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Bundesgerichtshof: Bankkunden haften für Fehler beim Online-Banking
Corbis

Wer beim Online-Banking leichtfertig auf Betrüger hereinfällt, muss selbst für den Schaden haften. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Im konkreten Fall wurde ein Rentner um 5000 Euro geprellt. Er hatte zehn Tan-Nummern weitergegeben.

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Hans58 24.04.2012, 18:04
130. Nie mehr einen Titel...

Zitat von sbonk
Die offizielle Seite der Bank wird gehackt und der Kunde haftet? WTF?
Ein Kunde, der trotz zuvor erfolgtem Sicherheitshinweis der Bank so sorglos mit den TAN umgeht, handelt genauso so grob fahrlässig wie einer, der seine PIN auf der Maestro-Karte notiert.

Wenn die offizielle Seite der Bank gehackt wird und man dieses nicht merkt, ist es haftungsrechtlich etwas ganz anderes als das, über das der BGH hier zu entscheiden hatte.

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werists 24.04.2012, 18:04
131.

Zitat von dedie
Na dann zählen sie doch mal die diversen Verfahren auf, ich bin schon ganz gespannt.
Bitte schön: c't Bankix, Download bei heise

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Hamberliner 24.04.2012, 18:04
132.

Zitat von peer_vers
Ich bin seit gut 15 Jahren online, ich hatte nie ein Problem mit Viren, Phishing, Betrug usw. Es reicht einfach, seinen Kopf einzuschalten, keine PW wie "password" zu verwenden und auch nicht jede Email zu öffnen, nur weil im Betreff "Wichtige Sicherheitsmitteilung" steht. Wichtige Mitteilungen, sofern es diese denn gibt, verschicken alle Banken per Post. Wenn man sich nur an gewisse Grundregeln hält, schafft man es viren- und schadenfrei im Internet unterwegs zu sein.
Das reicht nicht. Wenn man sich irgendeinen Missbrauch, irgendeine Betrugsmethode, irgendeine Sicherheitslücke selbst in seiner kühnsten Phantasie nicht vorstellen kann ist damit nicht bewiesen, dass diese(r) gar nicht möglich ist. Solche Denke ist dieselbe wie bei Autofahrern die meinen, hinten sei alles frei, wenn im Spiegel kein anderes Auto zu sehen ist, auf das Blinken verzichten und dann den Motorradfahrer über den Haufen fahren, für den sie hätten blinken müssen obwohl sie ihn gar nicht sehen. Deswegen mache ich kein Online Banking mit einem allgemeinen Allzweck-PC, und einen PC ausschließlich für Online Banking anzuschaffen, der sonst nie benutzt wird, so wie das Sicherheitsexperten empfehlen, dazu bin ich zu faul und zu geizig. Für alle paar Monate mal eine Überweisung lohnt sich das nicht.

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n+1 24.04.2012, 18:05
133. zugegeben

Zitat von sysop
Wer beim Online-Banking leichtfertig auf Betrüger hereinfällt, muss selbst für den Schaden haften. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Im konkreten Fall wurde ein Rentner um 5000 Euro geprellt. Er hatte zehn Tan-Nummern weitergegeben.
der Mann war da doch wohl sehr überfordert. Eine gesetzliche Untergrenze für Demenz ist schwer zu definieren.
Andererseits: es wäre sooo einfach (für alle Banken), ein Gerät zur Verfügung zu stellen, das Missbrauch und Hacking zu 100% ausschließt. Daran besteht nach diesem Urteil weniger Interesse als je.
Beim Gericht waren wohl die Leute am Werk, die intellektuell sehr nahe beim Opfer sind.

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mischamai 24.04.2012, 18:05
134. Grobe Dummheit

Zitat von teekaysevenfive
...dass das Urteil nach den neuen europäischen Richtlinien anders ausfällt! Es handelt sich in diesem fall um grobe Fahrlässigkeit.
..eher schon um grobe Dummheit.Wäre ja wohl auch frech die Banken wegen solcher Dummheit zu belasten,die Kosten müsste ja dann die Allgemeinheit tragen.
Auf jeder Bankseite steht dass grundsätzlich keine Bank nach irgendwelchen Daten fragt,aber was interessiert das einen Tölpel.

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Skeptisch 24.04.2012, 18:06
135. Niemand ist gezwungen...

Zitat von tetaro
Wie alt sind Sie? Und haben Sie vielleicht Verwandte die 80 Jahre alt sind? Und meinen Sie, dass Sie selbst noch technisch auf dem Laufenden sind, wenn Sie mal so alt sind?

online-banking zu machen. Ich bin zwar noch keine 80, gehöre aber auch zur "älteren" Genration. Und ich erledige meine Bankgeschäfte auf gute, altmodische Art und Weise. Ich fülle ein Überweisungsformular aus und schicke es zur Bank. Da kann nix schiefgehen.

Ebensowenig wie ich online-Einkäufe mache. Ich kaufe meine Sachen hier vor Ort und unterstütze nicht solche Ausbeuter wie Amazon, die Billiglöhne zahlen und bei denen ungefähr 2/3 der Stammbelegschaft Leiharbeitnehmer sind.

Jeder will eine schöne und sozial gerechte Welt. Aber wenns um den eigenen Geldbeutel und die eigene Bequemlichkeit geht, da hört bei den meisten der Spaß und die Solidarität mit anderen auf.

Schöne, neue Welt. Man muß nicht mehr aus dem Haus und kann alles ganz bequem zu hause am PC erledigen - einschließlich Kommunikation mit anderen. Die Sklaven vom Paketdienst bringen alles ja vor die Türe.....

Ich mach da nicht mit.

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hjka 24.04.2012, 18:06
136. Bankensenat = Lobby der Banken

Zitat von sbonk
Die offizielle Seite der Bank wird gehackt und der Kunde haftet? WTF?
Wer diese Rechtsverdreher schon mal Live erlebt hat weiß was ihm blüht.
Nach dem Motto Alle Macht den Banken und der Bürger ist doch selbst schuld wird hier Recht gesprochen. Und dies angeblich im Namen des Volkes.
Die unzähligen Fälle der sogenannten Schrottimmobilien, die in sage und schreibe1 von 100 Fällen pro Bürger entschieden wurden lassen grüßen.

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zabbel 24.04.2012, 18:06
137. Japp

Zitat von Hamberliner
In Griechenland sind die allermeisten Banken noch nicht einmal in der Lage, Bardevisen eines Nachbarstaates (Bulgarien) in Euro zu wechseln. Eigenerfahrung.
Ausserdem wird das Geld sofort nach Eingang abgegriffen, oder glauben hier einige die Betrüger lassen das noch monatelang auf dem Konto stehn?

Für sowas werden extra Konten eingerichtet und schnell aufgelöst, da ist nichts mit zurückholen.

Ansonsten muss ich sagen, die Banken sind in vielen Fällen kulant, schlechte Presse übers online banking gefällt denen überhaupt nicht.

Aber in diesem Fall bei dem der Kunde gleich 10 tans eingegeben hat kann man einfach nicht mehr darüber hinweg sehn.

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Hans58 24.04.2012, 18:06
138.

Zitat von zarahboldt
Also wenn die Originalseite der Bank gehackt worden wäre (und nicht der PC des Rentners) sähe der Fall wohl ganz anders aus.
Nein, auch dann nicht.

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cs2001 24.04.2012, 18:07
139.

Zitat von pepito_sbazzeguti
Das wäre ja ein Wunder, wenn diese Angelegenheit nicht letztinstanzlich auf den Bürger abgewälzt würde. Welches Gericht würde wohl zuungunsten einer Bank entscheiden?
Und warum genau sollte die Bank dafuer verantwortlich sein?

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