Forum: Netzwelt
Cookies: Firefox bringt Online-Werber gegen sich auf
DPA

Mozilla testet für seinen Firefox-Browser mehr Datenschutz für die Nutzer - und bringt damit die Werbeindustrie gegen sich auf: Das Verbot von sogenannten Drittanbieter-Cookies macht ihnen die Arbeit schwer.

Seite 23 von 24
achim58 27.03.2013, 22:48
220.

Zitat von enfield
..und ja: Unser System funktioniert nicht ohne Werbung.
Davon ausgehend das dem so ist - macht es Sie dann gar nicht nachdenklich, dass es offensichtlich eine große Abneigung gegen dieses Ausmaß an Werbung gibt ?

Warum haben so viele Briefkästen denn einen Aufkleber "Bitte keine Werbung einwerfen", warum bieten FF oder Adblock denn Möglichkeiten zur Cookieunterdrückung/Ausfiltern von Werbung - doch wohl aus einem einzigen Grund:

Werbung (in dem Ausmaß wie wir es derzeit erleben) wird von vielen potentiellen Kunden, als "nervig" empfunden - insofern haben Sie wohl Recht wenn Sie schreiben "Unser System funktioniert nicht ohne Werbung.". Aber...

Dieses System der Werbung funktioniert scheinbar wohl auch nicht so richtig, denn Werbung die ihre potentiellen Kunden "nervt/verärgert" hat ihren Zweck verfehlt !

Das beste Beispiel völlig verfehlter Werbung bieten diese unseeligen Minibildschirme in nahezu jedem Baumarkt, die in jedem 2. Regal angebracht sind und (mit meist überzogener Lautstärke) den Kunden von Produkt XY überzeugen sollen. 90 % meiner Bekannten/Kollegen empfinden diese Form der "Werbung" als extrem störend (ich persönlich ziehe sogar oft einfach den Stecker hinter diesen Bildschirmen raus, wenn ich im Regal etwas suche u. mich konzentrieren muß - dann ist wenigstens Ruhe *grins*). Aber irgendwer muß ja glauben, dass diese Form der Werbung "was bringt" - und so bleiben die Teile halt hängen und nerven weiter....

Ähnliches bei der TV Werbung - meist als Pinkelpause o.ö genutzt bzw. weggezappt..ich habe für die Privatsender immer meinen Festplattenrecorder im Einsatz. Film aufnehmen und zeitversetzt 15 Min. später anschauen - und schon kann ich die Werbeblöcke ganz unkompliziert übersprigen. Soll heißen der genervte Werbekunde findet Wege sich zu entziehen, nicht weil er generell was gegen Werbung hat, sondern weil es zu viel ist ! Werbung ist vielen Kunden einfach nur noch ein lästiges Ärgernis.

Und wenn sich diese Erkenntniss bei den Auftraggebern (hoffentlich bald) durchsetzt, dann bekommen Sie ein richtiges Problem - insofern sollten gerade Leute wie Sie unsere angesprochene Verärgerung sehr ernst nehmen und nach für beide Seiten verträglichen Lösungen suchen, oder sehe ich das falsch ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
maledicto 27.03.2013, 23:05
221. titel

Zitat von sysop
Mozilla testet für seinen Firefox-Browser mehr Datenschutz für die Nutzer - und bringt damit die Werbeindustrie gegen sich auf: Das Verbot von sogenannten Drittanbieter-Cookies macht ihnen die Arbeit schwer.
Nuklearer Erstschlag gegen die Werbeindustrie? Geil, da will ich mitmachen. Her mit dem Füchschen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ramuz 28.03.2013, 09:34
222. Aha... und was...

... davon war nun "unqualifiziertes Zeug" Zitat von achim58
Sie kennen sich nicht sonderlich gut aus in der Materie, sonst würden Sie nicht so (sorry) unqualifiziertes Zeug schreiben. Es ist techn. sehr genau feststellbar, welche Seitenaufrufe von welchem Zugang aus gebloggt werden - es gibt sogar Seiten, die Sie explizit darum bitten Ihren Blogger ab zu schalten, weil sie sich via Werbung finanzieren. Also bitte erst ein wenig in die Materie einlesen.....
.. wenn Sie kein einziges Gegenargumrent anbringen???

Beitrag melden Antworten / Zitieren
discotieren 28.03.2013, 10:01
223. Am Rande der Illegalität, nein ...

Zitat von enfield
Ob wir symphathisch oder nicht sind, kann ich nicht beurteilen. Aber wir sind wie die meisten anderen Teilnehmer unserer Marktwirtschaft und Gesellschaft. Ich kann auch nicht erkennen, was an Absatzförderung schlimmer ist als an anderen Bereichen unseres Wirtschaftslebens.
Was sie Absatzförderung nennen, nenne ich systematische Belästigung und Verblödung auf Teufel komm raus. Von "Anpassung" an die Wünsche der Konsumenten kann bei ständigen Wiederholungen dümmster Werbesprüche überhaupt keine Rede sein. Es muss wohl nach dem Prinzip der Gehirnwäsche geplant sein.

Zitat von enfield
Ach kommen Sie, so sind Sie denn im Web so unterwegs? Es gehören immer mehr Parteien dazu....seriöse Websites lassen auch keine unseriösen Werbetreibenden zu.
Sie liegen falsch. Ein Beispiel von vielen:

Google-Analytics war so, wie es alle - von Google empfohlen - verwendeten, illegal.
"Illegal", wenn ich das erklären darf, ist mehr als bloß "unseriös".
Und Sie meinen hier, u.a. die gesetzlichen Krankenkassen, die Google-Analytics verwendet haben, waren unseriöse Parteien?
Der einzige, der hier unseriös war, war das Werbeunternehmen Google.

Und es war weder das erste noch das letzte Mal, dass Google Gesetze zum Schutz der Verbraucher ignorierte, um die nächste Milliarde auf Kosten der Bürger zu scheffeln.

Zitat von enfield
Schon wieder: ich habe nicht geschrieben "Online-Werbung" sondern "Werbung"...und ja: Unser System funktioniert nicht ohne Werbung. Wenn Ihnen das System an sich nicht passt, sollten Sie andere Sorgen als ausgerechnet die Werbung haben...denn sie ist nicht Ursache sondern lediglich ein Element.
Lassen Sie die Leute einfach selbst die Werbung machen. Das Internet bietet dazu wunderbare Möglichkeiten. Ein einziger Link per Email versandt kostet nicht viel Arbeit und ist glaubwürdig. Die Menschen empfehlen gern untereinander. Seit Millionen Jahren.

Sie brauchen dafür spätestens seit Erfindung des Internet keine "professionelle Hilfe" mehr. Auf aufgezwungene und invasive "Hilfe" beim Empfehlen von Produkten etc. reagieren sie allergisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dale_gribble 28.03.2013, 10:10
224.

Zitat von discotieren
Die Menschen empfehlen gern untereinander. Seit Millionen Jahren..
Hmm. Sorry fuer das "Klugsch*issen", aber zum Empfehlen sollte Sprache vonnoeten sein und die gibts erst seit ~50.000 Jahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
discotieren 28.03.2013, 10:42
225. Da fällt Ihnen aber was auf den ....

Zitat von dale_gribble
Hmm. Sorry fuer das "Klugsch*issen", aber zum Empfehlen sollte Sprache vonnoeten sein und die gibts erst seit ~50.000 Jahren.
... eigenen Schuh? ;-)

Gehen Sie mal in die nächste Hells Angels Stammkneipe und schildern Sie mit Fistelstimme, dass Sie das Entfernen von Schalldämpferelementen aus den Auspuffen der Motorräder, "ungünstig" finden, weil das so'n Krach machen würde.

Dann lernen Sie blitzartig, wie man Ihnen ohne Sprache etwas empfehlen kann, was Sie blitzartig dadurch zu erkennen geben, dass Sie sich dort empfehlen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hjm 28.03.2013, 11:26
226.

Welch ein wunderbares Beispiel für das klassische Gefangenendilemma. Jeder Werbefuzzi versucht, mit seiner Botschaft vor allen anderen durchzukommen, indem er sich möglichst auffällig und nervig in den Vordergrund drängelt, mit dem Effekt, dass überhaupt keiner mehr mit seinen Botschaften ankommt, weil die potenziellen Empfänger einfach nur noch angeekelt wegschauen.

Und in diesem Fall ist das ganze auch noch ein Meta-Dilemma. Denn die Notwendigkeit von Werbung wird hergeleitet aus der Theorie der kapitalistischen Marktwirtschaft, nach der es das Gefangenendilemma gar nicht geben kann. Denn eines ihrer Axiome besagt, dass der maximale Profit der Allgemeinheit dann erreicht wird, wenn jeder einzelne seinen Profit maximiert.

Wenn also die Werbeindustrie tatsächlich erkennen würde, dass sie in einem Dilemma steckt, welches sie nur auflösen kann, indem nicht mehr jeder einzelne Werber versucht, seinen Profit um jeden Preis zu maximieren, dann würde sie damit ein Axiom der kapitalistischen Marktwirtschaft in Frage stellen und somit ihre eigene Existenzgrundlage, und damit in ein Dilemma geraten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dale_gribble 28.03.2013, 12:49
227.

Zitat von discotieren
Dann lernen Sie blitzartig, wie man Ihnen ohne Sprache etwas empfehlen kann, was Sie blitzartig dadurch zu erkennen geben, dass Sie sich dort empfehlen.
Eher umgekehrt, da ich einer von den "Schalldaempferlosen" bin...
Ohne Kutte allerdings.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
achim58 28.03.2013, 16:03
228. optional

@ramuz Mit "unqualifiziertes Zeug" meinte ich dies :
"Adblocker rein..und scharf stellen und psssst ..... nix sagen! Lasst die dummen Werber doch weiter in dem Glauben, wir alle würden den Mist sehen und gündlich studieren"
Das ist sachlich falsch, denn die "dummen Werber" merken sehr wohl, ob Blocker eingesetzt werden oder nicht !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
achim58 28.03.2013, 16:42
229.

@ramuz Mit "unqualifiziertes Zeug" meinte ich dies :
"Adblocker rein..und scharf stellen und psssst ..... nix sagen! Lasst die dummen Werber doch weiter in dem Glauben, wir alle würden den Mist sehen und gündlich studieren"
@hjm "mit dem Effekt, dass überhaupt _keiner_ mehr mit seinen Botschaften ankommt, weil die potenziellen Empfänger einfach nur noch angeekelt wegschauen."

So einfach ist das zu erklären - und doch scheint keiner der Werbetreuíbenden diese simple Botschfat zu verstehen. Und so nerven sie uns weiter, verschwenden größtenteils unnütz Unsummen an Werbeetats und die Konsumenten wehren sich mit aktivem (AdBlocker usw.) und passivem (ignorieren/wegzappen/ungelesen in Papierkorb schmeißen) Widerstand. Ziemlich sinnloses Spielchen, finde ich ....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 23 von 24