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Bildkritik von fokussiert.com: Drei Profi-Tipps für bessere Fotos
Dirk Wenzel

Diese Fotos brechen mit den Regeln. Ein Porträt ohne Gesicht, ein prominent platzierter Wäscheständer und ein sehr tief gelegter Horizont. Mit einfachen Handgriffen werden gute Fotos manchmal außergewöhnlich: Profis vom Fach-Blog zeigen, wann der Regelbruch gelingt.

Teslatier 25.12.2013, 17:23
1. Highkey

Bild 1+3 sind nicht High-Key. Noch nichtmal ansatzweise. Das Letzte ist mir persönlich zu kontrastarm. Das Erste ist einfach reich an mittleren Tonwerten.
Und dass das Letzte ein ungewöhnliches Portrait sein soll, ist wohl auch eher an den Otto-Normal-Knipser gerichtet.

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Jonny_C 25.12.2013, 20:01
2. Das erste Bild....

...ist extra Klasse.
Rätselhaft, ein bisschen geheimnisvoll und irgendwie skurril.
Könnte ich mir gut in Postergröße und im Bilderrahmen vorstellen.

Die anderen Bilder naja so etwas sieht man schon öfter.
Ich persönlich empfinde die nun nicht gerade als besondere Eyecatcher,
aber das ist wohl auch immer Geschmacksache.
Da ich zu 90% Fotos zu Dokumentationszwecken mache, geht es bei mir um höchsten Auflösung und (versuchte) Objektivität, deswegen finde ich Bildkompositionen von Fotografen mit künstlerischem Anspruch immer ganz spannend und gehe auch gern in Fotoausstellungen.

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Mario_Muster 25.12.2013, 21:41
3. Schöne Fotos.

Aber daraus eine Kunst oder har eine Art Wissenschaft zu machen ist mMn Humbug. Gutes Fotografieren bedingt die Gunst des richtigen Blicks und den Zufall des richtigen Moments
Dazu braucht es keinen Hokuspokus, und man kann es vor all nicht erlernen.

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jontev 25.12.2013, 21:45
4. optional

Ein HDR auf Ebenen angewendet sowie ein Colorkey, den Rest nach der Bearbeitung ins Grau versetzt und dem Wäscheständer noch ein wenig Braun gelassen.
Eine Meisterleistung für einen Lehrling, ein Profi-Bild? Naja?
Die vom Kritiker indizierte Linie ist wohl eher zufällig, ich sehe da eher zwei Spitzen aufeinander zulaufen.
Die münden dann in dem sich androhendem Gewitter, das morgen über den Kritikier niderbricht.

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nic 26.12.2013, 10:27
5. optional

Die geheimnisvollen Kompositionen. Was wurde uhnd wird bei "alten Meister" alles herumgerätselt. Linien werden übers Bild gelegt, bis ein geheimnisvolles Kreuz oder Dreieck entsteht.

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C. Schmidt 26.12.2013, 10:58
6. optional

Wenigstens haben sie nicht versucht, die Bilder zu verbessern. In der Hälfte der Fälle, in denen die "Profis" hier auf SPON Fotos zu verbessern versuchen, sieht das Ergebnis schlimmer aus als vorher, eben weil sie sich so sklavisch an Regeln halten und sich zu selten fragen: "Funktioniert das Bild tatsächlich besser, wenn ich (z.B.) die Drittelregel hier anwende?"

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guwalter 26.12.2013, 12:12
7. Linien bis zum Exzess

Die Bilder mit Worten zu beschreiben, die Wirkung zu definieren ist das eine.
Die ganzen Linien hingegen werden zum Großteil weder besprochen noch sind sie irgendwie hilfreich - ich werde den Eindruck nicht los, man bedient sich dieses Stilmittels, um der Kritik hier Professionalität zu verleihen.

Indes: Es wirkt infantil.

Lassen Sie doch einfach die tollen Bilder wirken (z.B. Nr. 1) und geben einen Tipp, auf was der jeweilige Protagonist noch hätte achten können. Das reicht.

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astrobyte 26.12.2013, 13:34
8. Also, mich haut keines der Bilder vom Hocker...

In Bild 1 wirkt der leere Wäscheständer irgendwie sinnlos und zerstört den ersten Bildeindruck, dass es sich möglicherweise um ein historisches Foto handeln könnte. Bild 2 ist zwar interessant, aber technisch eher mäßig umgesetzt. Begriffe aus der Zonenfotografie Ansel Adams sind hier jedenfalls völlig fehl am Platz. Bild 3 ist tonwertmäßig noch am besten, aber solche Bilder habe ich schon tausenfach gesehen - in Bäckerzeitungen, Werbung und im Wartezimmer...

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pescador 26.12.2013, 22:03
9.

Zitat von astrobyte
In Bild 1 wirkt der leere Wäscheständer irgendwie sinnlos und zerstört den ersten Bildeindruck, dass es sich möglicherweise um ein historisches Foto handeln könnte.

Ist halt immer Geschmacksache. Ich finde, der Wäscheständer ist die beste Idee am diesem Bild. Der Rest ist eher konventionell.

Übrigens ist der Wäscheständer durchaus historisch. So ein Holzmodell hatte meine Urgroßmutter vor dem 2. Weltkrieg.

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