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Debatte um Artikel 13: Die Sturheberrechtsreform
IPON/ imago

Im Streit um die EU-Urheberrechtsreform stehen sich Befürworter und Gegner unversöhnlich gegenüber. Junge Demonstranten schimpfen auf Politiker - und umgekehrt. Längst geht es um mehr als eine trockene Richtlinie.

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knuty 25.03.2019, 12:33
220.

Zitat von HansUeli
Darf ich fragen woran Sie (insbesondere bei 1) denn genau zweifeln? Wenn Sie einen Uploadfilter implementieren möchten, dann benötigen Sie dazu ein digitales Abbild (nicht notwendigerweise die Orginaldaten, aber irgendein digitales Abbild) JEDES urheberrechtlich geschützten Werkes. Also von jedem Text, jedem Bild, jedem Video, jedem Film. Denken Sie nicht, dass alleine die zu speichernde Datenmenge gigantisch ist? Wer ausser den genannten Unternehmen hat denn nur ansatzweise die Infrastruktur um mit solchen Datenmengen zu operieren, und das vor allem in einer Form welche einen effizienten Vergleich mit dem zum Upload geforderten Inhalt erlaubt? Und dann haben Sie mit der eigentlichen Aufgabe (dem Vergleichen mit den zum Uploaden angefragten Daten) noch gar nicht begonnen. Die Probleme beginnen aber noch viel früher: woher sollen Sie Ihre Eingangsdaten herkriegen? Wieviele urheberrechtlich geschützte Werke gibt es denn? Sie müssen ja nicht nur "bekannte" Werke berücksichtigen, sondern auch den Flötenspieler aus Tschechien, den Ukulele-Komponisten aus Indien der in England wirkt und den syrischen Schriftsteller der seine Werke auf arabisch veröffentlicht. Dass die grossen IT-Giganten sich wehement gegen Artikel 13 sträuben ist ein Argument das von den Befürwortern immer wieder aufgeführt wird, in meinen Augen aber nicht wirklich zutrifft. Deren Reaktion war in meinen Augen eher verhalten, ausserdem dürfte deren Ablehnung der Reform vor allem auf Artikel 11 (Leistungsschutzrecht) beruhen. Zudem könnte Artikel 13 dann für sie zum Problem werden, wenn die Filter wirklich "funktionieren" müssen. Denn die bis lang existierenden Filter (ContentID von Youtube z.B., welche bis lang de facto das Maximum der technischen Möglichkeiten darstellen) lassen sich immer noch sehr einfach umgehen (lange war es z.B. möglich den Filter zu umgehen indem das Video einfach gespiegelt wurde). Die technische Unmöglichkeit eines solchen Filtersystems ist ja gerade einer der grossen Kritikpunkte an Artikel 13.
Ob technisch möglich oder nicht, warum sollte man denn überhaupt upload-Filter benötigen? Um so gut wie keine Inhalte mehr zu haben?

Wie sollte denn z.B. die Bildersuche von Google oder Bing denn mit upload-Filtern funktionieren?

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tok1 25.03.2019, 12:40
221.

Lieber khaly, ich muß zugeben, daß ich beim Lesen Ihres Kommentars ein wenig weinen mußte. Sie Armer! Als Feind betrachtet, in den Medien niedergetrampelt, ohnmächtig und traurig. Ja, was ist nur aus Deutschland geworden?! Dann habe ich mich aber wieder gefaßt. Schließlich geht es bei der Reform nur darum, daß Urheber von Youtube endlich nicht mehr rücksichtslos ausgebeutet, sondern fair bezahlt werden. Und wissen Sie was? Das ist wichtiger als Ihre Bildwitzchen. So einfach ist das. Sie möchten auf dem Silbertablett eine Lösung „geboten“ bekommen, die Ihnen so richtig rundum gefällt, und bis dahin muß das Urheberrecht, müssen Künstlerexistenzen eben leider dran glauben? Kommen Sie, legen Sie jetzt mal den Lolly weg.

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tok1 25.03.2019, 12:51
222.

Zitat von HansUeli
Hören Sie auf Lügen zu verbreiten. Youtube begeht keine massenhaften Urheberrechtsverletzungen sondern hat mit den Rechteverwertern Lizenzvereinbarungen. Das ist jedem bekannt und das kann jeder innerhalb von Minuten mit Google nachprüfen. Und sollten Sie weiterlügen wollen müssen Sie mir erst erklären, weshalb Jahre lang Inhalte in Deutschlang gesperrt wurden (GEMA Stoppschilder). Das beweist sofort, dass Youtube sehr wohl Inhalte sperrt, für welche Sie keine Lizenzvereinbarungen treffen konnten.
Die jahrelange Sperrung einzelner Titel war eine Bashing-Aktion, mit der Youtube seine User sehr erfolgreich gegen die Gema aufgebracht hat, weil Youtube eben KEINE Lizenzen zahlen wollte. Dabei gab Youtube vor, die Titel würden von der Gema gesperrt, was zu der gewünschten Haßwelle führte. Die Gema war schließlich (leider viel zu spät) mit einer Klage dagegen erfolgreich. Googeln Sie mal.

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wiispieler 25.03.2019, 12:51
223. nichts verstanden

Zitat von Listkaefer
... die Urheber und Künstler endlich das bekommen, was Ihnen aus illegalen Internetveröffentlichungen zusteht. Das Bedürfnis pubertierender Jugendlicher, Verschwörungstheoretiker und Wichtigtuer, sich schrankenlos auf Youtube und Facebook austoben zu können ist demgegenüber nachrangig! Und das Wirtschaftsinteresse der US-Internetkonzerne zählt hier überhaupt nichts. Diese Bande handelt aus Geschäftsinteresse und Geldgier schlicht gesellschaftsfeindlich.
Sie haben nicht verstanden worum es geht und was gefordert wird.
Informieren Sie sich und überdenken Sie dann nochmal Ihren Beitrag.

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wiispieler 25.03.2019, 12:53
224. natürlich

Zitat von hansgustor
Das Absurde an der Reform ist dass es für die Plattformen, gegen die sich die Reform richten, ein Milliardengeschäft wird. Die sind die einzigen die sich Uploadfilter leisten können und werden sie an alle anderen weiter verkaufen. Das wird ein Quasi-Monopol für Google. Aber die sind ja nicht böse und werden bestimmt alles ganz günstig anbieten ...
Natürlich werden die das ansonst anbieten, also kein Geld sondern „nur“ die gesamten Nutzerdaten des „Käufers“ fordern.

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HansUeli 25.03.2019, 13:13
225.

Zitat von knuty
Ob technisch möglich oder nicht, warum sollte man denn überhaupt upload-Filter benötigen? Um so gut wie keine Inhalte mehr zu haben? Wie sollte denn z.B. die Bildersuche von Google oder Bing denn mit upload-Filtern funktionieren?
Hä? Vielleicht weil genau das der umstrittene Artikel 13 indirekt fordert? (Ja das Wort Uploadfilter kommt im Gesetz nicht vor, wie sie aber sonst pro Sekunde allerdings mehrere Stunden Videomaterial beurteilen wollen wenn nicht per automatischem Filter müssen sie mir erst Mal erklären).
Und was die Bildersuche von Google oder Bing an der Stelle hier soll erschliesst sich mir nicht.

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Sendungsverfolger 25.03.2019, 13:19
226. Nun, ...

Zitat von tok1
... Schließlich geht es bei der Reform nur darum, daß Urheber von Youtube endlich nicht mehr rücksichtslos ausgebeutet, sondern fair bezahlt werden. Und wissen Sie was? Das ist wichtiger als Ihre Bildwitzchen. So einfach ist das. Sie möchten auf dem Silbertablett eine Lösung „geboten“ bekommen, die Ihnen so richtig rundum gefällt, und bis dahin muß das Urheberrecht, müssen Künstlerexistenzen eben leider dran glauben? Kommen Sie, legen Sie jetzt mal den Lolly weg.
... wenn Sie mir zeigen, wo in Art. 13 das Wort "Urheber" vorkommt, bekommen Sie einen Keks. Und nein, das Wort "Rechteinhaber" zählt nicht, das ist ganz was anderes. Im Zweifelsfalle können Sie den Unterschied googeln. Und ja, es hat einen (juristischen) Grund, warum das Wort "Urheber" zwar in Art. 11 und 12, nicht aber in Art 13. Vielleicht kommen Sie auch drauf, welchen.

Soviel zum Thema "leidende Künstlerexistenzen" ...

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HansUeli 25.03.2019, 13:22
227.

Zitat von tok1
Die jahrelange Sperrung einzelner Titel war eine Bashing-Aktion, mit der Youtube seine User sehr erfolgreich gegen die Gema aufgebracht hat, weil Youtube eben KEINE Lizenzen zahlen wollte. Dabei gab Youtube vor, die Titel würden von der Gema gesperrt, was zu der gewünschten Haßwelle führte. Die Gema war schließlich (leider viel zu spät) mit einer Klage dagegen erfolgreich. Googeln Sie mal.
Was soll die Lügerei schon wieder, tok1? Youtube und die GEMA sind sich in Verhandlungen nicht einig geworden, folglich hat Youtube alle Inhalte in Deutschland (wie vom Gesetz verlangt) gesperrt. Das ist doch genau das, was die Befürworter der Reform wollen. Der Rechteinhaber (die GEMA) konnte selbst über die Verwertung bestimmen. Im übrigen ging es nicht darum dass Youtube nicht bezahlen wollte, sondern um die Höhe der geforderten Abgaben.

Das ständige verbreiten von Unwahrheiten ist genau das, was die Gegner von Artikel 13 verärgert. Halten Sie sich gefälligst an Fakten.

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HansUeli 25.03.2019, 13:32
228.

Zitat von knuty
Wenn keiner der Demonstranten gegen das Urheberrecht ist, weshalb demonstrieren sie dann gegen das Urheberrecht?
Lieber knuty es wurde dir bereits dutzende Male (auch von mir) mitgeteilt, dass die Gegner von Artikel 13 nicht gegen das Urheberrecht protestieren. Es ging nie darum, Künstler nicht entlohnen zu wollen, es ging nie darum gratis konsumieren zu wollen, es ging nie darum das Recht am eigenen geistigen Eigentum nicht anerkennen zu wollen. Diese immergleichen und falschen Unterstellungen sind genau das, was diese Diskussion immer weiter vergiftet.

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HansUeli 25.03.2019, 13:39
229.

Zitat von tok1
Lieber khaly, ich muß zugeben, daß ich beim Lesen Ihres Kommentars ein wenig weinen mußte. Sie Armer! Als Feind betrachtet, in den Medien niedergetrampelt, ohnmächtig und traurig. Ja, was ist nur aus Deutschland geworden?! Dann habe ich mich aber wieder gefaßt. Schließlich geht es bei der Reform nur darum, daß Urheber von Youtube endlich nicht mehr rücksichtslos ausgebeutet, sondern fair bezahlt werden. Und wissen Sie was? Das ist wichtiger als Ihre Bildwitzchen. So einfach ist das. Sie möchten auf dem Silbertablett eine Lösung „geboten“ bekommen, die Ihnen so richtig rundum gefällt, und bis dahin muß das Urheberrecht, müssen Künstlerexistenzen eben leider dran glauben? Kommen Sie, legen Sie jetzt mal den Lolly weg.
Und wie oft muss man Ihnen noch aufzeigen, dass sich gerade für Youtube mit der Reform nichts ändern wird? In Artikel 13 geht es darum, dass illegale Inhalte vor dem Upload abgefangen werden sollen. Die Inhalte auf Youtube sind jedoch bereits jetzt legal und sind auch nach der Reform noch legal. Gerade für Youtube ändert sich mit der Reform also nichts.
In fast jedem Kommentar von Ihrer Seite geht es um Youtube. Mit Ihrem Beissreflex hämmern Sie völlig ausser sich auf Youtube ein. Wozu? Youtube ist nicht betroffen! Ihre ganze Argumentation macht hinten und vorne keinen Sinn!

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