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Brettspiel-Turnier: Software schlägt Go-Genie mit 4 zu 1
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Die Entscheidung ist klar: Go-Profi Lee Sedol hat auch die fünfte und letzte Partie gegen die Google-Software AlphaGo verloren. Der Sieg der Künstlichen Intelligenz markiert einen historischen Wendepunkt.

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Thorkh@n 15.03.2016, 11:26
1. Die Büchse der ...

... Pandora steht jetzt einen Spalt breit offen. Ist die Menschheit so schlau, sie schleunigst wieder zu schließen?

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Sumerer 15.03.2016, 11:43
2.

Zitat von Thorkh@n
... Pandora steht jetzt einen Spalt breit offen. Ist die Menschheit so schlau, sie schleunigst wieder zu schließen?
Nur keine Angst! Bello schnappt sich den Stecker und ruckelt an diesem etwas herum. Schwupps ist das Biest im Nirvana bei den Göttern.

Intelligenz sieht dann doch anders aus.

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aron_dc 15.03.2016, 11:46
3. Große Leistung

Auch wenn es nur eine schwache KI ist die hier den Sieg im Go errungen hat, ist das doch eine wirklich großartige Leistung.

Gerade die Fähigkeit aus Fehlern zu lernen und sich das Spiel im Grunde genommen annähernd aus dem nichts, selbst bis zu diesem Grad beizubringen, finde ich sehr faszinierend.

Die Verwendung solcher Systeme für spezielle andere Probleme rückt damit etwas mehr in greifbare Nähe, während der Weg zu einer starken KI trotzdem noch endloser ist.

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JBond 15.03.2016, 11:46
4.

Zitat von Thorkh@n
... Pandora steht jetzt einen Spalt breit offen. Ist die Menschheit so schlau, sie schleunigst wieder zu schließen?
Genau - verbrennt AlphaGo...die Erde ist und bleibt eine Scheibe!!!

Glückwunsch an die Entwickler - ein weiterer Meilenstein für die KI-Forschung.

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JaguarCat 15.03.2016, 11:46
5. so genannte

Dass Computer immer leistungsfähiger werden, steht außer Zweifel. Dass sie jetzt auch schnell genug sind, um die Spitzenspieler beim Go zu schlagen, haben sie gerade gewiesen. Aber ist das künstliche Intelligenz? Könnte AlphaGo ein Buch schreiben, mit dessen Hilfe menschliche Spitzenspieler lernen, wie sie besser spielen? Nein! Es ist einfach nur "brute force" mit der AlphaGo gewonnen hat. Die Maschine hat mit 30 Millionen Spielzügen trainiert. Selbst die fleißigsten Go-Profis dürften in ihrem Leben hingegen nicht über 1 Million Züge kommen.

Auch hat sich AlphaGo nicht selber programmiert. Die Regeln, wie trainiert wird, oder wie die Bewertung des "neuronalen Netzes" in das Spiel übernommen wird, diese Regeln haben Menschen programmiert. DARIN, in der Leistung der Programmierer, steckt die Intelligenz, nicht im stupiden Training, was quasi nur einem Auswendiglernen von bereits verfügbarem Wissen entspricht.

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aron_dc 15.03.2016, 11:56
6.

Zitat von JaguarCat
Dass Computer immer leistungsfähiger werden, steht außer Zweifel. Dass sie jetzt auch schnell genug sind, um die Spitzenspieler beim Go zu schlagen, haben sie gerade gewiesen. Aber ist das künstliche Intelligenz? Könnte AlphaGo ein Buch schreiben, mit dessen Hilfe menschliche Spitzenspieler lernen, wie sie besser spielen? Nein! Es ist einfach nur "brute force" mit der AlphaGo gewonnen hat. Die Maschine hat mit 30 Millionen Spielzügen trainiert. Selbst die fleißigsten Go-Profis dürften in ihrem Leben hingegen nicht über 1 Million Züge kommen. Auch hat sich AlphaGo nicht selber programmiert. Die Regeln, wie trainiert wird, oder wie die Bewertung des "neuronalen Netzes" in das Spiel übernommen wird, diese Regeln haben Menschen programmiert. DARIN, in der Leistung der Programmierer, steckt die Intelligenz, nicht im stupiden Training, was quasi nur einem Auswendiglernen von bereits verfügbarem Wissen entspricht.
Mit verlaub Sie vermischen "starke KI" und "schwache KI" um vermeintlich zu argumentieren, dass hier überhaupt keine KI vorliegt.

Bitte setzen Sie sich mal genauer mit neuronalen Netzen und Deep Learning auseinander und stellen Sie selbst fest, dass hier eben doch eine schwache KI am Werk ist und die natürlich vom Menschen geschaffen wurde, sonst wäre es ja keine "künstliche" Intelligenz.

Auch die Behauptung, dass hier brute force genutzt wurde ist leider falsch. Brute force bedeutet das stumpfe abarbeiten aller Möglichen Stellungen und zwar bis zu dem Punkt an dem der Sieg gewiss ist. Das geht allein schon aus dem Grund hier nicht, weil der Mensch als "Zufallsfaktor" vom Computer nicht berechnet werden kann. Hier liefen trainierte neuronale Netze und in Situationen in denen diese nicht weiterkamen monte carlo tree search um den nächsten Zug von AlphaGo zu bestimmen.

tldr: Bitte informieren vor dem Fehlinformationen verbreiten

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Arminiafan 15.03.2016, 11:58
7. Spannende Frage

Zitat: "AlphaGo hat viele Monate lang immer wieder gegen sich selbst gespielt und dabei augenscheinlich Go-Taktiken entwickelt, gegen die der menschliche Profi Lee Sedol machtlos war."
Das würde mich interessieren. Spielt AlphaGo "wirklich" oder gibt er nur bestmögliche Züge aus den vielen Spielen der Vergangenheit wieder?

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aron_dc 15.03.2016, 12:00
8.

Zitat von JaguarCat
Die Maschine hat mit 30 Millionen Spielzügen trainiert.
Irgendeine Datenbasis muss natürlich vorgegeben werden, damit daraus dann "intelligent" eigene Schlüsse gezogen werden können, was ein guter und was ein schlechter Zug ist. Das wurde nämlich von keinem Menschen einprogrammiert.

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Untertan 2.0 15.03.2016, 12:16
9. Den Fortschritt in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf

Zitat von Thorkh@n
... Pandora steht jetzt einen Spalt breit offen. Ist die Menschheit so schlau, sie schleunigst wieder zu schließen?
Ausgeschossen. Neuronale Netze bieten große Vorteile. Wer sie nicht nutzt, hat einen Konkurrenznachteil gegenüber jenen, die sie nutzen. So lief es immer mit dem Fortschritt, und so wird es auch weiter laufen.

Was wir machen können, ist die Weichen so zu stellen, dass alle davon profitieren und nicht nur einige wenige. Wir steuern auf eine Zukunft zu, in der nahezu sämtliche menschliche Arbeitskräfte von intelligenten Programmen verdrängt werden, deshalb sollten wir bereits jetzt Konzepte entwickeln, wie Staatsfinanzirung ohne Lohnsteuer funktionieren kann. Vielleicht kann uns dabei ja ein neuronales Netz helfen?

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