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Datenleck bei WikiLeaks: Depeschen-Desaster in sechs Akten

Über 250.000 Depeschen des US-Außenministeriums, einst eingereicht bei der Enthüllungsplattform WikiLeaks,*sind öffentlich - mitsamt den*Namen von Informanten,*die nun*um ihre Sicherheit und Freiheit fürchten müssen. Das katastrophale Leck ist das Ergebnis einer höchst privaten Männerfeindschaft.

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user124816 01.09.2011, 07:36
1. .

mir ist die schlammschlacht egal, wichtig ist das die nachrichten ans licht kommen.
alleine schon weil sie bestätigen was wir immer schon behaupteten: die ganzen regierungsapparate sind kriminell und sie wissen das sie es sind.

das westerwelle doof und selbstverliebt, niebel "schräg" etc sind ist nur nebensächliche comedy.

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sappelkopp 01.09.2011, 07:52
2. Schade, dass diese...

...sehr gute Idee durch die Privatfehde zweier Dickköpfe so kläglich gescheitert ist.
Auch hier wurden Menschen wieder von der Macht der Informationen, die sie plötzlich hatten, korrumpiert.

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Niamey 01.09.2011, 07:55
3. Wikileaks

Zitat von sysop
Über 250.000 Depeschen des US-Außenministeriums, einst eingereicht bei der Enthüllungsplattform WikiLeaks,*sind öffentlich - mitsamt den*Namen von Informanten,*die nun*um ihre Sicherheit und Freiheit fürchten müssen. Das katastrophale Leck ist das Ergebnis einer höchst privaten Männerfeindschaft.
Einfach nur cool wenn selbsternannte Spezialisten, also Stümper, sich an Sachen herantrauen die dann andere Kopf und Kragen kosten. Es hat schon seinen Grund wenn Staaten bestimmte Informationen und politische wie wirtschaftliche Einschätzungen über andere in bestimmte Kategorien von Geheimhaltungsgraden stecken um Schaden, der aus deren Bekanntgabe erwachsen könnte, abzuwenden. Und was machen jetzt diese Wikileaks-Freaks zu ihrer Rechtfertigung wenn jetzt Informanten etc. "verschwinden" oder einen "Unfall" haben? Mit deren Gewissen möchte ich morgens nicht aufwachen müssen....

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hmueller0 01.09.2011, 07:56
4. seltsam, seltsam,,,

verlieren Staaten oder Konzerne Daten ihrer Bürger und Kunden - oder halten sich nicht an Gesetze, dekokratische Prinzipien etc. dann wird das immer relativiert und heruntergespielt.

Jetzt hat eine enthüllungsplattform Daten verloren. Dies wird nun gleich als Beweis hochstilisiert, dass diese Plattformen gefährlich/böse/sonstwas sind (fehlt noch der Slogan "Wahrheit lohnt sich nicht").
Dabei wird aber (absichtlich) vergessen, dass das Problem für unsere Sicherheit und Demokratie nicht WikiLeaks + co sind, sondern diejenigen, die ihre Macht und EInfluss missbrauchen und regelmäßig/gewohnheitsmässig agieren, als würden für sie GEsetzte und Normen nicht gelten.

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Grestorn 01.09.2011, 08:08
5. Frustrierend

Frustrierend an der Sache ist doch, dass es in den Depechen gar keine großen Enthüllungen gibt, auf die die Verschwörungstheoretiker so händeringend warten.

Nun sind wirklich Menschenleben in Gefahr, viel Diplomatisches Geschirr wurde zerschlagen - für nichts!
Eine Unglaubliche Pleite für die Netzcommunity, die angetreten ist, den "mächtigen" der Welt zu zeigen, wo der Hammer hängt.

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werauchimmer 01.09.2011, 08:08
6. Lebensgefahr für Quellen!

Wenn der Artikel die Fakten richtig wiedergegeben hat, ist es wohl alleine jener Domscheit-Berg, der aus größenwahnsinniger Eitelkeit heraus glaubte, er müsse die Welt über die Eigenschaften von Assange (wen interessieren die?) aufklären.

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deus-Lo-vult 01.09.2011, 08:16
7. ...

Zitat von Niamey
Und was machen jetzt diese Wikileaks-Freaks zu ihrer Rechtfertigung wenn jetzt Informanten etc. "verschwinden" oder einen "Unfall" haben? Mit deren Gewissen möchte ich morgens nicht aufwachen müssen....
Die haben ein Gewissen? :O
Seit wann?

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nurmeinsenf 01.09.2011, 08:18
8. Ich nehme an, es sollten keine Menschen sterben?

Ob Assange ein unzuverlässiger Egomane ist, kann ich nicht beurteilen, ich kenne ihn nicht persönlich. Allerdings hatte WikiLeaks noch einen guten Namen und war als Quelle interessanter Veröffentlichungen bekannt, bis Herr Domscheit-Berg öffentlich aufgetreten ist.

Und nach allem, was ich von ihm mitbekommen habe, scheint der ein verdammt großes Ego zu haben. "Du machst es nicht so, wie es aus meiner Sicht richtig wäre, also nehme ich dir deine ganzen schönen Dateien weg, mache meinen eigenen Laden auf und schreibe ein Buch über dich." Was wie eine Auseinandersetzung unter Geeks anmutet, wird nun möglicherweise Menschenleben kosten und anderen eine Zukunft in diversen Folterknästen dieser Welt bescheren.

Wie man mit sensibelsten Daten umzugehen hat, diese Demonstration ist hier hervorragend gelungen. Die Geheimdienste diverser Länder werden sich die Hände reiben.

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taggert 01.09.2011, 08:19
9. ...

Zitat von hmueller0
verlieren Staaten oder Konzerne Daten ihrer Bürger und Kunden - oder halten sich nicht an Gesetze, dekokratische Prinzipien etc. dann wird das immer relativiert und heruntergespielt. Jetzt hat eine enthüllungsplattform .....
Obwohl ich das generell sehr ähnlich sehe,
muss ich doch nochmals darauf hinweisen das es einen kleinen Unterschied zwischen Kunden- bzw. Bürgerdaten und den Daten von Informanten gibt...

Ich denke keiner der Sony Kunden musste direkt und unmittelbar um sein Leben fürchten und die Flucht ergreifen, weil Hacker seine Daten geklaut haben.

Das ist in diesem Falle aber anders...
Hier können durch diese "Panne" Menschen umgebracht und verfolgt werden.

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