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Bundesgerichtshof urteilt: Unitymedia darf private Router für öffentliches WLAN nutze
Marius Becker/DPA

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia darf ungefragt die Router seiner Kunden zum Aufbau öffentlicher WLAN-Hotspots verwenden. Verbraucherschützer hielten das für "unzumutbare Belästigung", scheiterten aber vor dem Bundesgerichtshof.

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sailor60 25.04.2019, 10:36
1. sehr mißverständlich

es geht um die Router, die Unitymedia seinen Kunden vermietet, schenkt oder sonstwie zur Verfügung stellt. Also eben nicht um private Router im Eigentum der Kunden.
Jeder Kunde mit selbst erworbenen Router ist davon nicht betroffen.

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Mellybo-at-SPON 25.04.2019, 10:42
2. Hat mal jemand......

....gefragt, ob durch diese Zusatzleistung des WiFi Routers auch der Strombedarf messbar steigt? Und wenn dem so ist (wie kann man sonst durch das Gemäuer bis zur Straße senden?), geht das nicht auf Kosten des Kunden, der den Strom bereit stellt?

Ich bin sicher dass es jemand hinterfragt hat, und dies auch im Prozess abgewogen wurde. Das heisst...nein, ich bin da gar nicht sicher.

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zeichenkette 25.04.2019, 10:52
3. Wenn da wirklich keine Anhaltspunkte...

für die Gefährdung der Sicherheit vorgetragen wurden, dann hat die Verbraucherzentrale sich für diese Klage nicht gut vorbereitet. Sicherheitslücken in solchen Routern gibt es ständig, eine einfache Auflistung von solchen aufgetretenen Lücken und den damit verbundenen Sicherheitsgefährdungen wäre da schon ein solcher Anhaltspunkt gewesen. Aber ohne das hat das Gericht natürlich Recht: Wenn es den Kunden selber überhaupt nicht betrifft, und die Hardware Unitymedia gehört (der Anschluss und die Leitung gehört ihnen ja eh) kann das nicht illegal sein.

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lenslarque 25.04.2019, 10:55
4. Ich möchte mal

wissen, woher der BGH weiß, wie untergeordnete Gerichte zukünftig entscheiden werden: "Es bestehe auch nicht das Risiko, dass der Kunde für Rechtsverletzungen haften müsse, die dritte Personen über den zweiten WLAN-Zugang begehen."

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smokey55 25.04.2019, 10:57
5. halbgar

Was natürlich wieder mal nicht berücksichtigt wurde:
Wer zahlt den Strom wenn der Router mit voller Leistung auf die Straße bläst?
Wenns mit der Bandbreite wieder mal eng wird hat mich das auch nicht zu stören oder hat der "Besitzer" des Routers die höhere Priorität?

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chb_74 25.04.2019, 11:01
6. Geschäft und Gegengeschäft

Ist doch an sich recht einfach: wenn Unitymedia dem Kunden einen Router kostenlos zur Verfügung stellt, ist die Gegenleistung eben die Zustimmung zu solch einer Sondernutzung durch Unitymedia. Zahlt der Kunde für den Router, muss das vorher im Mietvertrag geregelt sein, sonst hat der Kunde aufgrund der geringeren Nutzungsmöglichkeit ein Sonderkündigungsrecht. ist der Router im Eigentum des Kunden, hat der Provider kein Recht, ungefragt irgendwas darauf anzustellen. Wer diese Zusammenhänge nicht versteht, ist naiv und glaubt auch, dass er Software, Dienstleistungen oder Waren wirklich "kostenlos" bekäme, wenn damit geworben wird. Dass er selbst bzw. seine Daten dann der Preis für die Leistung ist, hat so mancher bis heute nicht verstanden. Aufgrund solcher Geschäftsgebahren von Firmen wie Unitymedia würde ich auch nie Schlüsselgeräte wie Router vom Provider mieten oder "kostenlos" bereitstellen lassen - mein Router gehört mir und den kontrolliere ich selbst, inklusive der Softwareversionen, die ich aufspiele (oder nicht aufspiele).

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Leonidas7676 25.04.2019, 11:01
7. überrascht!!

Ich vermiete eine Wohnung, möchte aber weiterhin Zugang zum Balkon haben!!?? Hier werden die Kunden zum Kauf von Routern gedrängt! Auch wenn sie nur einen einen Vertrag ohne Laufzeit haben wollen !!? Einen vermieteten Stromzähler wird auch nicht 2x gleichzeitig für eine Wohnung und Straßenlaternen verwendet!! (auch wenn man da eine separate Leitung mit drin einbaut) ..... Ich weiß nicht. ..

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kiomi 25.04.2019, 11:03
8. www grusel horror show

Gut, dass ich nicht Unitymedia kunde bin. Mein erster Gedanke. Mein zweiter : zurück ins Gestern, kein Internet mehr. Dieser Gedanke bewegt mich schon länger, obwohl oder gerade, weidl ich diese Infoquelle liebe - breitgefächert ......
Die anderen Anbieter werden nachziehen. Uns Einzelkunden bezahlen lassen und ein ein feines Netz aufbauen, an dem wir wirtschatlich nicht beteiligt sind.
Sicher für den Kunden - ich bin nicht gläubig.

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schneidp 25.04.2019, 11:04
9. Richter und Technik

Da kann man nur den Kopf schütteln. Durch das zweite Signal wir die WLAN Bandbreite reduziert. Da Luft ein geteiltes Medium ist, ist jedes zusätzliche SIgnal eine Beeinträchtigung der WLAN Leistung.
Kabelnetze sind ebenfalls ein shard medium, das bedeutet jeder zusätzliche Surfer beeinträchtigt die Bandbreite und Latenz. Jeder Kabelkunde kann ein Lied davon Singen, wenn er versucht um 20:00 zu spielen.

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