Forum: Netzwelt
Breitbandausbau: Die Stunde der Dummdeuter
DPA

Lahmes Netz, lahmer Ausbau, viel Schönrednerei: Beim Breitbandausbau definieren Politiker ihr Versagen weg. Mobiles Breitband gibt es angeblich schon, wenn man nah genug an einem LTE-Mast wohnt - ganz egal, wie mies die Übertragung ist. Solche Verschleirungen sollen Investitionen verhindern.

Seite 9 von 25
markenware 30.04.2013, 18:46
80.

Zitat von gbtate
Wo findet denn der Wettbewerb statt? Etwa bei Unity-Media o. ä? Die können doch gar nicht. Die übrigen hängen an denselben Leitungen. Niemand kann z.B. mir sagen, wann und ob überhaupt eine Anbindung oberhalb 3.000 kBit verfügbar sein wird. Wo ich wohne? Na ja, eine deutsche Kleinstadt im Ruhrgebiet mit ca. 480.000 Einwohnern. Noch was: Ich habe eine email von Telekom aus dem Jahr 2008 bekommen, wo mir zugesagt wurde, eine 16.000 kBit Anbindung im Januar 2009 zu erhalten. Vielleicht meinten die aber 2099. Dann bot man LTE an. Dieselbe Lachnummer, kann an meiner Adresse, die ist der Telekom bekannt, nicht empfangen werden. Nein, Lobo, ob Bundespost oder Telekom, da hat sich nichts verändert. Die poussieren lieber mit den Promis rum.
Ich wohne auch mitten im Ruhrgebiet, am Rand der Innenstadt (knapp 260.000 E. ) und habe auch seit ewigen Zeiten 3.000 kBit, zahle aber für 6.000. Gut möglich, daß ich um dieselbe Zeit (2008) nach einer schnelleren Verbindung fragte und auf 2009 vertröstet wurde. Passiert ist seitdem - NIX.

Nun war ich kürzlich wieder mal im T-Laden und fragte nach dem Fortschritt, zumal ein paar Blöcke weiter in die Vororte hinein fast flächendeckend min. 16 MBit die Regel ist. Der freundliche Angestellte erklärte mir mit feinem Lächeln, daß mein Viertel wohl nicht so dicht bebaut sei wie die Umgebung.
Wohl war, alles Reihen- und Doppelhäuser statt mehrstöckiger Mietwohnungen.
Schneller ist nur Unity Media.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ihawk 30.04.2013, 18:48
81. Privatisierung - Dummsinn im Quadrat

Diejenigen, die immer nach Privatisierung und "echten" Wettbewerb schreien meinen doch in Wirklichkeit Abzocken was das Zeug hält. Der Steuerzahler kommt für die Investitionen der Infrastruktur auf und die Privatindustrie darf dann abzocken.
Nein: Ich bin für ein ganz anderes Modell. Staatliche Betriebe unterhalten eine effiziente Infrastruktur für Daten, Gas, Wasser und Strom und garantieren für die Einhaltung von Standards und Quantität. Privatanbieter kümmern sich im Wettbewerb um die Kunden.
Warum ist das besser? Weil die Privatindustrie bei der Erweiterung und Pflege der Infrastruktur aus Profitgier versagt hat.
Ein staatlicher Betrieb braucht keinen Gewinn abschöpfen, kann ebenso wie die Privatindustrie Inovationszuwachs bilden und der Staat bildet wieder Sachwerte.
Die Verschiebung von Sachwerten an die Privatindustrie macht die Regierungen und damit seine Bürger erpressbar - und das muss schleunigst aufhören. Das Experiment "Privatisierung" war von nahezu krimineller Energie getrieben und ist auch deswegen gescheitert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-10000532608 30.04.2013, 18:50
82. Was nützen mir 50 oder 100 Mbit/s...

...wenn Drosselkom und Konsorten dann nach - mal kurz nachrechnen - etwa 3 bis 6 Stunden voller Nutzung das Internet kappen? Was mache ich dann die restlichen 735 Stunden des Monats? Vielleicht morsen? Hier muss der Staat eingreifen, und zwar dringend und gründlich!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
John.Moredread 30.04.2013, 18:51
83.

Zitat von hdudeck
Wissen Sie, was ein Meter Glasfaser kostet?
Üblicherweise 9 € / m

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wastl300 30.04.2013, 18:51
84. Stimmt, bei mir auch

Zitat von rockibalboa
mich rufen die unter der Woche mindestens drei mal an, meinen 6000 in einen 16 000 - Vertrag aufzustocken. Ist bestimmt eine Falschmeldung......
Immer wieder ruf jemand an um mein 1000 DSL in ein 16000 uptodaten. Im kleingedruckten steht aber, "soweit vorhanden". Und was haben wir hier? Maximal 2000.

Das ist Werbung, Geschäftemacherei (früher unseriös, heute Standard). Ein paar werden immer erwischt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thunderstorm305 30.04.2013, 18:53
85. Naja...

Niemand hat einen Anspruch auf einen DSL Anschluss mit 100Mbps. Das ist auch nicht notwendig. Zumindest nicht im Privatbereich. Wo investiert werden muss ist in den ländlichen Industriegebieten, die oftmals jenseits der 10Mbps Geschwindigkeit liegen. Und nebenbei sagt die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit rein gar nichts über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aus. Oder möchte der Schreiber tatsächlich Frankreich oder Rumänien eine bessere Wirtschaftskraft zuschreiben? Es gibt viel zu tun, aber deshalb Schulden in Höhe von 100 Milliarden aufzunehmen macht keinen Sinn. Man könnte für das Geld auch die fehlenden Krippenplätze ausbauen, oder die Straßen sanieren. Oder man spart sich die Schulden einfach auf für schlechtere Zeiten. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit den monatlichen Beitrag für einen DSL Anschluss zu erhöhen.
Und beim Thema LTE sollte der Autor lieber die Fachleute sprechen lassen. Zumal wir uns noch in der Aufbauphase der neuen Netztechnoligie befinden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flapsol 30.04.2013, 18:54
86.

immer dieser defaitismus! wir sind die führende industrienation europas, wissen wie die eurokrise zu lösen ist, bauen tolle autos und maschinen und spielen besser fussball als alle anderen! wozu brauchen wir da superschnelles internet. soll die zukunft doch woanders stattfinden! wir sind wieder wer!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tulek 30.04.2013, 18:54
87. Internet???

einfach mal die ganzen alten Leute von FDP/CDU/SPD/usw....
fragen.Internet braucht keiner.Da versammeln sich nur Terroristen drin.
Und durch die drosselung haben die es auch schwerer sich zu verabreden. Früher hat man alles Per Telefonbuch erledigt,oder Telegram,oder eben mal zu Fuss. Ironie OFF


Genau zu solch einem Thema wären die Piraten die richtigen ansprechpartner.Allerdings hört man von denen (leider) nix mehr...
und der rest der politischen Landschaft schaut im Lexikon erstmal nach wer dieser Internet ist und warum er so viele seiten hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shardan 30.04.2013, 18:55
88. Punktlandung

Gut gemachter Artikel, der es genau auf den Punkt bringt.

Was dir Privatisierung der Netze bewirkt hat, sieht man allenthalben, Bahn, Strom und Telekom. Das EU-Geschwür treibt es weiter, das Wassernetz soll ebenfalls privatisiert werden. Aus den Folgen hat man nichts gelernt, oder die Köfferchen der Lobby wiegen eben schwerer. Fazit: Infrastruktur gehört nicht in die Hände von Kapitalgesellschaften.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
robpeters 30.04.2013, 18:55
89. Ich gebe Sascha Lobo Recht!

Als ich die Begründung der Telekom las, dass man Geld benötige für den Ausbau der Netze, war meine erste Idee, warum nicht einfach für jeden den DSL-Anschluss etwas (1-5 EUR) verteuern (das tut keinem wirklich weh) und davon den Ausbau der Netze finanzieren. Dann könnte man die Netzneutralität und ebenso das System der echten Flatrates erhalten. Beides halte ich für die Zukunft für existentiell wichtig.

Der Osten ist lange aufgebaut. Warum nicht endlich den Solidaritätszuschlag abschaffen, das sind 7.5% mehr Geld für jeden. Davon dann 2.5% für den bundesweiten Aufbau der Netze und für eine nachhaltige Glasfasertechnik einsetzen. Dann hätten wir noch immer 5% mehr in der Tasche und alle wären zufrieden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 9 von 25