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Bundesgerichtshof urteilt: Unitymedia darf private Router für öffentliches WLAN nutze
Marius Becker/DPA

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia darf ungefragt die Router seiner Kunden zum Aufbau öffentlicher WLAN-Hotspots verwenden. Verbraucherschützer hielten das für "unzumutbare Belästigung", scheiterten aber vor dem Bundesgerichtshof.

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Hollowmen 25.04.2019, 13:39
60. ...

Ein gutes Urteil! Man kann nicht immer Digitalisierung fordern und wenn es ein Unternehmen umsetzt, dann mit solchen kleinkarrierten Argumenten wie Stromverbrauch (ca. 20 Euro im Jahr?) argumentieren. Kein Wunder das in diesem Land nur wenig vorangeht und Projekte egal welcher Art stets vor Gerichten landen. Ich nenne das spätrömische Dekadenz, daran sind auch schon andere Kulturen zugrunde gegangen.

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cvdheyden 25.04.2019, 13:43
61. Klar

Zitat von syracusa
Dazu muss der Kunde erst mal Kenntnis davon haben. Er wird aber weder gefragt noch informiert. Warum fragt Unitymedia seine Kunden nicht gleich bei Vertragsabschluss? Nach meinem Rechtsverständnis muss der Kunde zustimmen, weil er durch die ungefragte Nutzung Datenrate verliert und sein Internet-Zugang dadurch schlechter wird.
Die Opferrolle ist grade in der IT weit verbreitet oder wundern Sie sich tatsächlich, dass die Waschmaschine Wasser verbraucht obwohl Sie nicht "Informiert" wurden?

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Ole_Ostpreiß 25.04.2019, 13:43
62. Und Wer zahlt die Stromkosten ?

Und die Übertragungsgeschwindigkeit wird eingeschränkt! Und das nicht nur für den Kunden sondern auch für Kunden Anderer Provider weil dieser Router zusätzliche Kanäle belegt und damit alle Nachbarn zusätzlich stört weil der Kanalabstand von 4 Kanälen nicht mehr eingehalten werden kann!
Vom Zusätzlichen Elektro-Smog ganz zu schweigen !

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cvdheyden 25.04.2019, 13:44
63. 20Euro

Zitat von Hollowmen
Ein gutes Urteil! Man kann nicht immer Digitalisierung fordern und wenn es ein Unternehmen umsetzt, dann mit solchen kleinkarrierten Argumenten wie Stromverbrauch (ca. 20 Euro im Jahr?) argumentieren. Kein Wunder das in diesem Land nur wenig vorangeht und Projekte egal welcher Art stets vor Gerichten landen. Ich nenne das spätrömische Dekadenz, daran sind auch schon andere Kulturen zugrunde gegangen.
20 Euro zusätzlich? Das kann nicht sein. Das wird mit einem zusätzlichen Kanal nicht erreicht.

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mimas101 25.04.2019, 13:44
64. Hmm Tja

Technisch gesehen laufen im Gehäuse eher 2 WLANs bzw. Router die völlig unabhängig voneinander sind und jedes Teil für sich eigene IPs, Paßworte und Kennungen hat.
Leider teilen sich beide nicht nur eine DSL-Leitung (gute Router drosseln dann den Freifunk bis auf NULL herunter) sondern der Strombedarf dürfte höher sein. Außerdem sparen sich die Profeider auch gleich Infrastrukturaufbaukosten, Roamingunkosten, Standortmieten, Abschreibungen, Ansparen auf Wiederbeschaffung, Stromkosten und Wartung mit. Dafür bekommt der werte Kunde allerdings keinen Rappen, Heller, Pfennig oder Sou sondern wird billigst mit Freifunk bei anderen Routerbesitzern abgespeist. Ist der andere clever hat er ein kleines Zeitfenster eingestellt oder die WLAN-Sendeleistung runtergeschraubt so daß jenseits der Wohnung samt Balkon kaum was vom Freifunk für alle übrig bleibt. Besonders schick ist auch das Unitymedia gerade mal 3 Bundesländer, meist zwangs-, bedient und Freifunk flächendeckend nicht verfügbar ist.

Hier wird schlicht Profit auf Kosten der Kundschaft gemacht, normalerweise müßten zumindest realistische Standortmieten Stand der Dinge sein die die Profeider an die Routereigner zu überweisen hätten.

Entweder man verweigert den Freifunk bis Kohle rüberwächst oder man kauft sich selbst einen anderen Router. Genau das ist den Profeidern ja auch ein Dorn im Auge gewesen und jammernd und wehklagend zogen sie daher lange durch alle Politbüros, allerdings ohne Fortune zu haben. Der Gesetzgeber hat den Routerzwang abgeschafft und das ist auch richtig so.
Außerdem hat man mit einem Selbstkauf meist auch die bessere Ausstattung bzw. Firmware mit On Board.
.

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Tom63 25.04.2019, 13:46
65.

Zitat von christiantietz0703
Also ist das dann eigentlich so kostenlos wie bei "Needful Things", Kostenlos ist eigentlich eine Sache die man nicht auf einer solch hinterhältigen art und weise bezahlen sollte, dann sollte dies so bezeichnet werden, dass Unitymedia auch die Router für andere Zwecke als die Netzwerke für die Kunden benutzen darf. Ist so etwas nicht vorher deklariert, liegt hier eine einseitige Vertragsänderung vor, die eigentlich die vorangehende Einwilligung des Kunden benötigen sollte. Wenn nicht, könnte auch ein Kunde sagen: OK, ich ändere auch den Vertrag, und ziehe für eine reduzierte Bandbreite durch Fremdzugriffe entsprechend die halben Kosten ab, die der Vertrag verlangt. Doch bei sowas würde der Anbieter gleich aufschreien und Vertragsbruch anklagen. Schonmal auf einer 6000er-Leitung was anderes gemacht, während jemand mal ein 4k-Video auf einem SmartTV streamen lässt, da kann man online-Spiele und eigene YouTube-Videos erstmal komplett vergessen. Wäre Ich Unitymedia-Kunde würde ich bei diesem Schwachsinn sofort den Anbieter wechseln und einen wählen, der mit nicht die Bandbreite klaut, oder am Besten gleich die WLAN-Antenne abschrauben und nur auf Kabelverbindungen setzen.
WLAN ist Mikrowelle 2,4 GHz.
Ich habe alles mit Kabel und würde meinen Kopf nie in eine Mikrowelle stecken. Selbiges gilt für Smartphones.
Das mit diesen Smartphones wird sich irgendwann erledigen, denn das Rauchen war früher auch nicht schädlich.
Wenn die Smartphones endlich weg sind, dann werden die Menschen vermutlich wieder reden müssen, denn dann geht das mit Datenkrake WhatsApp etc. nicht mehr.
Diejenigen die heute nur noch Smartphones verwenden sind zu feige zum reden und Kommunikationsmuffel.
Die sollten sich lieber um die Umwelt kümmern und das sie in 50 Jahren noch saubere Luft zum Atmen haben und nicht um ein Smartphone das immer das Neueste ist. Schließlich tragen alle, die immer das Neueste kaufen nicht unerheblich dazu bei die Erde zu zerstören.
Egal ob nur mit geringer Stärke, gesund kann das alles nicht sein.

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vaikl 25.04.2019, 13:48
66. Halten sich solche Märchen eigentlich auch...

Zitat von Ole_Ostpreiß
Und die Übertragungsgeschwindigkeit wird eingeschränkt! Und das nicht nur für den Kunden sondern auch für Kunden Anderer Provider weil dieser Router zusätzliche Kanäle belegt und damit alle Nachbarn zusätzlich stört weil der Kanalabstand von 4 Kanälen nicht mehr eingehalten werden kann! Vom Zusätzlichen Elektro-Smog ganz zu schweigen !
...nach vielen Jahren 5GHz-Technik immer noch?

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velbart 25.04.2019, 13:49
67. Das

wäre für mich ein Grund, die Firma Unitymedia sofort zu verlassen. Im Falle eines Rechtsstreites, muss ich erst in nicht unerhebliche Vorleistungen gehen mit dem Risiko, auf meine Kosten sitzen zu bleiben. Wenn Unitymedia meint, auf Kostes der eigene Kunden bei der eigenen Infrastruktur sparen zu können, ist Schluss.

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Seraphan 25.04.2019, 13:51
68. Manipulativer Artikel

Nun musste ich erst die Forumsbeiträge lesen, um mich über den Knackpunkt meiner Meinungsbildung zu informieren. Wenn es sich um Miet- oder unentgeltlich zur Verfügung gestellte Router handelt, kann ich nicht einmal einen Grund für die Klage finden. Im Gegenteil, die Idee ist toll, und sollte in dem führenden Industrieland mit öffentlichem WLAN auf 4.-Welt-Niveau von allen begrüßt werden.

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cosmose 25.04.2019, 13:52
69.

Zitat von der_durden
Bin mir nicht sicher, ob es zwingend eine eigene IP Adresse ist. Zumindest im ip4 Bereich erscheint mir das eher unwahrscheinlich. IP6 wäre möglich. Fakt ist aber, dass sich ein Unitymedianutzer an einem UM Hotspot mit seinen UM Nutzungsdaten anmelden muss. Somit ist es möglich, dass UM die Haftung per Nutzerdaten und Subnetzbereich löst. Fakt ist aber, dass es keine Störerhaftung für Anschlussinhaber gibt und das sichergestellt ist. Mir ist auch nicht ein Fall bekannt, in dem so ein Verfahren eröffnet worden wäre. Das gibt es einfach nicht.
Als Privatkunde erhalten Sie schon seit Jahren keine IPv4-Adresse mehr bei Unitymedia, dies ist Businesskunden vorbehalten.
Stattdessen arbeitet UM mit DSLite und CGNAT.
Ihr Router ist also, vereinfacht gesagt, Teil des internen Unitymedia-LANs und hat intern nur eine IPv6-Adresse. Die öffentliche IPv4-Adresse teilen Sie sich als Privatkunde mit etlichen anderen Teilnehmern, die am gleichen Verteiler hängen.
Das Thema "Störungshaftung" haben Sie als UM-Kunde also quasi nicht, weil eine IPv4-Adresse alleine gar nicht ausreicht, um den Anschluss zu identifizieren...

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