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Bilder zu Netzthemen : Überwachung? Kann ich nicht mehr sehen!
Corbis

Netzpolitik und Überwachung sind Themen, die jeden betreffen - trotzdem erreichen die wenigsten Artikel dazu hohe Klickzahlen. Liegt das vielleicht auch an der Bebilderung? Und wenn ja, wie lässt sich die Situation ändern?

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deegeecee 12.05.2015, 10:25
1. Auf dem Holzweg

SpOn, es mag vielleicht untypisch sein, aber ich verrate Ihnen mal was: Ich verfolge Ihre Seite mit deaktiverter "Lade Bilder"-Funktion.

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Jahiro1 12.05.2015, 10:37
2. Immer zwei Bilder verwenden !

Stellen Sie den langweiligen und nichtssagenden Bildern immer ein Bild gegenüber, dass das Ergebnis der Handlung zeigt. Denn nur so werden die Massen verstehen, warum sie das Thema überhaupt interessieren sollte.

Also zum Beispiel irgendein US-Offizieller, der irgendwelchen Unsinn von sich gibt, warum nur die USA die Welt retten können und alles was die USA tun daher perfekt und richtig ist vs. eine brennende Mutter mit ihrem Kind, wie es in einem Hellfire Inferno im US-Drohnenterror verreckt. Als Kolateralschaden. Weil nebenan jemand wohnt, den die USA als Terrorist klassifiziert haben. Ohne rechtsstaatliche Mittel und Wege zu bemühen.

Einfach immer die US-Täter in ihren langweiligen Anzügen neben die Opfer stellen. Ungeschönt.

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archback 12.05.2015, 10:38
3. Nichts zu verbergen

Ich bin ein vorbildlicher Staatsbürger, der zur Wahl geht und die da oben dann machen lässt. Ich gucke keine Pornos, betrüge meine Versicherung nicht und tue auch sonst nichts Verbotenes, kurz ich habe nichts zu verbergen. Ich klicke lieber auf Eure Boulevardthemen.

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Creedo! 12.05.2015, 10:38
4. hm ...

Vielleicht liegen die geringen Klickzahlen nicht an den langweiligen Bildern, sondern daran, dass sich kaum einer für die Thematik interessiert.
Abgehört zu werden ist zwar irgendwie doof, aber man merkt es ja nicht. Man spürt weder das Abhören selbst, noch werden viele Menschen spürbar Opfer der Abhörergebnisse.
Auf der einen Seite sind Millionen, vielleicht Milliarden von Menschen betroffen, aber kaum einem passiert etwas.
Das Überwachungsgedöns hat einfach kein Bedrohungspotential, zumindest kein fühlbares.
Ausserdem dürften die Ungeheuerlichkeiten, die die Medien wälzen, schon lange als Tatsache im Bewußtsein der Bürger existieren. Jetzt kommen bestenfalls Beweise auf den Tisch für Dinge, die man eh schon immer stark vermutet oder gemeint gewußt zu haben.
Dem Thema fehlt daher so ziemlich Alles, was es interessant machen könnte.
Und da das Potential des Menschen begrenzt ist, sich über etwas aufzuregen, reicht die Aufregungskraft bei den vielen Aufregungsangeboten halt nicht, sich für die hinteren Plätze in der Aufregungsskala zu interessieren.
Das Einzige was helfen würde: Sex sells! Wären die Artikel mit Pornobildern gespickt, würden sie sicher sehr oft geklickt. Ob die Leute dann nur die Bilder ansehen oder auch den Text lesen sei einmal dahin gestellt.

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manhome ltd 12.05.2015, 10:43
5. Schizophrenie

Es wundert mich nicht, dass Journalisten sich leidenschaftlicher mit Geheimdienstthemen auseinandersetzen als ihre meisten Leser. Da würden auch besser inszenierte Fotos nicht helfen.
Geheimdienste machen das, was sie sollen: Ausforschen, schnüffeln, verdeckt ermitteln. Und was machen Journalisten: Investigativ arbeiten, anonyme Quellen nutzen, Privatsphäre verletzen, Schuldige und Unschuldige an den Pranger stellen.
Es kommt immer darauf an, wie edel und gut die dabei verfolgten Absichten sind, oder wer es bezahlt.
Also lasst doch die NSA-Leute oder den BND in Frieden. Die machen Ihren Job und ob es böse ist, entscheidet die Absicht. Natürlich ist die bei Journalisten per se eine gute.

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panorax 12.05.2015, 10:46
6. Die Bilder kann ich noch sehen, ...

... aber die Artikel nicht mehr lesen. Es scheint so, als wenn der Spiegel meint, seine Zielgruppe nur noch mit antiamerkanischen Artikeln erfreuen zu können oder sogar bewusst gegen die USA hetzt. Es gibt kaum noch ein anderes Thema. Wie oft wurde die russische Überwachung, die mindestens genauso übel ist, letztes Jahr thematisiert? Ich habe 3! Artikel darüber gelesen. Über die NSA mindestens 5 täglich!

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peterefunck 12.05.2015, 10:48
7. Die Lösung bin ich selbst

Auf die Politik kann ich mich nicht verlassen, ich muß selbst etwas ändern. Dafür brauche ich keine Information.
Noch schaffe ich es nicht, aber eines Tages werde ich mich vom Internet weitestgehend wieder verabschieden. Und nur irrelevante Teilnahme wird stattfinden.
Niemals werde ich glauben nicht überwacht zu werden. Egal wer was wann sagen oder schreiben wird.

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hansmaus 12.05.2015, 10:51
8. nein an den Bildern liegt das nicht!

" trotzdem erreichen die wenigsten Artikel dazu hohe Klickzahlen" Das liegt schlicht daran das es die meisten nicht interessiert.
In meinem Bekanntenkreis herrscht die Meinung vor das die USA die deutschen im speziellen immer(!) überwachen werden da wir ja auch täglich unsere Schuld zelibrieren.
Klar ist das vereinfacht und klingt nach STammtisch aber mal genauer überlegt liegt das ganze nahe.
Mal abgesehen davon, das US Militär hat das Internet aufgebaut und hat den Finger drauf auch vollkommen logisch und normal.
Liebe Journalisten, ihr fordert doch auch ständig bessere Überwachung von rechten und (ba und zu mal) von Salafisten.
Freiheit ist in der deutschen Medienwelt doch nur erlaubt wenn sie stram auf Linie ist und da braucht man eben eine gute Überwachung.

Alles vollkommen logisch und normal, das das keine Klicks generiert ist ganz klar.
"Morgen geht die Sonne auf"....klickt auch kaum einer

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biber01 12.05.2015, 10:54
9. @Creedo

Sie bringen es auf den Punkt. Das "Ueberwachungsgedoehns" bringt einfach kein Bedrohungspotential mit. Niemand aus der Bekanntschaft/Verwandschaft kennt jemanden, dem aus der Ueberwachung Aerger o. Nachteile entstanden sind. Und da sollen wir uns bedroht fuehlen;-)??

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