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Datenleck bei WikiLeaks: Depeschen-Desaster in sechs Akten

Über 250.000 Depeschen des US-Außenministeriums, einst eingereicht bei der Enthüllungsplattform WikiLeaks,*sind öffentlich - mitsamt den*Namen von Informanten,*die nun*um ihre Sicherheit und Freiheit fürchten müssen. Das katastrophale Leck ist das Ergebnis einer höchst privaten Männerfeindschaft.

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Chris110 01.09.2011, 11:10
120. Re

Zitat von Ramsesx
Alles funktionierte bis ein Deutscher kam und alles kaputt gemacht hat. Wer will diesen zwei Kasperköpfen jetzt noch Daten anvertrauen?
Aus privater Sicht interessiert mich Wikileaks auch.
Aus staatlicher Perspektive, und es ist ja unser Staat, der Staat der Bürger, wird der Staat bald einen Straftatbestand des Verbreitens oder Ankaufs illegal erworbener Daten schaffen; oder etwas Vergleichbares.

Damit wäre Assanges Tun dann illegal. Wikileaks hat keine Zukunft. Ich kanns nur nochmal sagen, es ist der Staat der Bürger, dessen Daten da gebraucht werden. Die USA sind eine Demokratie.

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kamillentee 01.09.2011, 11:11
121. Also...

...

Der erste Fehler liegt doch klar beim Depeschen-Ersteller, den USA. Die schreiben auch Klarnamen in ihre Depeschen, auch wenn sie noch so geheim sind. Das dürfte nicht sein.
Und wenn einige tausend Zugriff im internen Netz der USA auf diese Daten hatten, liegt das Problem bei den USA.
Diese hätten, wenn sie es nicht schon getan haben, vor einem Jahr alle Informanten waren und in Sicherheit bringen können.

Aber nein, man nimmt das lieber als politisches Druckmittel.
Dummscheit Berg ist damit hoffentlich bald weg vom Fenster und Assange auch. Sollte sich doch WL ohne "Pressesprecher" betreiben lassen, ging ja Jahre lang!

Anonymous kann ja übernehmen.

Ich bin immernoch der Meinung, das wir eine solche Plattform dringend brauchen, wenn schon im Westen das eigene Volk betrogen wird, wo doch der Staat "das Volk" sein sollte, so muß selbiges die Möglichkeit haben, einzublicken, wenn der Staat sich funktionalisiert und immer rigider wird, sich selbst in die Karten blicken zu lassen.

Allein was unsere deutsche Außenpolitik angeht, müßten noch viel mehr Dinge offengelegt werden. Diese entspricht nämlich selten dem Zeitgeist und wie man sich als Land öffentlich zeigt und deutet.

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Darjaan 01.09.2011, 11:17
122. titel

Zitat von Niamey
Einfach nur cool wenn selbsternannte Spezialisten, also Stümper, sich an Sachen herantrauen die dann andere Kopf und Kragen kosten.

sie verwechseln Ursache und Wirkung wie so Viele... nicht die "Stümper" kosten anderen Menschen Kopf und Kragen, sondern kriminelle Regierungen weltweit, inkl. unserer....

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franks meinung 01.09.2011, 11:21
123. Mantel des Schweigens

Zitat von Chris110
Ich finde Wikileaks total langweilig. Was hat Assange bisher an Spektakulärem veröffentlicht? Am ehesten noch, dass die Amis über die ganze Welt lästern, und der Meinung sind, Westerwelle sei "no Genscher". Na und? Wusst man schon vorher. Name zu veröffentlichen ist dagegen immer heikel. Irgendwie hätte ich von wikileaks mehr echten Inhalt erwartet, und weniger Kollateralschäden.
Das hat doch nichts mit Wikileaks zu tun. Was in den 250.000 Seiten drin steht, wissen sie sicher nicht. Sie kennen nur einen mikroskopisch kleinen Teil, den sie durch die Medien mundgercht serviert bekamen. Mittlerweile wurde über die 250.000 Seiten geheimster Depeschen in allen Medien der Mantel des Schweigens gelegt. Entweder aus Bequemlichkeit, weil man sich nun intensivst mit der Fülle an Informationen beschäftigen müsste und dazu gewisse Kenntnisse notwendig sind, die nur wenige Fachleute haben, oder aber weil es Absprachen gibt. Die gab es auch schon zwischen den beteiligten Medien vor und während der Veröffentlichung, wie der Spiegel ja selbst schrieb.

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affenkopp 01.09.2011, 11:22
124. falscher Schluss

Der Artikel kommt zu einem völlig falschen Ergebnis. Wikileaks kann den Schutz seiner Informanten bisher vollkommen sicher stellen. Woher die Cables stammen ist bis jetzt vollkommen unklar. Versagt hat hier der paranoide Geheimndienstapparat der USA. Deren Informanten sind nun aufgeflogen. Es ist nicht die Aufgabe von Wikileaks oder anderen journalistischen Plattformen die Informanten ander zu schützen, sondern ausschließlich die eignen.
Letztlich bleibt ohnehin fraglich on diese ganze Schlammschlacht nicht von anderer Stelle gestartet wurde, um Enthüllungsplattformen zu diskreditieren. Denn wem nützt die derzeitige Situation eigentlich?

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Lobbykratie 01.09.2011, 11:23
125. Die Amis sind selbst Schuld

Zitat von sysop
Über 250.000 Depeschen des US-Außenministeriums, einst eingereicht bei der Enthüllungsplattform WikiLeaks,*sind öffentlich - mitsamt den*Namen von Informanten,*die nun*um ihre Sicherheit und Freiheit fürchten müssen. Das katastrophale Leck ist das Ergebnis einer höchst privaten Männerfeindschaft.
Nein, dass ist nicht das Ergebnis einer höchst privaten Männerfeindschaft, sondern das Ergebnis einer Supermacht, die so arrogant und dämlich ist, dass sie ihre Geheimdokumente Millionen normaler US-Bürger zugänglich gemacht hat, so dass ein normaler Obergefreiter Anfang zwanzig einfach einen USB Stick in einen Rechner stecken konnte, um die Daten runter zu laden. Sorry, aber wer so leichtfertig handelt ist selbst Schuld.
Jedes Unternehmen in der freien Wirtschaft, dass sensible Daten hat, geht damit sorgfältiger um. Schuld haben hier vor allem US Politiker! Die Amis sollen sich mal selbst an die Nase fassen!

Und mal abgesehen davon: Wenn jetzt die "Mitarbeiter" des Mossad und anderer Geheimdienste gefährdet werden, geht mir das ehrlich gesagt am A**** vorbei. Gut so!

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dongerdo 01.09.2011, 11:23
126. -

Zitat von Chris110
Wikileaks hat keine Zukunft. Ich kanns nur nochmal sagen, es ist der Staat der Bürger, dessen Daten da gebraucht werden. Die USA sind eine Demokratie.
Und eben WEIL eine Demokratie der "Staat der Bürger" ist, haben jene Bürger das Recht zu erfahren dass sie betrogen werden....

Und nebenbei: die Tatsache dass die USA eine Demokratie sind rechtfertigt gar nichts - es gibt stock-authoritäre Regime mit weniger Dreck am Stecken.....

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hannespiefke 01.09.2011, 11:25
127. Mal wieder

Der Domscheit-Berg Idiot gehört in den Knast. Ich bin wahrlich kein Freund von Assange aber der Domscheit Scherge ist wahrlich ein Idiot vor dem Herren.

Leider ist Dummheit nicht vor dem Kadi haftbar aber dieser Mensch sollte sich doch schleunigst überlegen was er mit seinem Leben anfängt.

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madras 01.09.2011, 11:26
128. Unterschätzen mal den normalen menschlichen Verstand nicht !

Zitat von NaljiaSkal
Aber ich habe mich beim durchlesen gefragt ob Personen, die nur über Internet-Alltagskenntnisse verfügen, dem Artikel wirklich folgen konnten.
Wow, aber Hauptsache Sie sind davon überzeugt, daß Sie als großer Experte hier als Einziger diesen Artikel verfolgen und verstehen konnten. Unterschätzen mal den normalen menschlichen Verstand nicht. Diesen Verstand gestehen auch unsere Regierenden ihrem Wahlvolk generell nicht zu, weswegen ja an selbigem vorbeiregiert wird. Ist gerade sehr in Mode, zu sagen: "ihr versteht das alles nicht".

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hhilscher 01.09.2011, 11:28
129. ... Demokratie?

Zitat von Nr82136
Haben Sie in der DDR gelebt? Nein, da war keine Demokratie drin, obwohl Demokratie draufstand.
Gibt es irgendwo ein Land mit echter Demokratie?
In Deutschland darf man alle 4 Jahre Personen wählen, die mindestens mit 2000 Unterstützern auf eine Liste geraten sind. Mag ich einen von denen nicht, spielt das keine Rolle. Es würde reichen das er sich selber wählt, wenn es keinen Konkurrenten gibt und er darf 4 Jahre in unserem Namen Entscheidungen treffen.
Bei diesen Entscheidungen muss wer sich aber nach denen Richten, die seiner Partei vorstehen, sonst gibt es ein Parteiausschlußverfahren und die mangelnde Überstützung lässt ihn bei der nächsten Wahl alt aussehen.
Seite Partei indes kooperiert mit Lobbiesten und lässt sich von denen Beraten, die ihre eigenen und meist nicht gesellschaftlich besten Absichten verfolgen.
Das ist keine Demokratie!

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