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Cambridge Analytica: Facebook sieht sich im Datenskandal als Opfer
AP

"Das gesamte Unternehmen ist entsetzt darüber, dass wir hintergangen wurden": Facebook hat eine Mitteilung zum Skandal um Datensammlung veröffentlicht. Derweil reichen die ersten US-Investoren Klage ein.

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C-Hochwald 21.03.2018, 07:59
10. Unglaubwürdig

Eine Firma wie Facebook sieht sich als Opfer? Wie verlogen ist daß denn? Wenn ein Konzern sein Produkt "kostenlos" jedem Nutzer zur Verfügung stellt (>1Mrd aktuell?), und dazu noch ein provitorientiertes börsennotiertes Unternehmen ist, will eben dieser Konzern die Öffentlichkeit glauben machen, bei dieser Datenaffäre das "Opfer" zu sein?
Der Handel mit Daten ist doch deren Geschäftsmodell? Wo sollen denn sonst die milliardenschweren Einnahmen und Gewinne herkommen? Personalisierte Werbung orientiert sich nunmal an den Nutzerprofilen. Und Datenmissbrauch ist eine Seuche, gegen die auch Facebook nicht immun ist.
Fragt sich nur, inwieweit Facebook durch zumindest Fahrlässigkeit in der Mitverantwortung bei Datendiebstahl steht?
Nur gut, daß ich weder FB noch Twitter noch sonst was nutze. Reicht schon sich im SPON Forum öffentlich zu bewegen. Kann nur hoffen, daß auf den SPON - Servern alles sicher ist.

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kupidon 21.03.2018, 08:18
11. Der Klassiker.

Wir können es nicht mehr leugnen, also insszenieren wir uns als schwergetäschte Opfer, die nur an das Gute im Menschen geblaubt haben a la "nach bestem Wissen und Gewissen". Wir habe zwar als Multimiliarden schweres Unternehmen behauptet, dass mit euren Daten sorgsam umgegangen wird, wer konnte es aber bei all dem Experten wissen, dass sowas möglich ist! Das Ganze stinkt doch zu Himmel. Hoffetlich wird es in Grund und Boden geklagt. Auf die Politik ist hier leider kein Verlass.

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nibal 21.03.2018, 08:19
12. Opfer werden nicht bezahlt

Big Data ist Facebooks Geschäftsmodell und es ist sicher Geld geflossen - da ist die Opferrolle wirklich nicht übermäßig überzeugend. Unterschätzen sollte man die Gefahr für Demokratien aber auf keinen Fall - wir stehen hier gerade mal am Anfang und noch mag vieles dilettantisch wirken, aber Menschen sind wahnsinnig leicht zu manipulieren. Wenn man mit gleichgeschalteten Medien schon Wahlen leicht gewinnen kann, was kann man dann erst mit gleichgeschalteten Menschen erreichen?

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peter.teubner 21.03.2018, 08:24
13. Also nicht

die Russen haben Trump zum Wahlsieg verholfen. Facebook war es wie SPON schreibt. Na also, jetzt kommt die Wahrheit ans Licht.

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meinerlei 21.03.2018, 08:26
14. Bullenfalle

Die Börsenbewertung von Facebook, 432 Milliarden Dollar Ende 2017!,(432.000.000.000,-$) war bis vor Kurzem so hoch wie die von VW, BMW, Daimler, Allianz, BASF und Deutsche Telekom zusammen. Für einen Datendealer mit offenbar hinterfragenswürdigem Geschäftsmodell ist das mehr als ambitioniert. Dennoch wurde die Aktie von allen namhaften Adressen dringend zum Kauf empfohlen, Steigerungspotential angeblich 50%. Nun müssen eine Menge gute Adressen sehen, wie sie da rauskommen, und wenn alle gleichzeitig zum Ausgang rennen gibt es Panik.

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lesheinen 21.03.2018, 08:37
15.

Mir kamen die Tränen. Das arme facebook. So ein integres Unternehmen, so ein soziales Medium ohne jegliche Allmachtsphantasien, wird einfach betrogen. Im Ernst: von mir aus kann man facebook in die Tonne klopfen und Zuckerberg zum Mars schicken.

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lollicruncher 21.03.2018, 08:40
16. Nicht Facebook und CA...

... sind verantwortlich, sondern all die User, die bereitwillig ihre Daten für solche Analysezwecke zur Verfügung stellten und immer noch stellen. Sag mir, was Du likest und ich geb Dir den nächsten Präsidenten, den Du verdienst. Manchmal kann es so einfach sein.

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Klaus-Otto 21.03.2018, 09:00
17. Mir kommen die Tränen.

Da hat doch tatsächlich jemand, der NICHT Facebook heißt, gewagt, Facebook-Daten für Werbezwecke zu mißbrauchen. Wo doch jeder weiß, dass ein solcher Mißbrauch ausschließlich Facebook selbst zusteht. An Zuckerbergs Stelle wäre ich auch voll empört...

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reifenexperte 21.03.2018, 09:06
18. Facebook ist Täter und nicht Opfer

Außerdem zeigt die ganze Entwicklung, dass diese Infrastruktur, genau wie Strassen, in die öffentliche Hand gehört.

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C-Hochwald 21.03.2018, 09:07
19. Stecker ziehen

Auch wenn >1Mrd FB-Nutzer trotz des Datenmissbrauchs wohl nicht zustimmen würden; man sollte solchen Plattformen den Stecker ziehen.
Die Nutzer glauben an die Freiheit im Internet und werden über solche Manipulationen (wie von Cambridge Analytics) doch zu von Konzernen und anderen Lobbyisten ferngelenkten Personen.
Da ich mit 55 Jahren noch die Zeiten ohne Internet und Smartphone gut kenne, verstehe ich sowieso nicht die Notwendigkeit von FB, Twitter & Co.
Da ist wohl eine ganze Generation zu Digital-Süchtigen angefixt worden.

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