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Chemnitzer Krawalle: Eine Zäsur findet nicht statt
Filip Singer/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Die Silvesternacht in Köln sei eine Zäsur gewesen, sagen viele. Das sollte auch für den Augustabend in Chemnitz gelten - wird es aber wohl nicht. Denn hier wird ein strukturelles, gesellschaftliches Nazi-Problem systematisch verharmlost.

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jasenoster 29.08.2018, 14:43
20. Alle aufstehen!

Gut geschrieben! Wir alle, die da so gesetzestreu und anständig sind müssen dies auch kund tun! WIR MÜSSEN ALLE AUF DIE STRASSE und friedlich den ewig gestrigen zeigen das wir ein solch Gedankengut nicht akzeptieren! Ähnlich der Friedensbewegung. Erst dann, wenn Millionen aufstehen, wird sich ganz vielleicht etwas ändern.

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nascado 29.08.2018, 14:44
21. Vielen Dank Sascha

Diese ernsthaften Sorgen teile ich auch. Am schlimmsten sind die Verharmloser und Rechten-Versteher, nach dem FDP Motto: “Antifaschisten sind auch Faschisten”

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salomon17 29.08.2018, 14:44
22. Klare wahre Worte,

danke Herr Lobo. Ich hoffe, dass Sie und andere Redakteure des Spiegels und anderer Medien sich über Ihre Bedeutung im Klaren sind: Leute wie Sie, mit genügend Intelligenz, Durchblick und Wortgewandtheit ausgestattet, müssen jetzt in der ersten Reihe stehen um endlich eine Zäsur zu erreichen. Denn es ist so wie Sie schreiben: Als Demokrat MUSS man Antfaschist sein, und das muss die schweigende Mehrheit endlich verinnerlichen.

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marsman 29.08.2018, 14:48
23. Schicksalsfrage

Der Kampf gegen rechts ist die eigentliche Schicksalsfrage für dieses Land wie wir es kennen, mit seinem Wohlstand und seinen Freiheiten, nicht der Kampf gegen Flüchtlinge. Natürlich muss man die Einwanderung auch besser regeln als bisher, aber Rechts hilft niemandem, auch nicht den "Benachteiligten" und "Abgehängten", ganz im Gegenteil, den Rechts steht auch für die Abschaffung von Sozialleistungen und Arbeitnehmerschutz. Das rafft nur leider kaum einer vor lauter Wut auf alles Fremde.

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hasselblad 29.08.2018, 14:50
24.

Und immer der widerlich scheinheilige Verweis der Rechtsextremen auf die Messerstecherei als Anlass, gepaart mit der dreisten Behauptung, dass das Gros der "Demonstranten" ja normale Bürger aus der Mitte seien. Nein und nein: gegen Messerstechereien demonstriert man nicht, dafür sind Polizei und Justiz verantwortlich, und "normale Bürger aus der Mitte" laufen nicht mit Neonazis durch die Gegend und pöbeln "wir sind das Volk". Das war durch die Bank ein Aufmarsch von demokratie- und menschenfeindlichen Wut-, Hut- und Blödbürgern, mindestens geduldet, wenn nicht sogar insgeheim gutgeheißen durch die Polizei, die sich weitestgehend darauf beschränkte, anwesend zu sein. Das Bild der sächsischen Robocops anlässlich einer linken Demonstration vs. der behaupteten Überforderung ob der rechtsradikalen Krawalle spricht Bände, bloß nicht unbedingt zugunsten der Politik und des Rechtsstaatsverständnisses im Freistaat Sachsen. Von dem Biedenkopf seinerzeit ohne Not behauptete, er sei frei von rechtsextremen Tendenzen, den Ist-Zustand also quasi politisch legitimierte. Da wundert es auch nicht, dass sich AfDlinge und Pegidioten dort als "normale Bürger aus der Mitte" fühlen dürfen...

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claus7447 29.08.2018, 14:55
25.

Zitat von PTerGun
Bei der Zögerlichkeit mit der gegen das Problem vorgegangen wird, auch Argumentativ, könnte man den Eindruck bekommen, dass es gewissen Kreisen der Politik und der wirtschaftlichen Eliten ganz recht ist, wenn sich die kleinen Leute nicht gegen die wenden, die wirklich Schuld an ihrer Misere sind, Politiker, die sich ab vom Gemeinwohl dem oberflächlichen Wohlstand eines Landes verschrieben haben, der aber die fundamentalsten Bedürfnisse und Probleme der Menschen ignoriert (Mietwucher, 2 Klassenmedizin, Altersarmut, Pflegenotstand) und Raubtierkapitalisten, die sich selbst bereichern und ihre Risiken auf die Allgemeinheit abwälzen. Sondern wenn die kleinen Gruppen gegeneinander ausgespielt werden und sich gegenseitig jagen, verprügeln und die Schuld zuschieben. Da kann man sich dann mal vor die Kamera stellen, das bedauern, aber dran wirklich etwas ändern will ja keiner. Sonst richtet sich die Agression am Ende noch gegen "die da oben".
Wissen Sie ... Sie mögen ja recht haben mit der subjektiven Wahrnehmung ... nur - wir haben (wenn man mal von der Wohnungsproblematik absieht) in D ein Luxusproblem. Ich habe viele Jahre im Ausser - EU-Ausland gewohnt und gearbeitet - es geht uns super - Selbst Hartz IV - woc ich persönlich einige Dinge nicht gut finde - ist verglichen mit EU Durchschnitt noch gut! Aber uns ist 70 Jahre Frieden nicht mehr gut genug - hinzu kommt das wir eine wachsende Ellenbogengesellschaft bekommen die nur das ICH sieht.

Und noch was - geht doch in die Gremien - man kann sich einbringen und in der Gemeinde sich sozial oder politisch einbringen - hartes Brot .. aber besser wie nur mit dem braunen Mob rumrennen oder AfD wählen!

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BettyB. 29.08.2018, 14:58
26. Nun ja

Eigentlich sollte man wissen, das das Wirken der Antifaschisten im ehemaligen Westen von den damaligen Rotfaschisten im Osten tatkräftig unterstützt wurde, um von den eigenen faschistischen Missetsten abzulenken. Dass dieses gelang ist z. B. am peiniichen Versagen der auf dem linken Auge bezüglich der Gulsg- Verbrechen der Stalinisten blinden westlichen Intellektuellen zu erkennen. Dass man als wahrer Antifaschist sehr gegen braunen und roten Faschismus sein müsste, ist aber eine oft nicht verstandene Tatsache.

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Toleranter Demokrat 29.08.2018, 14:59
27. Ja es war eine Zäsur!

Ja es war eine Zäsur. Das, was nach der schrecklichen Tat geschah, ist mit nichts von dem vergleichbar, was bisher nach solchen Ereignissen passiert ist. Man könnte es auch mit Friedrich Engels sagen: die Quantität ist in eine neue Qualität umgeschlagen. Wohin das führt wird die Zeit zeigen. Täter und Opfer bekommen zuerst einen Namen, dann ein Gesicht und Stück für Stück setzen sich die vielen Puzzelteile zu einem Gesamtbild zusammen. Tatsachen lassen sich nun einmal nicht verschweigen, egal wie laut man dabei schreit.

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unky 29.08.2018, 14:59
28. Woher er das weiß?

Zitat von Bondurant
Das Perverse ist, dass der Ermordete Daniel H. selbst von den Nazis gejagt würde, die vorgeblich wegen seines Todes "protestieren", denn er war Deutscher mit einem schwarzen, kubanischen Vater. der Kolumnist? Könnte es evtl. sein, dass er hier seinen Vorurteilen folgt?
Daher: Auf Facebook meldet sich ein ebenfalls nicht-Weißer Freund von Daniel H. zu Wort: "Diese Rechten, mit denen mussten wir uns früher Prügeln, weil sie uns nicht als genug deutsch angesehen haben."
Sie sollten Artikel gänzlich lesen, bevor Sie Ihre den Naziterror nivellieren wollenden Kommentare ablassen.

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berniemaier 29.08.2018, 15:00
29.

Es ist bei solchen Ereignissen wie in Chemnitz immer etwas schwierig zwischen den ganzen Meldungen den Überblick zu behalten. Was ich mich in diesem Zusammenhang immer noch Frage.
Sind Ausländer durch die Hetzjagd in Chemnitz zu schaden gekommen? Ich konnte darüber bisher in den Medien noch keine Meldung finden.

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