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BGH-Urteil zu Ebay: Auktion abgebrochen? Das kann teuer werden
AP/dpa

Das Höchstgebot war mau, ein Ebay-Verkäufer brach die Auktion für ein Stromaggregat ab. Der Bieter wollte Schadensersatz - und bekam jetzt Recht vor dem Bundesgerichtshof. Obwohl er einen Mini-Betrag geboten hatte.

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fin2010 10.12.2014, 16:19
1. Halbe Info

Selbstverständlich steht es auch weiterhin dem Verkäufer frei, ein Gebot zu streichen. Mangels Gebot kommt dann kein Vertrag zustande und es gibt auch bei einer Annulierung der Auktion keinen Schadenersatzanspruch.

Man könnte glauben, diese Artikel würden von ebay gesponsert. Ebay möchte selbstverständlich einen maximalen Umsatz via Auktion erzielen und Verkäufe ausserhalb ebay unterbinden.

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pekaef 10.12.2014, 16:30
2. Völlig korrekt

Es ist absolut klar, dass man bei eBay ein Angebot nicht mehr zurücknehmen kann (außer aus den angegebenen Gründen), wenn ein Gebot vorliegt. Es gibt ja auch die Möglichkeit, ein (unsichtbares) Mindestgebot zu verlangen. Das kostet eben ein bisschen mehr ...

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dernils86 10.12.2014, 16:40
3. Auch problematisch

Auch hier gab es aber schon klagen und der Verkäufer musste die Streichung des Bietern begründen. Wie es ausgegangen ist habe ich nicht verfolgt aber ein Gebot einfach streichen kann auch zu Klagen führen

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kdshp 10.12.2014, 16:40
4.

Zitat von fin2010
Selbstverständlich steht es auch weiterhin dem Verkäufer frei, ein Gebot zu streichen. Mangels Gebot kommt dann kein Vertrag zustande und es gibt auch bei einer Annulierung der Auktion keinen Schadenersatzanspruch. Man könnte glauben, diese Artikel würden von ebay gesponsert. Ebay möchte selbstverständlich einen maximalen Umsatz via Auktion erzielen und Verkäufe ausserhalb ebay unterbinden.
Ich meine sogar das ebay die privaten verkäufer raus haben will. Wenn mal bei ebay schaut sind die privaten auktionen bzw. verkäufer auf unter 10% gerutscht. Bringen also nicht viel geld kosten aber. Ebay hat es ja schon mal probiert die privaten von den geschäftlichen zu trennen via ebay express.

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Geographus 10.12.2014, 16:41
5. ...

Das Urteil ist korrekt. Wo kämen wir denn hin wenn man erst etwas versteigert und mitten drin einen Rückzieher macht weil einem der Preis nicht gefällt.

Das kommt eben dabei heraus wenn Leute bei eBay kein angemessenes Mindestgebot einstellen wollen, weil sie für die höheren Gebüren zu geizig sind.

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wird_licht 10.12.2014, 16:41
6. Dämliche Anbieter vs. Widerrufsrecht

Wenn man nicht in der Lage ist einen Artikel ansprechend zur richtigen Zeit anzupreisen, dann darf man sich als unfähiger Verkäufer nicht über fähige Käufer ärgern. Immer wieder ist zu sehen, daß private Verkäufer mit nur einem Wort in der Titelzeile versuchen Ihre Artikel loszuwerden - das am besten noch mit Schreibfehlern à la "Stromaggerat". Sie hoffen eine Goldader anzustoßen, doch auf die trifft dann der findige Käufer. Der will dann nicht mehr als den Artikel, der ihm laut Kaufvertrag zusteht. Anders sieht es beim gewerbl. Verkäufer aus. Da können die Kunden erst mal überall lustig klicken und kaufen und dann nicht bezahlen, weil sie eh ein Widerrufsrecht haben. Das ist nicht ganz fair dem Gewerbetreibenden gegenüber, dem dann Warenbestände blockiert werden...

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spiro4630 10.12.2014, 16:42
7. Auch halbe Info

Zitat von fin2010
Selbstverständlich steht es auch weiterhin dem Verkäufer frei, ein Gebot zu streichen. Mangels Gebot kommt dann kein Vertrag zustande und es gibt auch bei einer Annulierung der Auktion keinen Schadenersatzanspruch. Man könnte glauben, diese Artikel würden von ebay gesponsert. Ebay möchte selbstverständlich einen maximalen Umsatz via Auktion erzielen und Verkäufe ausserhalb ebay unterbinden.
Wenn der Verkäufer keinen Mindestpreis verlangt, lockt er mit der Aussicht auf ein möglichst günstiges Angebot (in diesem Fall ab 1 Euro).
In Wahrheit ist der VErkäufer jedoch überhaupt nicht gewillt, so günstig zu verkaufen, denn er wollte nur möglichst viel Aufmerksamkeit für sein Angebot und möglichst wenig Gebühren zahlen müssen.
Das ist imo ein Versuch, den Käufer und evtl. auch Ebay zu blenden.

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michael_pfeiffer 10.12.2014, 16:42
8. Streichung von Geboten

Das Streichen von Geboten ist nach den Ebay-Richtlinien aber nicht schrankenlos möglich:

"Grundsätzlich sind alle bei eBay eingestellten Artikel verbindliche Angebote. Aus diesem Grund dürfen Verkäufer nur in Ausnahmefällen Gebote von Käufern streichen.

Gebote dürfen aus folgenden Gründen gestrichen werden:

Der Bieter wendet sich an Sie mit der Bitte, das Gebot zu streichen.

Sie sind trotz mehrfacher Versuche der Kontaktaufnahme nicht in der Lage, die Identität des Bieters zu überprüfen.

Sie möchten Ihr Angebot aus einem berechtigten Grundvorzeitig beenden."

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jujo 10.12.2014, 16:49
9. ....

Zitat von fin2010
Selbstverständlich steht es auch weiterhin dem Verkäufer frei, ein Gebot zu streichen. Mangels Gebot kommt dann kein Vertrag zustande und es gibt auch bei einer Annulierung der Auktion keinen Schadenersatzanspruch. Man könnte glauben, diese Artikel würden von ebay gesponsert. Ebay möchte selbstverständlich einen maximalen Umsatz via Auktion erzielen und Verkäufe ausserhalb ebay unterbinden.
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Es gab ein Gebot!
EBAY hat auch nicht geklagt!
Sondern der getäuschte Käufer.
Wenn ich so ein teures Teil, hier für 8500€, zum Verkauf Stelle, muss man halt das gewünschte Minimum angeben, so einfach ist das.
P.S.
Ev. kann man das Gebot streichen wenn noch kein (!) Gebot vorliegt, hier waren es 1€.

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