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Dash Buttons: Oberlandesgericht München verbietet Amazons WLAN-Bestellknöpfe
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Seit 2016 bietet Amazon in Deutschland seine Dash Buttons an. Ein Münchner Gericht hat das Bestellkonzept jetzt für unzulässig erklärt. Der Konzern spricht von einem "innovationsfeindlichen" Urteil.

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KarlRad 10.01.2019, 17:43
20.

Jeder Kiosk muss seine Produkte bepreisen. Warum sollte für Amazon was Anderes gelten?

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heissSPOrN 10.01.2019, 17:48
21.

"Das heutige Urteil ist nicht nur innovationsfeindlich..."

Dafür ist es gesetzesfreundlich. Nicht alles was technisch möglich ist, muss auch erlaubt sein - nur weil Herrn Bezos das gefällt und ihn noch stinkend reicher macht, als er eh schon ist! Soll sich Amazon erst mal an alle Gesetze hier halten (wie hält Amazon das eigentlich mit den Abgaben für den "Grünen Punkt" ans Duale System, den Tarifbindungen im Einzelhandel, den Umsatzsteuervermeidungstricks auf Amazon Marketplace - um nur einige Beispiele zu nennen?).

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sammilch 10.01.2019, 17:48
22.

Zitat von Meckerameise
Darüber hinaus muss nicht für jeden Furz ein Lieferwagen durch die Straßen heizen, weil Person XY zu faul und doof geworden ist, hin und wieder mal rechtzeitig eine Zahnbürste, Taschentücher oder Katzenfutter zu kaufen.
Sie wollen es für sich nicht - okay. Aber es gibt Menschen die möchten diesen Komfort.
Ich gehöre dazu. Verschwenden Sie Ihre Freizeit ruhig weiter mit lästigen Pflichtkäufen, mir ist meine freie Zeit etwas wert.

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hman2 10.01.2019, 17:54
23.

Zitat von KarlRad
Jeder Kiosk muss seine Produkte bepreisen. Warum sollte für Amazon was Anderes gelten?
Wie andere US-Großkonzerne glaubt auch Amazon, dass Gesetze für sie keine Gültigkeit haben.

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Duffy73 10.01.2019, 18:02
24.

kenn ich nicht -> versteh ich nicht -> mag ich nicht -> dürfen daher auch andere nicht haben. So denken wohl die Richter... und einige Kommentatoren hier auch. Ich hab zwar selber diesen Button nicht, weil ich ihn nicht brauche. Aber ich lass mir ungern von anderen vorschreiben, was ich zu brauchen habe und was nicht... und nur ein Vollhonk würde mich deshalb als Vollhonk bezeichnen.

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Bala Clava 10.01.2019, 18:03
25. Mein Dash Button

bestellt aber kein Dash, sondern ein anderes Waschpülverchen. Den sollte man dann besser Persil-Schein nennen.

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mwroer 10.01.2019, 18:04
26.

Zitat von Hyacinth
Wer sich den Dash-Button zugelegt hat, weiß, was er sich ins Haus geholt hat und schätzt den Komfort, für den er sicher einen höheren Preis zu zahlen bereit ist! Da gerade bei Amazon Bestellungen auch noch binnen einiger Stunden storniert werden können (Mail teilt mit, was zu welchem Preis bestellt wurde), kann ich weder Verbraucherberatung noch Gericht verstehen.
Also Sie drücken einen Knopf um dann hinterher die E-Mail nochmal genau auf Preis, Verpackungsmenge und Artikelart zu prüfen? Erm ... nennen Sie mich jetzt pingelig aber wo genau ist da jetzt die brilliante Zeitersparnis oder Bequemlichkeit?

Diese Buttons zu verbieten ist Verbraucherschutz und der wird in dem Fall durchgesetzt. Was jeder (!) Einzelhändler haben muss - am Regal - braucht Amazon nicht weil ... Amazon ist cool?

Preis, Verpackungsinhalt - oft genug Preis pro Kilogramm, Inhaltsstoffe. All das muss im normalen Handel vor dem Kauf geprüft werden können. Und daran muss sich auch Amazon halten.

Also bestenfalls kann dieser Button eine Bestellung 'erstellen' und Ihnen auf Ihr Mobiltelefon meinetwegen eine Push-Benachrichtigung schicken - mit allen Details die auch der Einzelhandel vorhalten muss. Die können Sie ja dann bestätigen und fertig.

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sponuser936 10.01.2019, 18:05
27. Das hab ich mich auch gefragt

Zitat von KarlRad
Jeder Kiosk muss seine Produkte bepreisen. Warum sollte für Amazon was Anderes gelten?
Wie genau umgeht denn Amazon hier die Deutsche Preisangabenverordnung?

Meine Vermutung, aber ich lasse mich sehr gern korrigieren: es kommt gar kein zahlungspflichtiger Kaufvertrag zustande und Amazon verzichtet auf den Zahlungsanspruch. Wer nicht zahlt, wird dann halt gesperrt.

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mwroer 10.01.2019, 18:06
28.

Zitat von Steffen Gerlach
Wenn so ein Button gegen das Gesetz verstößt, sollte eventuell darüber nachgedacht werden, dieses Gesetz zu lockern. Mit dem Rückgaberecht, das im Versandhandel besteht, wäre ja selbst ein Button "Schick mir irgendwas zu irgendeinem Preis" nicht der Untergang. Ein Deal, dem sowohl Anbieter als auch Kunde in Kenntnis der Konsequenzen zustimmen, muss nicht unbedingt verboten werden, finde ich.
"Schick mir irgendwas zu irgendeinem Preis" ... ich kann es ja zurückschicken.

I weep for Humanity ...

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ApMe 10.01.2019, 18:10
29. Verstehe die Innovation nicht...

ich kenne das Produkt nicht, aber wenn ich nach den Foreneinträgen gehe, muss sich der Bestellprozess ja so abspielen:
Ich drücke auf meinen Kühlschrank 3 x auf die Milch AP, gehe dann in mein Arbeitszimmer um meine Mails nach einer Auftragsbestätigung von Amazon zu suchen (vermutlich im Spam), sehe dort, das eine Tüte Milch nicht 1,50 sondern 1,80 EUR kostet, ich storniere wieder, ziehe mich an um in den Supermarkt zu laufen?
Ich fühle mich auch nicht durch so ein Urteil entmündigt. Es gibt nun mal zum Schutz des Verbrauchers eine Preisauszeichnungspflicht für alle Produkte die zum Kauf angeboten werden und die gilt nun mal auch für Amazon!

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