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Computerspiele: "Counter-Strike"-Spieler sollen zum Doping-Test
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Wer professionell Computer spielt, wird künftig noch mehr wie ein Sportstar behandelt - auch wenn es ihn nervt. Bei einem "Counter-Strike"-Turnier im August will die E-Sports-Liga ESL erstmals Doping-Tests durchführen.

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Timo Schöber 24.07.2015, 07:36
20. Zurückgenommen alles was ich mache ist zurückgenommen

Counter-Strike war nie so meins, der e-Sports an sich aber schon. Gerade im Bereich der Echtzeitstrategiespiele. Wer selbst einmal professionell gespielt hat, der weiß, dass es neben dem taktischen und strategischen Vermögen vor allem darauf ankommt, schnell Entscheidungen zu treffen und bis zu 400 Aktionen in der Minute auszuführen.

Der Vergleich mit Schach ist da gut. Da geht es zwar weniger schnell zu, aber gute Schachspieler denken bei jedem Schachzug wenn möglich das komplette Spiel zu ende - "was wäre, wenn?".

Dass Spieler in einem Reaktionsspiel wie Counter-Strike irgendwann leistungssteigernde Mittel nehmen würden, war nur eine Frage der Zeit - leider. Im e-Sports geht es um Millionen an Preisgeldern. Alleine in Dota2 gibt es Turniere, die 10.000.000 Euro ausschütten. Es ist gut und richtig, dass die großen Veranstalter (in Deutschland vor allem die ESL) nun dafür sorgen, dass alles fair zugeht. Gegen Cheating geht man ja schon lange vor.

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pigtime 24.07.2015, 07:40
21.

Das ist offenbar eine Vorabreaktion auf die Initiative des Justizministeriums ein neues Anti-Doping-Gesetz rauszubringen.
Dieses sieht vor, Selbstdoping als Straftat zu bewerten:

"Außerdem gilt die Strafbarkeit des Selbstdopings auch für Sportler, die aus der sportlichen Betätigung unmittelbar oder mittelbar Einnahmen von erheblichem Umfang erzielen." Quelle: http://www.bmjv.de/DE/Themen/Gesellschaft/AntiDoping/_node.html

Gruß

Piggy

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kzs.games 24.07.2015, 07:54
22. Training

Ich denke weder ein Leichtathlet noch ein Profi-"Zocker" trainieren zu wenig.
allerdings bin ich der überzeugung, das auch Spieler (z.B. League of Legends - TSM Bjergsen) ausreichend in ihre karriere investieren. Bjergsen trainiert nach eigenen Aussagen 7 Tage die Woche (auch Sonntag) 12-14 Stunden.
Daher dürfte seine investierete zeit doch deutlich über einem Leichtathletik Profi liegen, die ja oftmals nur semiprofis sind und nebenbei arbeiten^^

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spon-facebook-1629421895 24.07.2015, 08:02
23.

Die Games heißen doch nicht umsonst Ballerspiele... hö hö hö... Wie will die ESL eigentlich überprüfen, ob die Leute bei Ligaspielen dopen (in DE zieht man einfach Speed)? Gibts bald nen Trusted 7 Level mit Pinkelprobe am PC + Webcamauthentifizierung damit man kein fremdes Pipi reinkippt? Klar, bei Tunieren kann mans verhindern, aber man verdient in der Pro Series auch schon ganz gut.

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Dastapfereschweißerlein 24.07.2015, 08:03
24. @Gemein

Wärend des Turniers is E-Sport tatsächlich fordernder, zumindest wenn man das mit genannten Beispielen Speerwerfen und Weitsprung vergleicht. Vorher genannte trainieren für 5 min Konzentration und, wenns hoch kommt, 3 Minuten Körperliche Höchstleistung. E-Sportler müssen dagegen Körperlich fast nichts leisten aber dafür 90 min Permanent höchste Konzentration bringen. So gesehen ist das, ohne die Leichtathleten abwerten zu wollen, und wie spon-facebook-10000220808 schon schrieb, stellenweise fordernder.

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metalslug 24.07.2015, 08:22
25. Psst...schaut mal rüber zu den Golfern

Der FedEx Cup ist in der Regel mit ca. 10 Mille dotiert und über Doping allein zu sprechen ist äh nicht so gern erwünscht im Reich der PGA. Sieht man auch an der liebevollen Regelung für Dustin Johnsons "Probleme, die ganz privater Natur sind".

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alex_d 24.07.2015, 08:24
26. @Nr10

Erstens finde ich den Schritt logisch und richtig. Zweitens bin ich der Auffassung, dass die E-Sportler sogar mehr trainieren als Spitzenathleten.
Das resultiert daraus, dass die abzuleistende Spektrum vielseitiger ist und im Grunde auch ein Spiel ist (was viele nicht so sehen, sondern einfach die Logik dahinter). Der Nachteil des physisch leistenden Sportlers ist aber sein Akku. Der wird nicht nur durch Konzentration beansprucht, sondern auch durch die körperliche Tätigung, wohingegen die physischen leistungen des eSportlers akkuschonend überschaubar bleiben. Und da kann man schon mal 15h am Tag "trainieren". "Lächerlich" ist das Pensum eines Spitzenathleten nicht, da wurde in der Wortwahl und vom Sinngehalt einfach dick aufgetragen.

Und ja, die Teams sitzen zusammen und trainieren bis zum Umfallen. Unterschied ist, dass die einen auf die Tartanbahn fallen, während bei den anderen die Tischplatte wartet.

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benmartin70 24.07.2015, 09:08
27.

Zitat von rad_thom
Ich lese zum ersten Mal, dass es hier um sehr viel Geld gehen kann. Die Menschheit ist verrückt! Amused to Death
Seh ich auch so, Millionen EUR für ein paar Typen die nem Ball hinterherrennen und das wird auch noch laufend im Fernsehen übertragen......
Verrückt....

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benmartin70 24.07.2015, 09:09
28.

Zitat von lea.ll
Das ist ja zum Brüllen. Da sitzen gestandene Menschen stunden-/tage-/wochen-/monate-/jahrelang vor einem viereckigen Kasten und bewegen Pixelmännchen von X nach Y. Was für ein lächerliches Bild. Leute, geht raus ins reale Leben, das ist unvergleichbar komplexer und interessanter. Ich gebe zu, dort gibt es kein in sich geschlossenes und überschaubares System und nicht so schnell Bestätigung durch z.B. virtuelle Medaillen, aber echte Erfahrungswerte, soziales Engagement, Verantwortung, einen gesunden Kreislauf, gesunde Gelenke/Muskulatur und echte geistige Herausforderungen und ... und ... und
Gestandene Männer rennen einem mit Luft gefüllten Ball hinterher.....
Verrückte Welt....

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teekesselchen 24.07.2015, 09:25
29.

Zitat von lea.ll
Das ist ja zum Brüllen. Da sitzen gestandene Menschen stunden-/tage-/wochen-/monate-/jahrelang vor einem viereckigen Kasten und bewegen Pixelmännchen von X nach Y. Was für ein lächerliches Bild. .....
Sie werden es nicht glauben, aber die E-Sportler die ich so gesehen habe, sind fast alle schlank und sportlich.

Das liegt einfach daran, dass die auch Sport im RL als Ausgleich machen um sich fit zu halten. Denn sportliche Menschen können sich besser Konzentrieren als reine Stubenhocker.

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