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"Breitbart": Empörung über deutsche Werbung auf rechter Hetz-Seite
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Telekom, Vapiano, Lieferheld: Bekannte deutsche Unternehmen werben auf rechten Nachrichtenseiten wie "Breitbart" - meist ohne es zu merken. Im Netz wächst nun der Widerstand.

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Nordstadtbewohner 06.12.2016, 14:16
1. Sehr bedenklich.

"Aber Unternehmen können in diesen Zeiten nicht unpolitisch bleiben", glaubt er."

Herr Gerald Hensel fordert Unternehmen dazu auf, sich politisch zu betätigen. Das halte ich für falsch und gefährlich. Unternehmerische Entscheidungen, die politisch motiviert sind, erweisen sich oft als Fehler, an dem die Unternehmen lange zu leiden haben und sogar deren Existenz bedrohen. Dazu kommt, dass Unternehmen eventuell Käufergruppen verlieren. Wenn ich ein Gut erwerbe, möchte ich nur dieses Gut erwerben, aber bitte keine politische Botschaft oder gar politische Indoktrination.

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nocheinmallangsam 06.12.2016, 14:24
2. Gesinnungsterrorismus?

Warum sollte BMW ein Seite wie Breitbart finanzieren, wenn die eigenen Mitarbeiter eben NICHT nur aus Leuten besteht, die schon seit drei Generationen in Deutschland oder USA leben? Kein Unternehmer lässt gerne die eigenen Leute im Netz beleidigen, daher: nur konsequent, auf die Blacklist setzen!

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gegenpressing 06.12.2016, 14:37
3.

Zitat von kalim.karemi
Heißt soviel wie dem gesinnungterrorismus wird Tür und Tor geöffnet, da die einzige Wahrheit die der Netz- und sonstiger "Aktivisten". Und ihr wundert euch, warum die Menschen sich nach Alternativen umsehen.
Gesinnungsterrorismus ist es inzwischen schon, wenn man sich gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, für Menschenrechte etc. ausspricht?

Soweit haben es AfD und Co also schon geschafft.

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Neulandbewohner 06.12.2016, 14:37
4. Danke Kellogg's

Darauf eine extra Portion Cornflakes!

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ichwillauchpost 06.12.2016, 14:40
5.

An diesem Rumgeeiere zeigt sich mal ganz deutlich, was Unternehmen mit "herzzereissenden" Werbespots, Spendenaktionen oder halt Werbung auf rechten und menschenverachtenden Portalen im Grunde interessiert: Profit. Wenn es morgen ein Trend wäre, Katzenbabys vor laufender Kamera zu quälen- sie würden damit werben, wenn es morgen trendy wäre, gegen (vermeintlich) ausländische Menschen zu hetzen- sie würden damit werben. Es geht denen nicht um Moral, bzw. darum, "irgendetwas Gutes" zu tun, sondern ausschließlich um Profit. Den kann man auch mit Faschisten machen, hatten wir ja schonmal. Nur hinterher will es wieder keiner gewesen sein. Es scheint sich nicht einmal 100Jahre später zu wiederholen. Nur, wie schlimm wird es jetzt, lässt sich die Geschichte noch "toppen"?

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skr72 06.12.2016, 14:40
6.

Zitat von kalim.karemi
Heißt soviel wie dem gesinnungterrorismus wird Tür und Tor geöffnet, da die einzige Wahrheit die der Netz- und sonstiger "Aktivisten". Und ihr wundert euch, warum die Menschen sich nach Alternativen umsehen.
Mit der Wahrheit hat Breitbart doch so viel zu tun, wie Putin mit Antidoping bei den olymp. Spielen. Die Sünde ist doch, dass Seiten die mit erfundenen Nachrichten Geld verdienen und mit übelster Hetze Politik machen überhaupt erlaubt sind.

Hat da nicht gestern erst wieder Beschlüsse gefasst worden, dass gemeinsam gegen Terror im Netz vorgegangen wird? Das scheint wieder einmal nur auf Islamistischen Terror zu gelten. Rechter Terror scheint davon nicht betroffen zu sein.

Warum ist Breitcom überhaupt noch erlaubt und warum sind ihre Betreiber noch nicht eingesperrt. Kann man im Netz nach wie vor jede Rechte Hetze und Lüge ungestraft verbreiten. Warum kann man nicht gegen Rechten Gesinnungsterrorismus nicht endlich was juristisch unternehmen? Wo liegt das Problem? Weil es den Rechten nicht recht ist und diese gerne ungestraft weiterlügen wollen? Das kann doch nicht wirklich die Begründung dafür sein.

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sozialismusfürreiche 06.12.2016, 14:44
7. Unverantwortlich. IG-Farben hätte besser was getan

Zitat von Nordstadtbewohner
"Aber Unternehmen können in diesen Zeiten nicht unpolitisch bleiben", glaubt er." Herr Gerald Hensel fordert Unternehmen dazu auf, sich politisch zu betätigen. Das halte ich für falsch und gefährlich. Unternehmerische Entscheidungen, die politisch motiviert sind, erweisen sich oft als Fehler, an dem die Unternehmen lange zu leiden haben und sogar deren Existenz bedrohen. Dazu kommt, dass Unternehmen eventuell Käufergruppen verlieren. Wenn ich ein Gut erwerbe, möchte ich nur dieses Gut erwerben, aber bitte keine politische Botschaft oder gar politische Indoktrination.
Ich finde ihre Haltung unverantwotlich. Auf Rechtsradikalenseiten auf denen rassistisch gehetzt wird, Listen zur Säuberung angelegt werden und Gewaltaufrufe stattfinden wie zu den besten Stürmerzeiten hat ein Unternehmen sich an seine Firmenidentität und Firmenethik zu halten. In den allermeisten Fällen schliesst diese Rassismus, Gewalt und Unterstützung faschistischer Ideen aus.

Gerne kann eine Firma sich damit Identifizieren, das sogar in ihre Ethik aufnehmen, aber dann muß sie damit rechnen, dass Demokraten von CSU - die Linke dort nicht einkaufen werden.

Sie tun mir leid für ihre Meinung.

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Stäffelesrutscher 06.12.2016, 14:45
8.

Zitat von kalim.karemi
Heißt soviel wie dem gesinnungterrorismus wird Tür und Tor geöffnet, da die einzige Wahrheit die der Netz- und sonstiger "Aktivisten". Und ihr wundert euch, warum die Menschen sich nach Alternativen umsehen.
Ja, selbstverständlich sind diejenigen die Terroristen, die den »Stürmer« und den »Völkischen Beobachter« nicht mitfinanzieren wollen. Während die Einpeitscher des Hasses die Edlen sind, die es zu schützen gilt.

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wolbit 06.12.2016, 14:46
9. Gute Sache

ich werde #KeinGeldFürRechts aktiv unterstützen!

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