Forum: Netzwelt
Cyber-Sicherheit: Bundesregierung plant schnelle Eingreiftruppen gegen Hackerangriffe
AFP

Drei "Quick Reaction Forces" sollen Deutschland besser gegen Hackerangriffe verteidigen. Das plant Thomas de Maizière. Bei Angriffen auf wichtige Institutionen "müssen wir vor Ort präsent sein", sagt er dem SPIEGEL.

Seite 8 von 8
Pius 07.07.2016, 18:25
70. @bermany

Um es nochmal deutlicher auszudrücken. Ich gebe ihnen in allem Punkten Recht nur für das was sie beschreiben ist ein Einsatzkommando nicht geeignet das können die nicht und das wissen sie doch auch.

Beitrag melden
central_wise 07.07.2016, 18:28
71. Ziele muss man haben.

Das ist wie die Planung einer Weltreise ohne Fortbewegungsmittel. Wenn man nur Fahrräder und Autos kennt wird man keine Jets benutzen.

Ich habe ernste Zweifel was die Umsetzung betrifft. Die Bundeswehr hat massive IT Sicherheitslücken. Die Behörden der Länder und des Bundes ebenso. Qualifiziertes Personal ist schwer zu finden. Das Bildungssystem in Deutschland ist antiquiert und den Herausforderungen nicht gewachsen. Keine ausreichenden Standards, zum Teil arrogantes Projektmanagement und nutzlose politische Möchtegernreinreder.

Beitrag melden
karljosef 07.07.2016, 18:59
72. Oh, unsere politische Elite wird wach

gut und lang genug geschlafen haben sie ja.

Wie lange ist es eigentlich her, dass entdeckt wurde, dass die Rechner des Bundestages infiziert waren?

Laut lachende Grüße

Beitrag melden
Thomassimo 07.07.2016, 21:26
73. Schwachstellen sind auch externe Dienstleister...

...die zu Behörden Zutritt bekommen und so allerhand anrichten können, weil sie erstens keine disziplinarrechtlich besonders gebundene Beamte sind und zweitens das Einkaufen externer Dienstleistungen sich als wahres Erfolgsrezept der bürstenschnittigen Berater mit ihrem BWL-Sprech durchgesetzt hat. Das betrifft nicht nur die EDV-Dienstleistungen, sondern solch banale Dinge wie Gebäudereinigung, Hausmeisterservice, Flottensteuerung usw (natürlich nennt sich das "Management" und ist vor allem dazu da, den billigsten externen Anbieter bei Ausschreibungen zu ermitteln, der dann den Zuschlag bekommt). Vielleicht nehmen die Cybergrypher (sprich: Seibergreifer) ja diese Externe in den Focus.

Beitrag melden
Partieller Augentinnitus 08.07.2016, 12:46
74. Stelle ich mir lustig vor

Im Notfall stürmen dann mit Sturmhauben anonymisierte, schwer bewaffnete de Maizière-Spezialkräfte am Empfang vorbei und räuchern die Viren und alles andere was blinkt mit Flammenwerfern aus, während sich die de Maizière-Hubschrauberstaffel um die Cloud kümmert.

Von was genau hat dieser Top- Entscheider denn überhaupt auch nur den Hauch einer Ahnung?

Beitrag melden
bernd.stromberg 08.07.2016, 14:36
75. Zustimmung

Zitat von niska
Aber wieso nennt er die Leute nicht Computer-Forensiker auf Abruf? Ist der CSI-Hype etwa vorbei? "Schnelle Eingreiftruppen" hört sich in dem Zusammenhang echt martialisch und daneben an. Blähsprech.
Also erstmal gebe ich Ihnen Recht, dass man über Begrifflichkeiten natürlich streiten kann.
Die IT-Forensik ist ja nur ein Teil des Aufgabengebietes, es ist natürlich richtig, dass zu einer "schnellen Eingreiftruppe" sicherlich AUCH das klischeehafte Benutzen von Unix-Shells gehört.

Ich finde es aber einfach erschreckend wie viele Postings es hier in diesem Thema gab und weiterhin gibt von Leuten die von der Materie offensichtlich wenig Ahnung haben, nur das klischeehafte Bild von "Hackern" aus Filmen haben, die irgendwo im Keller sitzen und in der Shell rumtippen, und sich dann über angebliche Unkenntnis des Ministeriums lustig machen und wie dumm die doch alle seien, weil auch von einem Einsatz "vor Ort" gesprochen wird.

Da läuft es mir kalt den Rücken runter - ich sollte mir den Thread abspeichern und als anschauliches Beispiel für den Dunning-Kruger-Effekt aufbewahren ;-)

Beitrag melden
bernd.stromberg 08.07.2016, 15:11
76. Peinlich

Zitat von Partieller Augentinnitus
Im Notfall stürmen dann mit Sturmhauben anonymisierte, schwer bewaffnete de Maizière-Spezialkräfte am Empfang vorbei und räuchern die Viren und alles andere was blinkt mit Flammenwerfern aus, während sich die de Maizière-Hubschrauberstaffel um die Cloud kümmert. Von was genau hat dieser Top- Entscheider denn überhaupt auch nur den Hauch einer Ahnung?
Nö, was vor Ort gemacht wird haben ich und andere hier bereits erläutert.

Die Vorstellung, dass Hacker-Attacken, Spionage und Sabotage nur remote geschehen würde ist an Unkenntnis und Naivität nicht zu überbieten.

Wissen Sie eigentlich wie viele externe ITler und sonstige externen Mitarbeiter in deutschen Bundesbehörden täglich ein- und ausgehen? Tausende bzw. Zehntausende!
Die Gefahr, dass ein Hackerangriff z.B. über das [vom Internet abgekapselte] Intranet vor Ort geschieht ist evident.

Und selbst bei "klassischen" Hackerangriffen über das Netzwerk muss ich ggf. mit Fachleuten vor Ort sein, um schnell die Netzwerktopologie absichern zu können, um weiteren Schaden abzuwenden.

Ihr letzter Satz ist ziemlich peinlich, wenn man bedenkt, dass Sie derjenige sind der hier nicht, um es mit Ihnen Worten zu schreiben, "auch nur den Hauch einer Ahnung" hat.

Beitrag melden
Partieller Augentinnitus 08.07.2016, 21:26
77.

Zitat von bernd.stromberg
Nö, was vor Ort gemacht wird haben ich und andere hier bereits erläutert. Die Vorstellung, dass Hacker-Attacken, Spionage und Sabotage nur remote geschehen würde ist an Unkenntnis und Naivität nicht zu überbieten. Wissen Sie eigentlich wie viele externe ITler und sonstige externen Mitarbeiter in deutschen Bundesbehörden täglich ein- und ausgehen? Tausende bzw. Zehntausende! Die Gefahr, dass ein Hackerangriff z.B. über das [vom Internet abgekapselte] Intranet vor Ort geschieht ist evident. Und selbst bei "klassischen" Hackerangriffen über das Netzwerk muss ich ggf. mit Fachleuten vor Ort sein, um schnell die Netzwerktopologie absichern zu können, um weiteren Schaden abzuwenden. Ihr letzter Satz ist ziemlich peinlich, wenn man bedenkt, dass Sie derjenige sind der hier nicht, um es mit Ihnen Worten zu schreiben, "auch nur den Hauch einer Ahnung" hat.
#78:
Wo habe ich gesagt, dass interne Angriffe nicht vorkommen?

Was glauben Sie, was die Firmen für Schlafmützen in der EDV beschäftigen, dass Sie als beamteter EDV-Spezialist glauben, in kürzester Zeit z.B. eine gesamte europäische, absichtlich dezentral gehaltenen Infrastruktur und die vielen verwendeten Spezialprogramme durchschauen zu können? Die haben alle Nägel kauend auf den Erlöser de Maizière gewartet.
+++NOT+++
"schnell die Netzwerktopologie absichern zu können, um weiteren Schaden abzuwenden" ist wohl der verschwurbelte Beraterslang für "Wir ziehen dann mal den Stecker"

Schon peinlich, wenn Sie glauben, dass eine schnellen BAT-Eingreiftruppe auch nur in die Nähe der vorhandenen Effizienz einer privatwirtschaftlich orientierten "wichtigen Institution" kommen würden. Es wäre ja nicht auszuschließen, dass diese über so ein klitzekleines Gadget später selbst die Infrastruktur verbessern möchte. Kümmern sollte man sich um Gemeinden, die sich ihre EDV mit Bitcoins freikaufen dürfen.

Und es ist noch immer offen, auf welchem Fachgebiet de Maizière mit denn jetzt Fachwissen glänzt.

Beitrag melden
echoanswer 11.07.2016, 08:49
78. Da darf man doch lachen ...

oder etwa nicht? de Maizière lebt doch noch im Diskettenzeitalter. Er sollte zu Beginn darüber nachdenken, dass die größten Gefahren im eigenen Land lauern. Wieso wird die Kommunikationsinfrastruktur von Vodafone von Rumänien und die der Telekom von Ungarn aus administriert? Beides sehr vertrauenswürdige Staaten. Das führt dazu, dass ganze Firmen tagelange keine Kommunikation nach außen haben. Habe ich selbst in meiner Firma erlebt. Da brauche ich keine Hacker um Schaden anzurichten. de Maizière weiß überhaupt nicht wovon er spricht. Und bis er etwas auf den Weg gebracht hat, ist das Wort Hacker schon in Vergessenheit geraten. Was steht noch mal im Gesetz was schnelles Internet ist? 1MBit/s

Beitrag melden
Seite 8 von 8
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!