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Datenschutz-Verstoß: Google muss erneut für Safari-Hack zahlen
DPA

Weil Google gegen Datenschutzregeln verstoßen hat, musste der Konzern 2012 ein Rekord-Bußgeld zahlen. Nun wird das Unternehmen erneut belangt. Es hatte die Datenschutzeinstellungen in Apples Safari-Browser mit einem Trick umgangen.

ant-ipod 19.11.2013, 10:30
1. Es hilft nur das Gesetz und scharfe Kontrolle

Freiwillige Selbstverpflichtung und der ganze Zusicherungsquatsch bringen offensichtlich nichts. Der Gesetzgeber muss diese Internetschnüffelei grundsätzlich per Gesetz unterbinden und den Firmen mit Schließung und Konfiszierung des Betriebsvermögens drohen, wenn das Gesetz gebrochen wird. Regelmäßige Kontrollen müssen die Einhaltung dieser Gesetze gewährleisten helfen.

Es ist nicht mehr hinnehmbar, was sich diese privatwirtschaftlichen Konzerne erlauben... man stelle sich einmal vor, die schickten einem in der Einkaufsstraße jemanden hinterher, der fein säuberlich notiert, wo lang wir gehen, was wir uns ansehen etc. - den könnten wir wegen Stalkings verklagen - zu Recht!
Das muss im Internet ebenfalls gelten - Punkt!

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lalito 19.11.2013, 10:38
2. Danke

Vielen Dank für das Angebot über Datenschutz-Verstöße hier kommentieren zu dürfen.

Werde selbstverständlich hier keinesfalls gegen den Anbieter stänkern, der mir seit mehr als 7 Jahren spamfreien Mailverkehr gewährleistet, viele GB Speicherplatz kostenlos und ausfallfrei bereitstellt und sowieso alles weiß (was mir nicht wichtig ist) . . . ;-)))

Stößchen . . .

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lalito 19.11.2013, 10:48
3.

Zitat von ant-ipod
Freiwillige Selbstverpflichtung und der ganze Zusicherungsquatsch bringen offensichtlich nichts. Der Gesetzgeber muss diese Internetschnüffelei grundsätzlich per Gesetz unterbinden und den Firmen mit Schließung und Konfiszierung des Betriebsvermögens drohen, wenn das Gesetz gebrochen wird. Regelmäßige Kontrollen müssen die Einhaltung dieser Gesetze gewährleisten helfen. . . .
Haben Sie denn schon einmal Anzeige wegen eines Vergehens gegen gesetzliche Datenschutzbestimmungen gestellt?

Ich schon. Sie träumen vom müssen, sorry.

Gern wird so lange veschleppt, bis ein Aufwand nicht mehr im Verhältnis zum "Nutzen" steht. Die im Artikel beschriebenen Fälle wurden lediglich durch die Potenz eines aufdeckenden Mediums "schmerzhaft" geahndet . . .

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Monsterkuh 19.11.2013, 10:48
4. Gesetze ...

Ich bin gar nicht davon überzeugt, daß Gesetze da helfen. Machen wir uns nichts vor: Gesetze hinken grundsätzlich 5-10 Jahre hinter technischen Neuerungen hinterher. Internetfirmen wissen Ihre Unterhosengröße und können Aussagen über die erwarteten Größen Ihrer Nachkommen treffen, bevor der Staat überhaupt weiß, daß man sie herausfinden kann.

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Hagbard_Celine235 19.11.2013, 11:02
5. Schade

In diesem Zitat "google" durch "NSA" ersetzt und das ganze von unserem Staatsanwalt, werden wir das noch erleben?

"Indem Google das Surf-Verhalten von Millionen Leuten erfasst hat, hat das Unternehmen nicht nur deren Privatsphäre verletzt, sondern auch ihr Vertrauen missbraucht", erklärte New Yorks Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman am Montag.

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SonicSurfer 19.11.2013, 11:53
6. Man braucht schon lange keine Cookies

Google muss nicht mal den Cookie-Hack machen. Sie können einfach durch Browser-Fingerprinting die Nutzer identifizieren. Es gibt viele Seiten, die diese Technik verwenden.
Vielleicht sollte man noch andere Browser-Anbieter verklagen, weil die Cookies von Drittanbietern standartmäßig zulassen.
Die Safari-Programmierer sind selbst schuld, dass Google ihren Browser austricksen konnte. Es ist nicht mal klar ob die Lücke inzwischen beseitigt ist.

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mathildesch. 19.11.2013, 15:37
7. Google spielt ein riskantes Spiel

Google spielt ein riskantes Spiel.
Nein, nicht für sich.
Diese Geldbußen sind innerhalb weniger Minuten verdient, auch wenn es 100 Millionen USD wären. Man schaue sich den Milliarden Gewinn 2012 an.

Das Spiel ist riskant für den Bürger. Denn spätestens jetzt wissen wir, dass das, was Google weiß, auch die N/USA weiß. Google wird als "joined PRISM" in "January 2009" in NSA-Unterlagen aufgeführt, dier der SPIEGEL zitierte.

Google macht aus dem Tracking, d.h. dem Anlegen von Persönlichkeitsdossiers eine Wissenschaft. Und handelt mit diesem Wissen.

Und nein, man kann Google nicht ausweichen: Schauen Sie mal mit Ghostery, NoScript oder RequestPolicy (Addons für FF), wo Google überall als googlesyndication, googleapis, google analytics unsichtbar "eingebaut" ist.

"Wir wissen, wo du bist. Wir wissen, wo du warst. Wir können mehr oder weniger wissen, was du gerade denkst", Google Inc.

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tomislav77 19.11.2013, 23:46
8. Also...

Zitat von Hagbard_Celine235
In diesem Zitat "google" durch "NSA" ersetzt und das ganze von unserem Staatsanwalt, werden wir das noch erleben? "Indem Google das Surf-Verhalten von Millionen Leuten erfasst hat, hat das Unternehmen nicht nur deren Privatsphäre verletzt, sondern auch ihr Vertrauen missbraucht", erklärte New Yorks Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman am Montag.
...ich glaube nicht, so richtig ich Ihre Aussage auch finde. Denn unsere Supergrundrechts-Minister Friedrich hat uns ja ausführlich erklärt, dass wir für unsere Internet-Sicherheit eher selbst zuständig sind. Aber um ganz sicher zu gehen, gibt es dann ja auch das No-Spy-Abkommen.

Das beruhigt jetzt, oder?

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