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Bildkritik von fokussiert.com: Drei Profi-Tipps für bessere Fotos
Alexander Kade

Weniger Rand oben, dunkle Ränder als Halt fürs Auge, kleinere Blendenöffnung für mehr Schärfe: Mit diesen einfachen Handgriffen werden Fotos noch etwas besser. Profis vom Fachblog zeigen an drei Beispielen, wie man Fotos durch Bildbearbeitung verbessert.

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ts-fotografie 01.05.2013, 10:59
1. schönes Beispiel

Also ich bin regelrecht beeindruckt von dem Teehausbild. Wirklich schön anzusehen. Auch wenn der Fotograf bestimmt noch etwas an der Ebv Schraube gedreht hat. Und wer sich jetzt nochmal die Ausrüstung des Fotografen anschaut, stellt wahrscheinlich mit entsetzten Fest." das ist ja die kleinste Einsteiger Dslr von Canon gepaart mit dem Kitobjektiv!? " ;)

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ThorstenMUC 01.05.2013, 11:58
2. Tiefenschärfe

Schöne Beispiele, an denen man sich vielleicht etwas für den Heimgebrauch abschauen kann.

Sehr interessant finde ich, dass auf beiden Bilder mehr Tiefenschärfe gewünscht wird... aber der Trend bei Hobbyfotografen aktuell zu Vollformat-Sensoren geht, mit denen mehr Tiefenschärfe noch schwieriger zu erreichen ist (ISO hoch um die Blende kleiner stellen zu können).

Bestätigt micht in meiner Einschätzung, dass mit APS-C bzw. FourThirds Sensoren eigentlich ein recht gut nutzbarer Kompromiss gefunden ist: Mit noch erschwinglichen, etwas lichtstärkeren Objektiven f1.8-2.8 kann man noch gut freistellen - durch moderates Abblenden kann man aber auch mal größere Bereiche scharf bekommen.

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narm 01.05.2013, 12:05
3.

die Bilder sind wirklich wunderschön aber bei den Kommentaren des "Profis" schwanke ich regelmässig zwischen einer Zustimmung und vollständiger ablehnung.

Bei der Ente störte mich egientlich eher, dass sie zu weit Rechts im Bild ist, der Platz nach oben / unten fand ich eigrntlich nicht störend. Das Blatt bemerkte ich erst, als der "Profi-Kommentar" mich darauf aufmerksam machte, das spiegelnde Haus empfand ich als störend.

Bei dem Teehaus dachte ich erst, es sei ein Filmausschnitt. Mein erster Blick kam direkt auf den Menschen erst danach kam der Kessel.

Die Foto Tipps finde ich , im Gegensatz zu den früheren Werken dieser Reihe deutlich besser als die komischen Empfehlungen für Photoshop Fälschungen, allerdings bemerkt man bei einigen der Empfehlungen eben doch, dass Empfehlungen stehts subjektiv sind !

Der Profi sollte sich mit seinen subjektiven Meinungen zurück halten und sich stärker auf die Fakten konzentrieren, sonst erinnert es zu sehr an gewisse Sendungen von Herrn Bohlen.

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chrome_koran 01.05.2013, 15:08
4.

Zitat von ts-fotografie
das ist ja die kleinste Einsteiger Dslr von Canon gepaart mit dem Kitobjektiv!? " ;)
Das 1.8/50 EF II ist _kein_ Kit-Objektiv, sondern ein separat zu erwerbende Festbrennweiten-Objektiv.

Nachdem Objektive dieser Art mehr als 20 Jahre lang so gut wie nicht mehr verkäuflich waren, erleben sie seit einigen Jahren ihre Renaissance - hauptsächlich dank APS-C (mit diesen Kameras avanciert die frühere „Standard-Brennweite“ dank des verkleinerten Bildwinkels zur „Portrait“-Brennweite).

Das verwendete Objektiv von Canon ist optisch ausgezeichnet - handelt es sich doch um eine eine altbewährte Berechnung - und kann zugleich durch seine aufs Wesentliche konzentrierte Bauweise (klappriges Plastikgehäuse mit Kunststoff-Bajonett, billiger und lauter AF-Motor) sehr preiswert angeboten werden. Zum Preis von rund 100 € gibt es kaum mehr optische Qualität fürs Geld - und um die optische Qualität geht es letztendlich.

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chrome_koran 01.05.2013, 15:15
5.

Zitat von narm
[…] die komischen Empfehlungen für Photoshop Fälschungen […]
Welche „Fälschungen“ meinen Sie? Wenn Sie der Ansicht sind, Bilder „ohne Photoshop“ wären nicht bereits „gefälscht“: Sie irren.

Bei digitaler Fotografie wird Ihr Photo bereits in der Kamera durch deren internes „Photoshop“ „gefällscht“. Außer Sie shooten RAW, dann übernehmen Sie ganz persönlich diese „Fälschung“ später beim RAW-Entwickeln.

In der Analogfotografie wurde schon immer „gefälscht“ - durch den Wahl des Filmmaterials, des Entwicklers, der Entwicklungstemperatur und -zeit, die Gradation des Papiers, hier nochmals die Entwicklungsparameter…

Am lustigsten sind die Leute, die - immer noch oder jetzt wieder - voller Stolz mit analogen Kameras herumknipsen und sich einbilden, gegen das böse-böse Digitale so gewappnet zu sein. Dabei entwicklen nur die Wenigsten ihre Filme und Abzüge selbst - dabei wird, außer in extrem teuren Fachlabors, deren ach so analoge Film nach der Entwicklung digitalisiert, durchläuft eine automatische EBV und wird auf Papier digital ausbelichtet - wie schon in den 1980er und 90er. ;) Das ist Digitalfotografie zum Preis der Analogfotografie, der Traum jedes Marketingleiters :-))

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Holperik 01.05.2013, 16:45
6. Auch mal lesen, was unter dem Foto steht

Zitat von chrome_koran
Das 1.8/50 EF II ist _kein_ Kit-Objektiv, sondern ein separat zu erwerbende Festbrennweiten-Objektiv.
Da steht nix vom 1,8/50er, da steht "EF-S 18-55 mm f/3.5-5.6 IS", und das ist das Kitobjektiv.

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argony 01.05.2013, 16:47
7. jaja..

..die "Verfälschung" der Digitalkameras - schön, wie sich nur allzu oft die breite Unwissenheit zeigt.
Auch als jpeg ist und bleibt ein Foto ein Foto. Und als solches ist es nur eine Interpretation wie das Abbild eines chemischen Negatives - wo nämlich je nach Filmsorte auch alles anders aussieht. Gefälscht und retuschiert wurde früher am Film genauso und mitunter auch mehr - DAS nannte man übrigens Fotografenhandwerk.
Die Kommentare des "Profis" sind wie so oft ganz genau das, was solch Hobby lächerlich und lustlos macht.

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MisterGenius 01.05.2013, 17:11
8. Oh wie schön ist Panama

Immer wieder erfreulich, dass Profis ihre Profi-Tipps abgeben!
Ich würde ja noch mehr Bildbearbeitungen einfordern!
Damit das Thema FOTO endlich so richtig unttergeht und alle im Mainstream mitschwimmen!

Somit weiterhin herzlichen Erfolg an diese völlig unnütze Kolumne!
Wann beschäftigt sich ein Spiegel endlich wieder mit Spiegelthemen?
Schreib doch am besten noch eine Kritik zur aktuellen "Shopping-Queen"-Staffel!
Das paßt doch dann alles ---
Ich werde bald zum Bildleser, wenn dass hier so weiter geht!
Oder ich les doch lieber die Red-Bull-Zeitschrift!
Die ist richtig gut!!!
Und nicht so oberflächlich!

Prost dann!

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deichshaf 01.05.2013, 18:05
9. Blickführung und Subjektivität

Ich kann den Kritiken von Fokussiert.com regelmäßig viel Nutzen entnehmen und versuche, die Tipps für mich im Alltag anzuwenden. Aber regelmäßig stolpere ich über die von verschiedenen Autoren erklärte Blickführung. Beim Teehaus-Foto ist es wieder einmal so, dass der Autor hier als Blickfang und damit erste Station der "Blickreise" etwas wählt, was weder der menschlichen Psyche noch allem bisherigen fotografischen Verständnis von "Blickfang" entspricht: Den Teekessel. Auf Fotos mit Menschen wird nur äußerst selten nicht eine prominent ins Bild gesetzte Person als Blickfang (und damit erste Station) wahrgenommen. Auch bei anderen Bildern fällt auf, dass ein Blickfang vom Autor genannt wird, der definitiv keiner ist. Der Teekessel in diesem Fall kommt erst an zweiter oder sogar dritter Stelle - und wäre da nicht das Feuer drunter, würde das Fehlen dieses speziellen Details den Blick sogar vom Kessel wegführen - hin auf die Hauptperson.

Ich würde gern wissen, wie der Autor auf die von ihm genannte Blickführung kommt und womit er das begründet - vielleicht hilft es, künftige Rezensionen noch besser zu verstehen. So jedenfalls landet mein erster Blick auf der Hauptperson, dann auf der Person dahinter und erst dann auf dem Kessel. Die Teetasse kommt danach und nach der Überstrahlung am oberen Bildrand kommt irgendwann vielleicht die halbverdeckte Person ganz rechts dran.

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