Forum: Netzwelt
Breitbandausbau: Die Stunde der Dummdeuter
DPA

Lahmes Netz, lahmer Ausbau, viel Schönrednerei: Beim Breitbandausbau definieren Politiker ihr Versagen weg. Mobiles Breitband gibt es angeblich schon, wenn man nah genug an einem LTE-Mast wohnt - ganz egal, wie mies die Übertragung ist. Solche Verschleirungen sollen Investitionen verhindern.

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maximillian64 30.04.2013, 17:47
50. Und Uli Hoeness ...

trägt mit seinen nachgezahlten Steuern dazu bei das unseren Hochbegabten Politiker und Spitzenbeamte auch weiter Unsinn verzapfen dürfen. Die Bezahlung kommt ja vollkommen Ergebnissunabhängig aus den Steuertöpfen.

Allein die Pensionen unserer Staatsdiener kosten uns 40 Milliarden Euro im Jahr (der Lohn für wahrscheinlich lebenslanges mediocres Vorschriften erfinden) - und wir bezahlen das alles - ich bin ohnmächtig und wütend.

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ulrich_frank 30.04.2013, 17:48
51. Eine zutreffende Wortwahl

Überaus frech angesichts der bisher erbrachten Leistungen die beabsichtigte Drosselung der Geschwindigkeit von Seiten des Staatskonzern-Naachfolgers: schon seit Jahren beliefert t-online eine große Menge von Kunden mit minderwertiger Leistung: die beworbene und vom Kunden bezahlte Tarif-Bandbreite wird nicht bereitgestellt - oft nicht einmal die Hälfte. Während die Konkurrenten mit "bis zu" xx Mbyte/sek werben, gibt T-Online vollmundig Zahlen an, die sie dann "aus technischen Gründen" nicht einhalten kann. Besonders dreist aber immerhin ehrlich (dreistdeuterisch) die Auskunft eines t-online hotliners: "Es ist doch bekannt, daß Werbung nicht stimmen muß". Daß der Staat hier nicht eingreift ist nur Ausdruck seiner Verkommenheit.

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hdudeck 30.04.2013, 17:48
52.

Zitat von freedom157
Ich wohne in einer doerflichen Lage in NRW in einem Neubaugebiert mit 384kb max. Internetzugang. Ich bin schon gedrossel, obgleich die Telekom sich fuer einen anderen Datendurchsatz vergueten laesst, weil einen solchen Tarif bietet man natuerlich nicht an. Eine Strasse tiefer wird gerade aufwendig eine bestehene Strasse erneuert. Man muss nicht glauben, dass hier schon mal vorausschauend (und ohne wesentliche Zusatzkosten) Glasfaser verlegt wird. Damit wird auf weitere 50 Jahre der jetztige Zustand festgeteert. Aber ich werfe dies gar nicht der Telekom vor, die verhaelt sich nur wie jedes andere Wirtschaftsunternehmen. Dies zeigt vielmehr dass Versagen unser kommunalen Politik und Verwaltung auf. Dieser muesste es ein Anliegen sein ihre Staedte und Gemeinden zukunftsfaehig und attrativ zu machen und jede sich bietende Gelegenheit nutzen ensprechende Investionen (kostenminimal) von den Anbietern (Telekom, etc.) einzufordern.
Wissen Sie, was ein Meter Glasfaser kostet? Und bitte schoen vergleichen Sie nicht das, was Sie um die Ecke beim Haendler erstehen koennen mit dem, was fuer Datenverkehr im groesseren Massstab verwendet wird. Auch koennen Sie das nicht so einfach in die Erde werfen, weil das dann durch Wurzeln und andere Umwelteinfluesse und Bauarbeiten sehr schnell zersteort wird. Also wie kommen Sie auf Ihre Aussage (und ohne wesentliche Zusatzkosten) ? Und fuer alle Anderen noch einmal, die Telekom und anderen Wirtschaftunternehmen sind kein Sozialverein, sondern sind verpflichtet, Gewinn zu machen. Zahlt entsprechend, so kriegt Ihr auch ein schnellen Anschluss. Und wenn die Politik die Entscheidung trifft, das Netz auszubauen, bitte schoen, dann muss sie auch adfuer zahlen. Wer zahlt? Ihr? Na also. Dieses ewige Geheule geht auf den Nerv. Nichts zahlen wollen, aber alles haben wollen.

Und wie kann man Inselnloesungen wie Hongkong und Singapore mit einem Flaechenstaat wie D vergleichen? Und uebrigens, abseit der Touristenpfade und Wirtschaftszentren gibt es auch in Hongkong kein Internet, das muss naemlich auch bezahlt werden, was gerade in den Slums nicht so recht funktioniert.

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Privatier 30.04.2013, 17:49
53. Geschwindigkeits-Vectoring & Volumen-Drosselung: Die "Homo-Ehe" zweier Betrüger

Zitat von sysop
Lahmes Netz, lahmer Ausbau, viel Schönrednerei: Beim Breitbandausbau definieren Politiker ihr Versagen weg. Mobiles Breitband gibt es angeblich schon, wenn man nah genug an einem LTE-Mast wohnt - ganz egal, wie mies die Übertragung ist. Solche Verschleirungen sollen Investitionen verhindern.
Zwei "richtigere Gleich(ge)schlechte" als diese beiden hätten sich zum Schaden der Kunden kaum treffen können.

Ab dem 2. Mai 2013 hält die Volumendrosselung Einzug in die xDSL- und Fibre-Verträge der Telekom.

Statt wie bisher als monatliches Daten-Volumen, nicht vorsätzlich gedeckelt das Produkt aus Leitungsgeschwindigkeit und Zeit anzubieten, gewährt die Telekom ab dann ihren Kunden nur zwischen 3,85 % bis herab zu 0,83 % der bisherigen vertragstextlichen Leistung!

Anders ausgedrückt: ...reduziert die Telkom ihre zukünftige Leistung bezüglich des Datenvolumens auf 1/26 bis herab zu 1/120 der bisherigen Leistung.

(ausführliche Berechnung, Beitrag #252 unter dem Link: http://forum.spiegel.de/f22/abschaff...l#post12567005)

Zusammen mit dem Vectoring wird so der Geschäftsbereich "Internetzugangsabzocke" nicht nur zu einer einfachen Goldgrube, sondern geradezu zu einem Gold statt Magma speiendem Vulkan.

Gruppen von 26 bis 120 - die gleichen Preise wie bisher zahlende - Kunden können dann als kombiniert "Drossel- und Vector-Geschädigte" mit dem Volumen einer einzigen Leitung versorgt werden, wie sie im Spitzenfall - aber völlig im Einklang mit dem bisherigen und jahrelang gültigem Vertragstext - bisher für jeden einzelnen Kunden vorgehalten werden musste.

Man stelle sich einmal vor, die Automobilbranche würden ähnlichem Geschmäckle verfallen, nur noch Car-Sharing statt dem Erwerb von Automobilen als persönliches Eigentum anbieten.

Und, "da die Autos doch ohnehin die überwiegende Zeit nur unbenutzt herumstehen", ein einziges Fahrzeug gleich an 26 bis 120 Kunden zu kooperativen Nutzung - mit nur winzigen Zeitfenstern für jeden Einzelnen - verkaufen. Selbstverständlich für jeden Einzelnen der Käufergruppe zum gleichen Preis, wie zuvor zur individuellen und freiem - eingentümlichen - Nutzung.

Oder Häusermakler kämem auf den Geschmack - "weil doch die meiste Zeit viele Zimmer im Haus leerstehen, oder - Mogelpackungen ähnlich - nur mit viel zu wenig Leuten gefüllt sind..."

Oder..., oder...

Genügend Niedertracht vorrausgesetzt, ist dieses Geschäftsmodell nahezu universell übertragbar.

MfG

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bob_dac 30.04.2013, 17:52
54.

Zitat von der_bulldozer
...das Internet schneller ist als in Deutschland. Was haben Länder wie Rumanien, Lettland, die Schweiz oder Österreich richtig gemacht und was ist in Deutschland so gewaltig schief gelaufen? Ich kann mir ehrlich gesagt keinen richtigen Vers darauf machen.
Und dazu kommt noch, dass die Telekom lange DSL nicht mit Rate Adaptive Mode (RAM) geschaltet hat. Früher hat die Telekom vorher festgelegt, welche Geschwindigkeit an dem Anschluss verfügbar ist (und diese sehr gering angesetzt). Jetzt wird nach und nach nur noch die maximale Geschwindigkeit festgesetzt, und die Aushandlung der realen Geschwindigkeit erfolgt zwischen DSL-Modem und DSLAM (machen die Wettbewerber (Telefonica, QSC, Vodafone) schon seit Jahren).
Von dem von mir vorher angesprochenden Annex B wird auch langsam zu Annex J gewechselt (heißt auch "ohne Splitter"). Dadurch ist auch eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit möglich.

Schon diese Neuerungen haben bei einem Verwandten von mir auf dem Land (wurde als Modernisierung des DSL-Netztes angekündigt) einen Bandbreitwechsel von 3 Mbit/s auf 14 Mbit/s ermöglicht - wohlbemerkt ohne dass irgendeine Straße aufgerissen werden musste oder Glasfaser zu seinem Haus verlegt wurde - nur durch technische Änderungen in der Vermittlungsstelle. Und ich wage zu behaupten, dass 14 Mbit/s für normale Menschen aktuell ausreichend sind.

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ihawk 30.04.2013, 17:53
55. Hervorragender Artikel ...

... über Dummsinn. Mir wurde gesagt das Wort "Dummsinn" gibt es im Deutschen nicht. Ich meine aber daß sich Dummsinn gerade im geschäftlichen dadurch verbreitet indem Schlagwörter aus dem Englischen übernommen werden und bewusst falsch verwendet werden. Das englische Wort "flat" meint z.B. keinesfalls "unbegrenzt".

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gruenertee 30.04.2013, 17:56
56.

sorry aber bei mir in der stadt (12000 Einwohner) ist die maximale Geschwindigkeit max. 2000kbits, grottig. Damit kann man nicht mal die Mediathek von den Öffentlichen Sendern anschauen ohne Ruckler... wie wäre es mal mit Glassfasser Deutschlandweit? Da fragt man sich warum die Jugend in die Großstadt auswandern, wenn man nicht mal gescheites Internet in 'kleineren städten' hat. Naja, bin sowieso in einem Jahr in die Großstadt umgezogen, in dem Jahr passiert wohl nichts mehr von Bedeutung.

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mr-mojo-risin´ 30.04.2013, 17:58
57.

Zitat von hdudeck
Wissen Sie, was ein Meter Glasfaser kostet?
Ohne Tiefbau ca. 10€ der Meter inkl. Rohr.
Allerdings ohne Spleißarbeiten.
Ein Rohr für ca. 6€/m milegen sollte mindestens drin sein,wenn eine Straße neu gemacht wird. Aber wer soll das Übernehmen, außer der Kommune? Und da wird ja bekanntlich um jeden Ct gefeilscht....

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sirdaedalus 30.04.2013, 17:59
58. Breitbandstrategie? Schonmal auf dem Land gewesen?

Wir wohnen auf dem Land (und ja, auch dort gibt es kleinere Unternehmen, wir sind selbst selbstständig), da gab es bis 2006 gar kein DSL, bis letztes Jahr nur DSL light mit 384 kbit/s (natürlich zum vollen Preis, was sonst?), und seit letztem Jahr gigantische 1 MBit (aber auch nicht automatisch, sondern erst auf Nachfrage und, jetzt kommt's, zum günstigeren Preis als DSL light, Frechheit!)

Wie war das mit Breitbandstrategie? Einmal laut lachen bitte...

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markenware 30.04.2013, 18:00
59.

Zitat von der_bulldozer
...das Internet schneller ist als in Deutschland. Was haben Länder wie Rumanien, Lettland, die Schweiz oder Österreich richtig gemacht und was ist in Deutschland so gewaltig schief gelaufen? Ich kann mir ehrlich gesagt keinen richtigen Vers darauf machen.
Für Lettland heißt es, als das Land unabhängig wurde und merkte, wie mühsam und kostenintensiv der Aufbau von Verwaltungsstrukturen sei (Rathäuser, ausreichend viele qual. Angestellte) kam man auf die Idee, alles was irgendwie möglich sei, über das Internet laufen zu lassen.
Womöglich haben die einen funktionierenden/genialen Masterplan realisiert.

Für Rumänien könnte es ähnlich gelaufen sein.
In den anderen Ländern reicht vielleicht die Annahme, daß das Internet nicht ausschließlich eine Gefahr und böse sondern ein Gewinn für alle ist.

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