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Debatte um Sprachassistenten: Wie arbeitet jemand, der Siri-Aufnahmen auswertet?
DPA

Die gängige Praxis von Firmen wie Google, Apple und Amazon, Aufzeichnungen der Sprachassistenten von Menschen prüfen zu lassen, sorgt für Diskussionen. Hier erzählt ein solcher Prüfer von seinem Job - und davon, was er hört.

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Nervenkostüm 08.08.2019, 17:44
1. Selber schuld

Schöne Diskussion. Bevor hier allerdings Siri und Konsorten oder etwa eine internetfähige Kaffeemaschinen einziehen, geht die Sonne eher viereckig auf. Das Problem muss also leider draußen bleiben und gibt es daher hier nicht. Und wenn es sein muss, suchen wir und bis zuletzt nicht-internetfähige Maschinen auf den Flohmärkten. Was soll der ganze Quatsch also? Wer dumm genug ist, so was anzuschaffen, ist nichts als selber schuld. Das seine Ansprüche auf Datenschutz und was auch immer ignoriert werden, ist dabei so selbstverständlich, wie die Gesetze die dazu nicht eingehalten werden.

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mablü 08.08.2019, 17:55
2.

Von allen Bedenken und Problemen mit Datenschutz ist das hier wohl das geringste Problem. Kann den Aufschrei absolut nicht nachvollziehen. Sommerloch im deutschen Beschwerdekontingent?

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Referendumm 08.08.2019, 18:05
3. Interview? Nur ne Fingerübung?

Was bitteschön sollen wir Leser mit so einem weichgespülten Bericht anfangen? Das wir alle "ach der Ärmste" denken und dem "Ulrich Kaufmann" ganz fest die Daumen drücken, damit er nicht schon wieder arbeitslos wird? Hoffen, dass demnächst alle Nutzer zustimmen werden?

Also ein bissl mehr Kritik hätte ich mir ja schon gewünscht. Schon allein an der (wohl) Tatsache, dass "Ulrich Kaufmann" & Co. 1200 und 1600 Aufnahmen/sechs bis sieben Stunden schafft bzw. schaffen muss. Aha, dann soll dabei auch noch Qualität herum kommen?

Was passiert denn mit Aufnahmen - SPON berichtete mal kurz darüber - die strafrechtliche Inhalte oder sogar Angriffe gegen eine Person beinhalten? Klickt man / "Ulrich Kaufmann" die auch einfach weg und macht sich dadurch selber strafbar?

Was passiert denn mit all diesen Aufnahmen? Werden die anschließend gelöscht? Falls ja, ab welchem Zeitpunkt. Was passiert denn mit Aufnahmen, wo Kreditkartennummern etc. oder ggf. auch PIN und TAN genannt sind? Keine Info an die Betroffenen, dass vielleicht zu unterlassen?

So ein Bericht sollte schon viel mehr sein, als ein bissl auf die Tränendrüse zu drücken. Thema komplett verfehlt – sorry.

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Nonvaio01 08.08.2019, 18:06
4. es wird nichts ignoriert

Zitat von Nervenkostüm
Schöne Diskussion. Bevor hier allerdings Siri und Konsorten oder etwa eine internetfähige Kaffeemaschinen einziehen, geht die Sonne eher viereckig auf. Das Problem muss also leider draußen bleiben und gibt es daher hier nicht. Und wenn es sein muss, suchen wir und bis zuletzt nicht-internetfähige Maschinen auf den Flohmärkten. Was soll der ganze Quatsch also? Wer dumm genug ist, so was anzuschaffen, ist nichts als selber schuld. Das seine Ansprüche auf Datenschutz und was auch immer ignoriert werden, ist dabei so selbstverständlich, wie die Gesetze die dazu nicht eingehalten werden.
wie im bericht steht, gibt es keinen bezug zu dem nutzer. Es geht nur um fehler beseitigung.

ich selber hab son teil auch nicht, aber nur weil ich dafuer keine verwendung habe, so gross ist mein Haus nicht..;-)

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zeichenkette 08.08.2019, 18:07
5. Sturm im Wasserglas?

Man kann sich sehr wohl fragen, ob die Übertragung an Server für Sprachassistenten datenschutzrechtlich nicht bedenklich ist, aber dass Menschen da (anonym) reinhören zum Korrigieren ist ja wohl völlig irrelevant.

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Sleeper_in_Metropolis 08.08.2019, 18:09
6.

Zitat von Nervenkostüm
Und wenn es sein muss, suchen wir und bis zuletzt nicht-internetfähige Maschinen auf den Flohmärkten.
Das ist gar nicht nötig, die allermeisten neuen Geräte kommen nach wie vor ohne dieses kostensteigernde Feature aus. Und selbst wenn nicht, es gibt ja hundert Möglichkeiten die Internetverbindung einfach nicht herzustellen bzw. herstellen zu lassen.

Ich vermute ohnehin, das diese Sprachsteuerungsgeschichte nur ein Hype ist, der irgendwann auch wieder abebbt. So wie der viel genannte Kühlschrank, der selber nachbestellt wenn sein Inhalt zur Neige geht - das wird auch so eine Nische für Technikverrückte bleiben.

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Sleeper_in_Metropolis 08.08.2019, 18:13
7.

Zitat von Referendumm
Was passiert denn mit Aufnahmen, wo Kreditkartennummern etc. oder ggf. auch PIN und TAN genannt sind? Keine Info an die Betroffenen, dass vielleicht zu unterlassen?
"Info an die Betroffenen" - ich lach' mich schlapp. Das sind (größtenteils) alles erwachsene Menschen, die wissen wie so ein Gerät funktioniert. Wenn die alle möglichen Daten ungeniert da rein plappern, kann man denen eh' nicht helfen. Wie viel "Verbraucherschutz" braucht man denn noch ?

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sosume 08.08.2019, 18:27
8. Fehlende Informationen

Was im Bericht fehlt, aber zumindest indirekt angesprochen wird, ist die Tatsache, dass im Gegensatz zu Google und Amazon die Aufnahme nicht mit eine Konto ID verbunden sind, deswegen kann man bei Apple auch nicht die von sich gemachten Sprachaufzeichnungen löschen lassen, da diese schlichtweg nicht mit dem eigenen Konto verknüpft sind.

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winterwoods 08.08.2019, 18:38
9. Zeitbombe "Kognitive Auslagerung"

"Siri kann sich durchaus zufällig aktivieren, was nicht so oft passiert, aber doch häufig" - Ja, was denn nun: nicht oft oder häufig!? - Ebenso sollte man sich Gedanken über "Die-SE RI-ngel aus Teig" machen. Wenn sich Siri bereits bei SO ETWAS aktiviert... Das Problem der eigenfreiwilligen Bewanzung, Datenschutz etc. ist übrigens nicht einmal das größte und eigentliche Problem. Das richtig große Problem ist die "kognitive Auslagerung", die viele Menschen heute betreiben. Indem sie alles mögliche aus ihrem Gedächtnis auslagern und Computern diese Leistungen übertragen. Kognitive Leistungen aber sind der Motor der Intelligenz. Es ist wohl kein Zufall, dass seit einigen wenigen Jahrzehnten laut anerkannten Studien die Intelligenz hierzulande rückläufig ist.

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