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Chemnitzer Krawalle: Eine Zäsur findet nicht statt
Filip Singer/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Die Silvesternacht in Köln sei eine Zäsur gewesen, sagen viele. Das sollte auch für den Augustabend in Chemnitz gelten - wird es aber wohl nicht. Denn hier wird ein strukturelles, gesellschaftliches Nazi-Problem systematisch verharmlost.

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Fuxx81 29.08.2018, 15:34
70. Unterwanderung

Ich teile Lobos oft sehr eigenwillige Sicht auf das Thema Rassimus zwar meist nicht, aber die Unterwanderung der sächsichen Polizei durch Rechtsextreme ist ein ernsthaftes Problem. Leider halte ich weder den Verfassungsschutz, noch die Bundesregierung für fähig genug, dieses Problem mit der nötigen Priorität anzugehen. Die Situation wird sich also sehr wahrscheinlich noch weiter verschlimmern.

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Hollowmen 29.08.2018, 15:36
71. @50

Subtil will er damit nichts bewirken. Es geht um Fakten. Und wenn man von Mob und Menschenjagd spricht, dann sollte das schon den Fakten entsprechen, bevor man die Bewohner ganzer Bundesländer an den rechten Rand stellt. Presse hat eine Verantwortung und dieser Verantwortung muss man gerecht werden!

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Annychristin 29.08.2018, 15:36
72. Warum?

Warum wird eigentlich nicht über die Ursache dieser Demo gesprochen? Es sollte ein Gedenkmarsch sein, aber erschreckend wie der Tod eines Mannes von Extremisten unterschiedlicher Lager instrumentalisiert und Sachsen als Naziland abgestempelt wird. Ablenkung von eigentlichen Motiv? Warum schreiben immer Leute über den Osten, die nie dort gelebt haben? Wurden Autos in Brand gesetzt und Läden verwüstet? Extreme auf beiden Seiten sind schlimm und unerträglich. Nationalische Ideologie ist ein weltweites Phänomen und kein sächsisches.

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beachy1 29.08.2018, 15:36
73. Todesopfer

Wenn ich das richtig sehe gab es in Chemnitz ein Todesopfer, mutmaßlich durch einen Iraker mit einem Messer getötet.

Interessanterweise spricht man jedoch nur über "Nazis", nicht über diesen (einzigen) Mordfall.

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Bondurant 29.08.2018, 15:37
74. Wieso verstößt eine saubere Textkritik gegen die Netiquette?

Zitat von unky
Daher: Auf Facebook meldet sich ein ebenfalls nicht-Weißer Freund von Daniel H. zu Wort: "Diese Rechten, mit denen mussten wir uns früher Prügeln, weil sie uns nicht als genug deutsch angesehen haben." Sie sollten Artikel gänzlich lesen, bevor Sie Ihre den Naziterror nivellieren wollenden Kommentare ablassen.
Mir geht es nicht darum, rechte Schläger zu unterstützen. Ich erwarte von einem wie Lobo aber saubere Argumentation.

Das Perverse ist, dass der Ermordete Daniel H. selbst von den Nazis gejagt würde, ...

Das ist eine Tatsachenbehauptung, die unbelegt bleiben muss. Auch die Aussage des Freundes, man hätte sich mit "diesen Rechten" früher (jetzt nicht mehr?) prügeln müssen, deckt nicht die Behauptung, eben der Getötete als Person "würde" (wenn er noch lebte?) von den heutigen Demonstranten gejagt werden. Eben das kann der Autor nicht wissen. Solche Unsauberkeiten sind nicht harmlos, sie bieten dem Gegner willkommene Gelegenheit, den Autor als Produzent von "fake news" zu überführen. Denn objektiv setzt er eine Tatsachenbehauptung in die Welt, die er nicht beweisen könnte. Das sollte einer wie Lobo, trotz aller verständlichen Erregung, wissen.

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Paul Lenz 29.08.2018, 15:37
75. @ Bondurant

Woher der Kolumnist das weiß? Warum sollte der rechte Mob, der Ausländer jagte, als ob die nächste Kristallnacht angesagt wäre, ausgerechnet um Daniel H. einen Bogen gemacht und ihn verschont haben?

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giremii 29.08.2018, 15:38
76. Vielen vielen dank

DANKE FÜR DIESEN BEITRAG

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gegendenwind 29.08.2018, 15:38
77. Wunderbar

Vielen Dank für diese Worte. Als die allgemeinen Berichterstattungen nur von linken Gegendemonstranten sprach, habe ich für mich beschlossen, dass ich als Gegner dieser Nazis dann eben ein Linker bin.

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Leser161 29.08.2018, 15:41
78.

Zitat von nordschaf
Ich weiss nicht, ob Sie darauf anspielen, aber das Tötungsdelikt ist davon getrennt zu betrachten. Es steht außer Frage, dass diese Tat aufgeklärt und strafrechtlich verfolgt werden muss und vermutlich auch wird. ...
Natürlich. Es betrachtet nur keiner das Tötungsdelikt. Für die Glatzen ist das nur ein Vorwand. Und für die Antiglatzen sind die Glatzenkrawalle ein toller Vorwand.

Das Tötungsdelikt an sich interessiert niemanden. Sollte es aber, da es der Auslöser des Ganzen war.

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Margaretefan 29.08.2018, 15:42
79. Nach dem Krieg,...

...kam das Wort Entnazifizierung auf. Das ist leider nie wirklich ernsthaft betrieben worden. Jedenfalls war der Enthusiasmus nach der Wiedervereinigung deutlich größer, als es darum ging auch noch den allerkleinsten IM der Stasi aufzuspüren. Der Leiter dieser, dafür zuständigen Behörde, hat's dann gar zum Bundespräsidenten geschafft. Ein bekennender Mann der Kirche übrigens. Fand ich der Säkularisation wegen jetzt nicht gerade günstig gelöst, aber was soll's. Ist ja ein netter alter Herr, der auch ein paar kluge Sachen gesagt hat. Ich schweife ab. Zurück zur Entnazifizierung, die nicht funktioniert hat. Ich Frage mich so langsam, ob Teile der Union und die AfD mit freundlicher Unterstützung von PEGIDA gerade dabei sind, den Spieß wieder umzudrehen. Entnazifizierung hat nicht geklappt. Nazifizierung klappt vielleicht besser?

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