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Bundesgerichtshof urteilt: Unitymedia darf private Router für öffentliches WLAN nutze
Marius Becker/DPA

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia darf ungefragt die Router seiner Kunden zum Aufbau öffentlicher WLAN-Hotspots verwenden. Verbraucherschützer hielten das für "unzumutbare Belästigung", scheiterten aber vor dem Bundesgerichtshof.

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draco2007 25.04.2019, 17:41
110.

Zitat von Mellybo-at-SPON
....gefragt, ob durch diese Zusatzleistung des WiFi Routers auch der Strombedarf messbar steigt? Und wenn dem so ist (wie kann man sonst durch das Gemäuer bis zur Straße senden?), geht das nicht auf Kosten des Kunden, der den Strom bereit stellt? Ich bin sicher dass es jemand hinterfragt hat, und dies auch im Prozess abgewogen wurde. Das heisst...nein, ich bin da gar nicht sicher.
Wenn überhaupt liegt der Mehrverbauch im unteren einstelligen Watt-Bereich. Bei 2 Watt Mehrverbrauch sind das ~17 KWh im Jahr, oder knapp 3 Euro im Jahr...

Ich find die Nummer auch nicht ok, aber der Mehrverbrauch ist kein Argument.

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alt-nassauer 25.04.2019, 17:54
111. Sehen sie um bei ihrem Beispiel zu bleiben...

Zitat von jomai
Das ist vergleichbar wie wenn ich ein Auto lease und die Leasingfirma schreibt in den Vertrag dass sie jederzeit und ungefragt einen Wohnwagen anhängen darf. Für die Karlsruher Richter wäre dies dann auch zulässig so lange ich die Möglichkeit habe dieser Bedingung zu widersprechen. Denn meine Privatsphäre im Auto wird dadurch nicht beeinträchtigt und ich bin auch nicht dafür verantwortlich was im Wohnwagen passiert. Also für mich ist das eine sehr abenteuerliche Begründung.
Es ist Bildlich! Sie haben an ihrem PKW den Wohnanhänger der sie nichts kostet. Sie fahren diesen ständig mit. Kommen sie aber woanders hin und ein andere fährt mit dem Wohnwagen herum und ist da noch Platz frei. Dann dürfen sie einsteigen und sich dort bequem machen. Weil sie ja den Wohnwagen vorher für andere durch die Gegend gefahren haben.

Der Wohnwagen ist nicht so im Eigentum der Leasingfirma, sondern alle Kunden der Leasingfirma. Jeder Kunde der sich beteiligt fährt einen Wohnwagen durch die Gegend, stellt diesen bereit für andere. Wenn sie dann einen Wohnwagen woanders benötigen und jemand fährt diesen, dürfen sie ihn auch benutzen.

Wenn sie Widersprechen, hängen sie den Wohnwagen einfach ab und sie können dann aber auch nicht mehr an anderer Stelle in einen freien Wohnwagen.

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InternetResearchAgency 25.04.2019, 18:44
112. Neuland wie es singt und lacht!

Natürlich beeinträchtigt es mich, wenn ich die Luftschnittstelle meines Routers mit irgendwelchen fremden Unitymedia-Usern teilen muß: Wifi-Kanäle sind ein geshartes Medium, je voller sie werden, desto weniger Bandbreite bleibt für jeden - also auch für mich, den zahlenden Kunden. Es ist erschreckend, wie ahnungslos diese Richter (und scheinbar auch die Verbraucherschützer) sind. Industrie 4.0? Digitalisierung? Nur heiße Luft.

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m.klagge 25.04.2019, 19:27
113. Ein Feiertag für die Abmahn-Industrie

"Es bestehe auch nicht das Risiko, dass der Kunde für Rechtsverletzungen haften müsse, die dritte Personen über den zweiten WLAN-Zugang begehen." Oh wie schön ist Panama! Der BGH sollte geschlossen dahin auswandern. Das digitale Neuland ist viel zu schwierig für die greisen Damen und Herren.
Oder es steckt hinter dieser völlig uas der Luft gegriffenen Äusserung die Absicht die in der freien Wirtschaft tätigen Kollegen mit noch mehr Einkommen zu versehen. Eine Krähe hackt der andern bekanntlich ...

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InternetResearchAgency 25.04.2019, 19:31
114. @ Tyler Durden

Sie haben jetzt mehrmals sehr deutlich klar gemacht, dass das alles Blabla ist, und Empörungsmasche und überhaupt nur ein theoretisches Problem: " Es ist sowieso ein theoretisches Problem, was Sie hier nennen. Der Kunde kann auf zig Kanäle ausweichen, auf Wunsch übernimmt der Router das i. d. R. sowieso automatisch. Zuhause kann man zudem über das schnelle 5GHz WLAN routen." Ihre Arroganz wird wirklich nur noch von Ihrer Ignoranz übertroffen: Welche zig Kanäle gibt es denn bei 802.11b/g? Ich kenne nur 1-13, davon sind sinnvoll nur 1 und 11 nutzbar (und 6 nur, wenn gerade keine Mikrowelle läuft). Also genau DREI, nicht zig: Auch die Algorithmen der automatischen Kanalfinder nutzen nur diese 3. Dazu kommt, dass die UM-Wifispots nur das 2,4 GHz Band benutzen. Das Problem ist also deutlich größer als Sie es hier darstellen - aber Hauptsache, Sie können sich über die Empörer empören!

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heissSPOrN 25.04.2019, 19:51
115.

Und was ist mit der Geschwindigkeit? Je nach Standort könnten doch zig User gleichzeitig auf meine DSL-Leitung zugreifen, aber die Performance der Leitung ist halt begrenzt. Wenn ich Pech habe, und in der Nachbarschaft ist irgendein Szene-Treff, wo dauernd irgendwelche Nutzer über meine Leitung Filme streamen, dann leidet doch die von mir nutzbare - und bezahlte - Geschwindigkeit, oder nicht? Ein weiterer Grund, von Vodafone die Finger zu lassen!

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der_durden 25.04.2019, 20:46
116.

Zitat von InternetResearchAgency
Sie haben jetzt mehrmals sehr deutlich klar gemacht, dass das alles Blabla ist, und Empörungsmasche und überhaupt nur ein theoretisches Problem: " Es ist sowieso ein theoretisches Problem, was Sie hier nennen. Der Kunde kann auf zig Kanäle ausweichen, auf Wunsch übernimmt der Router das i. d. R. sowieso automatisch. Zuhause kann man zudem über das schnelle 5GHz WLAN routen." Ihre Arroganz wird wirklich nur noch von Ihrer Ignoranz übertroffen: Welche zig Kanäle gibt es denn bei 802.11b/g? Ich kenne nur 1-13, davon sind sinnvoll nur 1 und 11 nutzbar (und 6 nur, wenn gerade keine Mikrowelle läuft). Also genau DREI, nicht zig: Auch die Algorithmen der automatischen Kanalfinder nutzen nur diese 3. Dazu kommt, dass die UM-Wifispots nur das 2,4 GHz Band benutzen. Das Problem ist also deutlich größer als Sie es hier darstellen - aber Hauptsache, Sie können sich über die Empörer empören!
Ich gehe mal davon aus, dass Sie mich meinen.

Ignoranz? Interessant. Ich zeige eigentlich anderen Ihre Ignoranz auf. Nämlich die, dass UM vor Vertragsabschluss bei seinen Mietgeräten auf den Hotspot verweist. Darauf, dass man diesen Hotspot jederzeit mit wenigen Klick abschalten kann. Darauf, dass es jedem frei steht, keinen Mietvertrag mit Unitymedia einzugehen und man jederzeit einen eigenen Kabelrouter kaufen kann. Es gibt somit unzählige Möglichkeiten keinen Hotspot zur Verfügung zu stellen, dass man sich schlichtweg wundern muss, dass Foristen wie Sie, ausgerechnet mir Ignoranz vorwerfen. Das ist schon ein im gewissen Sinne lächerlich.

Alls das interessiert einige Berufempörte alles nicht. Sie empören sich dennoch. Warum? Es ist einfach albern. Mag sein, dass ich mich arrogant äußere, aber bei dem Blödsinn, über den sich hier chauffiert wird, muss man auch mal deutlich werden. Viele Foristen haben mehrfach darauf hingewiesen, dass hier niemand zum Hotspot gezwungen wird, nur interessiert diese Argumentation, diese Realtiät einige in Ihrem Empörungseifer schlichtweg nicht.

Wenn Sie meinen Beitrag nicht nur selektiv gelesen hätten, habe ich ausdrücklich auf das mittlerweile viel wichtigere 5GHz WLAN verwiesen habe. Ich halte es für ausgeschlossen, dass jemand kein WLAN für seine Wohnung eingerichtet bekommt, wenn er sich etwas damit beschäftigt. Ganz absurd wird es, dass es nun ausgerechnet am Hotspot liegen soll, dass damit alles zusammenbricht. Zumal, noch einmal, man es jederzeit abstellen kann. Niemand wird vertraglich zur Nutzung und zur Bereitstellung gezwungen.

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28zwei27 25.04.2019, 21:07
117.

Zitat von der_durden
Und noch einmal: Wenn es den Kunden stört, er selbst keine Hotspots von UM nutzen möchte, schaltet er die Funktion in seinem Kundenbackend aus. Es ist sowieso ein theoretisches Problem, was Sie hier nennen. Der Kunde kann auf zig Kanäle ausweichen, auf Wunsch übernimmt der Router das i. d. R. sowieso automatisch. Zuhause kann man zudem über das schnelle 5GHz WLAN routen. Ich wohne mitten in der Stadt, hier sind zig WLANs in der Liste. Es stört sich hier überhaupt nichts derart, dass kein Streaming oder dergleichen möglich wäre. Wer seine Kabelbandbreite von z. B. 400 MBit wirklich auslasten möchte ist mit einem 1000 MBit Ethernet sowieso besser bedient. Allen anderen wird auch in der Stadt das WLAN immer reichen. Also, Sie beschreiben hier ein Problem, was es bestenfalls theoretisch gibt und durch einen Widerspruch noch nicht mal mehr theoretisch eines ist.
1. Habe ich keinen Einfluss auf meine Nachbarschaft. Wenn dort jeweils doppelt gesendet wird - betrifft es mich aber.
2. 5GHz sind ein Scheinargument: Erstens ist die Reichweite geringer (besonders in massive gebauten Häusern), zweitens sind viele Endgeräte überhaupt nur für 2.4Ghz verfügbar.
Die begrenzte Kanalzahl dürfte bekannt sein.
3. Die MBit, die da irgendwo aus der Wand kommen sind vollkommen irrelevant - wenn doppelt so viele Sender den Äther flüten wie nötig.
4. Ihr Fazit, Ihr persönliches Empfinden ist ganz sicher nicht bestimmend für techn. Gegebenheiten.

5. Auch von mir ein niedliches persönliches Detail, zur Erheiterung:
Ich wohne am Ende einer Sackgasse. 6 Einfamilienhäuser.
5 davon senden Hotspots/Homespots aus - weil es den Besitzern schlicht egal ist, bzw. auch sie diese Technik nicht verstanden haben. Wie für Sie zählt bei denen nur "ich kann woanders kostenlos".
Der Netzbetreiber kann stolz seine Teilnehmerzahlöen veröffentlichen - auch wenn viele davon vollkommen unnutz gelegen sind. Oder "zigfach" in dem Mietshochhaus, wie sie es beschreiben.

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wincel 25.04.2019, 22:14
118.

Ich bin mir immernoch nicht sicher, ob das nicht ein schlechter Scherz ist.
Wifi an einem Router is technisch in der Bandbreite stark beschränkt, grade wenn man durch Wände auf die Strasse will. Inwiefern ist denn da der Kunde nicht betroffen, wenn seine Bandbreite beschnitten wird? Denn die Leitungsbandbreite zum Kunden via Kabel kann man ja via Software/Aufschaltung erweitern. Die vom Router per Wifi aber absolut nicht ...
Und der Strombedarf schnellt auch in die Höhe, wenn diese Sende/Empfangsleistung benötigt wird. Werden denn Kunden von Unitymedia explizit darauf hingewiesen, dass sie diesen Wifi-Serviceim Paket haben, aber NUR wenn sie ihren Router auch zur Verfügung stellen? Was automatisch geschieht?

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Dr.Gnaa 25.04.2019, 22:50
119.

Zitat von bluebill
Natürlich hat der Provider jederzeit Zugriff zum Kundenrouter. Sonst könnte der Servicedesk im Fall einer Störung kaum zeitnah helfen. Und natürlich überträgt der Router auch ständig Daten "nach Hause". So kann der Provider Statistiken aller Art erstellen und ...ähm... das Kundenerlebnis verbessern. Ähnliches geschieht übrigens bei Internetbrowsern, Suchmaschinen, Shoppinganwendungen etc. Man kann das abstellen, aber dazu braucht man schon etwas Fachkenntnis.
Haben Sie schon mal die Hotline von Unitimedia angerufen wenn nichts mehr funktioniert? Es gibt keine Hotline! Ruft man von einem Mobiltelefon an diskutiert man mit einem Automaten. Irgendwann wird einem erklärt jetzt würde das Modem automatisch überprüft.
Ich musste weder meine Kundennummer angeben und die Mobilnummer mit der ich angerufen habe (vorher ca. 25 min Musik), trotz Automat, ist bei Unitymedia nicht bekannt. Das ist kein Service, das ist schlicht eine Unverschämtheit! Anschliessend erhält man die Information mit dem Anschluss sei doch alles in Ordnung und man solle doch noch mal die FAQ auf den Unitymedia Webseiten studieren.
Noch einmal, das ist kein Service, dass ist ein absolute Frechheit. Und damit kommen die sogar noch durch. Testsieger. In was?

#neuland halt.

Und ich seit 30 Jahren in der IT. Ich war Betatester für WorldWideWeb.
Sorry, was ihr Euch da gefallen lasst ist ein Witz.

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