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Börsengang: Groupon ist kein Schnäppchen

Der beliebte*Schnäppchendienst Groupon geht an die Börse, und viele wollen dabei sein. Doch eine sichere*Anlage*sind die Aktien*nicht: Das Geschäftsmodell*der vermeintlichen Wunder-Firma hat seine Tücken - und die*Konkurrenz rüstet auf.

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stevie76 03.11.2011, 20:42
1. ..

Zitat von sysop
Der beliebte*Schnäppchendienst Groupon geht an die Börse, und viele wollen dabei sein. Doch eine sichere*Anlage*sind die Aktien*nicht: Das Geschäftsmodell*der vermeintlichen Wunder-Firma hat seine Tücken - und die*Konkurrenz rüstet auf.
das geschäftsmodell ist doch klasse, man verkaufe codes für die hp einer firma (jellywatch) welche nicht funktionieren, antworte dann nicht auf mails und lässt den kunden (mich) auf der (kostenpflichtigen) groupon-hotline anrufen, wo ich bereits für die 8min warteschleife zur kasse gebeten werde.
ich finde das genial...

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Demokrator2007 03.11.2011, 20:50
2. Eine ganz klare DotComBlase*

Zitat von sysop
Der beliebte*Schnäppchendienst Groupon geht an die Börse, und viele wollen dabei sein. Doch eine sichere*Anlage*sind die Aktien*nicht: Das Geschäftsmodell*der vermeintlichen Wunder-Firma hat seine Tücken - und die*Konkurrenz rüstet auf.
Sind BWL-Fuzzis und Analysten heutzutage immer noch so bekloppt wie zur Jahrtausendwende, es macht den Eindruck?
Groupon und DailyDeal leben ausschließlich vom "Abstauberprinzip". Glauben Unternehmen die ihre Ladenhüter oder Eyecatcher über solche Portale vertreiben ernsthaft an eigenen Imagegewinn?
Nee, davon profitieren wie bei iBäh nur die Portal und manchmal der Schnäppchenjäger. Wenn sie allerdings unsauber arbeiten wie DailyDeal und Groupon das immer wieder machen und Rabatte ausloben die tatsächlich Mondpreisklakulationen sind,dann merkt sich der Kunde sowas und kauft dort nicht mehr, wenn er es nicht unbedingt muß.
Ich z.B. werde kein Cinemaxx-Kino mehr besuchen, weil die mich behupst haben und die Coupons nicht akzeptierten und auch die Post hat bei mir Negativpunkte gesammelt, weil das Angebot (indiv. Briefmarken) Etikettenschwindel war. Den Softwaregutschein habe ich noch nicht mal eingelöst, weil ich nur Lockvögel beim Händler fand, alles andere war deutlich überteuert.

Ich bin allerdings selber mal in Verkauf und Vertrieb gewesen und reagiere relativ berechenbar, in dem ich den Firmen deren Verkaufsfehler oft mitteile, das macht der "klassische Geizhals" mit Sicherheit nicht, der bleibt ohne Kommentar weg.

Ciao
DerDemokrator

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Erbsenschäler 03.11.2011, 21:05
3. die konkurrenz

Zitat von sysop
Das Geschäftsmodell*der vermeintlichen Wunder-Firma hat seine Tücken - und die*Konkurrenz rüstet auf.
ja, die konkurrenz (die mit den zwei d) hat's mittlerweile auch raus, mit windigen firmen zusammenzuarbeiten, stornos zu ignorieren, mails nicht zu beantworten - den kunden zu behumsen und sich dabei dumm zu stellen.

alles ganz großer rock'n'roll-schwindel.

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PZF85J 03.11.2011, 21:20
4. -

Zitat von sysop
Der beliebte*Schnäppchendienst Groupon geht an die Börse, und viele wollen dabei sein. Doch eine sichere*Anlage*sind die Aktien*nicht: Das Geschäftsmodell*der vermeintlichen Wunder-Firma hat seine Tücken - und die*Konkurrenz rüstet auf.
Soso, der Preis ist noch nicht genannt ... Alles über 10 cents (die amerikanischen, meine ich) wäre zu viel. Das wird der nächste penny stock.

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nica27 03.11.2011, 21:26
5. ...

Ich habe bislang bei Groupon keine Probleme mit den Gutscheinen gehabt und auch das Stornieren eines Gutscheines war vollkommen problemlos. Nach 3 Tagen war das Geld wieder auf dem Konto. Ich sehe mir den Gutscheinanbieter allerdings vorher auch an und vergleiche das Gutscheinangebot mit den Preisen auf der Webseite. So spart man sich Überraschungen. Wer sich aber nur von Geiz ist geil leiten lässt ist fällt halt eher mal auf die Nase.

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Citythriller 03.11.2011, 22:27
6. Der Pleitegeier kreist dann schon...

Ich bin Eventveranstalter, unsere Gäste ermitteln für einige Stunden in einem Mordfall kreuz und quer in verschiedenen Städten, vernehmen Zeugen und verdächtige Personen, welche von Schauspielern dargestellt werden, und verhaften am Ende den Täter.

Und wie ich an meinem Telefon bemerke sind wir offensichtlich Kernzielgruppe der Einkäufer bei Dailydeal, Citydeal, Groupon und wie sie alle heißen.

Das bevorzugte Angebot für deren Kunden ist ein "2 zum Preis von 1". Auf die mickrigen 50% Umsatz, die dann noch blieben, möchten die Herrschaften natürlich noch eine Provision, weil Sie das alles ja nicht zum Spaß machen: in der Regel 30%, gerne auch mehr. Vom ursprünglichen VK verbleiben bei uns am Ende rund 35%, wovon dann noch die Umsatzsteuer abzuziehen ist. Bravo!
Ich habe mein BWL-Studium zwar damals abgebrochen, aber jeder, der in der Schule nicht nur im Singen und Klatschen erfolgreich war dürfte merken, dass eine Kalkulation mit ca. 65% Vertriebskosten in den allermeisten Branchen nicht funktionieren wird.

Die Schnäppchenjäger kommen wohl auch nicht wieder. Warum sollte man beim nächsten mal auch das Doppelte zahlen? Da schiesse ich doch heute lieber ein Krimievent, morgen Sushi-all-you-can-eat und nächste Woche Fußpflege für den halben Preis.

Und es lassen sich keine Auslastungen optimieren, im Sinne von "Restkarten". Da hilft dem im Artikel zitierten Pizzabäcker auch die mobile Vermarktung gar nix, denn Schnäppchenjäger haben wie alle anderen eher zwischen 12 und 2 Hunger. Und wenn alle Plätze mit Gästen besetzt sind, die aber nur die Hälfte zahlen (Vermittlungsprovision nicht vergessen!), dann wird der freundliche italienische Gastwirt sehr bald nur noch für sich selbst kochen und sich erinnern, dass Pizza früher ein Arme-Leute-Essen war.

Ich weiß von 8 Veranstaltern von Freizeitevents, die sich mit dieser Mechanik zu Grude gerichtet haben. Das werden auch noch mehr, es wird sich weiter herumsprechen, und dann wünsche ich allerseits viel Spaß beim fröhlichen .com-Blasen-Platzen reloaded.

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dent42 03.11.2011, 22:50
7. re

Zitat von Citythriller
Ich bin Eventveranstalter, unsere Gäste ermitteln für einige Stunden in einem Mordfall kreuz und quer in verschiedenen Städten, vernehmen Zeugen und verdächtige Personen, welche von Schauspielern dargestellt werden, und verhaften am Ende den Täter. Und wie ich an meinem Telefon bemerke sind wir offensichtlich Kernzielgruppe der Einkäufer bei Dailydeal, Citydeal, Groupon und wie sie alle heißen. Das bevorzugte Angebot für deren Kunden ist ein "2 zum Preis von 1". Auf die mickrigen 50% Umsatz, die dann noch blieben, möchten die Herrschaften natürlich noch eine Provision, weil Sie das alles ja nicht zum Spaß machen: in der Regel 30%, gerne auch mehr. Vom ursprünglichen VK verbleiben bei uns am Ende rund 35%, wovon dann noch die Umsatzsteuer abzuziehen ist. Bravo! Ich habe mein BWL-Studium zwar damals abgebrochen, aber jeder, der in der Schule nicht nur im Singen und Klatschen erfolgreich war dürfte merken, dass eine Kalkulation mit ca. 65% Vertriebskosten in den allermeisten Branchen nicht funktionieren wird. Die Schnäppchenjäger kommen wohl auch nicht wieder. Warum sollte man beim nächsten mal auch das Doppelte zahlen? Da schiesse ich doch heute lieber ein Krimievent, morgen Sushi-all-you-can-eat und nächste Woche Fußpflege für den halben Preis. Und es lassen sich keine Auslastungen optimieren, im Sinne von "Restkarten". Da hilft dem im Artikel zitierten Pizzabäcker auch die mobile Vermarktung gar nix, denn Schnäppchenjäger haben wie alle anderen eher zwischen 12 und 2 Hunger. Und wenn alle Plätze mit Gästen besetzt sind, die aber nur die Hälfte zahlen (Vermittlungsprovision nicht vergessen!), dann wird der freundliche italienische Gastwirt sehr bald nur noch für sich selbst kochen und sich erinnern, dass Pizza früher ein Arme-Leute-Essen war. Ich weiß von 8 Veranstaltern von Freizeitevents, die sich mit dieser Mechanik zu Grude gerichtet haben. Das werden auch noch mehr, es wird sich weiter herumsprechen, und dann wünsche ich allerseits viel Spaß beim fröhlichen .com-Blasen-Platzen reloaded.
So weit ich weiß wird niemand gezwungen Gutscheine zu verkaufen. Wenn man als Unternehmen eine Marketingkampagne startet, nix anderes ist es ja, dann sollte man froh sein wenn Sie funktioniert....und es vorher durchkalkuliert haben. Wenn ein kleines Restaurant natürlich 3000 Gutscheine verkaufen, die drei Monate und zeitlich uneingeschränkt gültig sind, dann kann es eng werden.

Ich kenne Leute die in solchen Firmen arbeiten, es kommt vor das ein Deal schiefgeht, weil der total hippe und dynamische Internetshop, er tausende Gutscheine verkauft, hat plötzlich pleite macht, da raucht der Mailserver und die fünf Studenten im Kundensupport haben die nächsten drei Monate einen sicheren Job.

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ToertjeX 04.11.2011, 23:20
8. das klappt nie auf dauer

wenn mir jemand sagen kann, wo man wetten auf einen sturzflug an der börse abschliessen kann: danke für hinweise

in einem jahr wird die aktie eher bei 2€ liegen...
das geschäfstmodell kann nicht gut gehen und zieht in der masse nur kunden an, die nur schnäppchen wollen, also aus anbietersicht kein folgegeschäft abzusehen ist.

zudem ist es oft kein wirkliches schnäppchen
und es gibt schon viel zu viel abieter, da sticht groupon gar nicht mehr heraus, siehe z.B. couponteria.de
12 mrd. erlös für so eine klitsche ist ein unverständlicher hype, da ist jede griechenland-staatsanleihe sicherer...

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Munku 04.11.2011, 23:25
9. Oh

Zitat von Citythriller
Das bevorzugte Angebot für deren Kunden ist ein "2 zum Preis von 1". Auf die mickrigen 50% Umsatz, die dann noch blieben, möchten die Herrschaften natürlich noch eine Provision, weil Sie das alles ja nicht zum Spaß machen: in der Regel 30%, gerne auch mehr.
Mir kommen die Tränen. Klar ist es verständlich, daß sie ihr Produkt nicht für 65% Rabatt an den Mann auf der Straße verscherbeln können. Jagen Sie halt den Groupon-Makler zum Teufel (oder dorthin, wo er hergekommen ist) und lassen sich nicht über den Tisch ziehen.

Wie wäre es denn, wenn Sie einfach tatsächlich ihre Restkarten verscherbeln ? Begrenzte Kontingente können sie mit Groupon sicherlich aushandeln, ebenso feste Veranstaltungenszeiten. "Verschenken" Sie halt für 65% jede Woche nur 2 Karten für den nächsten Donnerstag, dafür stehen sie dann auch jede Woche in deren Verteiler drin.

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