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Debatte um Shooter "Battlefield V" : Hilfe, eine Frau!
Electronic Arts

Der Shooter "Battlefield V" spielt im Zweiten Weltkrieg und hat offenbar eine weibliche Hauptfigur. Im Netz ärgert das manche Gamer sehr. Wir haben nachgefragt: Warum eigentlich? Und was sagen Gamerinnen dazu?

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Nonvaio01 29.05.2018, 11:35
70. cool

man wird an verkaufszahlen sehen, da ja wie im SPON berichtet 45% aller gamer frauen sind...;-)

Mir ist es voellig egal, ob nun Frau oder mann da rumballern, die spiele sind mir zu schnell und benoetigen zu viele knoepfe..;-) Ich schaue aber gerne zu.

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Trevor Philips 29.05.2018, 11:38
71.

Zitat von hannes123245
EA beweißt wieder einmal was für ein schlechtes Studio sie sind. Ich rede hier nicht von der technischen Leistung. Diese ist an der Spitze des möglichen. Ich rede hier vom absolut schlechtem Game Design. Wie kann man nur auf so eine verzerrte Schnapsidee kommen, ein Spiel in eine geschichtliche Epoche zu setzen und diese dann völlig falsch zu interpretieren.
Da ist noch nicht mal so viel falsch interpretiert. Gerade in den Widerstandsorganisationen und Partisanenverbänden haben viele Frauen gekämpft. SOE und OSS hatten auch eine Menge weiblicher Mitglieder, welche natürlich auch, z.B. in Norwegen und Frankreich gekämpft haben.
Bei Titeln wie Battlefield von historischer Korrektheit oder Realismus auszugehen ist auch mehr als vermessen. Die dienen im besten wie auch im schlechtesten Sinne der Unterhaltung, nicht aber dem Geschichtsstudium.

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cor 29.05.2018, 12:06
72.

Zitat von Trevor Philips
Bei Titeln wie Battlefield von historischer Korrektheit oder Realismus auszugehen ist auch mehr als vermessen.
Vielleicht nicht realistisch, aber historische Korrektheit hat durchaus immer eine grosse Rolle gespielt in Battlefield. Waffen, Fahrzeuge, Uniformen und auch die SP-Kampagne waren durchaus mit den tatsächlichen historischen Ereignissen abgestimmt.
Es geht um Authentizität und um Immersion. Je mehr ein Spiel von historischer Korrektheit abweicht, desto weniger immersiv ist es für die Spieler, da es einfach nicht mehr glaubwürdig ist.

Wenn das nicht so wäre, könnten wir bei BF in einem WW2 Szenario ja auch einfach mit pinken Dinosauriern auf Schlümpfe mit Zuckerwatte schiessen. Wir wär's? Vielleicht wird Ihnen dann auch klar, dass auch Sie in Wirklichkeit sehr wohl ein ganzes Stück weit von historischer Korrektheit ausgehen.

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tobyr 29.05.2018, 12:35
73. Oho, was für ein mutiger Schritt für die Diversität!

"Okay, wir brauchen ein weibliches Frontschwein in unserem """"2. Weltkrieg""""-Ballerspiel! Aber kein russisches weibliches Frontschwein, obwohl sich das historisch absolut passig wäre, weil so weit können wir die dumpf vernebelte Komfortzone unserers achso aufgeschlossenen Publikums nun wirklich nicht antasten!"

Lächerlich. (Wie der Rest des Trailers auch.) Schon bei BF18 haben die Macher versucht, mit dem Authentizitäts/Respekt-Blablabla irgend wie bei irgend wem Punkte zu machen, obwohl ihr Shooter mit dem ersten Weltkrieg so viel zu tun hatte wie Overwatch. Und ihr neuer Shooter hat mit dem 2. Weltkrieg offenbar ähnlich viel zu tun.

Und nur, um dem zu erwartenden Einwand zu begegnen: Historizität in Spielen ist keine Dichotomie, sondern eine Skala. Es gibt einen Unterschied dazwischen, ob man auf der einen Seite historische Akuratesse zugunsten spieltechnischer Möglichkeiten zurückschraubt oder auf der anderen Seite auf dem historischen Hintergrund geradezu ostentativ herumtrampelt, wie es hier geschehen ist.

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Pickle_Rick 29.05.2018, 12:48
74.

"Der Shooter "Battlefield V" spielt im Zweiten Weltkrieg und hat, so lässt ein Trailer vermuten, offenbar eine weibliche Hauptfigur. "

Ich zocke Battlefield seit der ersten Stunde. Mal abgesehen von BF Heros und Hardline (*würg*). Mich irritiert es daher, wenn man bei dieser Serie von einer Hauptfigur spricht. BF ist schon immer zuerst Multiplayer- und dann Singleplayerspiel gewesen. Selbst in den Kampagnen hat man meist mehrere Figuren gespielt. In dem Sinne hat kein BF eine wirkliche Hauptfigur. In den Episoden aus BF1 gab es übrigens auch eine mit einer Frau.
Nach meinen Infos kann man in BF V jetzt generell eine eigene Figur erstellen und individualisieren. Das Aussehen ist nicht mehr nur durch Klassen und kleinere Änderungen bei Waffen- und Uniformskins bestimmt sondern wie in Rollenspielen frei wählbar. Dazu gehört jetzt eben auch das Geschlecht. Korrigiert mich wenn ich falsch liege aber meiner Ansicht nach, ist die Kämpferin aus dem Trailer nur ein Beispiel für eine mögliche Spielfigur. Ok es ist historisch nicht unbedingt akkurat aber das war BF noch nie. Trotzdem sollte das jeweilige Setting einigermaßen glaubwürdig rüber kommen. Was mich viel mehr stört, ist allgemein die Wirkung des Trailers und das Ausmaß des Customizings. Soldaten tragen Uniformen und laufen eher nicht als quietschbunter Haufen durch die Gegend. Allgemein finde ich den Trailer etwas zu bunt für das Setting. Sich da jetzt die Sache mit der Frau rauszupicken ist albern. Ich bin ich gespannt und lasse mich überraschen. Es ist nur ein Trailer und wie das ganze Spiel wird, weiß man nicht. BF war schon immer recht facettenreich. Außerdem kann man seit Jahren meist vor Release die Beta zocken und sich selbst ein Bild machen. Wenn es aus irgendeinem Grund nicht gut wird, kaufe ich es nicht. Wenn jemand heute noch bei EA oder sonstigen großen Publishern vorbestellt, ist ihm eh nicht mehr zu helfen.

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McGeehan 29.05.2018, 13:30
75. Konstruierter Hype!?

Der Artikel erweckt den Eindruck, dass der Hauptinhalt des kurzen - und bisher einzigen - Trailers zu BF V die Aussage ist, dass das Spiel Frauen in tragenden, hier: kämpfenden, Rollen darstellt.
Diese Aussage teile ich nicht. Frauen spielen sowohl in der Kampagne von Battlefield 4, als auch im aktuellen Battlefield 1 bereits tragende Rollen, nur hat das niemand zum Anlass genommen, eine "Debatte" darüber loszutreten.
Weiterhin sind im Trailer mindestens 24 weitere entscheidende Hinweise und Aussagen zu Spielinhalten, Gunplay, Spielmechaniken, Szenarios und zum Steuerungssystem offensichtlich oder versteckt dargestellt, die IMHO wesentlich relevanter und aussagekräftiger sind als die Tatsache, dass es spielbare weibliche Charaktere gibt.
Der vermeintliche Hype um Frauen in BF1 und die angezettelte "Diskussion" darum (Stichwort #notmybattlefield) sind daher entweder ein geschickter Schachzug der PR-Abteilung von EA, um sich auch in anderen als den üblichen Konsumentenkreisen ins Gespräch zu bringen oder aber - wahrscheinlicher - ein konstruierter Hype um das Gefasel einiger weniger Trolle und Hater, denen SPON mit diesem Artikel eine schöne öffentliche Plattform für ihre ewiggestrigen Auffassungen von Geschlechterrollen bietet.

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Trevor Philips 29.05.2018, 13:31
76.

Zitat von cor
Vielleicht nicht realistisch, aber historische Korrektheit hat durchaus immer eine grosse Rolle gespielt in Battlefield. Waffen, Fahrzeuge, Uniformen und auch die SP-Kampagne waren durchaus mit den tatsächlichen historischen Ereignissen abgestimmt.
Weder Waffen noch Fahrzeuge sind da abgestimmt. Oder sind Sie wirklich davon überzeugt das Panzer wie der Churchill, Churchill Crocodile oder Valentine in solcher Geschwindigkeit durch Gelände und Gebäude pflügen. Die Höchstgeschwindigkeit der späteren Churchill-Varianten auf der Straße betrug etwas über 20 km/h, im Gelände deutlich weniger. Das zieht sich zumindest bei den Fahrzeugen durch die ganze Reihe. Bei den Waffen ist es nicht so viel besser wenn ich mich richtig an BF4 erinnere. Da rattern ganze Gurtkästen von 200 Schuß durch das M249 und die Waffe wird nicht heiß, es gibt keine Treffpunktverlagerung, keine Ladehemmung. Abrams knallen mit einer Geschwindigkeit durchs Gelände die bei jedem normalen Panzer die Drehstäbe zu Staub werden lassen würden.
Nochmal, es ist gut gemacht Unterhaltung, die ich auch schätze, aber das war es auch schon.

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spatenheimer 29.05.2018, 14:02
77.

Zitat von NuclearSavety
Nach Sichtung des Trailers hab ich eine ganze Menge negativer Eindrücke, und keiner davon betrifft die darin enthaltene Frau. Da ist zum einen dass es sich offensichtlich um eine stark gescriptete Sequenz handelt, welche nicht repräsentativ für das Spiel sein wird. Und das Ganze ist dann auch so hektisch, dass es vermutlich selbst einem ADHS Kind zu viel wird. Aber solche Kritikpunkte will der Hersteller des Spiels ja lieber nicht in den einschlägigen Medien hören, da schwingt man lieber die frauenfeindlich-Keule ...
Wenn den Leuten in einem quietschbunten, vollkommen überzogenen Trailer zuerst die Frau negativ auffällt sind mit Sicherheit nicht die Medien schuld.

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spatenheimer 29.05.2018, 14:06
78.

Zitat von cor
Vielleicht nicht realistisch, aber historische Korrektheit hat durchaus immer eine grosse Rolle gespielt in Battlefield. Waffen, Fahrzeuge, Uniformen und auch die SP-Kampagne waren durchaus mit den tatsächlichen historischen Ereignissen abgestimmt.
Klar. Panzer schießen maximal 50 Meter weit, Unterscheidung zwischen Wucht- und Explosivgeschossen gibt es nicht und im Gefecht steht hinter jedem Kampfpanzer ein Typ der ihn mit den Schraubenschlüssel repariert. Totaler Realismus.

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PeterMüller 29.05.2018, 14:10
79. Die Abwehrhaltung gegenüber weiblichen Avataren ist ...

... teils dumm, teils verständlich. Dumm, weil es völlig egal ist, ob der Avatar weiblich oder männlich ist. Verständlich, weil der weibliche Avatar, der homosexuelle Avatar, der schwarze Avatar zumindest scheinbar einer Quotenregelung der political correctness entsprungen ist. Bei letzterem fühlt sich mancher sicher einfach für zu blöde gehalten und er würde das wohl nicht merken, das dürfte nerven. Und wenn diese weiblichen Avatare dann noch exakt wie die männlichen funktionieren, ist es halt richtig blöd. Man stelle sich vor, der Avatar wäre wirklich weiblich, also kräftemäßig angepasst (Sprungkraft, Schnelligkeit, Ausdauer unter Kraftanstrengung, aber auch vernetztes Denken und darauf basierende Fähigkeiten), dann wäre es auch besser, weil dann nicht einer Männerfigur das weibliche Aussehen überstülpt würde.
Aber wie gesagt, wenn da Männer richtig beleidigend werden (gerade auch gegenüber Playerinnen!), dann sind das einfach hirnlose Trottelnerds.

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