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Datenschutz: ePrivacy-Verordnung geht zurück auf "Los"
Lukasz Kobus/European Commission/dpa

Die seit Jahren geplante EU-Regelung zum Tracking auf Websites über Cookies, ist vorerst am Widerstand der Mitgliedstaaten gescheitert. Die EU-Kommission will nun einen neuen Vorschlag erarbeiten.

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flytogether 03.12.2019, 19:15
1. Einfach Geld verlangen wenn Online-Dienste

in Anspruch genommen werden. Dann wären die bescheuerten Cookies nicht notwendig. Es nervt kolossal dass man inzwischen auf jeder Website den Cookies zustimmen muss um banale Informationen einzuholen. Ich habe einfach null Bock dass Google Analytics und andere Dienste Informationen von mir sammeln nur weil ich im Internet ein Paar Schuhe suche. Offensichtlich ist der User schon so verblödet dass ihn das nicht mehr groß stört.

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hansriedl 04.12.2019, 23:20
2. Israel

IT in Israel:Wo die Militär-Geheimdienst-Start-up-Szene boomt.
Israels Geheimdienst stellt sogar die USA in den Schatten.
Eigentlich agieren sie im Hintergrund, im Geheimen, doch derzeit produzieren zwei israelische Cyber-Firmen Schlagzeilen: NSO und Archimedes.
NSOs Spähsoftware soll für einen Angriff auf Whatsapp-Nutzer verantwortlich sein, Archimedes Wahlkämpfe in Afrika beeinflusst haben.
Die beiden Firmen sind Beispiele für die umtriebige IT-Branche in Israel. Viele Unternehmen werden von ehemaligen Cyber-Soldaten gegründet.

https://www.sueddeutsche.de/digital/israel-silcon-wadi-cyberwar-it-sicherheit-spyware-1.4456448

Nach der Ermordung des saudischen Dissidenten Jamal Kashoggi in der Türkei wurde bekannt, dass Saudis mit Hilfe der NSO-Software Pegasus sein Handy ausspioniert hatten. 55 Millionen Dollar haben die Saudis für diese Technologie bezahlt. Die Software soll das Mikrofon und die Kamera eines Telefons aktivieren, Standortdaten sammeln sowie E-Mails und Kurzmitteilungen durchsuchen können.

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ede_wolf 04.12.2019, 05:03
3. Dienste?

Wie beispielsweise das Suchen von Schuhhändlern? Was denn nun? Banale Informationen werden ebenfalls als Dienst strukturiert...

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dk5dc 04.12.2019, 08:07
4. Wenn es denn wenigstens personalisiert wäre

Ich habe garnichts dagegen, wenn speziell die genannten Verlage gezielt werben. Wenn sie es täten. Aber allein das Alter für spezielle Angebote ( der berühmte Treppenlift) oder den Standort des Netzknotens ( schon mal 300 km entfernt) als Attribut zu ziehen ( Erstaunlich wie preiswert Zahnersatz in....... ist) ist schon unverschämt. Zumal man dann noch auf irgendwelchen Fake Angeboten landet.
Resultat: Ich meide solche Seiten immer öfter. Und habe den festen Vorsatz gefasst ein Abo einer Zeitung grundsätzlich von der Art der ‚personalisierte Werbung‚ abhängig zu machen. Dieser elende Dreck, den man serviert bekommt zeigt hoffentlich den Grad der Wertschätzung, der potentiellen Kunden entgegengebracht wird. Oder doch?

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Graphite 04.12.2019, 08:09
5. alles für die Wirtschaft

rein aus Verbrauchersicht sollte das Gesetz so schnell wie möglich kommen. Auch wenn man uns Europäern nachsagt, die "Datenkrakerei" zu überbewerten, frage ich mich dennoch, warum die Gegenseite dann so irre daran interessiert ist? macht personalisierte Werbung so viel aus? kaufe ich deswegen Zeug was ich nicht brauche? und ist es nicht vielleicht etwas übertrieben, noch 2 Monate Werbung für einen Laptop zu bekommen, wo ich Ihn längst gekauft habe?
Das Argument der Verlage, dass sie nur mit personalisierter Werbung überleben können ist ebenfalls an den Haaren herbei gezogen. Oder gibt es in der Printversion auch personalisierte Werbung, je nach dem ob meine Frau, meine Kinder oder ich die Zeitung lesen?
Werbung ist ok, solange sie nicht ständig die Webseite blockiert. Aber Datenschutz sollte ebenfalls gewahrt bleiben!
Wäre mal interessant zu sehen, wie führende Politiker oder Verlege reagieren würden, wenn man Ihr Surfverhalten öffentlich macht. ;)

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dasfred 04.12.2019, 08:46
6. Zu Nr. 1 flytogether

Ich persönlich bin sehr froh, dass ich für Inhalte nicht extra bezahlen muss, denn das würde mich doch sehr einschränken. So verkaufe ich ein paar Sekunden Aufmerksamkeit und die Werbetreibende Wirtschaft bezahlt mir die Inhalte von SPON und anderen Medien. Das die Inhalte wirklich personalisiert sind, glaubt nur der Werbekunde. Mein Kaufverhalten hat nichts mit meinem Surfverhalten zu tun. Es hat sich mit dem Internet nicht verändert gegenüber der Zeit davor, mit einer Ausnahme. Suche ich ein bestimmtes Produkt, dann prüfe ich die Preise in den Läden, die ich dafür aufsuchen würde schon vorher und spare ein paar Wege.

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fx33 04.12.2019, 09:00
7. Wenn es Sie so nervt...

Zitat von flytogether
in Anspruch genommen werden. Dann wären die bescheuerten Cookies nicht notwendig. Es nervt kolossal dass man inzwischen auf jeder Website den Cookies zustimmen muss um banale Informationen einzuholen. Ich habe einfach null Bock dass Google Analytics und andere Dienste Informationen von mir sammeln nur weil ich im Internet ein Paar Schuhe suche. Offensichtlich ist der User schon so verblödet dass ihn das nicht mehr groß stört.
Wenn es Sie so nervt, warum installieren Sie sich nicht einfach die entsprechenden Erweiterungen in ihrem Browser? Bei mir werden Javascripte, Werbung und Tracking Cookies ausgesperrt, und "normale" Cookies werden bei Verlassen einer Seite automatisch gelöscht. Ausnahmen kann man definieren. Wenn eine Seite ohne bstimmte Dinge nicht funktioniert, kann ich entscheiden, ob mir der Inhalt es Wert ist, die Sperren für diese Seite termporär oder permanent aufzuheben. Funktioniert ganz wunderbar. Ein wenig Eigenverantwortung kann man ja schon aufbringen, denke ich.

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labellen 04.12.2019, 09:55
8. niemand würde sich

in einem anderen Lebensbereich diese Form des Ausspionierens gefallen lassen.
Man würde den Beschatter stellen bzw zur Polizei gehen.
Das diese Form der Beschattung und Überwachung im Internet mittlerweile gängige Praxis ist und von weiten Teilen der Politik gedeckt wird, ist ein Skandal. Nordkorea läßt grüßen.

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Nonvaio01 04.12.2019, 10:31
9. das problem sind Sie

Zitat von labellen
in einem anderen Lebensbereich diese Form des Ausspionierens gefallen lassen. Man würde den Beschatter stellen bzw zur Polizei gehen. Das diese Form der Beschattung und Überwachung im Internet mittlerweile gängige Praxis ist und von weiten Teilen der Politik gedeckt wird, ist ein Skandal. Nordkorea läßt grüßen.
Sie nutzten Google, damit wissen Sie das Ihre daten gesammelt werden, es zwingt Sie keiner Google zu nutzen, es gibt genug search engines und browser die keine daten sammeln und weitergeben.

Sich hier hinstellen und sich beschweren weil man zu faul ist etwas selber zu aendern ist typisch.

Ich gehe zur Polizei wenn mir schaden zugefuegt wird, ich gehe nicht zur Polizei wenn ich wissentlich ein produkt nutze welches mir schaden zufuegt. Da sagt die Polizei dann auch einfach...und warum nutzten Sie es dann?

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