen Facharzt sucht, muss man ja irgendeine Entscheidung treffen. Persönliche Empfehlungen sind ja genau so subjektiv. Es gibt eine Menge Ärzte, die überwiegend gute bis sehr gute Bewertung haben. Natürlich sollte man sich auch gerade die negativen Bewertungen durch lesen. Meistens wird schon am Inhalt klar, ob es relevante Kritik ist oder nicht. Wenn 30 Personen die schnelle Terminvergabe loben und eine Person schreibt, dass sie ewig warten musste ist das eventuell Pech gewesen. Schreiben es etwa die Hälfte, ist wohl eher etwas dran.
Man wird keine 100% faire Bewertungsportale erstellen können. Selbst mitdenken und bewerten bleibt unerlässlich.

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RalfWenzel 21.02.2018, 13:58
18. Die Frau hat recht!

Ich bin SEHR kritischer Konsument und dafür bekannt, dass ich gern mal „platze“ und dann die armen Schweine rethorisch dermaßen rund mache, dass sie mir nachher manchmal leid tun. Auch bei Rezensionen bin ich sehr kritisch (z. B. bei YELP!). ABER man muss auch feststellen, dass die Kompetenz vieler Rezensenten unter aller Kajüte ist, da ist das Beispiel mit den Zeitungen gar nicht so abwegig. Manche wollen auch wohl einfach nur irgendwelchen Frust loswerden und bedienen sich einer Wortwahl, die indiskutabel ist.

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karlo1952 21.02.2018, 14:04
19. Ich Frage mich Wer über Jameda

einen Arzt suchen muß. Jeder hat doch seinen Hausarzt seit Kindesbeinen. Und wenn ich zum Facharzt muß empfiehlt mir mein Hausarzt den, mit dem er die besten Erfahrungen gemacht hat. Das hat bei mir bisher seit 65 Jahren immer funktioniert.

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