Forum: Netzwelt
Bundesgerichtshof urteilt: Unitymedia darf private Router für öffentliches WLAN nutze
Marius Becker/DPA

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia darf ungefragt die Router seiner Kunden zum Aufbau öffentlicher WLAN-Hotspots verwenden. Verbraucherschützer hielten das für "unzumutbare Belästigung", scheiterten aber vor dem Bundesgerichtshof.

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ford_mustang 26.04.2019, 07:28
130. Wie effizient ...

ist das UM-Hotspotnetz überhaupt? Ein normaler Router erreicht ca. 100 Meter Reichweite, von Störfaktoren mal abgesehen. Wie sieht es eigentlich mit der Netzabdeckung aus? Hier in Berlin wurde mir unterwegs noch nie ein UM-Hotspot angeboten. Ansonsten verstehe ich die Aufregung hier nicht. Wer nicht will, schaltet es ab. Wahrscheinlich die Selben, die drei Virenscanner nutzen und sich wundern, warum ihr Rechner nicht richtig funktioniert.

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InternetResearchAgency 26.04.2019, 07:32
131. @ Redaktion: Das sind keine öffentlichen Hotspots.

Hallo Redaktion, die Unitymedia Wifispots sind *keine* öffentlichen Hotspots sondern Teile eines mit WPA2 EAP geschützten Unternehmensnetzwerks, auf das NUR Kunden von UM Zugriff haben. Es gibt auch - anders als zB bei Telekom FON keine Möglichkeit, als Nichtkunde einen temporären Zugang (Tagespass o.ä.) zu erwerben. Also ganz weit weg von 'öffentlichen Hotspots'. Bitte korrigieren, danke :)

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ford_mustang 26.04.2019, 07:47
132. fragwürdig ...

ist sicherlich die Vorgehensweise von UM. Warum verkauft man sich nicht als innovativ, anstatt es den Kunden ungefragt unterzuschieben? Insgesamt aber doch eine gute Idee, die hier von Einigen kleinkariert beantwortet wird. Stromkosten werden ins Feld geführt von Leuten, die vermutlich jeglichen Elektrokram täglich nutzen, der auch mit Muskelkraft betrieben werden könnte. Sicherheitstechnisch wäre eine Lösung, von UM, sicherlich mit 2 Routern besser. Oh Gott, noch mehr Stromverbrauch!

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InternetResearchAgency 26.04.2019, 08:19
133. Vielen Dank an die Musikindustrie und das LG Hamburg

Deutschland ist immer noch digitales Entwicklungsland, und kaum jemand hat dazu so sehr beigetragen wie das LG Hamburg mit seinem unseligen Urteil zur Störerhaftung in 2006 (Az: 308 O 58/06). Es hat dann 12 Jahre gedauert, bis wieder halbwegs Rechtssicherheit in Neuland herrschte, 12 Jahre in denen jeder in DE eingebleut bekam: Offene WLANs sind böse! 12 verlorene Jahre für die digitale Gesellschaft in DE. Denn - machen wir uns nichts vor - ohne Störerhaftung wäre es ganz selbstverständlich, dass jeder das Gast-WLAN seiner Fritzbox öffnet... und diese sinnlose Diskussion über die nicht-öffentliche UM-Wifikrücke müssten wir gar nicht führen.

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der_durden 26.04.2019, 08:55
134.

Zitat von next
Die meisten Punkt wurden hier schon deutlichst widerlegt. Erschreckend finde ich aber die Aussage, Zitat: "Wer seine Kabelbandbreite von z. B. 400 MBit wirklich auslasten möchte ist mit einem 1000 MBit Ethernet sowieso besser bedient. Allen anderen wird auch in der Stadt das WLAN immer reichen." Hier wird eine Verbindung via Ethernet und via WLAN wild durcheinander gemischt. Im Artikel, und in der Diskussion, ging es aber ausschließlich um WLAN! IEEE 802.11ac heißt der entsprechende Standard. Zudem, Zitat: "Es ist sowieso ein theoretisches Problem, was Sie hier nennen. Der Kunde kann auf zig Kanäle ausweichen, auf Wunsch übernimmt der Router das i. d. R. sowieso automatisch. " Schon diese Aussage zeugt vom Unwissen: Ohne Überlappung sind es im genannten Bereich (in Europa; legal) gerade 4 (3) überlappungsfrei Kanäle verfügbar! VIER! Technisch begründet. IEEE 802.11n gilt entsprechend. "Zig" Kanäle ist somit xxx [Eigenzensur] PS: Früher nannte man solche Beiträge ___, bzw. sie würden in Mailboxes unter "Funnies" veröffentlicht. Und manchmal ist es wirklich störend, wenn hier Beiträge veröffentlicht werden, deren Autoren frei jeder Sachkenntnis sind. Aber in einem so weit offenen Forum, ohne Zensur, ist es offensichtlich unabwendbar, dass auch Kommentare im offenen "Trump-Stil" den Weg an's Tageslicht führen.
Sie können sicher erklären, in wie fern ich Ethernet und WLAN durcheinander bringe. Ich bin gespannt. Sie sollten vielleicht richtig lesen und meine Wort nicht (absichtlich?) falsch verstehen. Dass 1000 MBit Ethernet kabelgebunden ist, ist eigentlich logisch.

Und auch in Bezug auf die Kanäle haben Sie selektiv gelesen. Es gibt 2,4 GHz und 5GHz. Das 5GHz Netz bietet deutlich mehr als die von Ihnen genannten 4 überlappungsfreien Kanäle. Dort sind es 19. Somit bleibe ich dabei. In der Regel wird heute jeder mit einem aktuellen Router ein stabiles WLAN betreiben können.

Passen Sie also bitte in Zukunft auf, wenn Sie nach Zensur rufen, dass Sie es nicht selbst sind, der hier Trump'sche Reden schwingt.
Wobei ich mich auch noch frage, wie SPON überhaupt Zensur ausüben könnte, ist diese doch ausschließlich staatlichen Stellen möglich. Aber wer braucht schon so viel Genauigkeit, Sie ja nicht, oder?

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schnubbeldu 26.04.2019, 09:16
135. SO schaut es aus!

Zitat von istnurmeinemeinung
Stand es denn bei allen Kunden schon vorher im Vertrag drinn, dass Unity-Media dies tun würde? Laut Medienberichten von 2016 nicht. Die Verbraucherzentrale beklagte 2016 eine unternehmensseitige Vertragsänderung. Die damaligen Bestandskunden wussten dies nicht bei Abschluss. Andererseits wurde zum Widerspruch nur eine 4-Wochen-Frist eingeräumt. Alle anderen Marktanbieter fragen die Kunden; ohne positive Zustimmung kein Hotspot. Unity-Media wollte die eigene Ankündigung eines zügigen Ausbaus des Netzes auf 1,5 Mio Hotspots durch Auslassen der aktiven Einwilligung des Kunden einhalten. Mit aktivem Einverständnis hätte dies in der selben Zeit vermutlich nicht geklappt. Es geht also darum, die eigene Marktmacht zu stärken, indem man Kunden eine Funktionalität aufnötigt, welche zuvor nicht vereinbart war. Es ist auch nicht von Belang, wie vermeintlich leicht und schnell der Widerspruch zu erledigen wäre: es geht um den Akt des erforderlichen Handelns. Ich unterstütze immer wieder ehrenamtlich ältere und schwerbehinderte Menschen, für viele wäre dieser Haken durchaus eine nennenswerte Hürde. Sich irgendwo einloggen oder eine Hotline anrufen. Verbraucherschutz dient vor allem dem Schutz der unbedarften Kunden. Auch sollte kein Kunde oder Unity-Media daran gehindert werden, WifiSpot zu nutzen. Nur eine Umkehr des Vertragsabschlusses von passiver zu aktiver Einwilligung wurde durch den Verbrauschutz angestrebt.
Selber Vertragsabschluss in 2014 und dann kam irgendwann ein Schreiben von wegen "Häkchen" setzen, was ich umgehend auch getan hatte. Selbst die ConnectBox, die später als "kostenloses" Upgrade angeboten wurde, habe ich nicht in Anspruch genommen weil ich die Notwendigkeit eines Austauschs nicht für erforderlich halte.

Nach dem Urteilvom BGH steige ich sogar auf einen eigenen Kabelmodem um und werde nach Umstellung Unitymedia Ihren Schrott zurücksenden und den Empfang mir bestätigen lassen.

Generell werde ich nochmals in mich gehen und ggfs. auf einen Anbieter umsteigen wenn die Bandbreite bei uns im Haus endlich von anderen unterstützt wird. Und da Vodafone zukünftig auch Unitymedia ist, werde ich auch von denen die Finger lassen.

Generell finde ich so oder so dass diese ganzen Telefon- und Kabelnetzbetreiber viel zu vielen Einfluss haben. Teilweise hört man von Telekom-Kunden das die vertragliche Bandbreite und Datenraten nicht verfügbar sind, teilweise wird nur ein "Mindestvolumen" garantiert und dann wird trotzdem für das "teuere" Produkt, weil der Vertragsabschluss darauf basiert, in Rechnung gestellt. Wenn mich einer fragt, ist es alles nur Bauernfängerei!

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alt-nassauer 26.04.2019, 09:57
136. Sie haben das Prinzip nicht verstanden...

Zitat von Björn L
Die Telekom wollte mir monatlich 4,50 EUR Leihgebühr für einen Router abknöpfen, der zur Verfügung gestellt wird. Ich hab einen neuwertigen für 25 EUR gekauft. Somit ist die Kiste mein. Somit wähne ich mich im Glauben, dass dieser nicht ungefragt als WLAN Accesspoint für Dritte nutzbar wäre, sofern die Telekom den gleichen schäbigen Weg beschreiten würde. Auch ist vor der Türe Ende mit der Reichweite. Für mich muss dann logisch sein, dass Unitymedia verdammt leistungsstarke Router einsetzt, die nicht nur heftigst strahlen sonder auch mehr Strom ziehen. Gut, dass ich niemals Unitymediakunde werde. Damit hat das Unternehmen ein hausgemachten PR-Desaster
Jetzt einmal unabhängig wie UM oder die Telekom oder ein anderer Provider das mit dem "Free-Wifi" für SEINE Kunden hält.

Diese Dritte, die sie ausschließen sind eben so Kunde wie sie auch. Sie und diese Kunden die ihren Router freischalten, dürfen weltweit ins Internet. Nur weil sie die Funktion eingeschaltet haben...

Sie haben es ausgeschaltet, dann können sie nicht wie bei Fon 23 Millionen "offene" Router anderer mitbenutzen. So können sie nur darauf hoffen, das sie an anderer Stelle ein offenes WLAN bekommen oder es über ein Provider über Tagesticket gegen Geld erhalten. Tagesticket Telekom sind 4,95 Euro, soviel Strom kostet mich die Freischaltung mit dem Häkchen in meinem Router sicher nicht.

Zu dem ist es ihnen Überlassen wie sie ihren Router für Lau erhalten haben. Andere Mieten eben... Ich kann mich an die 70er Jahre erinnern da mietete man sogar TV und später den Videorekorder. Ob mann es versteht oder nicht...

Ich miete den Router auch lieber, bei Defekt bekomme ich einen Neuen oder ich kann dann ein anderes Modell auswählen...

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jjoker 26.04.2019, 10:06
137. Einfache Lösung ist so einfach. WLAN ohne Hotspotfreigabe leichtgemach

Wir sind auch bei Unitymedia. Den kostenlos bereitgestellten Router habe ich kastriert, indem ich die Antenne abgedeckt habe. ALLE standortgebundenen Geräte sind per Kabel am Unityrouter verbunden und mein WLAN habe ich durch einen separaten WLAN Repeater, der wiederum am Unitymediarouter per Kabel verbunden ist. Somit kann mir keiner Bandbreite bzw. erhöhten Strombedarf klauen, da er nicht ins Hotspotnetz kommt, da kein Empfang. Und der Repeater ist meiner! Das Password haben auch nur die, denen ich es gebe! Trotz Allem komme ich natürlich in die Hotspots der anderen, sofern sie "offen" sind. Habe da nämlich nicht widersprochen, es weiß ja keiner, das mein Hotspot nicht funktioniert!

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iphone_dummy 26.04.2019, 10:11
138.

Zitat von 28zwei27
1. Habe ich keinen Einfluss auf meine Nachbarschaft. Wenn dort jeweils doppelt gesendet wird - betrifft es mich aber. 2. 5GHz sind ein Scheinargument: Erstens ist die Reichweite geringer (besonders in massive gebauten Häusern), zweitens sind viele Endgeräte überhaupt nur für 2.4Ghz verfügbar. Die begrenzte Kanalzahl dürfte bekannt sein. 3. Die MBit, die da irgendwo aus der Wand kommen sind vollkommen irrelevant - wenn doppelt so viele Sender den Äther flüten wie nötig. 4. Ihr Fazit, Ihr persönliches Empfinden ist ganz sicher nicht bestimmend für techn. Gegebenheiten. 5. Auch von mir ein niedliches persönliches Detail, zur Erheiterung: Ich wohne am Ende einer Sackgasse. 6 Einfamilienhäuser. 5 davon senden Hotspots/Homespots aus - weil es den Besitzern schlicht egal ist, bzw. auch sie diese Technik nicht verstanden haben. Wie für Sie zählt bei denen nur "ich kann woanders kostenlos". Der Netzbetreiber kann stolz seine Teilnehmerzahlöen veröffentlichen - auch wenn viele davon vollkommen unnutz gelegen sind. Oder "zigfach" in dem Mietshochhaus, wie sie es beschreiben.
Keine Antwort auf Ihren Beitrag. Obwohl sie schlüssig argumentieren und sachlich auflisten.
Stattdessen eine Reaktion auf den Beitrag von "next" - hier aber ohne direkte, klare Antworten, ausschließlich Ausflüchte. Und dann gleich auch ein paar Angriffe und Beleidigungen eingestreute um komplett abzulenken.

Wikipedia meint dazu, so "bezeichnet man im Netzjargon eine Person, die ihre Kommunikation im Internet auf Beiträge beschränkt, die auf emotionale Provokation anderer Gesprächsteilnehmer zielen."

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markus_wienken 26.04.2019, 11:01
139.

Zitat von 1435mm
Da der Kunde widersprechen kann, ist doch alles gut. Ich verstehe die Aufregung nicht.
Bei den jetzigen Verträgen wird auf diese Option und Möglichkeit mehrmals (3x) und deutlich hingewiesen (Post eines anderen Foristen hier im Strang einige Seiten zurück), insofern durchaus OK.
Ein anderer Forist behauptete, dass dieses Feature älteren Bestandskunden "untergeschoben" worden wäre.
Ich vermute hier aber eher, dass es eine Vertragsänderung/Erweiterung gegeben hat, auf die die betroffenen Kunden sicherlich auch hingewiesen wurden.
Also wohl auch OK.
Viel Aufregung um Nichts wie so oft in diversen Foren.

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