Forum: Netzwelt
Breitbandausbau: Dobrindt gesteht deutsche Versäumnisse ein
DPA

Bei einer Internetkonferenz in München hat Verkehrsminister Dobrindt Nachholbedarf im Digitalbereich eingeräumt. Man wolle in die digitale Championsleague, doch dafür müsse die Infrastruktur verbessert werden.

Seite 1 von 8
z_beeblebrox 19.01.2014, 15:35
1. Hoffentlich

kommen nach dem Geschwätz auch die Taten. Ankündigungsminister haben wir genug. Deutschland ist im Vergleich zu anderen Industrienationen Schlusslicht bei den digitalen Errungenschaften.
Kein Wunder, wenn für die Kanzlerin dies alles (immer noch) Neuland ist.

Und selbst in Bayern, dem Heimatlland von Dobrindt gurken Firmen und Privatleute immer noch mit absolutem Schneckentempo durchs Internet***.

Jetzt soll alles besser werden; wer glaubt, wird selig!

*** Und wo es angeblich schnell sein soll, kann man schlussendlich froh sein, mittelprächtig durchs Internet zu surfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pewehh 19.01.2014, 15:46
2. Dobrindt

Gottseidank, wenn sich der Dobrindt drum kümmert wird bestimmt alles gut. Fast so gut wie beim Pofalla und der NSA. Aber natürlich, im Moment sind noch echte Pioniere und keine Spezialisten gefragt, denn, wie Mutti sagt: 'Das ist für uns alle noch Neuland!".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wurzelbär 19.01.2014, 15:52
3. digitale Championsleague

- dafür müsse die Infrastruktur verbessert werden. Das bedeutet für den Bürger, das Volk, höhere Steuern bzw. Zwangsabgaben leisten und für die Betreiber höhere Gewinne. So einfach macht man Gewinne. Im Koalitionsvertrag steht es geschrieben:"Wir wollen > mit unseren privaten < und öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu den globalen Spitzenreitern gehören." Also für sich Gewinne erzeugen!
Arbeit ist doch nur etwas für die Dummen und damit kann man keine Gewinne erzeugen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Erwan 19.01.2014, 16:18
4. Ich bemängele an der Politik aber auch im

geschäftlichen Bereich schon sehr lange, dass, wenn jemand etwas ankündigt, derjenige auch wissen MUSS wie es praktisch drurchzuführen ist, wenigstesn im Groben. Ein Minister kann ja nicht alles wissen, aber er muss doch wissen ob seine Ankündigung machbar ist und wer sie durchführen und bezahlen wird. Der Seehofe hat auch die Maut angekündigt, aber bis heute ist noch nicht bekannt wie das im Detail gehen soll. Da wird erst geprüft und eruiert und wenn es sich hinterdrein herausstellt, dass es nicht geht, dann sind andere schuld. So kann man als normaler Mensch nicht arbeiten. Erst prüfen und dann erst reden, das wäre für viele Politiker der bessere Weg und die Bürger fühlten sich dann nicht ständig verkackeiert oder gar angelogen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tommit 19.01.2014, 16:22
5. Versäumnisse hört sich immer

Zitat von sysop
Bei einer Internetkonferenz in München hat Verkehrsminister Dobrindt Nachholbedarf im Digitalbereich eingeräumt. Man wolle in die digitale Championsleague, doch dafür müsse die Infrastruktur verbessert werden.
wie eine dumme Entschuldigung an, das Agreement hat ANgela damals höchstpersönlich und offiziell gekündigt...

Zumindest ist das immer im Arbeitsleben so wenn man nicht gerade die Führungskraft ist... ABsicht ist etwas anderes als Versäumniss aber wer es eben gewohnt ist sein Zeugniss selbst schreiben zu dürfen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
manicmecanic 19.01.2014, 16:25
6. Ps

Ups aus Versehen auf den senden Knopf getoucht.
Die ach so gerühmten USA sehen auf weiten Strecken ähnlich mies aus wie die BRD oder gar noch schlimmer.Ich habe einige Freunde da die per Modem online sind und was anderes können die nicht mieten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zaunsfeld 19.01.2014, 16:28
7.

Der Herr Doofrind also ... unser neuer Ankündigungsminister.
Das, was der uns da jetzt erzählt, ist doch schon wieder eine blanke Lüge. Denn gerade erst während der Koalitionsverhandlungen im Herbst hat sich die schwarz-rote Koalition aufgrund des Druckes von CDU/CSU dagegen ausgesprochen, einen Mindeststandard für schnelles Internet festzulegen.
Im Telefonmarkt wurde einst festgelegt, dass jeder Haushalt in Deutschland ab einem bestimmten Datum die Möglichkeit haben muss, einen Telefonanschluss zu bekommen. Gleiches galt und gilt noch heute für die Post. Jeder Haushalt muss von der Post bedient werden, egal wie die Post das anstellt und selbst wenn das Haus irgendwo einsam im hinterletzten Wald steht.

Gleiches könnte die Regierung auch für das Internet festlegen, beispielsweise dass bis spätestens 2018 jeder Haushalt in Deutschland die Möglichkeit haben muss, eine DSL-Flatrate mit mindestens 2.000 oder 6.000 kbit/s abschließen zu können. Nur dann würde sich auch wirklich was bewegen, denn dann MÜSSTEN die Telekommunikationsanbieter in die Netze investieren und das ermöglichen. Genau diese Regelung wollen aber CDU und CSU nicht, weil es ja die Telekom was kosten könnte.
Der zweite wichtige Baustein wäre, dass der Deutschen Telekom die Herrschaft über die letzte Meile der Telefon-/DSL-Leitung bis zum Kunden genommen wird. Denn da hat die Telekom noch immer das Monopol. Viele kleinere Anbieter würden ja gerne in die Netze investieren, aber wenn die Telekom auf die letzte Meile keinen anderen Anbieter drauflässt oder dafür horrende Zugangspreise verlangt (obwohl diese Leitungen einst vom Steuerzahler bezahlt wurden), dann kann auch kein kleiner Anbieter da irgendwas investieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bauer consult 19.01.2014, 16:32
8. Ich verstehe die Diskussion nicht.

Keine Spedition der Welt wird sich an einem Feldweg ansiedeln und 2 MB/sec. symmetrisch kann man überall haben, nur nicht für 15 Euro/Monat. Dann gibt es Internet via SAT. Auf Kabelfernsehen gibt es so wenig Anspruch, wie auf eine Autobahn bis zur Garage. Hier wissen viele gar nicht um was es geht. Hauptsache Politik.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tim_struppi 19.01.2014, 16:35
9.

Zitat von sysop
Bei einer Internetkonferenz in München hat Verkehrsminister Dobrindt Nachholbedarf im Digitalbereich eingeräumt. Man wolle in die digitale Championsleague, doch dafür müsse die Infrastruktur verbessert werden.
Die Frage ist auch, zu welchem Preis das schnelle Internet schließlich beim Verbraucher ankommt. Für mich persönlich ist ein Glasfaseranschluss mit 100 Mbit/s oder mehr nicht wirklich attraktiv, wenn er pro Monat 80€ kostet und vielleicht noch ein paar Hundert Euro Anschlusskosten, zumal ich den Bedarf für so hohe Datenraten gar nicht habe. Internetseiten, Email und Youtube-HD-Videos gehen durchaus auch mit meinem lahmen DSL6000-Anschluss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8