Forum: Netzwelt
Computerspiele in der Familie: Wenn Eltern mit den Kindern zocken
TeamMojang

Die Generation, die erstmals mit Videospielen aufgewachsen ist, hat längst selbst Kinder. Dürfen die nun unbegrenzt zocken? Oder vielleicht gar nicht? Fünf Eltern berichten.

Seite 1 von 7
Paddel2 20.02.2018, 08:41
1. Angst aus Unwissenheit

Es ist wie so oft: Ängste entstehen vor dem Unbekannten. Es kann doch nicht sein, dass Eltern heutzutage keine Berührpunkte zu Videospielen haben oder immer noch alte Vorurteile formulieren. Ich kenne kaum Akademiker aus den sogenannten MINT-Fächern, die keine Zocker-Vergangenheit haben. Videospiele können einen bedeutenden pädagogischen Beitrag leisten und schulen nachweislich die kognitiven Fähigkeiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hakim 20.02.2018, 09:08
2. Na endlich....

Die Berichterstattung über Videospiele ist ja meist anders geprägt. So viel Angst und Vorurteile und schlichte Nichtwissen bei Politikern, Lehrern, Erziehern und generell vielen älteren Menschen.

Die Online_Spielewelt ist schon lange zentraler Baustein der Bildung unserer Kinder. Andere Beschäftigungen z.B. Sport, Handwerken, Garten etc. letnen Kinder auch am besten, von Menschen, die davon begeistert sind und sich auskennen. Das sollte auch bei neuen Medien so sein. Also lernt von euren Kindern!!!

Ich konnte die Begeisterung meiner Kinder verstehen, wenn sie bei "Mariocart" (ein AutoRennspiel) gegen Spieler aus der ganzen Welt antreten. Wenn ein Deutscher, zwei Amerikaner ein Afrikaner und zwei Spanier zusammen spielen, versteht auch ein Kindergarten-Kind 'fließend Englisch ist Basiswissen, das will ich schnell lernen' Da ist die Begeisterungskernspirale angeschmissen, man muss sie nur noch mit Angeboten (englische Kinderbücher, CDs, Reisen, Kurse) nachfüttern. Das ist dann Aufgabe der Eltern und Lehrer.

Meine Kinder wollten schon vor der Schule lesen lernen, denn nur so kann man ohne ständig um Hilfe betteln zu müssen textlastige Adventures spielen. Die anhalten Begeisterung fürs Lesen, haben wir den Beleidigungsduellen bei 'Monkey Island' zu verdanken.

In 'Minecraft' kann man zwar auch irgendwelche Monster erschießen, aber vor allem ganze Städte dreidimensional errichten. Programmieren lernen wollen Fortgeschrittene in 'Minecraft' sowieso. Sie bringen es sich mit Tutorials selbst bei teilweise in Teamarbeit.

Überhaupt sind Online-Rollenspiele das beste Training der Kernkompetenz 'Teamfähigkeit'. Ein schlagkräftiges Team zusammenstellen, Aufgaben verteilen je nach Fähigkeiten, führen und führen lassen, das alles lernen Kinder mit Begeisterung.

Kleine Handyspiele, wie GeometryDash o.ä. eignen sich hervorragend, um selbst Level zu bauen oder sie mit der Kinder-Programmierplattform "Scratch" nach zu programmieren und dann eigene Projekte umzusetzen.

Schach haben unsere Kinder mit "Fritz und Fertig" gelernt. Schon mit 4-5 Jahren konnten sie problemlos mit einem Erwachsenen spielen. Der Sprung vom sehr kindgerechten Computerspiel aufs echte Brett funktionierte ruckelfrei.

Ein storylastiges Adventure wie 'To the moon' kann man schön zusammen spielen und es gibt unzählige Gelegenheiten mit den Kindern über Jugend und Alter, Träume und Schicksalschläge und unterschiedliche Lebenswege zu philosophieren. Und danach will man den unwiderstehlichen Soundtrack auf dem Keyboard nachspielen. Dafür gibt es unzählige YouTube Tutorials und tolle Software, wie z.B. Synthesia. Ein billiges E-piano oder Keyboard und YouTube reicht aus, um heute Klavier zu lernen. Wenn die Begeisterung erst mal geweckt ist, kann ein echter Klavierlehrer dazu kommen ( und versaut es hoffentlich nicht).

Interessiert Euch dafür, was Eure Kinder da machen. Teilt ihre Begeisterung, anstatt einfach Unbekanntes schlecht zu machen oder zu verbieten.

Es macht so viel Freude, die Begeisterung der Kinder zu teilen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jujo 20.02.2018, 09:17
3. ...

Was hat sich geändert? die Art der Spiele!
Ich selbst, 73, spiele am PC nur Schach und online Backgammon,
Als Kinder , Jugendliche spielten wir 66, Skat, Schach, Canasta u.s.w.
Gezockt wurde zu allen Zeiten. Ich kann nicht beurteilen ob online zocken der Sozialisation abträglich oder gar zuträglich ist. Wir älteren stöhnen über das Verhalten der Jüngeren, das war schon immer so und wird auch in Zukunft so sein. Mein ältester Enkel ist jetzt 7 Jahre alt, noch spielt er mit uns mit Begeisterung Brettspiele, mal abwarten wann das "uncool" wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vitalik 20.02.2018, 09:21
4.

Also hat sich fast nichts geändert. Sicherlich gab es früher die Eltern, die die Spiele als Killerspiele betitelt haben, aber bei den meisten ging es doch eher um die "Zeit am Computer". Ob es nun früher oder heute ist, müssen die Eltern entscheiden, wie viel Zeit beim Spielen vertretbar ist.

Das Vorgehen bei Caroline verstehe ich nicht. Wie läuft es dann ab? Ruf sie das Kind zu sich, um dann eine Szene zu zeigen und dann 5 Minuten später sagt sie, dass das Kind weggehen soll, da Mama gleich ein Monster erledigen muss. Da fände ich es besser, man würde direkt ein Spiel auswählen, wo das Kind die gesamte Zeit die Geschichte mitverfolgen kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Forumname42 20.02.2018, 09:35
5. "Immer direkt auf den Kopf zielen"

Sehr einseitig, dieser Artikel. Man sollte von SPON erwarten dürfen, dass gerade in Verbindung mit dem Thema Familie nicht nur die Perspektive für den Einsatz von Videospielen / Games vorgestellt wird, sondern auch kritische Stimmen und ein paar der zahlreich erhältlichen Kommentare von Lern- und Hirnforschern.
Gruselig und didaktisch nicht vertretbar ist die eingeklinkte Bilderstrecke, z.B. Bild 3: "Ebenso lässt sich eine Zielhilfe zuschalten, die immer direkt auf den Kopf der Gegner zielt." Oder Bild 5: "Es setzt darauf, dass Spieler (...) die vielen Gegner mit wenig Munition besiegen."
Ist das eine Spielwelt und Welt, die wir unseren Kindern vorleben wollen? Löse Deine Aufgaben mit Kopfschüssen auf den Gegner und verbrauche dabei möglichst wenig Munition? Klingt eher wie ein Aufnahmetest zur Teilnahme im Syrienkrieg.
Wohl kaum Spiele, die im Familienkontext eine Rolle spielen sollten. Wer das unbedenklich findet, sollte nochmal über Empathie nachdenken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PeterClark 20.02.2018, 09:36
6. Hallo Risiken?

Ich bin Vater von zwei kleinen Kindern und auch selbst ein passionierter Spieler. Ich finde den Beitrag und auch die Kommentare völlig unausgewogen und viel zu positiv. Jeder der schon viel und ernsthaft online gespielt hat kennt dutzende Fälle von Leuten, denen das Spielen jegliche soziale Grundlage entzogen hat. Spiele haben eine riesen Sogwirkung und gerade Kinder können sich da leicht drin verlieren.
Die Hirnforschung hat auf vielen Ebenen bewiesen, dass zu viel Medienkonsum bei Kindern erhebliche Schäden in der Entwicklung nach sich zieht. Und es handelt sich hier um Wissenschaft, nicht um eine Meinung.
Die Gefahren die Computerspiele bergen sind für Kinder wie auch für Erwachsene nicht zu vernachlässigen. Darüber sollte sich jeder klar sein wenn er seine Kinder in virtuelle Welten entführt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derfalscheprophet 20.02.2018, 09:52
7. FIFA Turnier

Ein Fifa-Turnier mit Freunden oder Familie. Spaß ist garantiert :D Voraussetzungen sind hierfür Fußballinteresse und den englischen Kommentator. Cheers

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mime-sis 20.02.2018, 10:17
8. Kontrolliertes Spielen

Unser Sohn ist 7 und spielt leidenschaftlich gerne Minecraft und Minecraft Story Mode. Bei Minecraft "programmiert" er gerne. Er muss also ein bisschen Englisch lesen und schreiben können. Das hat seinen Ehrgeiz Englisch zu lernen ziemlich angefacht. Bei Minecraft Story Mode muss man gut lesen können (unser Kind konnte schon vor der Schule lesen). Wir lassen ihn beim Spielen nicht allein und die Zeit ist auch begrenzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sirgorath 20.02.2018, 10:17
9.

Zitat von Forumname42
Sehr einseitig, dieser Artikel. Man sollte von SPON erwarten dürfen, dass gerade in Verbindung mit dem Thema Familie nicht nur die Perspektive für den Einsatz von Videospielen / Games vorgestellt wird, sondern auch kritische Stimmen und ein paar der zahlreich erhältlichen Kommentare von Lern- und Hirnforschern. Gruselig und didaktisch nicht vertretbar ist die eingeklinkte Bilderstrecke, z.B. Bild 3: "Ebenso lässt sich eine Zielhilfe zuschalten, die immer direkt auf den Kopf der Gegner zielt." Oder Bild 5: "Es setzt darauf, dass Spieler (...) die vielen Gegner mit wenig Munition besiegen." Ist das eine Spielwelt und Welt, die wir unseren Kindern vorleben wollen? Löse Deine Aufgaben mit Kopfschüssen auf den Gegner und verbrauche dabei möglichst wenig Munition? Klingt eher wie ein Aufnahmetest zur Teilnahme im Syrienkrieg. Wohl kaum Spiele, die im Familienkontext eine Rolle spielen sollten. Wer das unbedenklich findet, sollte nochmal über Empathie nachdenken.
Der Titel zu der Bilderstrecke, auf die Sie verweisen lautet: "Von Anfang an spaßig: In dieser Fotostrecke empfehlen wir Spiele mit Einsteiger-Hilfen"
Da steht nicht "Diese Spiele sind für Kinder gut" oder ähnliches.
Somit hat die Bilderstrecke nichts mit den Kommentaren an sich zu tun und ist auch kein Leitfaden für Spiele, die Kinder gespielt haben sollten.

Es gibt nun mal eine Vielzahl von unterschiedlichen Spielen. Die 5 Beiträge der Eltern haben doch gut gezeigt, dass diese darauf achten, was genau ihre Kinder spielen.
Als passionierte Spieler wissen diese sogar besser als andere Eltern, was in unterschiedlichen Spielen so vor sich geht und welche dadurch für Kinder gut, oder weniger gut geeignet sind.

Der Artikel handelt von den Berichten von 5 Eltern, welche mit ihren Kindern zocken, da ist es nicht notwendig, dass über kritische Dinge berichtet wird. Dafür gibt es dann andere Artikel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 7