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Datenbrille: Google gibt Glass-Nutzern Benimmtipps
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Mit Googles Datenbrille Glass kann man unauffällig Fotos und Videos aufnehmen. Der Konzern rät Nutzern nun in einem Regelwerk dazu, Menschen zuvor um Erlaubnis zu bitten - und gibt weitere sehr naheliegende Tipps für den Umgang mit Gerät.

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tetaro 19.02.2014, 12:38
20.

Zitat von redbayer
denn so schwer zu verstehen? Hier soll doch nur getestet werden, inwieweit sich Nutzer an die Anweisungen von Google halten und gewöhnen. Später wird das wichtig, wenn viele diese Brille tragen, die Menschen entsprechend zu steuern, sei es an bestimmte Orte zu gehen, bestimmte Dinge einzukaufen oder politisch sich richtig zu verhalten. Letzteres wäre dann Aufgabe der NSA, insb. bei Wahlen.
Es gibnt bestimmt noch ein paar Geeks, die sich freiwillig ein Gehirnimplantat einsetzen lassen würden.
In der U-Bahn tippen ja auch 80% der Leute nur noch auf ihren Handies rum, die Zombifizierung der Gesellschaft ist schon fast abgeschlossen.

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kieler83 19.02.2014, 12:51
21.

Unglaublich, wieviele hier von Naivität und Paranoia geplagt werden. Um eure ganzen Überwachungsszenarios real werden zu lassen braucht man kein Google Glass. Das funktioniert bereits seit den 80ern mit wesentlich günstigeren Mitteln ganz gut. Und, ob ihr es glaubt oder nicht - es soll sogar Menschen geben, die sich das Teil kaufen, um es nicht Zweck zu entfremden!

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Stegreif 19.02.2014, 13:03
22. Die Zukunft beginnt heute

Zitat von fessi1
Im Moment sind die Dinger Vergleichbar mit C-Netz Telefonen in den 80igern. Früher oder später werden sie nahezu unsichtbar sein. Und dann?
Diese Befürchtung habe ich auch. Der technische Fortschritt geht ja immer weiter. Wer hätte vor zehn Jahren schon vermutet, zu was heutzutage ein kleines Handy in der Lage ist?

Und genau DESWEGEN ist es wichtig, sich schon jetzt klar und deutlich gegen diese Entwicklung einzusetzen, die mit Google-Glass beginnt. Genau deswegen sollte man JETZT mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg halten, solange man es den Trägern solcher Technik noch ansehen kann.

Wer jetzt schweigt, alles über sich ergehen lässt und als gottgegeben, äh, googlegegeben hinnimmt, den wird die weitere Entwicklung gnadenlos überrollen.

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Stegreif 19.02.2014, 13:11
23. Zeiten ändern sich

Zitat von tetaro
Es gibnt bestimmt noch ein paar Geeks, die sich freiwillig ein Gehirnimplantat einsetzen lassen würden.
Das ist sicherlich nur eine Frage der Zeit.
Zitat von
In der U-Bahn tippen ja auch 80% der Leute nur noch auf ihren Handies rum, die Zombifizierung der Gesellschaft ist schon fast abgeschlossen.
Die Kritik an der Benutzung von Smartphones und Tablets in U-Bahnen, Bussen u.ä. kann ich nicht nachvollziehen.

Früher haben die Leute in der U-Bahn stattdessen eine Zeitung oder Zeitschrift gelesen, oder Walkman-Stöpsel im Ohr gehabt, oder einfach nur Löcher in die Luft gestarrt. Inwiefern ist das besser, als sich mit einem Smartphone oder Tablet zu beschäftigen? Im Gegenteil, mir ist letzteres lieber, denn ein Mensch, der seine Zeitung auf dem Tablet oder eBook-Reader liest, benötigt in der Bahn erheblich weniger Platz als jemand, der seine Zeitung aufklappt. Ich erinnere mich, dass ich früher mehr als einmal eine Titelseite unfreiwillig im Gesicht hatte.

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MarioDeMonti 19.02.2014, 13:12
24. Möglichkeiten

Zitat von sysop
"Oh Gott, kann man mit diesen Dingern in meine Seele schauen?"
"Nein, aber mit der Gesichtserkennung kann ich dich identifizieren und dann in deine Suchhistorie, dein Gmail-Konto, deine Foren-Beiträge, deine letzten Einkäufe, ... schauen."

Mit entsprechenden Rechten problemlos möglich ;-)

Aber das ist wohl die Google-Strategie:
Schnell was Neues einführen, und sobald sich die Ersten kritisch über die Möglichkeiten (oder die Dreistigkeit der Anwender) äußern werden diese lächerlich gemacht und in die Ecke der Fortschrittsfeinde gestellt.
Und da sich Google ganze Horden von Anwälten (und wohl auch Journalisten und PR-Berater) leisten kann, geht diese Strategie oft auch auf.

Die Zwangsumstellung der Youtube-Konten auf Google+ war bei mir allerdings der entscheidende Tropfen.

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redbayer 19.02.2014, 14:15
25. Ja, aber das Implantat braucht man

Zitat von tetaro
Es gibnt bestimmt noch ein paar Geeks, die sich freiwillig ein Gehirnimplantat einsetzen lassen würden. In der U-Bahn tippen ja auch 80% der Leute nur noch auf ihren Handies rum, die Zombifizierung der Gesellschaft ist schon fast abgeschlossen.
gar nicht. Die Brille mit zusätzlicher Aufnahmefunktion zeigt die Augeniris des aktuellen Trägers und bietet deshalb Authenzität.

Erst wenn man weiß, wer, wo gerade was macht oder sieht kann man die richtigen Informationen dazu einblenden, das wäre augmented reality.

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redbayer 19.02.2014, 14:24
26. Genauso wie sie es sagen, wäre es aber richtig

Zitat von keinuntertan
Aber was soll man machen, wenn in naher Zukunft die Modelle von normalen (Sonnen-)Brillen kaum noch unterscheidbar sind oder gar Kontaktlinsen mit Google Glass-Funktionen ausgestattet sind (und die eigentliche Hardware wie ein Hörgerat aussieht)? Wie weit ist es denn noch entfernt, dass jemand in der Straßenbahn mein Gesicht scannt und dann meine Infos googled? Kann bald der Verkäufer im Kaufhaus per Brille mit Gesichtserkennung (und Direktverbindung zur Schufa) meine Bonität überprüfen, um abzuwägen, ob es sich lohnt, mich als Kunden zu beraten? Wie sicher ist es denn, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre keines dieser Horrorszenarios wahr wird?
Es ist heute reichlich unverschämt, dass jeder einen auf der Straße anquatschen kann, ausfragen, bewerten, nachrufen, ohne dass er sich vorstellt oder von sich etwas preisgibt. Da wäre es schon gut, via Google gleich die Hintergrunddaten zu dieser Person zu bekommen.
Dann könnte man ihn persönlich ansprechen, mit Namen und wohl auch nette Gespräche mit ihm führen, da man ja einen Teil seiner Aktivitäten kennt. So etwas mag aber offensichtlich niemand.
Lieber anonym stänkern und erst über Gespräche langsam herausfinden, wer das ist und was er einem vorlügt.

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tobilechat 19.02.2014, 15:13
27. Kasch Knigge!

Zitat von sysop
Mit Googles Datenbrille Glass kann man unauffällig Fotos und Videos aufnehmen. Der Konzern rät Nutzern nun in einem Regelwerk dazu, Menschen zuvor um Erlaubnis zu bitten - und gibt weitere sehr naheliegende Tipps für den Umgang mit Gerät.
Diese Leute bekommen von den falschen Leuten Benimmregeln. Wir alle sollten ihnen sagen, wie sie sich zu benehmen haben.
Internationale Konzerne wie Google geben Benimmregeln, wo kommen wir denn da hin?.
Die haben doch weder Moral noch Gewissen.
Wirklich, da haben die Schweizer, Elsässer und Alemannen das bessere Benehmen und auch wir mögen uns nur manchmal, wenn auch nicht gar nicht.
Google, mach ich garnich!.

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Mannfreed 19.02.2014, 18:03
28. Eigenes Bild

Also zumindest ich möchte nicht in der Öffentlichkeit fotografiert werden. Und schon gar nicht möchte ich, dass meine Fotos irgendwo im Netz versickern...

Es mag zwar oppahaft klingen, aber ich denke, dass das auch mein gutes Recht ist.

Die Argumente höre ich schon: "So ist das heute eben.", "Das ist sowas von eighties...", "Dann bleiben Sie eben daheim."

Wer ein Foto macht, der hat auch die Zeit, die Gesichter unkenntlich zu machen. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass es bei willkürlichen Fotos darauf ankommt, ob ich erkennbar bin.

Aber das könnte man ja regeln: "Es ist vorboten, Fotos Dritter ins Internet zu stellen, auf denen Personen klar erkennbar sind. Ausnahmen sind öffentliche Demonstrationen oder Veranstaltungen in denen die Teilnehmer davon ausgehen müssen, dass Fotos gefertigt werden."

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barlog 19.02.2014, 18:46
29.

Zitat von kieler83
Unglaublich, wieviele hier von Naivität und Paranoia geplagt werden. Um eure ganzen Überwachungsszenarios real werden zu lassen braucht man kein Google Glass. Das funktioniert bereits seit den 80ern mit wesentlich günstigeren Mitteln ganz gut. Und, ob ihr es glaubt oder nicht - es soll sogar Menschen geben, die sich das Teil kaufen, um es nicht Zweck zu entfremden!
Ihr letzter Satz scheint mir etwas naiv zu sein.
Die Zweckentfremdung liegt meiner Ansicht nach nicht im Ermessen des Kamerabrillenträgers, denn was sie womöglich für "Zweckentfremdung" halten, also z.B. irgendwelche Spanneraktivitäten ist für die Nerds, die sich das Teil besorgen, ohnehin ein Kaufgrund.
Die Zweckentfremdung liegt meiner Meinung nach schon in der Idee der Entwicklung eines solchen Gerätes, denn es gibt dafür nur zwei Hintergründe: Die Beeinflussung/Manipulation des Trägers durch Werbung und die unbemerkte Nutzung durch Geheimdienste.
Alles andere, was dem Brillenträger so schön und nützlich erscheint, sind aus der Sicht von Google unwichtige Nebenfunktionen.

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