Forum: Netzwelt
Cyberattacke: Computernetz des Bundestags droht Totalschaden
DPA

Wegen des Hacker-Angriffs auf den Bundestag muss womöglich die komplette Soft- und Hardware des Parlamentsnetzes ausgetauscht werden. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE drohen Kosten in Millionenhöhe.

Seite 52 von 57
c00 11.06.2015, 12:42
510.

Zitat von erlachma
Ja, theoretisch. Praktisch nein. Jedes aktuelle OS läuft auf Maschinen, die 10 Jahre alt sind, einwandfrei.
... bis auf OS X :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mini-max12 11.06.2015, 12:53
511. Ich würde keinen Verfassungsschützer an meinen PC lassen

Zitat von engelchen5711
Was heißt eigentlich, man überlegt, ob man die Spionageabwehr einschaltet? Eine Abwehr hat präventiv zu arbeiten und nicht erst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Das ist eigentlich ein weiterer Skandal, in der endlosen Reihe des Versagens deutscher Sicherheitsbehörden. Wann macht man einen solchen Versagerladen endlich dicht? Dieses unselige Amt am Rhein liefert doch nun schon seit Jahrzehnten saumäßige Arbeit und wird immer wieder mit neuen "Abwehrzentren" aus unseren Steuergeldern belohnt, damit sich dort hochrangige Beamte, abgeschottet von der Öffentlichkeit, gegenseitig hochbefördern können. Ein sicherheitspolitisches Debakel sind solche Behörden.
Bei sämtlichen Angehörigen deutscher Nachrichtendienste muss sich ein Abgeordneter erst einmal vorsichtig überlegen, was passiert, wenn solche "Abwehr-Experten" z.B. des Bundesamtes für Verfassungsschutz Einblick in vertrauliche Daten eines Parlamentariers erhalten. Das Beispiel im NSA-Skandal hat doch gerade aufgezeigt, dass Mitarbeiter deutscher Dienste NSA-hörig sind und Daten an die USA liefern. Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit beim Bundesamt für Verfassungsschutz nicht anders sein. Ich habe Verständnis dafür, dass viele Abgeordnete kein Vertrauen mehr in deutsche Nachrichtendienste haben, da sie nie sicher sein können, dass diese Agenten nicht auch für die NSA spionieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dr.Watson 11.06.2015, 12:54
512. Och Joh!

Zitat von gerbold
"Nach Angaben von mehreren mit dem Fall vertrauten Quellen fließen weiterhin Bundestagsdaten aus dem "Parlakom"-Netz in unbekannte Richtung ab." Ich frage mich, warum die Experten nicht in der Lage sind die Internetverbindung zu trennen? Ist die Verbindung nach außen höher zu bewerten als der Datenabfluss?
Das ist vermutlich das essentielle Problem in dieser Causa.

Abgeordnete schätzen ihr persönliches Informationsbedürfnis evtl. höher ein, wie eine mögliche Schadensabwehr für unsere Ochlokratie.
Da wird es tatsächlich etwas pervers!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dr.Watson 11.06.2015, 12:56
513. Och Joh!

Zitat von bmvjr
angesichts der Spaeherei von allen Seiten mal ein neues Programm und neue Sicherheitsmassnahmen zu installieren - der Preis dafuer liegt selbst im Hoechstfall bei einem Bruchteil dessen, was der 2-taegige G7 Gipfel gekostet hat. Also Geld in die Hand, Mut zur Erneuerung und neuesten Stand der Computersicherheit installieren.
... und Ihre ganz persönliche Produktempfehlung ist?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nonpossocapirlo 11.06.2015, 13:01
514. Logik

Zitat von sapere_aude
... zergehen lassen. Nach einem bereits vier Wochen andauernden Angriff überlegen sich die Parlamentarier erst jetzt, ob man da mal Experten ran lässt. Kann man diese DAUs bitte allesamt sofort rauswerfen und verklagen?
1. Ein Trojaner hat die Rechner befallen und sendet Daten raus, trotzdem nimmt man die Rechner nicht aus dem Netz.
2. Die ursprünglich attackierten Fraktionen (Linke und GRÜNE) wollen das BSI nicht an Ihre Rechner lassen und mißtrauen denen.
Wie passt das logisch zusammen?
Vielleicht so: Der Verfassungsschutz/BSI/BND hat die unter Beobachtung stehende LINKE selbst infiziert (Bundestrojaner), die Daten gehen somit an einen selbst und deshalb nimmt man die Rechner auch nicht aus dem Netz. Und die Opposition, die davon Wind bekommen hat, leidet seitdem unter Vertrauensmangel?!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mans Heiser 11.06.2015, 13:07
515.

Privat wär man für sowas haftbar, als Unternehmen auch...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nonpossocapirlo 11.06.2015, 13:09
516.

Zitat von ultimaratiofarm
Genau mein Gedanke. Und zumindest eine Partei hatte schon immer beste Connections nach Moskau...
Und weil das BfV das auch glaubt, hat man der LINKEN-Fraktion die Rechner "präpariert", was dann aus dem Ruder lief, aber kein Grund ist, die Rechner aus dem Netz zu nehmen - wollten Sie das sagen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
elcantapeor1 11.06.2015, 13:11
517. Deutschland mag ein digitales Entwicklungsland sein...

aber so zu tun, als ob die Verantwortlichen für das Bundestagsnetzwerk nicht einmal die rudimentärsten Informationssicherheitsregeln kennen ist ungerecht.

Die Unternehmen und Institutionen in Deutschland, die einen vermutlich geheimdienstlich unterstützten gezielten dauerhaften Angriff entdecken und abwehren könnten, kann man an einer Hand abzählen.
Besorgniserregend ist aber das Fehlen funktionierender Notfallkonzepte, das ist nicht wirklich "State of the Art"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hirndummy 11.06.2015, 13:13
518. Kasperköpfe

Nun, bei Abgeordneten, die wie ein gewisser Ex-Abgeordneter, ihre sexuellen Bedürfnisse via Internet befriedigen, das über das Bundestagsnetz tun und dazu ihre Kreditkarte nutzen, sind schon eine Veralberung des Basiswissens zum Internet. Wenn dann in diesem Zusammenhang bei den Ermittlungen der Rest der Abgeordneten aufgeschreckt wird, weil er zum ersten mal erfährt, dass die Administration den gesamten Ein- und Ausgang zu den jeweiligen IPs speichert, ist das nur noch Karneval.
Da aber offensichtlich eh jeder jeden bespitzelt, der über die technischen Möglichkeiten verfügt, kann eigentlich kein nennenswerter größerer Schaden mehr entstehen. Die Erwartung, dass Exekutive und Legislative ihren brisanten Kommunikationsverkehr in diesem Bewußtsein abwickeln, bleibt auch ein frommer Wunsch. Ärgerlich allenfalls, dass Russen, die Five Eys und auch die Chinesen mehr über unsere Regierung und das Parlament wissen, als wir jemals erfahren werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
K3pl3r 11.06.2015, 13:29
519. Sie glauben das nicht? Lesen Sie selbst

Zitat von bratwurst007
Das glaub ich noch nicht - und wenn es so weit wäre, ist längst das Netz vollstaatliche Infrastrukturmaßnahme und man IST verdächtig bzw. es IST verboten, wenn man sich außerhalb dieses bewegte. Wird dann zugehen wie auf der Straße - gesperrte sollte man auch nicht nutzen, wenn man erwischt wird, kann es schon Mal was kosten.
Auf BIOS-Ebene... Wird nur nicht viel darüber geschrieben/gesprochen

http://legbacore.com/Research_files/HowManyMillionBIOSWouldYouLikeToInfect_Full.pdf

Bericht von einer Sicherheitsmesse - CanSecWest
https://cansecwest.com/speakers.html

Betroffen z.B. Dell
http://www.kb.cert.org/vuls/id/631788

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 52 von 57