
Im Internet stellen Menschen mitunter abseitige, aber stets ernstgemeinte Fragen zum Datenschutz. Im "Netzteil"-Podcast spricht der Experte Lars Hohl über Hochzeitsfotos und Telefonbücher.
Wie gut dass es in Deutschland von "Experten" nur so wimmelt - das führt uns die politische Elite täglich vor Augen. Kein Thema mehr zu dem uns die Medien nicht den einen oder anderen mehr oder weniger selbst ernannten "Experten" präsentieren. Dabei hat SPON doch keine externe Experten nötig - haben sie doch die Allzweckwaffe und Universalgenie Lobo.....
Es gibt ganz klare Regeln hinsichtlich der Veröffentlichung von persönlichen Bildern, genau nachzulesen im Presse-Gesetz. Es muss z.B. unbedingt darauf geachtet werden, dass mindestens 6 Personen auf dem Foto sind. Dann muss man sich keine Einwilligung einholen, bei weniger Personen unbedingt, wenn man eine Strafanzeige vermeiden will. Eine hier diskutierte Frage, wie das mit den Familienfotos zu Hochzeiten, Einschulungen und ähnlichen Ereignissen gehandhabt werden sollte, ist doch sehr an den Haaren herbei gezogen. Bilder unserer Vorväter und -mütter geben gerade in der heutigen Zeit einen hoch-interessanten Aufschluss über diese Generationen. Man kann wirklich alles unnötig problematisieren.
Meine Eltern dürfen gerne noch Fotos von mir haben. Die sind in ein Album eingeklebt. Die Gefahr, dass diese von ihnen auf Facebook, Instagram o.ä. gepostet werden besteht mangels Internetzugang und fachlicher Kenntnisse nämlich nicht. ;-)
Zitat von swnf
Mehr Unwahrheiten hätten Sie ja kaum in einem Beitrag unterbringen können! Wo haben Sie denn das her? Weder die Medien noch der Staat dürfen Sie überall fotografieren. Veröffentlichen schon gar NICHT!!
schon mal was von CCTV gehoert?
da macht man sich sorgen um Fotos oder aehnliches, daten schutz hier datenschutz dort......aber keiner fragt nach woher ein anwalt meine IP hat und weiss was ich wann wo runtergeladen habe....das wird einfach so hingenommen.....da hat man die prioritaeten doch gut gesetzt.
Und man kann den Firmemn ja ganz einfach verbieten daten zu speichern...so einfach ist das...macht man aber nicht...der grund ist jedem klar.
warum muss ich mich registrieren wenn ich einen TV oder Toaster kaufen will?
Zitat von Nonvaio01
Zitat von swnf
"Mehr Unwahrheiten hätten Sie ja kaum in einem Beitrag unterbringen können! Wo haben Sie denn das her? Weder die Medien noch der Staat dürfen Sie überall fotografieren. Veröffentlichen schon gar NICHT!!"
schon mal was von CCTV gehoert?
CCTV heißt einfach Videoüberwachung und das "CC" darin bedeutet eben keine Veröffentlichung....
Staatliche Videoüberwachtung "ja"..... Jetzt das "Aber": In rechtlich eng gesteckten Grenzen (dass diese beunruhigenderweise immer weiter gesteckt werden ist jedoch korrekt): Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Videoüberwachung#Staatliche_Videoüberwachung
Das Recht am Bild ist mit der DSGVO leider nur sehr schlecht geregelt worden. Statt klare Grenzen zwischen Besitz, nicht kommerzieller und kommerzieller, online und offline Verbreitung/Verwertung zu ziehen, statt das Beiwerk eine Bildes klar zu Diffinieren, hat man die Verwirrung noch verstärkt und zwielichtigen Kanzleien ein Betätigungsfeld eröffnet.
Neben dem PSD2, das Unternehmen den Zugriff auf mein Konto erleichtert und es mir persönlich erschwert, ist es die DSGVO wohl die übelste Regelung, die es in den letzten Jahren gegeben hat.
Der Duden bezeichnet als 'asozial' etwas "die Gemeinschaft, Gesellschaft schädigend[es]" (www.duden.de/rechtschreibung/asozial). Ich behaupte:
Die DSGVO ist a-sozial!
Für diese zugegeben provokante These sehe ich folgende Gründe:
1. Die DSGVO benachteiligt kleine Akteure auf strukturelle Weise
"One size fits all!" Alle Datenverarbeiter werden grundsätzlich gleich behandelt. Klingt gut, ist es aber nicht. Denn während sich die großen Konzerne eigene Rechtsabteilungen leisten können, bleiben der Mittelstand, die Handwerksbetriebe und die Freiberufler auf der Strecke.
2. Die DSGVO schädigt ehrenamtliche Tätigkeiten
Gleiches gilt für zivilgesellschaftliche Blogger und ehrenamtlich Tätige. Sie sind Opfer eines Datenschutzrechts, das eben keinen Unterschied macht zwischen groß und klein, zwischen gewerblich und gemeinnützig. Sie müssen Zeit und Geld investieren oder ihre Tätigkeiten aufgeben.
3. Die DSGVO behindert kleine soziale Projekte
Soziale Projekte bleiben auf der Strecke. Es klingt grotesk und sarkastisch zugleich: Darf ich Daten über die Bedürftigkeit von Menschen mit deren Zustimmung an Sozialverbände, Mäzene und mildtätige Akteure weitergeben, wenn ich keine Auftragsverarbeitungsvereinbarung geschlossen habe?
4. Die DSGVO erschwert gesellschaftlichen Zusammenhalt
An dieser Stelle möchte ich nur soviel sagen, dass das von der DSGVO gezeichnete Gesellschaftsmodell für mich eine Dystopie ist. Ist die Weitergabe personenbezogener Daten von Menschen in Not ein berechtigtes Interesse? Oder werde ich auch hier schon zum Opfer der Datenschutz-Schützer?
5. Fazit
Die DSGVO ist etwas "die Gemeinschaft, Gesellschaft schädigend[es]"! Sie schützt nicht den Datenschutz, nicht die Daten und auch nicht die Bürger. Sie schützt nur sich selbst! Ein Gesetz gängelt Ehrenamtliche, Blogger, Handwerksbetriebe und Freiberufler, während die großen sich längst angepasst haben.
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