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Computerspielpreis mit Ina Müller: Eine Branche erniedrigt sich selbst
Gerald Matzka/ DPA

"So ein richtiges Killerspiel mal? Oder ganz klassisch YouPorn?" Die Gala zum Computerspielpreis 2019 war voller totgeglaubter Klischees. Politik und Gamesbranche lassen so nicht einmal die Gewinner gut aussehen.

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loncaros 10.04.2019, 22:26
50.

Zitat von inmyop
Was für ein Blödsinn: "Computerspiele dienen dem Umsatz und nicht der (Volks-) Bildung." Und jetzt bitte das Wort "Computerspiele" durch "Fußball", "Rock `n Roll" und andere derartige Begriffe ersetzen. Ich bin bereits Mitte 50, aber es gibt sehr gut gemachte Spiele für den Rechner/die Konsole, die auch in der Bildung benutzt werden. Aber warum nichts auch mal einfach aus Freude ? Da läuft wohl gerade das wahre Leben an Ihnen vorbei...gute Reise ;-)
Ein Reporter, der einem Fußballspieler derartige Fragen nach einem Spiel stellen würde, wäre kurz darauf später diesen Job wieder los, weil die Fußballspieler dann einfach an ihm vorbeigehen und er nie wieder Interviewpartner bekommt.

Keiner von denen hat es nötig, sich so öffentlich demütigen zu lassen.

Und genau das gleiche sollte sich auch bei den deutschen Computerspielentwicklernn durchsetzen.

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loncaros 10.04.2019, 22:28
51.

Zitat von ub01
... einfach peinlich. Wenn man bedenkt, dass Games inzwischen mehr Umsatz machen als Hollywoodstreifen, kann man es nur als fahrlässig bezeichnen, wie wenig sich die deutsche Politik im Gamerumfeld auskennt. Fortnite, als kostenloses Spiel, nur mit In-Game-Käufen, setzt $6.6 Millionen um - pro Tag! (https://www.gamesindustry.biz/articles/2019-01-16-fortnite-tops-2018-superdata-chart-with-usd2-4b-digital-revenue)
Es hilft auch nicht, wenn eigentlich renommierte Personen der deutschen Szene wie Petra Fröhlich rumlaufen und sagen, wir brauchen in Deutschalnd kein RDR 2 entwickeln.

Witcher 3 wurde in Polen entwickelt. Also ist das okay, dass Polen uns hier abhängt, ja?

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Luux 10.04.2019, 22:28
52. Der "Deutsche Computerspielpreis" ist eine Lachnummer.

Nichts anders. Ich selber bin seit Kindheitstagen begeisterter Gamer. Aber der "Deutsche Computerspielpreis" ist einfach nicht ernst zu nehmen. Peinlich von vorne bis hinten. Diese Versuche, irgendwie krampfhaft "cool" zu wirken, sind furchtbar.

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murun 10.04.2019, 22:28
53. Ja, Videospiele können Kunst und Kultur sein, aber ...

Zitat von benedetto089
Völlige Ignoranz sehe ich nur bei Ihnen und zwar weil sie ein Kulturgut (Ja, Videospiele können durchaus Kunst und Kultur sein) per se verurteilen, mit dem Sie wahrscheinlich noch nie in Berührung gekommen sind.
Ja, Videospiele können Kunst und Kultur sein. Und ich zocke seit 1991. Aber die erfolgreichsten sind nun einmal vergleichbar mit bildungsfernem Fernsehen oder Streamen: Dümmlich, primitiv, mitunter gewaltverherrlichend. Mehrspielermodus (von wegen, man lernt zusammenzuarbeiten) hin oder her...

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max-mustermann 10.04.2019, 23:07
54.

Zitat von Frittenbude
Zocken verbrennt Zeit, die die wenigsten Menschen mit Familie+Beruf+vernünftigen Hobbies haben/zu opfern bereit sind.
Stimmt denn der Durchschnittsdeutsche verbrennt seine Zeit lieber mit so "vernünftigen" Hobbies wie täglich im Schnitt 6-7 Stunden vor der Glotze zu hängen und sich dabei mit Alk und anderem ungesundem Kram vollzustopfen. Die restliche Zeit die dann neben der Arbeit (welche ja die einzige Existenzberechtigung eines jeden vernünftigen Deutschen ist) noch bleibt wird dazu genutz andere darüber zu belehren wie sie ihr Leben und ihre Freizeit "sinnvoll" zu verbringen haben. Ja so sind sie die anständigen Deutschen.

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toranaga747 10.04.2019, 23:09
55. Ina Müller ist grandios.

Sie sprüht vor Esprit und Elan. Und sie nimmt niemanden ernst. Das sollte man eigentlich wissen, wenn man nicht nur Tatorte oder Geissens sieht, oder sich Fastfood reinsemmelt, weil, Geiz ist ja Geil. Also, wer ernsthaft eine Preisverleihung seriös durchziehen möchte, muss auch die richtigen Leute anheuern. Die Gamer-Branche ist ein immer mächtiger werdender Wirtschaftszweig mit steigender Tendenz. Und ein gutes Spiel ist besser als sämtliche deutschen Serienfilmchen zusammen. Diese Tatsache hätte eine ernsthaftere Präsentation verdient. Das wird sicher noch kommen, aber manche Dinge in diesem Land brauchen halt länger als anderswo. Muss irgendwie an der Luft liegen.

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karlsiegfried 11.04.2019, 00:21
56. Computerspiele sind der letzte Dreck und zwar dann ...

..., wenn Mord, Totschlag, Kriege und Raubzüge verherrlicht werden. Kein Wunder, dass unsere KIds immer mehr verrohen, ihr Studium schmeissen oder Probleme mit der Erlangung der Volksschulreife haben.

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simon.schuster.privat 11.04.2019, 03:30
57. Kampf der Generationen

Was ich als erstaunlichsten Fakt wahrnehme ist nicht das, die klassischen Klischees gewinnen. Sondern das die Alten welche in früheren Generationskonflikten wenigstens die Auseinandersetzung mit den Jungen suchten, teils übertrieben autoritär oder militant aber dennoch im Austausch zueinander, heute nicht mal mehr die gleiche Sprache sprechen. Der gesamte Gesellschaftliche Austausch funktioniert nicht mehr. Vielleicht liegt es ja daran das die Gruppe der Jungen zu klein, zu unbedeutend ist oder das der technische Fortschritt zu schnell von statten gegangen ist, um den Alten die Möglichkeit zu geben sich fortzubilden. Oder was ich für das Wahrscheinlichste Szenario halte, es ist den Alten einfach schnurz piep egal. Das Potenzial um eine Kultur durch neue Inhalte wachsen zu lassen und durch unterschiedlichste Auseinandersetzung mit den Themen eine integrative Kraft zu schaffen wird durch solche Veranstaltungen jedenfalls verschenkt. Schade, man bietet den Jungen intellektuell immer nur weit unter dem erreichten Niveau mögliche Gegenüber zur Reibung. Gibt es den keine Alten welche vermitteln können? Momentan wirkt es so wie Nobelpreisträger (FFF) versus RTL2 (Regierung).

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spon_2999637 11.04.2019, 06:36
58.

Zitat von thomas.kochem
Wesentlich erscheint mir die von mir wahrgenomme Distanzlosigkeit, mit der die Games-Szene gefeiert wird. Computerspiele dienen dem Umsatz und nicht der (Volks-) Bildung. Eine kritische Reflektion des Verhaltens von Entwickler, Politik und Medien - die bösen Medien wieder, findet sowieso nicht statt. Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. Hier hilft nur noch eins: Völlige Ignoranz - dann sinkt der Umsatz und alles erledigt sich von selbst.
Bücher dienen dem Umsatz und nicht der (Volks-)Bildung. Eine kritische Reflexion des Verhaltens von Author, Politik und Medien - die bösen Medien wieder, findet sowieso nicht statt. Schlechte Rezensionen sind gute Rezensionen. Hier hilft nur noch eins: Völlige Ignoranz - dann sinkt der Umsatz und alles erledigt sich von selbst.

Danke - besser hätte ich es um all die Diskussionen um Bücher von Sarrazin und Co. auch nicht schreiben können ;-)

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meinungsmacher 11.04.2019, 06:47
59. Ina, nicht Nina

Zitat von Trollflüsterer
...schreiben Sie bitte selber wenigstens den entsprechenden Namen richtig.
Sie haben hinsichtlich des Namens recht. Es liegt daran, daß ich eine sehr gute Freundin namens "Nina" habe. Sorry. Nobody's perfect. ;)

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