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Cyber-Konsens zwischen USA und China: Weniger Heucheln dank Snowden
DPA

Ja, wir hacken. Aber bei der Wirtschaftsspionage wollen wir uns ein wenig zurückhalten. So könnte man die Cyber-Absprache der USA mit China umschreiben. Immerhin: Das ist ehrlicher als bisher - dank Edward Snowden.

eternalchii 26.09.2015, 19:37
1.

Alle Spionieren, aber jede Wette darauf: Gleich regen sich wieder die üblichen Verdächtigen künstlich über die USA auf, auch wenn europäische Länder wie GB und FR bei der Überwachung noch viel weiter gehen.

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SichtausChina 26.09.2015, 20:29
2. Alles tun zum Schutz

Was mich immer wieder total verwundert, ist wie so manch ein Europäer sich da irgendwie hinzuzählt, obwohl keine US Regierung je sagte, sie täte etwas zum Schutz der USA und ihrer Verbündeten, oder zum Schutz der USA und Europas. Die USA denken an die USA, in die Europäer helfen ihnen dabei - so viel Selbstlosigkeit ist dann wirklich schon schmerzhaft

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crewmitglied27 26.09.2015, 20:30
3. Merkwürdig,

dass Deutschland mit den USA ein solches Abkommen nicht hinbekommt. Wär´ doch mal ein Anfang.
Lustig, das ausgerechnet Obama die Chinesen auf die Menschenrechtssituation in China angesprochen hat, oder?

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cavete 27.09.2015, 01:00
4. Politische STASIS auflösen (1)

"Anfang 2010 war die digitale Welt aus Sicht der USA noch angenehm schwarz-weiß. Hillary Clinton hielt damals eine vielbeachtete Rede, in der sie die Freiheit des Internets beschwor und die Welt aufrief, es nicht zum Schlachtfeld werden zu lassen: 'In einer vernetzten Welt kann ein Angriff auf die Netzwerke eines Staates ein Angriff auf uns alle sein.' Staaten oder Personen 'die Cyberattacken durchführen, sollten Konsequenzen und internationale Verurteilung fürchten müssen'. Clinton forderte 'Respekt für das global vernetzte Gemeingut'."

Fuegt sich diese Rede nicht auf wundersame Weise in das Thema Heuchelei ein? Mit anderen Worten, es gab so etwas wie geheime Bestrebungen der N S A, ihre "einzigartigen" digitalen Waffeln abzuruesten und diese nicht mehr zum Nachteil a l l e r Menschen auf der Welt, inklusive der eigenen Buerger, einzusetzen?

Es zeugt schon von einer unerhoerten Unverfrorenheit, wenn H.R. Clinton die Welt zur Zurueckhlatung mahnt, während in ihrem Ruecken die eigenen Geheimdienste gleichzeitig an der Ausfroschung der Menschheit werkeln. Da gwinnt ihre Aussage, daß in einer vernetzten Welt ein Angriff auf die Netzwerke eines Staates ein Angriff auf us alle sein koenne, eine ganz neue Bedeutung. Wer mag wohl mit "u n s a l l e" gemeint sein?

Vermuttlich die "Fuenfäugigen", oder? Aber warum wird versuckt, mit den uebrigen Opfern der Welt ein Gemeinschaf
heraufzubeschwoeren, die es so doch gar nicht gegeben haben kann, und heute zumindest so nicht mehr gibt? Geben duerfte, muesste man vielleicht zutreffender sagen.

De fackto gibt es ja niemanden, der den Amrikanern mal die eigene Meinung sagt, soweit man bereit ist, die eigenen Intresen zu veteidigen, also nicht lediglich die wirtschaftlichen.

Naehme man Frau Clinton bei ihren Worten, daß nämlich "Staaten, die Cyberattacken druchführen, Kornsequenzen und internationale Verurteilung früchten müssen" - von wem sollten diese wohl ausgehen, was waere dann zu tun?

Wie muesste man diese Aussage wohl im Lichte der heute bekannten NSA-Massnahmen bwerten? Mindestens laesst
sich wohl schwerlich leugnen, daß die N S A im globalen Masssstab, die Daten der Menschen vieler Länder abschroepft, um sie fuer eigene Zwecke zu verwenden. Eine Cyberattacke also. Laut Fr. Clinton muessten daher wohl Konsequenzen und internationale Verruteilung flogen.

Das Gute an solcherlei poltisch-moralischen Appeln von jenseits des Atlantiks ist: Nur eine bestimmte Zielgruppe
sollte sich angesprochen fuehlen - es gilt nicht fuer jeden aus der Gruppe des "uns alle".

Den Amerikanern die eigenen Meinung zu sagen - vielleicht sogar gehoerig. Von wem sollte das zu erwarten sein?

Doch nicht etwa von den Staaten, die Evo Morales (Staatsobarhaupt) auf seinem seinerzeitigen Rueckflug von
Moskau via Europa nach Suedamerika keinerlei (moralische und tatsaechliche) Unterstuetzung gewaehren wollten,
als dieser gegen alle internationalen Verpflichtungen und durch Bruch dipolmatisch anerkannter Vereinbarungen in
Oesterreich zur Ladung gezwungen wurde, weil man Edward Showdown im Flugzeug vermutete?

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cavete 27.09.2015, 01:03
5. Politische STASIS auflösen (2)

Angesichts dieser Sachlage: Was hindert eigentlich die Briten daran, Julian Assange in der ecuatorianischen Botschaft in London festzunehmen? Anders formuliert: Welche Bedeutung haben noch internationale Regelungern und Ubereinkuenfte, wenn sie im eifel poeltzlich nicht mehr gelten sollen? Vielleicht, weil der Große Bruder es fuer richtig befindet?

All die Staaten, die gegen dieses Gebaren nicht ihre Stimme erhoben haben - soll man von ihnen erwarten koennen, daß sie die Intressen des eigenen Staates - vor allem aber die ihrer Buerger - in Situationen, in denen es angezeigt waere, offfensiv verteidigen werden?

Es spricht nichts dafrue. Stadtessen kann man zu der gegeneilig Auffassung gelangen, wenn man die sog. Zusammenarbseit zwischen den duetschen Geheimdiensten und mindestens der N S A beurteilen moechte. Jedenfalls
unter dem Aspekt, daß es den Vrowurf gibt, der B N D a.giere den Interessen des eigenen Landes zuwieder.

Ist das der Trend, den es festzustellen gilt, wenn die Geheimdienste im "Spiel" sind: Gesetze, Regeln und
Verordnungen koennen "aus Sicherheitsgründen" oder aus Gruenden der "nationalen Sicherheit" umgedeutet und
auf Zuruf ausser Kraft gesetzt oder gar ignoriert werden?

Das sollte auch diejenigen interessirren, die "nichts zu verbergen haben". Denn der Rechtsstaat ist keine
Selbstverstaendlichkeit, wie man erfahren kann. Ggf. sollte er auch verteidigt werden gegen Eingriffe von außen. Etwa dadurch, daß man seine Stimmte erhebt.

Wie sonst koennte man sich aus der politischen STASIS loesen?

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yournightmare 27.09.2015, 19:56
6.

Wir haben kein NO-Spy-Abkommen bekommen.

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cavete 28.09.2015, 12:47
7. Nicht wissentlich

"Nun aber konnte Barack Obama verkünden, er habe sich mit dem Chinesen darauf verständigt, 'dass weder die US- noch die chinesische Regierung w i s s e n t l i c h den Diebstahl geistigen Eigentums einschließlich Geschäftsgeheimnissen mit Hilfe von Cyber-Methoden durchführen oder unterstützen werden', jedenfalls nicht, um damit "kommerzielle Vorteile zu erzielen". Diesen letzten Halbsatz unterschlugen viele Nachrichtenagenturen
übrigens."

Eine in sich widerspruechliche Aussage. Denn, ein Diebstahl erfrodert vorsaetzliches Handeln, und schliesst das Wissen und Wollen zur Tatbegehung mit ein. Daraus ergibt sich die Frage, wie man einen unwissentlcihen Diebstahl begehn kann. Diebstahl und Unwissenheit schliessen sich begrifflich gegenseitig aus. Und von
von Schuldunfaehigkeit oder mangelnder Einssichtsfaehigkeit kann man auf diesem Secktor wohl nicht reden.

Jedenfalls beabsichtigt keine der beiden R e g i e r u n g e n, den Diebstahl durchzufuehren oder zu unterstuetzen.

... Um dadurch wirtschaftliche Vorteile zu erzielen. Und aus anderen Beweggruenden geht es zwar nicht.

Bleibt noch die Frage, wie autonom die jeweiligen Geheimdienste abeiten, und ob diese eine Kopie der Verein-barung erhalten.

Die Antwort auf die Frage, wer wohl die Initaitive zu dem Abkommen ergirffen hat, koennte sich vielleicht aus der Tatsache ergeben, wer wohl mehr zu verleiren hat.

Eine intresante Vereinbarung. Es hoert sich ein wenig an, als habe James Clapper, der oberste Geheimdienst-Chef der U.S.A.., an der Formullierung der Vereinbarung mitgewirkt. Er hatte 2013 bei einer Anhoerung vor dem amekanischen Kongress gegenuber Mr. Wyden auf die (sinngemaesse) Frage, ob auch Amerikaner
von der Datenabschroepfung betroffen seien, etwas zoegerlich geantwrotet: "Nein, Sir, nicht w i s s e n t l i c h ('not willingly')."

Warum bindet man sich gegenseitig diesen Bären auf?

Ist es vielleicht die Angst der Amerikaner, daß die Chinesen sich heimlich am wirtschaftlichen Fundus der U.S:A. bedienen, und diese zu schnell ein- und dabei ueberholen?

Oder geht es meehr um ein leicht kaschiertes, politisches Armdruecken, das demonstrieren soll: Wir, die USA, sind noch immer die Nr.1 - vergesst das nicht. Wenn, wie man lesen konnte, President Obama seinen chinsischen Amtskollegen Xi warten liess, koennte man zuminnest auf diesen Gedanken kommen.

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