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Computerspiele: "Counter-Strike"-Spieler sollen zum Doping-Test
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Wer professionell Computer spielt, wird künftig noch mehr wie ein Sportstar behandelt - auch wenn es ihn nervt. Bei einem "Counter-Strike"-Turnier im August will die E-Sports-Liga ESL erstmals Doping-Tests durchführen.

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SasX 24.07.2015, 13:34
40.

Zitat von theos001
@SasX (36.): 10 mille sind nicht 10.000 sondern 10 Millionen.
Zitat aus Wikipedia:

"Das lateinische Wort mille für tausend (hiervon auch das römische Zahl-Zeichen M) und das griechische χίλιοι (chílioi) sind Bestandteil zahlreicher Fremdwörter im Deutschen, besonders in den Präfixen des metrischen Systems Milli- (ein Tausendstel) und Kilo- (ein Tausendfaches), aber auch in Wörtern wie Millennium (zu dt.: Jahrtausend) oder Chiliarch. Auch das Wort Meile (tausend Doppelschritt, lat. passus) stammt vom lateinischen Wort mille ab. Umgangssprachlich wird auch Geld in Mille gezählt."

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atlan_da_gonozal 24.07.2015, 17:30
41. Ads?

Und was ist, wenn jemand ADS hat und eben Ritalin auf Rezept bekommt? Ich habe ADS und zocke. Dürfte ich dann gar nicht auf so einem Turnier teilnehmen? Das wäre ja dann Diskriminierung?

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Timo Schöber 25.07.2015, 10:43
42. Vergleiche

Ich kann jetzt nicht für Counter-Strike sprechen, weil ich mich da bestenfalls rudimentär auskenne. Aber im Bereich der RTS (Echtzeitstrategie) habe ich doch einiges an Erfahrung, auch im sogenannten e-Sports.

Wer selbst einmal auf einem Level gespielt hat, bei dem es um viel Geld gehen kann, der weiß, was es hierfür an Training bedarf. Dabei ist im Übrigen nicht nur das "Zocken" gemeint - das macht je nach Trainingsplan vielleicht 50% aus. Es geht auch um Ernährung, mentales Training und Turniervorbereitung (Taktiken und Strategien). Ich war nie "dick" als ich e-Sports betrieben habe, sondern eigentlich immer in einem gesunden BMI-Bereich. Das ist auch wichtig, wenn man auf einem Turnier spielen möchte, bei dem es notwendig ist über 2-3 Tage voll konzentriert zu sein. Der e-Sports hat mir auch viel für mein Studium und mein anschließendes Promotionsvorhaben mitgegeben: Seien es Teamplay, Konzentration, Fokus, "am Ball zu bleiben" oder auch Freundschaften.

Leider lese ich hier viele Vorurteile gegenüber e-Sportlern, die in die Zeit von vor 15 Jahren gehören. Heute steht der e-Sports in Sachen Verdienstmöglichkeiten über den meisten Sportarten, sogar über Sportarten wie Handball. Ich kenne jedenfalls kaum Handballer mit der Chance auf ein siebenstelliges Jahresgehalt (und ich habe in der Jugend selbst Handball in der Jugendmannschaft eines Bundesligisten gespielt). Aber an Sportarten wie Fußball, Tennis oder Gold kommt der e-Sports nicht heran. Finde ich auch gut. Zu viel Geld macht im Sport vieles kaputt. Vor allem Fairplay. Da verzichte ich lieber auf Geld und habe einen "sauberen" Sport und "echte" Freundschaften - auch über die digitale Welt hinaus.

Ich bin aus dem e-Sports zwar schon einige Jahre raus - aber ich möchte die Zeit damals nicht missen. Jeder sollte machen, was er gerne macht. Vorurteile und vorschnelle Vorverurteilungen auf Basis von Halbwissen finde ich da immer schade. Für beide Seiten.

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carl21927 17.08.2015, 11:41
43. Vorurteile

Es ist nicht weiter überraschend, dass in den Kommentaren einige der altbekannten Vorurteile aufkommen. Was mich jedoch positiv überrascht, ist der Artikel selber. Es ist selten, dass Counter Strike mal nicht als Baller/Kriegsspiel für vereinsamte potentielle Amokläufer dargestellt wird. Wer mal versucht für einige Stunden Counter Strike zu spielen, dem wird bewusst, dass die feinmotorischen Leistungen der Spieler enorm sind. Diese stundenlang abrufen zu müssen, das manchmal mehrere Tage am Stück ist mitunter sehr fordernd. Für mich ist ESports ein legitimer Sport, der sich zwar von den klassischen Sportarten unterscheidet, jedoch ebenso viel Hingabe, Training und Talent benötigt. Der im Artikel genannte Vorfall bezieht sich insbesondere auf die nordamerikanische Szene, jedoch kann man nicht ausschließen, dass in Europa ähnliche Mittel benutzt werden. Wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich das Video "Adderall and Counter Strike" von Thooorin, einem ESports "Historiker" wie er sich selbst nennt, empfehlen.
Grundsätzlich haben solche Mittel in keinem sportlichen Wettkampf etwas zu suchen. Ein wichtiger und richtiger Schritt der ESL, der hoffentlich hilft, dass ESports in der öffentlichen Wahrnehmung an Ernsthaftigkeit gewinnt.

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