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"Counter-Strike" und Co.: Was wurde aus der Killerspiel-Debatte?

Kann man in "Counter-Strike" wirklich Schulmädchen erschießen? Nein. Doch mit solchen Argumenten wurde eine ganze Debatte geführt. Politiker und Journalisten forderten mit kruden Behauptungen ein Verbot von "Killerspielen". Und heute?

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Andreas-Müller 29.09.2015, 08:26
130. Was für ein Humbug ...

Zitat von herjemine
... Eure Nachfrage und Produktion macht erst die Vorbilder für das entsetzliche Gemetzel das wir tag-täglich erleben. Und danach jammert ihr über Flüchtlinge... Wir haben zu jammern, nein: anzuklagen!
Die Videospiele der USA für das Elend in Mittelamerika verantwortlich zu machen ist schon sehr weit hergeholt.
Abgesehen davon ist ihre Aussage falsch. Auch in der Antike wurden schon Menschen von anderen Menschen langsam und nur zum Spaß zu Tode gefoltert.
homo homini lupus gilt nicht erst seit Counter Strike, bzw hat mit Couterstrike wenig zu tun.
Wenn der Mensch für den Menschen ein Mensch werden will, sollte er zu allererst an sich arbeiten und vor allem die einfach gestrickten Gut/Böse Lösungen überdenken.
Diese haben in der Vergangenheit meist dazu geführt, dass der vermeindlich Gute sich letzlich als Täter präsentierte. Auch bzw. gerade in Süd- und Mittelamerika erleben sie die Folgen eines solchen Denkens und Handels.
Hier die bösen Kommunisten, dort die guten Demokraten.
Wer hat inzwischen mehr Menschen auf dem Gewissen?
Die Guten oder die Bösen?
Mit Sicherheit können die Counterstrike und andere "Killerspiele" spielende Mausakrobaten und zwar alle zusammen, da nicht mithalten.

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benmartin70 29.09.2015, 08:45
131.

Zitat von hornochse
Es tut mir Leid aber sie beide täuschen sich.UK, Dänemark, Schweden etc. haben ein viel stärkeres K.u.Ju.Gesetz Titel die hierzulande ab 16 frei sind sind dort erst ab 18 frei auch sind Sendezeiten für gewaltvolle Filme strenger reguliert. Und selbstverständlich gibt es etliche wissentschaftliche Belege über negative Folgen. Da kann ich ihnen hunderte vorlegen was aber hier den Rahmen sprengt. Und natürlich sind die Gesetze begründet das können sie in den Staatsverträgen nach lesen oder in den Landesmedienanstalten zu den Mediengesetzen. Abgesehen davon leben wir nicht mehr in der Steinzeit oder im Imperialismus davon haben wir uns befreit aus diesem Grund ist auch eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung eines der wichtigsten Güter unsere Gesellschaft die es zu schützen gilt. Ich möchte hier nicht tiefer einsteigen es ist aber mein Fachgebiet. Dieses mit totalitären Regimen zu vergleichen ist fern jeder Realität. Wie gesagt seid 2013 ist in den USA das Krankheitsbild der Medien und Spielsucht im Diagnosekatalog aufgenommen gestützt auf wissentschaftliche Forschung. In Südost Asien längst bekannt und hier bei Fachleuten angekommen nur eben noch nicht salonfähig wie andere Süchte
Ich habe mit keiner Silbe das Wort Sucht angesprochen, da das ein komplett anderes Thema ist um das es hier nicht geht - zumindest nicht im zugrundeliegenden Artikel. Sucht ist meines Erachtens ein eigener Komplex, ein wichtiges Thema das aber sehr viele Bereiche betrifft.

Und in den besagten Ländern findet auch vorauseilende Zensur wie bei uns statt? Ob nun ein Medium dass bei uns als 16er gekennzeichnet ist dort ein 18er ist ist, sorry, für mich nicht relevant.
Ob ein 18er gekürzt oder gar indiziert wird und wie dieser in den besagten Ländern veröffentlicht wird, das wäre ein interessanter Vergleich.

Das mit den negativen Folgen betrifft nicht jeden und meines Erachtens immer noch eine Minderheit. Und Medien können nicht der einzige Grund sein, dazu gibt es ab meiner Generation (40+) genügend Gegenbeispiele.

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OL3C 29.09.2015, 11:56
132.

Zitat von hornochse
1.) Woran wird denn festgemacht das Spiele in UK ab18 freigegeben sind die hier ab 16 erhältlich sind - an den Blumen die man einsammeln muss? 2.) Und natürlich ist Sucht nichts besonderes die Folgen daraus aber und die sind in D etwa so hoch wie die Schädigung durch Zigarettenkonsum jährlich.
1.) Ist der Vergleich zwischen den Ländern sehr schwierig, was die Gründe angeht und die daraus resultierenden Einstufungen. So kann zum Beispiel das Thema Sex ganz anders bewertet werden. Ein Titel der hier eine 16 bekommt und dort eine 18 muss nicht deshalb höher eingestuft worden sein, weil die UKler die Gewalt für schlimmer halten, sondern weil irgendwelche Nacktszenen vorkommen.
Es gibt auch die Möglichkeit, dass der 16er-Titel in D geschnitten ist und die 18er-Version aus den UK nicht.

2.) Wollen Sie ernsthaft sagen, dass die Computerspielsucht in D einen ähnlichen Schaden anrichtet wie die Tabaksucht? Hab ich hier etwas falsch verstanden? Anderfalls bitte eine Quelle für eine derartige Behauptung. Und nein mit "Ich habe so viele Quellen, dass es den Rahmen sprengen würde." (siehe Beitrag #127) gebe ich mich nicht zufrieden.

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jenniferrohl 29.09.2015, 17:28
133.

Zitat von TomRohwer
Wenn "Kilerspiele" bei jungen Menschen zu dieser unbestreitbar richtigen Erkenntnis führen, sollten sie eigentlich gefördert werden...
Man muss kein FraDiabolo sein, um so etwas zu erkennen. Trotzdem halte ich nichts von Killerspielen.

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melaw 29.09.2015, 18:14
134. Schon lange vor

dem ersten "Ballerspiel" sind kleine Kinder durchs Dorf gerannt mit Stöcken als Knarre, peng peng, Kumpel totgeschossen. War ja auch kein Skandal.

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SethSteiner 30.09.2015, 12:46
135.

@Hornochse
Woran etwas festgemacht wird, ob es ab 16 oder 18 ist, ist eigentlich ziemlich interessant, daran zeigt sich ziemlich gut die Willkürlichkeit des Jugendmedienschutzes. Die Kataloge nach denen man vorgeht sind vergleichbar mit Rollenspielregelwerken. Sie sind das Produkt der Fantasie, helfen aber in der Situation zu Entscheidungen zu kommen. Das ist beim Rollenspielregelwerk kein Problem, es ist ja ein fiktionelles Produkt, dessen Funktionsweise durch das Regelwerk sichergestellt werden soll. In der realen Welt sollten aber harte Fakten entscheiden und die müssten dazu führen, dass die gleichen Regeln gelen und nicht überall andere, schließlich gibt es keinerlei Unterschiede zwischen den Gehirnen.

Sucht ist ein ganz eigener Themenkomplex. Es ist ziemlich fragwürdig, den in diese Diskussion einzubringen, denn es gibt nun Mal zu allem Süchte aber wenn man Zigaretten ansieht, dann sind die Einschränkungen des rauchens nicht der Sucht geschuldet, sondern den Stoffen. Zusagen, dass die Schädigung des Zigarettenkonsums gleich den Folgen von Spielsucht sind ist, noch vorsichtig formuliert, falsch. In Deutschland wurde zuletzt oft genug gesagt, dass die Zahl von Suchtkranken in dieser Thematik ziemlich minimal ist und hunderte in Japan, Südkorea und China sind geradezu ein Witz, in Anbetracht dessen wieviele Menschen auf der Welt spielen. Hier landen wir nebenbei wieder bei der Relevanz. Während das Rauchen nachgewiesen sehr viele Opfer fordert, darunter auch unheimlich viele Todesopfern, ist die Anzahl und Auswirkung bei Spielsucht auf einem ganz anderen level.

Der andere Entwicklungsstadium der Minderjährigen ist klar aber auch irrelevant, denn wichtig ist eben nicht einfach nur, wie sich X auf Y auswirkt, sondern wie schon gesagt auch ob es überhaupt passiert und in welcher Zahl ect. pp.. Und da kann ich nun Mal nicht den Fokus nur auf Minderjährige setzen, ich muss schauen wie das denn ganz allgemein aussieht und wenn dann rauskommt, dass ja eigentlich alle gleichermaßen betroffen sind, allerdings in geringer Anzahl und sich das gerade bei Minderjährigen sogar von selbst löst (Stichwort Steckerziehen), dann gibt es für den Gesetzgeber auch gar keinen Grund zu handeln oder wenn doch, dann gibt es viele Möglichkeiten außerhalb des Jugendmedienschutzes. Es ist kein Unsinn darauf hinzuweisen, dass das Fundament des Jugendmedienschutz derselbe ist wie zu früheren Zeiten, in denen Einschränkungen nach Gutdünken erfolgten. Bevor man Einschränkungen erlässt, sollte erst Mal ein langer, wissenschaftlicher Weg gegangen werden und der ist niemals erfolgt. Du darfst mir gern die Ergebnisse von damals vorlegen die, die Gefahr von nackten Brüsten attestieren.

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egil.sivertsen 25.07.2016, 13:10
136. Hey, weiterspielen!

Herr Böhm,
Sie möchten gleich am Anfang Ihres Artikels als nüchterner, sachlich argumentiender und vor allem ehrlicher Mensch in Erscheinung treten. "Ja, ich habe Killerspiele gespielt. (Dafür kenne ich mich umso besser mit dem Thema aus.)"
Dann gehen Sie aber direkt dazu über, wie ein Hochstapler zu argumentieren: "... Christian Pfeiffer [..], Deutschlands wohl spielekritischster und vielleicht auch umstrittenster Kriminologe." Soll heißen: Der Herr Pfeiffer ist "einerseits" spielekritisch, "andererseits" auch umstritten. Als hätte das eine mit dem anderen nichts zu tun. Das geht so: Man kritisiert jemanden, hat dabei offensichtlich keine wirklich überzeugende Argumente. Dafür kann man aber gleich die betroffene Person als "umstritten" bezeichnen. Denn sie ist ja kritisiert worden.
Dann geht es weiter, indem die Lebensweisheiten der 16- bis 18-jährigen als Maßstab für besonders schlaue und tiefsinnige Leute erhoben werden: "Hey, ich habe Ahnung, die Poltiker aber keine." (Und das ist ja auch gut so, denn damit kann ich mein komplettes Desinteresse an Politik umso besser rechtfertigen. Hey, weiterspielen!)
Und was ist mit Herrn Bosbach? "Wolfgang Bosbach denkt genauso wie 2006". Während Ihre Sicht der Dinge sich offenkundig erheblich weiterentwickelt hat.
Ihr Artikel verdeutlicht bis zum Peinlichen, dass das einzige Argument der Killerspiele-Gemeinde in der Tatsache liegt, dass es auch mal auf der anderen Seite schlechte Argumente gibt. (Denn Bosbachs "In meiner Familie ..." ist natürlich auch kein wirklich ernstzunehmendes Argument.) Da haben sie Glück.

Egil Sivertsen
Oslo, Norwegen

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BorisBreuer 25.07.2016, 14:21
137. Abgelenkt von waren Gründen

Ich denke es liegt wohl eher daran, dass einige Menschen von der Mobbing-/ und Ellbogen-Gesellschaft überfordert sind. Außerdem, Starke Charaktere sollten mal langsam verstehen, dass es auch schwache Charaktere gibt denen man helfen muss. Nur leider haben oft Menschen die Macht, die Mobben oder stark ihre Ellenbogen einsetzen. Diese Menschen verstehen die Problematik erst gar nicht. Sie suchen lieber für Ihre begrenzte Logik eine Alternative. Bevor Killerspiele verboten werden sollte man lieber mal über den echten Krieg nachdenken. Im übrigen spiele ich auch sogenannte Killerspiele, hab aber trotz dem nicht den Bezug zur Realität verloren. Grundsätzlich könnte man sogar umgekehrt Argumentieren, und sagen, dass Psychisch labile Menschen bei denen es wahrscheinlich ist, dass sie einen Amoklauf verüben, auch Killerspiele spielen.

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meine_foren 25.07.2016, 14:39
138.

Zitat von kleincbt
Als jemand der mittlerweile in seinen 30gern ist und damals semi-professioneler Counter Strike Spieler sich den Unsinn der Medien anhören musste, kann ich nur bestätigen dass dies mein erstes Misstrauen gegenüber den Leitmedien verursacht. Letztendlich hat es mit geholfen meine Naive Sichtweise der Welt zu bereinigen.
Bin ebenfalls in den 30ern und habe früher ebenfalls Ballerspiele gespielt. Ich denke, dass man nicht allein durch Computerspiele zu einem Mörder wird. ;-)

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kurt_der_wolf 25.07.2016, 14:50
139. und 5.

counterstrike ist mittlerweile so populär, das weltweit etliche millionen dollar turniere veranstaltet werden. die fan-gemeinde ist so groß, dass manch anderes genre neidisch auf den shooter ist. (ja dota hat auch eine riesen fan-gemeinde).

zuletzt sprachen sogar us-analysten von einem 2mrd. $ umsatz in wetten und glücksspiel (counterstrike global offensive)

da kann man debattieren so lange wie man will. die lobby ist zu mächtig!

außerdem möchte man doch jetzt schon die soldaten von morgen trainieren! demnächst sitzen alle soldaten am keyboard und steuern bots auf dem realen schlachtfeld!

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