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Cookies: Firefox bringt Online-Werber gegen sich auf
DPA

Mozilla testet für seinen Firefox-Browser mehr Datenschutz für die Nutzer - und bringt damit die Werbeindustrie gegen sich auf: Das Verbot von sogenannten Drittanbieter-Cookies macht ihnen die Arbeit schwer.

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Steve B 26.03.2013, 22:34
70. "freies Netz"?

Zitat von DMenakker
So ist das mit solchen Nachrichten: Mein erster Gedanke: Ach wie Geil! Nur hat dann halt mal kurz das Großhirn eingesetzt und das ganze stellt sich halt doch nicht als soooo toll heraus. WIR ALLE sind an ein weitestgehend kostenloses Internet gewohnt und wollen dies auch behalten.
Sprechen Sie bitte nur für sich selbst.

Ja, es ist bequem, mal eben schnell hier oder da was zu suchen, aber wie heißt es so schön: "Googlen ist nicht Recherchieren!" Wikipedia ist gut - oder war zumindest gut, bis PR-Agenturen es für sich bzw. ihre Klientel entdeckt haben -, aber wenn ich belastbare Informationen brauche, gehe ich nach wie vor in die gute alte Bibliothek und zahle in der einen oder anderen Form dafür. Es könnte nur sein (oder wäre zumindest zeitgemäß), dass ich heute nicht mehr mit einem Buch oder einem Stapel Kopien wieder rausgehe, sondern mit einer CD oder einem gefüllten USB-Stick, oder bei "Fernleihe" über's Netz, dass ich das Zeug per e-Mail bekomme.
Wenn ich die Suchergebnisse von vor 10 Jahren mit denen von heute vergleiche, dann würde ich sagen: Früher hat man zwar nicht zu jedem Thema etwas Brauchbares gefunden, aber es war immerhin kostenlos. Heute findet man zu jedem Thema irgendwas, aber es ist leider umsonst - die wirklichen Ergebnisse sind meist von Suchmaschinenspam begraben. Die "intelligente" Suche bei Google, die eigenmächtig Schreibfehler einbaut oder nach Dingen sucht, die ich überhaupt nicht meinte, tut ihr übriges, um den Frustpegel zu erhöhen.

Zitat von DMenakker
Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass es kostenlos nicht gibt. Es zahlen halt die anderen, in dem Fall die Werbetreibenden. Schicken wir die in den Orkus, schicken wir unser ach so heissgeliebtes freies Netz direkt mit.
Wir schicken das mit, was durch diese Werbenden finanziert wird. Das ist aber nicht das ganze Netz, auch nicht das ganze kostenlose Nuetz und erst recht nicht das, was ich als "freies" Netz bezeichnen würde. An "frei" kam meiner Meinung nach das Usenet noch am ehesten heran, solange es funktionierte.


Gruß,
Steve

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nixda90 26.03.2013, 22:44
71. komisch das sie firefox kritisieren

da internet explorer ja auch schon mehrfach diese Praxis erschwerte

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privado 26.03.2013, 22:56
72. Es ist nunmal eine Tatsache, dass....

...heutzutage Werbung meist nicht auf Qualität, sondern auf Quantität setzt. Je penetranter, desto mehr Umsatz soll gemäß der Werbefuzzis generiert werden. Und dies ist leider eine völlig falsche Annahme. Ich habe nichts gegen gute, wohldosierte Werbung, die wirklich meinem Bedarfsprofil entspricht. In der Realität wird man zugemüllt, völlig unqualifiziert, primitiv und penetrant. Und solange diese selbsternannten "Marketingfachleute" - ich nenne sie lieber Schmeissfliegen - nicht wirklich auf meine Bedürfnisse eingehen, solange benutze ich alle Möglichkeiten das Internet werbefrei zu geniessen. Danke an alle Entwickler, die mir dabei helfen.

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discotieren 26.03.2013, 22:57
73. Sorry, aber ...

Zitat von DMenakker
So ist das mit solchen Nachrichten: Mein erster Gedanke: Ach wie Geil! Nur hat dann halt mal kurz das Großhirn eingesetzt und das ganze stellt sich halt doch nicht als soooo toll heraus. WIR ALLE sind an ein weitestgehend kostenloses Internet gewohnt und wollen dies auch behalten. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass es kostenlos nicht gibt. Es zahlen halt die anderen, in dem Fall die Werbetreibenden. Schicken wir die in den Orkus, schicken wir unser ach so heissgeliebtes freies Netz direkt mit. Denken hilft manchmal

... das Internet war lange vor seiner grenzenlosen Kommerzialisierung durch die "Dienste" der Datenkraken ein höchst spannender Ort.

Aufregend. Spannend. Demokratisch. Offen. Frei.

Ohne Werbegeblinke. Rechts und links. Ohne Tracking.

Suchmaschinen fanden auch, was man suchte, während das heute weder mit ach-so-hoch-geheimen-und-hoch-intelligentem-"Suchalgorythmus" von Google, noch mit bing oder duckduckgo zuverlässig funktioniert: Suchen Sie einfach mal ein Hotel, einen Steuerberater oder oder oder ... und geben dazu exakt den (einzigartigen!) Namen des Hotels ein und den Ort. Bekommen Sie auf den ersten 10 Google-Seiten auch nur einen (!) Hinweis auf die Internetseite des Hotels, des Steuerberaters? NEIN.

Außerdem gibt es heute massenhaft (!) Internetseiten, die einfach nur die Aufgabe haben, Anzeigenflächen darzustellen. Es werden Texte automatisch aus anderen Inhalten generiert, nur um die Stichworte, nach denen jemand suchen könnte, aufzuweisen und die Suchmaschinen anzulocken. Ein extremer Informationsmüll von fragwürdigster Qualität, da ... die trackende Werbeindustrie das so will.

Weg damit. Das interessiert niemanden. Es verstopft das Internet.

Der wirklich ehrliche Blogger, der relevante Ansichten und Informationen diskutieren will, geht heute unter. Und der braucht keine Werbepartner. Denn ein eigener Blog kostet ca. 5 €/Monat.

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privado 26.03.2013, 23:00
74. Es ist nunmal eine Tatsache, dass....

...heutzutage Werbung meist nicht auf Qualität, sondern auf Quantität setzt. Je penetranter, desto mehr Umsatz soll gemäß der Werbefuzzis generiert werden. Und dies ist leider eine völlig falsche Annahme. Ich habe nichts gegen gute, wohldosierte Werbung, die wirklich meinem Bedarfsprofil entspricht. In der Realität wird man zugemüllt, völlig unqualifiziert, primitiv und penetrant. Und solange diese selbsternannten "Marketingfachleute" - ich nenne sie lieber Schmeissfliegen - nicht wirklich auf meine Bedürfnisse eingehen, solange benutze ich alle Möglichkeiten das Internet werbefrei zu geniessen. Danke an alle Entwickler, die mir dabei helfen.

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wurmfortsatz 26.03.2013, 23:00
75. optional

Das Märchen von den Cookies. Als ob es an den Cookies liegt, wenn ich auf meinem Tablet die Werbung für Produkte sehe, ich ich oder meine Frau vorher auf einem anderen Notebook angesehen haben. Oder wandern doie Krümel der Cookies jetzt schon übers heimische W-Lan?

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fragel 26.03.2013, 23:06
76. Jeder User der von Spam verschont werden will , wird es nutzen.

Das ist dochsuper , die werbung braucht kein User.

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lama_6 26.03.2013, 23:16
77. Riesige Spam-Maschine..is klar

Ich finde die Entwicklung absolut in Ordnung. Aus eigener Leidvoller Erfahrung: Ich wollte mir ein bestimmtes Produkt kaufen und hab intensiv danach recherchiert, auch Preise in diversen Shops verglichen. Der Effekt war, dass egal auf welcher Seite ich war, ich wurde mit Werbung nur so zugemüllt. Nach Löschen aller Cookies war erstmal Ruhe, bis ich den "Fehler" begangen habe auf einem NEwsletter auf ein Angebot zu klicken, danach wurde ich wieder mit ähnlichen Produkten auf allen möglichen Websites (auch SPON!) genervt. Mittlerweile habe ich im Firefox alles so eingestellt, dass Cookies nur noch bei bestimmten Seiten überhaupt gesetzt werden. Aber wenn er von Haus aus eine Drittanbietersperre mitbringt würds mich freuen.

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explorer88 26.03.2013, 23:23
78. Sehe ich irgendwo eine Werbung,

so weiß ich, dass ich GENAU DIESES Produkt / Marke / Firma nicht kaufen werde, denn dann bezahle ich meine eigene Belästigung! Heute kann sich jeder selbst informieren und Leistung und Qualität erkennt sich von selbst!

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Klaus-Otto 26.03.2013, 23:31
79. Was soll daran neu sein?

Ich blockiere schon seit Jahren Cookies von Drittanbietern in Firefox, man muss es nur einstellen: Unter "Extras" > "Einstellungen" > "Datenschutz" > bei "Cookies von Drittanbietern akzeptieren" das Häkchen wegnehmen. Fertig!

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