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Bildkritik von fokussiert.com: Drei Profi-Tipps für bessere Fotos
Peter Krauss

Tonwertkorrektur, Achsenkorrektur, ein Blickfang in der Leere: Mit einfachen Handgriffen werden Fotos noch etwas besser. Profis vom Fachblog zeigen an drei Beispielen, wie man Fotos durch Bildbearbeitung verbessert.

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pfzt 23.06.2013, 11:38
1.

Zitat von sysop
Tonwertkorrektur, Achsenkorrektur, ein Blickfang in der Leere: Mit einfachen Handgriffen werden Fotos noch etwas besser. Profis vom Fachblog fokussiert.com zeigen an drei Beispielen, wie man Fotos durch Bildbearbeitung verbessert.
Also bei den letzten beiden Fotos hat "Der Profi" sicherlich Recht, auch wenn ich trotzdem die Bildidee und -Wirkung des dritten Bildes sehr mag aber die Perspektivkorrektur des ersten Bildes geht leider völlig in die Hose, weil sie dem (schönen) Bild völlig das Leben nimmt.

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hpop 23.06.2013, 11:41
2. Was ist ein "gutes" Bild?

Zitat von sysop
Tonwertkorrektur, Achsenkorrektur, ein Blickfang in der Leere: Mit einfachen Handgriffen werden Fotos noch etwas besser. Profis vom Fachblog fokussiert.com zeigen an drei Beispielen, wie man Fotos durch Bildbearbeitung verbessert.
Natürlich gibt es einfach handwerkliche Fehler (nicht beabsichtigte Einschränkungen in Bezug auf die intendierte Wirkung) - aber eine Anleitung für "bessere" Bilder kann ich hier nicht wirklich erkennen. Für den Artikelschreiber mögen die Bilder nach seinen Veränderungen besser sein, aber es ist schon ein ziemlich hoher Anspruch das zu verallgemeinern.

Ich finde viele der Vorschläge (was die Komposition betrifft) aus dieser Artikelserie sind eher Verschlimmbesserungen - und das liegt schlicht daran, dass die Entscheidung ob ein Bild "gut" ist, eben erst im Auge des Betrachters (vielmehr in dessen Gehirn und Kontext) entsteht.

Ja, es gibt fotografisches Handwerk, und jemand der sich als mehr als ein Dokumentationsknipser versteht sollte sich darum bemühen es zu lernen - was den kreativen Aspekt angeht gibt es aber eben keine allgemeingültigen Regeln - bestenfalls individuelle Vorstellungen davon. Das ist auch ein Problem, das die darstellende Kunst kennt - überall "Profis" die einem scheinbar erklären was "gut" und "schlecht" ist, oder was künstlerische Qualität angeht.

Sinnvoller als diese Besprechungen wäre vermutlich ein kleines tutorial, wie man gewünschte Bildwirkungen erzielt und handwerklich halbwegs sauber arbeitet. Den Rest muss man sich selbst aneignen, das ist dann der eigene Stil, der einen von einem reinen Techniker unterscheidet.

Diese Besprechungen hier halte ich für die Ausbildung eines Stils allerdings für nicht zielführend. Hier lernt man höchtens etwas über den Stil des Autors - wie gesagt von nachvollziehbaren technischen Aspekten abgesehen.

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war:head 23.06.2013, 12:24
3. Wenn ich sowas schon lese...

Zitat von Artikel
Verdoppelung der Ausgangsebene, Ebenenmodus 'Weiches Licht, 30% Deckung
Ist eine simple Kontrasterhöhung mittels dafür vorgesehenem Adjustmentlayer nicht 'professionell' genug oder was soll dieser Unsinn?

Und ja, ich habe es nachgeprüft: Das Resultat beider Vorgehensweisen ist exakt identisch.

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H.Lorenz 23.06.2013, 12:31
4.

Finde auch, daß das erste Bild in der Ausgangsversion orgineller wirkt. Die Retuschen des Experten wirken überzüchtet, beinah wie nachkolierte Bilder der 70er Jahre. Auch der vergrößerte Mond und das verrauschte Drumherum ... Nee. Also Experte bin ich mit meiner Nikon P100 wahrscheinlich auch nicht. Aber oft ist weniger mehr. Auch das HDR-Bild sehe ich als schöne Spielerei. Fotografie ist aber noch immer das Einfangen des Moments. Nachbearbeitung soll, m. M. nach, kleine offensichtliche Fehler des Fotografen oder der verwendeten Technik korrigieren. Dann sollte aber auch Schluss sein. Denn: Photoshoppen kann jeder. Bildmomente erkennen, Bildkompositionen und Licht erkennen - das kann eben nicht jeder. Und da kommt dann wieder Kunst von Können!

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P.Delalande 23.06.2013, 15:34
5.

Zitat von H.Lorenz
Denn: Photoshoppen kann jeder. Bildmomente erkennen, Bildkompositionen und Licht erkennen - das kann eben nicht jeder. Und da kommt dann wieder Kunst von Können!
Das behaupten meist die, die das alles nicht können.

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froso 23.06.2013, 16:44
6.

Meine Güte, diese „Professionellen“.
Fotografieren ist die subjektive Erfassung des Gegenstandes, des Umfeldes und der Stimmung, auch der persönlichen, im Moment der Aufnahme. Das Resultat ist niemals falsch und bedarf nicht der Korrektur.
Photoshop ist das Entreißen der Seele aus dem Bild. Der, der an ein Bild herum manipuliert, und sei es der Fotograf selbst, dem mangelt es an emotionaler Intelligenz.

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olli_b 23.06.2013, 18:05
7. Ursache und Wirkung

Zitat von froso
Fotografieren ist die subjektive Erfassung des Gegenstandes, des Umfeldes und der Stimmung, auch der persönlichen, im Moment der Aufnahme. Das Resultat ist niemals falsch und bedarf nicht der Korrektur.
Doch. Weil ich nämlich nicht meine Gedanken und Gefühle weitergeben kann, sondern nur das Bild, das ich mit Hilfe meiner Kamera gemacht habe. Und das hat nicht zwangsläufig auf den Betrachter die gleiche Wirkung wie die echte Situation auf mich.

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z_beeblebrox 23.06.2013, 18:07
8.

Zitat von hpop
…. Für den Artikelschreiber mögen die Bilder nach seinen Veränderungen besser sein, aber es ist schon ein ziemlich hoher Anspruch das zu verallgemeinern. Ich finde viele der Vorschläge (was die Komposition betrifft) aus dieser Artikelserie sind eher Verschlimmbesserungen - und das liegt schlicht daran, dass die Entscheidung ob ein Bild "gut" ist, eben erst im Auge des Betrachters (vielmehr in dessen Gehirn und Kontext) entsteht….
Korrekt, sehe ich genau so.

Zitat von hpop
…. Ja, es gibt fotografisches Handwerk, und jemand der sich als mehr als ein Dokumentationsknipser versteht sollte sich darum bemühen es zu lernen ….
So ist es. Vor allem sind es oft Kleinigkeiten - beim Bild 3, was im Artikel besprochen wird, ist meines Erachtens ganz einfach nur der Goldene Schnitt, die Drittel-Regel nicht eingehalten worden. Die Kamera hätte der Fotograf einfach noch ein bissl nach links schwenken müssen, dann wär´s wohl perfekt gewesen. (Der Vorschlag mit dem Vogel ist ja schrecklich - am besten noch ein Gänseblümchen per Photoshop reinbeamen).

Im 1. Bild sind m.E. die Fluchten / Perspektiven einfach nicht richtig ins Bild gerückt. Die Verschlimmbesserung durch den "Profi" erinnert mich stark an die Diskussion vor Kurzem um das "gefakte" Pressefoto des Jahres. Das ist m.E. (vor allem unter der Prämisse "Reportagefoto") eindeutig abzulehnen.

Zitat von hpop
Sinnvoller als diese Besprechungen wäre vermutlich ein kleines tutorial, wie man gewünschte Bildwirkungen erzielt und handwerklich halbwegs sauber arbeitet. ….
Oft sind es auch nur Kleinigkeiten. So kann man das beste Bild gemacht zu haben, hat aber versäumt, den kleinen dreckigen Lappen (unordentliche Aktentasche o.ä.) am Bildrand vorab entfernt zu haben.

Und das A und O (teils das Schwierigste überhaupt) ist eh noch das, dass man mit dem richtigen Licht gearbeitet hat. Wer ein Auge, das Wissen um gute Lichtverhältnisse hat, hat schon halb gewonnen, falls nicht sogar alles gewonnen.

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superbiti 23.06.2013, 18:15
9.

Zitat von P.Delalande
Das behaupten meist die, die das alles nicht können.
sagt wer? ihr küchenpsychologisches handbuch der kleinen tagesweisheiten etwa?

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