Forum: Netzwelt
Debattenkultur im Netz: "Der radikale Versuch, nicht zu polarisieren"
Arne Weychardt / Der Spiegel

Haben die Parteien verstanden, wie Wahlkampf auf Facebook funktioniert? Nicht so richtig, findet Hannes Ley. Bis auf eine. Der Gründer der Gruppe #Ichbinhier sagt, ob eine gute politische Debatte auf Facebook überhaupt möglich ist.

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i6lam 24.07.2017, 13:58
1. AfD Verortung

Wie kriegt Herr Ley es hin, einwandfrei AfD-Anhänger zu verorten? Ich meine, die schreiben doch nicht in jedem Post 'ich bin AfD- Anhänger oder so.
Oder werden bestimmte Meinungen bzw. Schlagworte mit der AfD identifiziert?

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spon-facebook-10000064216 29.07.2017, 13:07
2. Überparteilich, unzensiert, bürgernah!

Was ich mir wünschen würde ist ein seriöses, überparteiliches, unabhängiges und unzensiertes Portal in dem man über Politik diskutieren kann!

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HolgerS 29.07.2017, 13:38
3. toller Ansatz - weiter so

Ich persönlich finde es auch schwierig nicht zu polarisieren oder zu pauschalisieren:
. es ist einfach schwer suaber zu argumentieren
- die Aussage und/oder das Argument müssen erhalten bleiben
- es gibt viele Mitdiskutanten, die sich schon von einzelnen Worten angegriffen fühlen, viele meienr Meinungen sind kaum zu beschreiben ohne, dass sich Menschen angegriffen fühlen.
- leider haben politische Korrektheit und proffessionelle Partei-Kommunikatoren dazu geführt, dass sich Deutsch - wegen der vielen Tabus - kaum noch für ernsthafte Diskussionen eignet (hallo liebe SPIEGEL-Redaktion fühlt Euch angesprochen! :-) )

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HolgerS 29.07.2017, 13:49
4.

Zitat von spon-facebook-10000064216
Was ich mir wünschen würde ist ein seriöses, überparteiliches, unabhängiges und unzensiertes Portal in dem man über Politik diskutieren kann!
Ich habe inden 2000ern an verschiedenen Formaten der Bürgerbeteiligung teilgenommen: Als Bürger und auch schon als Mitrganisator:
Ein Problem (für das ich keine Lösung habe): Schon damals haben sich - für mich - überraschend viele die Frage gestellt: "Wie sollen wir frei diskutieren, wenn Politiker und Journalisten(!!) anwesend sind".

Das eines Tages Bürger teils hilflos / teils selbstbewusst auf Rathausplätzen stehen und "Wir sind das Volk!" rufen war klar. Leider aber auch genau so klar war dass die "Profis" das wieder nur in ein Rechts-Links Schema interprettieren.

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hansgustor 29.07.2017, 13:54
5. @spon-facebook-10000064216

Für viele heißt "unzensiert" gleich "unmoderiert". Die unmoderierte Unterhaltung wird aber schnell von Trollen und Starrköpfen kaputt gemacht. Ein misverständlicher Halbsatz und der komplette Beitrag wird zerrissen und ins Gegenteil verkehrt. Beispiele dafür gibt es in jedem SPON-Forum.

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citizen01 29.07.2017, 14:07
6. Etablierte Parteien können nicht mehr zuhören.

Sie sind nur damit beschäftigt, ihre Botschaften zu verbreiten. Bei Auftritten von Abgeordneten gibt es einen ellenlangen Vortrag über die Errungenschaften der Partei, dann dürfen Fragen gestellt werden. Gemeint ist: Stichworte geben um den Vortrag zu ergänzen. Ich vermissen Treffen, in denen die Bürger - ohne political correctness, gleichwohl anständig - erzählen was sie bedrückt und wie sie über die Lage der Nation denken. Das wichtigste ist, daß sie ihre Wünsche und Erwartungen an die Abgeordneten äußern. Mal wirklich die Klappe halten sollten die Politiker und ihre Parteifreunde, auch wenn's unangenehm wird, sonst klappt das nicht mit dem Zuhören.

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Little_Nemo 29.07.2017, 14:31
7. Dialo...Mono...Dia...Dial...Mono...Dia...gelogen

Ich tu mich mittlerweile schwer damit im Internet ein Instrument für mehr demokratischen Diskurs zu sehen. Ich habe z.B. schon in anderen Foren erleben müssen, wie Diskussionen, an denen eine relativ große Zahl an Leuten beteiligt war, durch ein bis zwei hartnäckige Trolle (und die waren gar nicht mal alle rechts) in Windeseile erstickt wurden. Moderation ist ohne Zweifel sinnvoll und nötig, geschieht aber oft kaum oder gar nicht oder, so wie auf SPON, in einer nicht nachvollziehbaren Weise, scheinbar ohne Regeln und ganz nach dem Gusto der jeweiligen Moderatoren, was einer demokratischen Debattenkultur auch nicht zuträglich ist und dem Vertrauen in das Medium massiv schadet. Eine wirkliche Diskussion kann es so wohl kaum geben. Und so lohnt es sich auch kaum sich darum zu bemühen.

Was den Profit, den die AfD aus ihrer Web-Strategie zieht anbelangt, so bin ich mir nicht sicher. Natürlich ist das Übelkeit erregend und man darf das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Andererseits frage ich mich, ob die Mehrzahl der Nutzer wirklich nicht merkt wie massiv sie dort mit großenteils sogar plumpen Lügen- und Hetzkampagnen überzogen wird, die nun wahrlich nicht auf mehr Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit abzielen. Es ist ja bereits seit Längerem zu beobachten, dass die rechten Trolle sich sogar schon zur Selbstverleugnung genötigt sehen um ihre Lügen noch an den Mann/die Frau zu bringen. "Eigentlich halte ich ja nichts von der AfD, aber..." oder "Eigentlich bin ich ja links, aber..." kann man da in letzter Zeit öfter mal lesen. Eine Gefahr stellen diese Leute ganz sicher dar. Hochstilisieren sollte man sie aber auch nicht.

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Mittelalter 29.07.2017, 14:54
8. Haben Sie auch nur ansatzweise verstanden:

Zitat von i6lam
Wie kriegt Herr Ley es hin, einwandfrei AfD-Anhänger zu verorten? Ich meine, die schreiben doch nicht in jedem Post 'ich bin AfD- Anhänger oder so. Oder werden bestimmte Meinungen bzw. Schlagworte mit der AfD identifiziert?
worum es den Machern dieser Seite geht?

Stellen Sie sich vor, die würden sogar mit AfD-Mitgliedern versuchen, in einen demokratischen Dialog, also den Austausch der Argumente einzutreten. Ohne Hass und Hetze.

Das was Sie wollen, ist ausgrenzen und diffamieren. Das endet dann bei eingeschlagenen Fensterscheiben, Wirten die Konkurs anmelden. jüdischen Buchhändlern, die ihren Laden schließen müssen, Hotels, die attackiert werden, Abgeordneten, die zusammengeschlagen werden.
Es ist ihre Form von Hass und Hetze, die mindestens so demokratieerwürgend wirkt, wie Hass und Hetze der NPD,

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katjanella 29.07.2017, 14:56
9. nope

Ernsthafte Diskussionskultur kann und wird es im Internet niemals geben. Aus hunderten von Gründen.

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