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Bildagentur: Getty verlangt Geld von Fotografin für ihr eigenes Bild

Der Fotodienst Getty Images stellt Bildmaterial zur Verfügung und kassiert dafür Gebühren. Mit der Abmahnung einer Fotografin hat sich die Agentur ein Milliarden-Dollar-Problem eingehandelt.

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vipclip 29.07.2016, 15:14
1. Die Bildagentur glaubt an ein Missverständnis

Da kann ich nur lachen, habe schon von vielen Leuten gehört die auch aus versehen Bilder genutzt hatten von dieser Agentur ohne es zu wissen und dann hohe Strafen zahlen mussten, da war es dieser Agentur auch egal das es nur ein Missverständnis war.

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theos001 29.07.2016, 16:42
2.

Bin gespannt wie es zu dem "Versehen" kam das eine Bild(verwertungs)agentur Bilder, die extra gestiftet wurden um sie der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen, gegen Geld anbietet.
Verwertungsgesellschaften allgemein sollten auf den Prüfstand, denn wann immer ich von solchen höre, ist es wegen regelrecht kriminellem Vorgehen.

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uzsjgb 29.07.2016, 17:17
3.

Zitat von vipclip
Da kann ich nur lachen, habe schon von vielen Leuten gehört die auch aus versehen Bilder genutzt hatten von dieser Agentur ohne es zu wissen und dann hohe Strafen zahlen mussten, da war es dieser Agentur auch egal das es nur ein Missverständnis war.
Wie kann man aus Versehen ein Bild nutzen? Muss man das nicht mutwillig kopieren?

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ad2 29.07.2016, 17:32
4. Bildermärkte & Fotografen gehen an Billigmaterial zugrunde

Ich frage mich umgekehrt, was das für ein "toller" Dienst der Fotografin an der Allgemeinheit ist, nochmals 18.000 Umsonst-Bilder in den Markt zu schwemmen.
Der gesamte Berufsstand der Fotografie kämpft mit einer beispiellosen Entwertung seiner Arbeitsleistungen, weil es überall etwas für umsonst gibt. Fotograf(innen) kriegen kaum noch Aufträge und wenn dann zu höhnischen Dumpingpreisen, die nicht den tatsächlichen Aufwand widerspiegeln.
Toll aber dass die Dame ihr Ego befriedigen kann und an jedem Baum im Dorf eine Duftmarke hinterlassen kann.
Ich bin auch kein Fan von Ghetty, die selbst mit der Marktzerstörung systematisch angefangen hatten, aber zynischer Weise ist diese Agentur im Moment noch eine der "seriösen" und ich bin dankbar für jeden Cent, den irgendwelche Bildnutzungen mehr kosten.
Das ist nicht anders als die Diskussion um die Milchbauern, welche von ihren Erzeugnissen kaum noch leben können. Das allerletzte was Kultur braucht, ist "umsonst" zu sein.

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Wunderhorn 29.07.2016, 17:41
5. Jeder Kreative

weiß eigentlich inzwischen, daß man sich von diesem Verein fernhalten sollte. Ich kenne auch Leute, die diesen Betrügern zum Opfer gefallen sind. Das sind alles keine Einzelfälle mehr. Es ist ein Geschäftsmodell.

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spd 29.07.2016, 18:01
6. Bildermärkte gehen nicht zugrunde

Jedem ist es freigestellt wie er seine Bilder lizensiert! Und wenn sie behaupten Fotografen gingen an kostenlosen Bildern zugrunde sage ich ihnen das Fotografen die daran zugrunde gehen zu schlechte Bilder machen. Das sich diese Frau es anscheinend leisten kann eine große Anzahl an Bildern zu verschenken und trotzdem als Fotograf überlebt zeigt das es genug Nachfrage nach GUTEN Bildern gibt.
Unverständlich dass sie sich darüber aufregen das jemand etwas kostenfrei zur Verfügung stellt nur weil dann andere nicht mehr ihre anscheinend überteuerten Preise nehmen können (überteuert deswegen weil diese Frau ja auch in der Lage war die Werke zu verschenken ohne große Einkommenseinbußen). Das ist genau so wie sich darüber zu beschweren das O2 ihre Preise senkt weil die Telekom nun nicht mehr ihre teuren Verträge los kriegt.

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razer 29.07.2016, 18:17
7.

Zitat von ad2
Ich frage mich umgekehrt, was das für ein "toller" Dienst der Fotografin an der Allgemeinheit ist, nochmals 18.000 Umsonst-Bilder in den Markt zu schwemmen. Der gesamte Berufsstand der Fotografie kämpft mit einer beispiellosen Entwertung seiner Arbeitsleistungen, weil es überall etwas für umsonst gibt. Toll aber dass die Dame ihr Ego befriedigen kann und an jedem Baum im Dorf eine Duftmarke hinterlassen kann.
Entschuldigung was für ein ausgesprochen kurzsichtiger, unüberlegter und egozentrischer Beitrag von Ihnen, der nichts mit der Thematik zu tun hat, daß Getty (und andere) Geld mit öffentlich zugänglichem Eigentum macht, an dem Getty keinerlei Rechte hat.
Das grenzt an Betrug und hat mit der angeblich zu niedrigen Bezahlung von Fotografen nicht ansatzweise was zu tun. Die Bezahlung von Fotografen ist selbstversträndlich nicht deswegen schlechter, "weil es überall etwas für umsonst gibt", das ist doch hanebüchener Unsinn. Überlegen Sie nur mal kurz was der technologische Wandel zur Digitalfotografie für die gesamte Fotobranche (Kameras, Filme, Filmentwicklung, Pressefotografie usw.) bedeutet hat. Selbstverständlich hat Carol M. Highsmith der "Allgemeinheit" mit der Veröffentlichung der Bilder in der Library of Congress, zur lizenzfreinen Nutzung, einen sehr guten Dienst erwiesen.

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surgeon84 29.07.2016, 18:28
8. Probleme mit Getty

habe ich vor einigen Jahren auch gehabt, nachdem ich ein Bild aus der Wikipedia (mit Quellenangabe) auf meine Homepage gestellt hatte. Sie wollten Geld von mir, aber ich konnte nachweisen, dass das Bild ursprünglich von der Seite der Universität von Austin, Texas stammte, die es ihrerseits ausdrücklich für den Gemeingebrauch frei gegeben hatte. Danach habe ich von Getty nichts mehr gehört, aber erstmal haben sie das Copyright für sich beanspruchen wollen. Sehr ärgerlich!

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jasmin.deneke87 29.07.2016, 21:55
9. 120 Dollar für ein Bild

Oh, das war sicher ein Missverständnis, für ein geklautes Bild der Inhaberin der Rechte eine Rechnung zu schicken.
Ein Missverständnis, das Getty Images jetzt hoffentlich dermaßen teuer zu stehen kommt, dass sie bis ans Ende ihrer Tage daran zurück denken werden.

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