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Daten-Drosselung: Telekom schafft DSL-Flatrates ab
AFP

Mit dem unbegrenzten Surfen soll es für Neukunden der Telekom bald vorbei sein. Ab 2. Mai werden neue Tarife eingeführt, und bei denen gibt es Obergrenzen für Datenmengen wie bei Handyverträgen. Wer zu viel Daten abruft oder hochlädt, wird auf Schneckentempo abgebremst.

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tarvos 22.04.2013, 17:04
40.

Zitat von Pfeiffer mit drei F
Eigentlich logisch, denn die Telekom muss ja auch pro GB zahlen. Mit immer schnelleren Anschlüssen und immer traffic-hungrigeren Diensten ist vorprogrammiert, dass die Telekom irgendwann eine Grenze ziehen muss.
Natürlich muss die Telekom pro GB zahlen, aber schauen sie sich mal die Einkaufspreise für Traffic an. Nur zum Vergleich: Bei einem Mietserver zahlt man als Endkunde ca. 7 Euro pro TB - da kann mir keiner erzählen, dass die Telekom als Großabnehmer mehr als 0,5 Cent (!) pro GB zahlt.

Da kriegt man bei einem 16.000er-Anschluss für 35 Euro oder mehr dann also "großzügig" Traffic im Wert von knapp 38 Cent zugebilligt? Na vielen Dank auch!

Zitat von Pfeiffer mit drei F
Das von der Telekom gewählte Modell ohne Kostenfallen und ohne Angriff auf die Netzneutralität ist dabei gar nicht so schlecht und recht kundenfreundlich.
Es ist durchaus ein Angriff auf die Netzneutralität, schließlich sind Telekom-eigene Dienste wie beispielsweise Entertain (IPTV) von der Drosselung ausgenommen. Dadurch sind direkte Wettbewerber (beispielsweise Lovefilm) direkt benachteiligt. Und es ist äußerst wahrscheinlich, dass solche Ausnahmen zunehmen werden, ist bei Spotify im Mobilfunk ja schon der Fall. Man könnte sogar behaupten, dass ein wesentlicher Teil des zukünftigen Telekom-Geschäftsmodell darin bestehen wird, Content-Anbieter dahingehend zu erpressen, sie gegen Zahlung von der Drosselung auszunehmen. In Frankreich hat Orange schon Geld von Google kassiert. Was das für Start-Ups bzw. den Wettbewerb mit Telekom-eigenen Diensten bedeutet, kann sich jeder selbst ausrechnen.

Zitat von Pfeiffer mit drei F
Ungedrosselt müssten andernfalls die meisten Kunden ein paar wenige Poweruser extrem quersubventionieren.
Mit den neuen Tarifen gibt es zwar eine implizite Preiserhöhung für Poweruser (die dann teuer Zusatzvolumen kaufen müssen), aber keine Preissenkung für Wenignutzer. Das widerspricht irgendwie dem ganzen "Gerechtigkeitsargument".

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dr.u. 22.04.2013, 17:04
41. Muss nicht sein

Zitat von Shivon
Also wenn ich Entertein mit DSL 16000 besitze, darf ich maximal 75GB runterladen? Gleich mal ein Programm, welches den Download meines Rechners für einen Monat mitschreibt... Prognose meinerseits: Das wird der Teiltod für viele Clouddienste und Gamingplattformen wie Steam sein...
So ist es nicht. Die Telekom-Services, wie Entertain u.Ä., werden da nicht mitgezählt.

Da ist ja der Sinn der ganzen Aktion: Telekom-Kunden sollen auch Telekom Zusatz-Dienste wie Entertain nutzen/buchen; natürlich kostenpflichtig. Andere Anbieter werden dann das Traffic-Budget belasten und von den Kunden gemieden werden; so der Plan.

Wenn nur genug Dummvolk einfach mitmacht wird dieses Prinzip des Gelddruckens festgeschrieben. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit bis die Konkurenz nachzieht. Dan baut jeder sein eignes Dienste-Ökosystem und alle sind glücklich; bis auf die Kunden.

75GB bei 16Mbit = 26h maximale Downloadrate
Für 4 Webradios, die 12h am Tag dudeln, gehen schon alleine ~21GB drauf (bei 128kb/s). Noch etwas Video-Streaming und Datenabgleich mit der Cloud und die 75GB sind schnell erreicht. Dafür muss mann noch nicht mal illegale Videos austauschen.

Es soll halt einfach teurer werde, damit der Magenta-Riese mehr Profit abwirft.
Man darf gespannt sein, wann die Bestandskunden mit Änderungskündigungen bedacht werden...

Na ja, es gibt ja noch genügend Alternativen...

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hanfiey 22.04.2013, 17:06
42. 2,5 GB am Tag

Das ist über den Daumen 1\2 DVD am Tag bei einer 16 Mbit Leitung. So viel ist das gar nicht, selbst wenn nur eine Seite im Netz aufgerufen wird gehen Daten hin und her von dem der "normale" Nutzer nichts mitbekommt. Ich würde mir sowas nicht antun und denke die Telekom wird zurückrudern bei dem Shitstorm der folgt.

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ecureuil 22.04.2013, 17:07
43.

Bin ich froh das ich nicht bei diesem Verein bin. Frage mich wie das dann bei uns in der Werbeagentur aussehen wird. Dort haben wir nämlich Telekom und es kommt jetzt nicht selten vor das wir Daten senden/empfangen die größer sind als 50GB.
Dann heißt es wohl demnächst zum Kunden "Sry, wir können ihren Auftrag nicht bearbeiten weil unser Traffic voll ist" ?!

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tharimar 22.04.2013, 17:08
44. Netzneutralität

Zitat von Pfeiffer mit drei F
Das von der Telekom gewählte Modell ohne Kostenfallen und ohne Angriff auf die Netzneutralität ist dabei gar nicht so schlecht und recht kundenfreundlich. Ungedrosselt müssten andernfalls die meisten Kunden ein paar wenige Poweruser extrem quersubventionieren.
Glauben Sie eigentlich selber, was Sie schreiben oder wissen Sie es einfach nicht besser? Hier wahrt die Telekom nämlich mitnichten die Netzneutralität. Sie rechnet nämlich ihr IPTV und ihre VoIP aus dem Datenvolumen heraus (wäre nämlich schon lustig, wenn bei der gebuchten Bundesliga-Übertragung plötzlich die Mattscheibe schwarz bleibt, weil das Kontigent verbraucht ist). Allerdings gibt es heutzutage mehrere legale und auch kostenpflichtige Streamdienste (z.B. Lovefilm, Maxdome) - diese schlagen dann aber ins Datenvolumen rein. Das ist alles - aber keine Netzneutralität.

Und nur mal nebenbei - mein Sohn war die Osterwoche bei mir zu Besuch. Er hat allein am ersten Tag über 20GB Daten von Steam gezogen, weil er sich 3 Spiele von seinem Steam-Konto bei mir installiert hat. Dazu kamen dann noch seine Informationsgewohnheiten (Nutzung der Mediatheken von ARD und ZDF, etwas MyVideo und viele kleine Filmchen von Youtube in 1080p wenn möglich). Am Ende der Woche lag sein Datenvolumen bei knapp 100 GB - ohne auch nur im Entferntesten irgendetwas illegal herunter geladen zu haben.
In der heutigen Zeit sind derartige Beschränkungen (Streaming, Cloud-Dienste, Office 365, Adobe-Cloud etc.) einfach völlig daneben.

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dr.u. 22.04.2013, 17:09
45.

Zitat von Pfeiffer mit drei F
Das von der Telekom gewählte Modell ohne Kostenfallen und ohne Angriff auf die Netzneutralität ist dabei gar nicht so schlecht und recht kundenfreundlich.
Die Telekom pusht damit nur ihre eigenen, kostenpflichtigen Zusatzdienste; diese zählen beim Traffic nämlich nicht mit dazu.
Netzneutralität ist was anderes!

Zitat von Pfeiffer mit drei F
Ungedrosselt müssten andernfalls die meisten Kunden ein paar wenige Poweruser extrem quersubventionieren.
Wieso? die zahlen doch schon mehr für einen schnelleren Anschluß.

Zitat von Pfeiffer mit drei F
Am Besten wäre aber immer noch: Jeder zahlt seinen Traffic einfach selber.
Tun wir doch schon. Übertraguzngsrate * Sekunden pro Monat * Faktor "X" (<1) = maximales Datentrasfervolumen, für das mit der monatlichen Gebphr bezahlt wird.

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eulenspiegel1979 22.04.2013, 17:09
46. Und so zerbröselt der Keks nunmal ...

Einen Moment lang habe ich geglaubt, heute ist der 1. April. Wie kann man denn mit Verlaub gesagt, so bescheuert sein und einen solchen Rückschrtt in Richtung Multimediales Mittelalter machen? Sicherlich entledigt man sich so den unbelehrbaren Dauersaugern, aber das wars dann auch an Vorteilen. Oder sehe ich etwas nicht? Gibt es vielleicht Insiderinformationen die sich meiner Otto- Logik verschließen, wieso es für die Telekom relevant sein sollte, wie viel Datenvolumen ich im Monat benötige? Sind die Leitungen dermaßen überlastet? Ich selbst bin bei Unitymedia (Kabel Hessen) und genieße eine 100.000er Leitung, nutze diese aber vorrangig für Multiplayer- Onlinegames, u.a. über Origin und Steam. Ehrlich gesagt weiß ich nicht annähernd, wie viel Datenvolumen im Monat fürs Zocken so durchlaufen, aber ab und an muss man ja recht üppige Downloads über sich ergehen lassen. Insbesondere bei digitalen Käufen sind 20GB keine Seltenheit. Mir graust es vor der Vorstellung, dass andere Anbieter diesen Wahnwitzigen Rückschritt mitgehen könnten. Datenbegrenzung auf dem Mobiltelefon sehe ich ja noch irgendwo ein, aber nicht auf meinem Desktop, nicht heute und nicht in 20 Jahren. Ich dachte diese Zeiten sind Geschichte und nun so was. Gut das ich diese S...bude schon vor Jahren gekündigt habe. Sorry, aber wer es in 2013 noch immer nicht schafft im Großraum Frankfurt / Main mehr als DSL über 1000 anzubieten, hat den Anschluss verpasst und gehört ins Museum. Teledoof adieu ... der Wettbewerb wird sich freuen.

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j.vantast 22.04.2013, 17:09
47. Knieschuss

Erst lockt die Telekom mit VDSL und nun jammern sie rum, der Traffic wäre zu hoch und man könne nicht weiter in die Netze investieren?
Hat doch keiner die Telekom gezwungen VDSL so günstig anzubieten.
Fakt ist aber, solange andere Anbieter eine "echte" unlimitierte Flat anbieten wird es die Telekom dann bei Neuverträgen verdammt schwer haben. Weiterhin passt es nicht zusammen das mittlerweile Wettbewerber bei LTE die Volumengrössen gerade erst hochgesetzt haben.

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ronaldo123 22.04.2013, 17:10
48. Rundfunkzwang? ...

Was ist denn mit dem ZwangsRundfunkbeitrag seit diesem Jahr. Ich werde jetzt gezwungen jedem Monat 17,98 Euro zu bezahlen nur weil ich ja die Mediathek der ÖR nutzen könnte. Nur wie soll ich die nutzen wenn mir die Telekom den Hahn zudreht? Mit 384kbit kann ich die ÖR online nicht nutzen!!! Oder fällt dann die Rundfunkgebühr weg wenn ich bei der Telekom bin?

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kainkommentar 22.04.2013, 17:11
49. Fakten

Rechnen wir doch erst einmal nach:

Ein Internetradio wird meist mit 128KBit/sec übertragen. Das sind 16 Kilobyte/sec. Oder 57.600 Kilobyte/Stunde. Oder 57,6 MByte/h. Das sind 1,38Gigabyte/Tag. Also 41,5 Gigabyte pro Monat. Ich könnte also nonstop Internetradio hören und hätte noch immer fast die Hälfte des Datenvolumens übrig. Klingt jetzt nicht wirklich wie eine Einschränkung.

Fakt ist aber auch, viele Firmen lagern Ihre Geschäftsprozesse einfach aus (Cloud-Dienste, Steam,...). Apps und Software werden über schnelle Datenleitungen Online verteilt. Und wer bezahlt die Bandbreite bisher? Die Telekom. Kann man also durchaus verstehen, diese Massnahme. Ob sie sich durchsetzt wird der Wettbewerb zeigen.

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