Forum: Netzwelt
Brauchen wir eine öffentlich-rechtliche Netz-Presse?

Sollen ARD und ZDF ihre Gebührengelder in Textangebote im Internet stecken? Oder sich auf Radio und Fernsehen beschränken?

Seite 2 von 229
GSCHM 15.04.2008, 15:04
10. ARD-Internet etc.

Zitat von sysop
Sollen ARD und ZDF ihre Gebührengelder in Textangebote im Internet stecken? Oder sich auf Radio und Fernsehen beschränken?
Nein, wir brauchen Internet-Texte der Öffentlich-rechtlichen ganz sicher nicht. Wir brauchen nicht einmal die Öffentlich-rechtlichen als solche, die nur sinnvoll waren, solange es max. drei Fernsehprogramme gab. Und wenn wir schon Fernsehen zwangsfinanzieren müssen, dann sollte es sich wenigstens auf das beschränken, wozu es eigentlich gegründet wurde: Grundversorgung - nicht mit teueren Shows, Quizsendungen und anderem Krempel, sondern mit Information und Kultur!

Beitrag melden
Als_Tom 15.04.2008, 15:05
11.

Zitat von sysop
Sollen ARD und ZDF ihre Gebührengelder in Textangebote im Internet stecken? Oder sich auf Radio und Fernsehen beschränken?
Unbedingt!

Wie sonst sollten die nächsten Gebührenanhebungen sonst begründet werden.

Beitrag melden
doctor manhattan 15.04.2008, 15:12
12.

ARD und ZDF sind zur Deckung meines Informationsbedarfs komplett überflüssig…

Beitrag melden
csaa6966 15.04.2008, 15:13
13.

Zitat von sysop
Sollen ARD und ZDF ihre Gebührengelder in Textangebote im Internet stecken? Oder sich auf Radio und Fernsehen beschränken?
Dass ausgerechnet Beck diesen Vorschlag macht, verwundert nicht. Die überwiegend links-tendenziöse "Berichterstattung" von ARD und ZDF soll auch im Netz forciert werden. Hofft Beck, dies könnte ihn aus dem Umfragetief holen?

Ich sehe mir die Tagesschau wenn überhaupt dann nur noch aus dem Blickwinkel der politischen Medienberichts-Analyse an. Auf eine gebührenfinanzierte Ausweitung dieses "Angebots" kann ich dankend verzichten.

Beitrag melden
robrobsen 15.04.2008, 15:21
14.

Zitat von drcho
Warum regt sich jeder so auf? Auf der Spiegel-Startseite findet man gleich einige Videos zum anklicken. Warum soll ARD/ZDF nicht Schreib-Journalismus machen, wenn Spiegel auch Videos macht? Und noch ein Punkt: Warum mischen sich überhaupt die Medien ausserhalb des Netzes ins Internet ein. Sollte dann nicht heise und Wikipedia sich beschweren, dass sich seit Jahren auch Zeitungen ins Online-Geschäft einmischen? Mir scheint als ginge es dem Spiegel darum, Stimmung gegen öffentlich rechtliche Fernsehanstalten zu machen. Und das wie es aussieht mit Erfolg...

Da sieht man mal wieder das viele nicht mal ne Ahnung von dem haben über was sie schreiben!
Im Gesetz zum ÖRR ist ausschlieslich die Rede von Grundversorgung über TV und Radio, mehr nicht! Der Spiegel, Focus, Stern und viele mehr finanzieren sich über Ihre Auflagen und Werbung. Meiner Meinung nach ist das was die ÖRR derzeit im Internet betreiben Illegal.
Desweiteren ist das was die ÖRR derzeit dem Puplikum präsentieren nicht mal die Hälfte der 7,5 MILLIARDEN wert die sie derzeit jährlich kassieren. Von einer Politikneutralen und selbstkritischen dürfen wir überhaupt nicht reden, den beide Kriterien erfüllen unsere ÖRR nicht mal zu 20%. Somit auch völlig Illegal.
Von den Methoden zum Eintreiben der Gelder über die GEZ wollen wir erst gar nicht anfangen. Den die sind zum Teil schlichtweg KRIMINELL!

Beitrag melden
Wolpyy 15.04.2008, 15:27
15. Grundversorgung - mehr nicht!

Zitat von GSCHM
Nein, wir brauchen Internet-Texte der Öffentlich-rechtlichen ganz sicher nicht. Wir brauchen nicht einmal die Öffentlich-rechtlichen als solche, die nur sinnvoll waren, solange es max. drei Fernsehprogramme gab. Und wenn wir schon Fernsehen zwangsfinanzieren müssen, dann sollte es sich wenigstens auf das beschränken, wozu es eigentlich gegründet wurde: Grundversorgung - nicht mit teueren Shows, Quizsendungen und anderem Krempel, sondern mit Information und Kultur!
Die Staatsfunk-Organisation wuchert wie ein Krebsgeschwür und wird immer teurer und gleichzeitig immer schlechter. Hier wäre für eine Deregulierung höchste Zeit. Was z.B. an Millionen in fragwürdige Sportlizenzen verschwendet wird, spottet jeder sachlichen Beurteilung. Unter Grundversorgung verstehe ich nichts außer aktuellen Nachrichten für Leute, die kein Internet haben, allenfalls noch Kultur- und Bildungsbeiträge und sehr eingeschränkt witschaftliche und politische Themen. Sonst brauche ich nichts. Mit so einem Programm könnte man die Zwangsbeiträge mindestens halbieren.

Beitrag melden
realo_0815 15.04.2008, 15:33
16.

Zitat von drcho
Mir scheint als ginge es dem Spiegel darum, Stimmung gegen öffentlich rechtliche Fernsehanstalten zu machen. Und das wie es aussieht mit Erfolg...
Wie Sie schon in Ihrer Überschrift festgestellt haben, geht es um Konkurrenz.
Nur ist der Wettbewerb zutiefst unfair. ARD/ZDF lassen sich immer höhere staatliche Gebühren zuweisen und nutzen dies um Ihre Aufgaben über die ursprüngliche Grundversorgung hinaus immer weiter auszudehnen.

Otto-Normalverbraucher hat inzwischen keine Chance mehr der Gebührenpflicht zu entgehen. Der Betrieb jedes Handy mit Radiofunktion und jedes internetfähige Gerät sind gebührenpflichtig. Abgesehen davon, dass dies eine beispielose Bevormundung der Bürger ist, ist es auch zutiefst wettbewerbswidrig.

Alle anderen Medienunternehmen müssen Ihr Geld auf dem freien Markt bei vollem Risiko erwirtschaften. ARD und ZDF agieren auf dem Markt völlig risikolos. Mit den staatlichen Beihilfen und Subventionen sichern sie Ihre Marktanteile, verdienen sich Werbeeinnahmen hinzu und wissen, dass die öffentliche Hand jegliches Verlustrisiko ausgleichen wird - zu Lasten der Gebühren- und Steuerzahler.

Wenn nun auch beliebig die Online-Märkte bedient werden können, werden sich die dortigen Unternehmen noch schwerer tun im Wettbewerb zu bestehen. Das kostet in jedem Fall Arbeitsplätze und verringert die Auswahl für Internetnutzer, weil es der weiteren Konzentration der Angebote Vorschub leistet.

Offenbar gibt es in Deutschland nicht den politischen Willen, dies zu ändern, obwohl eine Umfrage unter den Gebühren- und Steuerzahlern sicher klare Ergebnisse bringen würde.

Einziger Hoffnungsschimmer ist die Beihilfenkontrolle durch die Europäische Kommission, die die Pläne sicher genau unter die Lupe nehmen wird.

Beitrag melden
Rendite 15.04.2008, 15:35
17.

Zitat von Als_Tom
Unbedingt! Wie sonst sollten die nächsten Gebührenanhebungen sonst begründet werden.
Sie sollen diese nicht begründen sondern sich aus dem Internet heraushalten und keine Gebührenanhebungen durchführen. Ist so schon frech das ich eine Gebühr auf meinen Rechner als Ingenieur zahle.

Außerdem ist das Programm von denen zu schwach...also ihr Geld nicht Wert. Arte ist ein sehr gutes Vorbild aber ARD und ZDF wollen ja in die Fußstapfen von privaten Sendern treten.
Die denken ihre Quoten gehen zurück wegen den privaten Sendern aber ich glaube das liegt eher daran, dass sie nur noch Rotz wie auf den Privaten bringen. Allein für die Tagesschau nur, sind die Gebühren zu hoch.

So unabhängig sind sie dann wohl doch nicht…es gibt doch Werbung und so vertrauenerweckend sind denen ihre Nachrichten auch nicht. Ich sage nur Computerspiele…war auch nur ein Mainstreambericht der inhaltlich politisch korrekt sein sollte. Schlechte Recherche ist wohl auch bei denen angesagt…wenn die sich überall so gut informieren na dann gute Nacht…ist vielleicht bei anderen Themen auch so.

http://www.stern.de/computer-technik...eg/614166.html

Wie gesagt schaut euch lieber Arte, 3Sat, und BR an.

Beitrag melden
Orthogräfin 15.04.2008, 15:36
18.

Zitat von GSCHM
Nein, wir brauchen Internet-Texte der Öffentlich-rechtlichen ganz sicher nicht. Wir brauchen nicht einmal die Öffentlich-rechtlichen als solche, die nur sinnvoll waren, solange es max. drei Fernsehprogramme gab. Und wenn wir schon Fernsehen zwangsfinanzieren müssen, dann sollte es sich wenigstens auf das beschränken, wozu es eigentlich gegründet wurde: Grundversorgung - nicht mit teueren Shows, Quizsendungen und anderem Krempel, sondern mit Information und Kultur!
Volle Zustimung.

Ich warte eigentlich nur noch darauf, daß der Staat eine Zeitung herausgibt, die jeder zu bezahlen hat, der über einen Briefkasten verfügt (oder mit geringem Aufwand einen anbringen könnte)...

Und bevor man mich mißversteht: ich sehe durchaus Sendungen in ARD und ZDF, bei arte, 3sat und Phoenix - den MDR boykottiere ich. :)) Trotzdem halte ich das Gebührenmodell à la GEZ für genauso überholt wie das Programmangebot der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten für reduzierbar - und zwar auf wirkliche Grundversorgung. Und wer mehr sehen will, zahlt auch mehr - Premiere und Co. machen ja erfolgreich vor, wie das geht.

Was das Textangebot der ÖRR angeht, so gibt es die doch längst - finanziert mit den Zwangsgebühren der Beitragszahler. Was soll also die Frage?

Beitrag melden
Strangelove 15.04.2008, 15:37
19.

Sind die Offentlich-Rechtlichen eine Gefahr für Spiegel und Co.?
Zum Vergleich:
Die Online-Redaktion des Spiegel umfasst ungefähr 100 Redakteure, bei der heute.de sind es 15.
Warum denn dann die Aufregung?

Antwort: Die privaten Zeitungen/Magazine möchten Fernsehen machen. Sie dreschen auf Online ein, uzm das Fernsehen zu treffen. Das Ziel: Zerschlagung der Öffis.
Wer glaubt, dass die Süddeutsche Zeitung ihr Geld mit zeitung verdient, der irrt.
Hier das Ergebnis einer Abfrage bei der "Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich" über die Südwestdeutsche Medien Holding GmbH:
http://www.kek-online.de/db/index.ph...16&mt=3&s=&f=1

Und nun bitte erkläre noch einer, dass ZDF und ARD "Kraken" oder ähnliches seien. Das was bei der KEK zu sehen ist, hat mit Pressefreiheit nix mehr zu tun. Gebt irgendeine Zeitung ein und ihr werdet euch wundern.
Nichts ist wie es scheint...

Beitrag melden
Seite 2 von 229
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!