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Bildglättung in TV-Geräten: Seifenopern-Effekt polarisiert die Fernsehnation
Panasonic

Filmfans streiten: Ist die Bildglättung moderner TV-Geräte Freude oder Ärgernis? Manche User schwärmen, Hollywood zeigt sich entsetzt. Darum geht es - und so reagieren die Hersteller.

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martinm70 16.12.2018, 01:16
1. Die Qualität dieser FI Techniken unterscheidet sich enorm

Das ist wichtig zu wissen, ich weiß nicht ob Tomb Cruise das auch wußte :)

Das geht von fast unbrauchbar bis hin zu praktisch kein Unterschied zu einem Original 60 fps Film zu erkennen.

Ich kann das deswegen behaupten weil ich diese Techniken schon auf allen möglichen Geräten von Samsung, LG, Sony, Philips und auch diversen Beamern gesehen habe. Die beste die ich bis jetzt gesehen habe war übrigens auf einem Beamer und keinem TV.

Leider steht man als Kunde im Regen wenn man herausfinden will auf welchen Geräten das gut klappt, da wären die Tester mehr in der Pflicht das ausführlicher zu testen und auch mal abzuwerten wenn sie nicht gut ist. Denn ich denke da geht qualitativ noch mehr.

Gerade habe ich übrigens Mission Impossible Fallout angesehen ...

Entschuldigung Tom Cruise, ich bin ein Fan deiner Film, finde so gut wie alle super, mir ist auch egal ob du zu Scientologie gehörst ...

Trotzdem ging es leider nicht, und zwar gerade bei diesem Film ganz besonders nicht. Soviele Kamerafahrten habe ich kaum mal ein einem Acion Film gesehen und die sehen in 24 fps leider einfach nur absolut furchtbar aus, für mich ist das ein einziger "Stroboskop Effekt".

Also habe ich die Frame Interpolation aktiviert (und ja, mein TV ist einer von den wenigen die das relativ gut können) und der Film hat sich wie schlagartig um 100% verbessert.

Die Actionsequenzen wirkten alle nun weitaus intensiver und echter, als ob ich mitten drin wäre. Und ob mans glaubt oder nicht, selbst die Handlung hat sich verbessert und zwar weil ich mit Frame Interpolation in schnellen Verfolgungsjagden einfach besser erkennen kann was gerade passiert.

Bei 24 fps habe ich das Gefühl das mir ein Großteil des Geschehens irgendwie vorenthalten wird. Das menschliche Auge kann nunmal Bewegungen mit 90 fps wahrnehmen, und Filme sollten auch so aufgenommen werden.

120 fps wären am idealsten. Wers flüssig will sieht sich die 120 fps Version an, aber die 24 fps Fans würden auch ihr Glück finden, denen zeigt man eben einfach nur jedes 5 Bild. Evtl. wollens manche einen kleinen Tick flüssiger, die können 30 fps (jedes 4 Bild) oder auch 40 fps (jedes 3 Bild) haben. Damit wären alle glücklich.

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ue_fachmann 16.12.2018, 02:19
2. Führender deutscher TV Hersteller übergangen

Die Frage ist nicht nur, ob der Effekt zur Bildbearbeitung abschaltbar ist, sondern wie gut bzw. natürlich dieser arbeitet. Warum der führende deutsche Hersteller LOEWE, der dies ist höchster Qualität schafft und zudem auch noch in vielen Stufen einstellbar ist, hier offenbar gar nicht gefragt wurde, bleibt rätselhaft. Auch die im Zusammenhang wichtige Feststellung, das gerade die Hochrechnung des normalen TV Bildes auf UHD 4k oder gar 8k bei den "Testsiegern" z.T. völlig versagt, gehört in solche Berichte.

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Jasro 16.12.2018, 02:24
3. Je mehr Bilder pro Sekunde, desto besser!

Die Erhöhung der "frames per second", FPS, ist für die moderne Film- und Fernsehtechnik imho mindestens so wichtig wie die HD-Technologie oder, beim Ton, Dolby-Sorround. Denn: je weniger Bilder pro Sekunde gezeigt werden, desto mehr sieht ein Film, ein Video oder eine Fernsehsendung nach "Daumenkino" aus. Deshalb von meiner Seite ein klares "Ja" zur Bildglättung, optimal sind meiner Meinung nach 60 FPS.

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leander.1991 16.12.2018, 03:50
4. Das ist interessant!

Diese 24 Bilder pro Sekunde ab denen angeblich kein Unterschied mehr auszumachen sein soll, der Film also flüssig erscheint war schon damals eher die Grenze ab der die Filmfreunde nicht massenweise kotzend aus dem Kino gerannt sind. Heute ist sowas "das Kino-Gefühl".

Bitte nicht falsch verstehen, zu analogen Zeiten war jeder Zentimeter Filmrolle (gerade pro Sekunde) wichtig und man hat damals halt ein Maß gefunden das passte. Damals hat man aber auch noch nicht solche Blitzlichtgewitter wie heute produziert und das mit den 24 Bildern war auch damals schon reines Marketing.

Andererseits haben Filemacher aber auch irgendwie recht, wenn man in der analogen Welt die Kopf-"Kamera" schnell schwenkt ist auch mitnichten alles gestochen scharf aufgelöst, was dann auf dem Screen tatsächlich wieder künstlich anmutet. Computerspieler kennen dieses Phänomen, dort ist tatsächlich die Bewegungsunschärfe (oder generell jede Art der Bildunschärfe abseits der Bildauflösung) als Film-Effekt (also lebensnähere Variante des perfekten gestochen scharfen Bildes), etwas was extra technisch erzeugt werden muss ebenfalls in der Diskussion, auch ein ganz lustiger Fun Fact am Rande.

Letztlich aber wohl alles ohnehin nur eine Frage der Gewöhnung. Für die Filmschaffenden aber auch ein leicht zu lösendes Problem müsste man diese Bilder einfach nur künstlich "verunschärfen" eine optionale Funktion im TV löst dieses Problem aber wohl für die Fans beider Welten wesentlich besser.

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HeinBlöd 16.12.2018, 05:10
5. Eine Seuche, in der tat

Ich beklage diesen Effekt schon seit Jahren, wundert mich dass das Bewusstsein dafür erst jetzt so in der breiten Masse ankommt.
Ausschalten und sonst nichts! Die Filme sollen nicht so aussehen, also hat dieser Effekt da auch nichts zu suchen. Ich finde es eine Frechheit dass die TV Hersteller das standard mäßig einstellen.
Auf einem Computer oder Handy Display hat man so einen Unfug schließlich auch nicht...

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gottseidank.de 16.12.2018, 05:27
6. Top Artikel

Ich gehöre auch zu denen, die diesen Effekt nicht kannten aber als äußerst störend wahrgenommen haben. Jahrelang dachte ich, dass diese Fernseher für mich nicht in Frage kommen, weil sämtliche Filme, die ich darauf gesehen hatte, total „billig“ und „wie mit einer Go-Pro gedreht“ wirken. Endlich weiß ich woher dieses fürchterliche Downgrade der Bildqualität kommt.

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mwroer 16.12.2018, 06:12
7.

Viele wissen nicht mal dass es diese Funktion gibt bzw. das sie per default eingeschaltet ist. Also: abschalten, Filme gucken und dann entscheiden. Warum es deswegen nun Theater gibt ist für mich schwer einzuordnen. Was ich persönlich viel schlimmer finde ist die künstliche Verzerrung der Lautstärke zwischen Film und Werbung.

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phthalo 16.12.2018, 06:35
8. @pro Bildglättung

Früher - als der Film begann - kostete jeder Meter Film viel Geld und daher wurde mit der kleinst möglichen Bildrate gefilmt. Zudem brauchte man dann auch nicht so viel Kilos an Filmrollen durch die Gegend zu schleppen.
Heute spielt beide keine Rolle mehr. Hätten Kosten und Gewicht auch damals keine Rolle gespielt, bin ich mir absolut sicher, dass man damals auch schon die Bildrate erhöht hätte.
Ich brauche absolut keinen sinnlosen Konoeffekt und bin froh über stets knackig scharfe Bilder. Diese Matschbilder im Kino sind sogar für mich eher DAS Argument, mir die Filme viel lieber zu Hause anzuschauen. (Und hier mal ganz abgesehen, dass es zu Hause ohnehin viel bequemer ist).

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tallantis 16.12.2018, 06:45
9. Künstlich?

Was ist das die ein Artikel? Erstmal geht es hier um Gewohnheit. Die 24FPS sind rund 100 Jahre alt, daher auch das Gejammer. Doch was soll die Benennung des künstlichen? Alleine der Film an sich ist künstlich, da er das Geschehen zu vertonten Einzelbildern macht. Und wie hier auch zig Mal gesagt wird ist das neue Feature optional. Warum also so ein Artikel? Weil Leute zu faul sind das kurz in den Einstellungen umzustellen? Muss jeder Mensch an die Hand genommen werden, da er sonst im Selbstmitleid erstickt, aufgrund von Veränderungen im TV? First world problems in Reinform.

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