Forum: Netzwelt
Debatte um Kinderpornografie: Piratenpartei-Gründer entsetzt eigene Leute
picture alliance / dpa

Der Besitz von Kinderpornografie soll Redefreiheit sein - mit dieser Idee hat der Gründer der schwedischen Piratenpartei und der internationalen Piraten-Bewegung Rick Falkvinge harsche Kritik auf sich gezogen.

Seite 2 von 10
malte 10.09.2012, 10:59
10. Tschüss, Pipipartei.

Die Piraten sind und bleiben ein Verein von Nichtswissern und Illusionisten. Gibt es eine belastbare These, die diese Partei hervorgebracht hat, ein durchdachtes Programm oder auch nur eine greifbare Idee? NEIN.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
biobanane 10.09.2012, 11:00
11.

Zitat von Rainer Helmbrecht
Es scheint zu einer neuen Partei zu gehören, dass sie vor allem sexuelle Freiheit im Sinn haben. Auch die Grünen haben zu Anfang vor allem Sex mit Kindern im Kopf gehabt.
Nein, haben sie nicht. Es gab eine kleine Gruppe, heute würde man sagen Politsekte, die sich dafür einsetzte. Und natürlich gab es Nachwehen der 60er und 70er Jahre, in denen man die sexualle Freiheiten etwas weiter fasste, das war aber nie Parteilinie, sonder geisterte durch einige Diskussionen, beispielsweise bei der Abschaffung des §175, der ja den homosexuellen Verkehr mit Jugendlichen unter Strafe stellte. Da gab es schon Stimmen, die die Altersangebe ganz weglasen wollten, was auch nachvollziehbar ist, weil ein Schutzalter immer willkürlich ist.

Bitte also Vorsicht mit Bezeichnung wie "Die Grünen".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
niska 10.09.2012, 11:15
12.

Zitat von bgötz
Nein, die Piraten stehen nicht auf dem Boden des Grundgesetz, zumindest in einem ganz wesentlichen, zentralen Punkt: Sie fordern laut Parteiprogramm (siehe Piratenwiki) "das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von ......
Au Backe. Erstens geht es hier um was deutlich wichtigeres als Geld für Content und zweitens ist Ihre Argumentation wie immer einigermaßen inkonsistent.
Sie behaupten einfach mal Forderungen, die die Piraten so gar nicht stellen ("Content für alle für umsonst") und bauen anhand dieser Falschdarstellungen dann eine Argumentationskette.
Reden über angebliche Enteignungen, ohne die Definition des Begriffs zu kennen etc.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
teutoniar 10.09.2012, 11:29
13.

Zitat von niska
Au Backe. Erstens geht es hier um was deutlich wichtigeres als Geld für Content
Es gibt immer etwas, das wichtiger als etwas anderes ist. Das kann kein Argument pro oder contra etwas sein.

Zitat von niska
Sie behaupten einfach mal Forderungen, die die Piraten so gar nicht stellen ("Content für alle für umsonst")
Etliche Forenposter vor Ihnen haben das auch schon dementiert und hinterher einsehen müssen, dass sie sich geirrt haben. Der entsprechende Text wurde von Ihrem Vorredner sogar wörtlich zitiert: "das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern"

Das bedeutet im Klartext, dass man alles kopieren und auch per Internet anbieten darf, was nicht niet- und nagelfest ist, solange es nur "nichtkommerziell" ist. Also Texte, Bilder, Bücher, Musik, Filme auf der eigenen Festplatte sollen problemlos verbreitet werden dürfen.
Und dagegen gibt es dann natürlich keine rechtliche Handhabe, wenn es nach den Piraten geht, denn Kopieren ist ja ausdrücklich erwünscht und soll sogar "gefördert" werden. Das ist, wie Ihr Vorredner richtig begründet hat, ein massiver Eingriff in das Eigentumsrecht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
niska 10.09.2012, 11:31
14.

Zitat von malte
Die Piraten sind und bleiben ein Verein von Nichtswissern und Illusionisten. Gibt es eine belastbare These, die diese Partei hervorgebracht hat, ein durchdachtes Programm oder auch nur eine greifbare Idee? NEIN.
Sie hätten sich auch einfach mal kurz mit den Piraten inhaltlich auseinandersetzen können, dann müssten Sie sich nicht selbst falsche Antworten geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bassattack 10.09.2012, 11:31
15. Naja...

...hätte es noch eines Beweises gefehlt, diese Truppe nicht zu wählen: Da haben wir ihn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ohjeee 10.09.2012, 11:35
16.

Schön finde ich auch:
Zitat von
So ruft ihm Klaus Peukert, Mitglied im Bundesvorstand der deutschen Piratenpartei auf Twitter zu: "Gründe doch eine eigene Partei, die so einen Scheiß mag."
Und das eben zu dem Gründer der Piratenpartei Schweden und der Piratenbewegung im Allgemeinen :-D
Muss halt Herr Peukert seine eigene Partei gründen oder austreten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
niska 10.09.2012, 11:39
17.

Zitat von teutoniar
Es gibt immer etwas, das wichtiger als etwas anderes ist. Das kann kein Argument pro oder contra etwas sein.
Dann suche Sie sich doch bitte ein geeignetes Forum mit einem geeigneteren Titel um den Urheberrechtsquatsch das fünfhundertste mal ergebnislos durchzukauen.
Hier geht es um Kinderpornografie und nicht um ihre monetären Partikularinteressen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
maledicto 10.09.2012, 12:27
18. titel

Zitat von malte
Die Piraten sind und bleiben ein Verein von Nichtswissern und Illusionisten. Gibt es eine belastbare These, die diese Partei hervorgebracht hat, ein durchdachtes Programm oder auch nur eine greifbare Idee? NEIN.
Ja, gibt es alles. Wenn Sie Augen und Ohren verschließen sind doch nicht die Piraten daran schuld, dass Sie nichts mitbekommen.
Sie sind schon ein wenig für sich selber verantwortlich.
Aus dem Programm der Piratenpartei:

-Mehr Demokratie beim Wählen
-Keine Beschränkung der Kopierbarkeit
-Förderung der Kultur
-Freie demokratisch kontrollierte technische Infrastruktur
-Trennung von Staat und Religion
-Für Migration
-Änderung der Drogenpolitik
-Schutz von Whistleblowern

Ich erwarte von Ihnen ein Danke.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
maledicto 10.09.2012, 12:38
19. .

Zitat von bgötz
Nein, die Piraten stehen nicht auf dem Boden des Grundgesetz, zumindest in einem ganz wesentlichen, zentralen Punkt: Sie fordern laut Parteiprogramm (siehe Piratenwiki) "das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern"....
Sie zitieren aus dem Zusammenhang gerissen.
Um den Zusammenhang wieder herzustellen, sind noch folgende Punkte aus dem Parteiprogram im Bezug auf das Urheberrecht notwendig.

"Systeme, welche auf einer technischen Ebene die Vervielfältigung von Werken be- oder verhindern
(„Kopierschutz“, „DRM“, usw.), verknappen künstlich deren Verfügbarkeit, um aus einem freien Gut
ein wirtschaftliches zu machen. Die Scha!ung von künstlichem Mangel aus rein wirtschaftlichen
Interessen erscheint uns unmoralisch, daher lehnen wir diese Verfahren ab."

"Da sich die Kopierbarkeit von digital vorliegenden Werken technisch nicht sinnvoll einschränken
lässt und die #ächendeckende Durchsetzbarkeit von Verboten im privaten Lebensbereich als gescheitert
betrachtet werden muss, sollten die Chancen der allgemeinen Verfügbarkeit von Werken
erkannt und genutzt werden. Wir sind der Überzeugung, dass die nichtkommerzielle Vervielfältigung
und Nutzung von Werken als natürlich betrachtet werden sollte und die Interessen der meisten
Urheber entgegen anders lautender Behauptungen von bestimmten Interessengruppen nicht
negativ tangiert.
Es konnte in der Vergangenheit kein solcher Zusammenhang schlüssig belegt werden. In der Tat
existiert eine Vielzahl von innovativen Geschäftskonzepten, welche die freie Verfügbarkeit bewusst
zu ihrem Vorteil nutzen und Urheber unabhängiger von bestehenden Marktstrukturen machen können"

"Wir erkennen die Persönlichkeitsrechte der Urheber an ihrem Werk in vollem Umfang an. Die heutige
Regelung der Verwertungsrechte wird einem fairen Ausgleich zwischen den berechtigten wirtschaftlichen
Interessen der Urheber und dem ö!entlichen Interesse an Zugang zu Wissen und Kultur
jedoch nicht gerecht. Im Allgemeinen wird für die Scha!ung eines Werkes in erheblichem Maße
auf den ö!entlichen Schatz an Schöpfungen zurückgegri!en. Die Rückführung von Werken in den
ö!entlichen Raum ist daher nicht nur berechtigt, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit der menschlichen
Schöpfungsfähigkeiten von essentieller Wichtigkeit.
Es sind daher Rahmenbedingungen zu scha!en, welche eine faire Rückführung in den ö!entlichen
Raum ermöglichen. Dies schließt insbesondere eine drastische Verkürzung der Dauer von Rechtsansprüchen
auf urheberrechtliche Werke unter die im TRIPS-Abkommen vorgegebenen Fristen ein."

Und schon kann man sehen, dass Sie vollkommen falsch liegen.
Es geht nicht um irgendeine Art der Enteignung sondern um einen gerechten Ausgleich und eine Förderung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 10