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Demos in deutschen Städten: "Lasst euch das Internet kurz erklären, bevor ihr es kapu
Paul Zinken/ DPA

München, Berlin, Hamburg & Co: Der Widerstand gegen die umstrittene EU-Urheberrechtsreform hat seinen Höhepunkt erreicht: In vielen deutschen Städten trugen Zehntausende den Protest vom Netz auf die Straße.

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cvdheyden 23.03.2019, 18:57
1. Die Überschrift trifft es zu 100%

Ignorante alte Männer und Frauen versuchen die Zeit zurück zu drehen. Ihr Anliegen mag richtig sein, die großen Plattformen an Kosten und Steuern zu beteiligen. Hier müsste man sich als Deutscher eigentlich bei den anderen Europäischen Ländern entschuldigen, dass ausgerechnet diese Bananenrepublick, die es seit zwei Dekaden nicht auf die Reihe bekommt, eine digitale Infrastruktur aufzubauen, hier eine Führungsrolle bezüglich dieser unsäglichen Reform übernimmt. Ich darf dass, denn ich bin 1964 ger.

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Margaux 23.03.2019, 19:03
2. Leider ....

... gehen in Deutschland immer nur die auf die Straße, die GEGEN etwas sind. Wer weiß denn, was die Mehrheit will. Man sollte allen Meinungen zu dieser Thematik genügend Raum geben. Auch die, die das Urherberrecht geschützt sehen wollen. Wenn es nach unserer Youtube-Generation geht, wäre alles erlaubt, was ihren Interessen nutzt. Es sollte möglich sein, beide Gruppierungen an einen Tisch zu bekommen, um nach Lösungen zu suchen, die beiden Seiten gerecht wird.

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nur_mut 23.03.2019, 19:04
3. Gefährdung der Internet-Foren

Was in der öffentlichen Debatte leider überhaupt nicht vorkommt, ist, dass die Urheberrechtsreform die Diskussionsforenkultur in Deutschland bedroht. Warum das so ist: https://foren-gegen-uploadfilter.eu/

Facebook und Co. haben genug personelle, finanzielle und technische Mittel, um Uploadfilter einzurichten.

Die kleinen und mittleren Foren, die Rat bei unterschiedlichsten Krankheiten, Selbsthilfe, Austausch zu Hobbys bieten, werden aber schließen. Viele dieser Foren werden in der Freizeit, ohne finanzielle Interessen betrieben und sind bis jetzt eine Alternative zu Facebook und Co.

Durch Artikel 13 werden sie aber in eine Position gebracht, mit der der Weiterbetrieb dieser Diskussionsforen nicht mehr möglich ist, da nicht jeder Beitrag vor Freischaltung manuell überprüft werden kann. Letztendlich gewinnen Facebook und Co., die Angebots- und Meinungsvielfalt wird hingegen eingeschränkt.

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CrocodileDandy 23.03.2019, 19:08
4. Könnte man doch wirklich simpel lösen

Pauschale Abgabe auf Downstrea-Traffic, Abrufe etc. Verteilung dann über eine Art GVL, nur eben für digitale Medien. Leicht skalierbar und ohne großen Heckmeck umsetzbar.

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hansgustor 23.03.2019, 19:16
5. @Margaux

Leider fragt die "YouTube"-Generation aber keiner. Netzpolitiker ALLER Parteien (sogar bei der CDU) finden dass die Reform gefährlich ist und nicht dem Zweck erfüllt für den sie entworfen wurde, aber die Parteichefs interessiert das nicht.

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Sendungsverfolger 23.03.2019, 19:33
6. Leider

Zitat von Margaux
... gehen in Deutschland immer nur die auf die Straße, die GEGEN etwas sind. Wer weiß denn, was die Mehrheit will. Man sollte allen Meinungen zu dieser Thematik genügend Raum geben. Auch die, die das Urherberrecht geschützt sehen wollen. Wenn es nach unserer Youtube-Generation geht, wäre alles erlaubt, was ihren Interessen nutzt. Es sollte möglich sein, beide Gruppierungen an einen Tisch zu bekommen, um nach Lösungen zu suchen, die beiden Seiten gerecht wird.
dürfen aber in Deutschland alle auf die Straße gehen und wenn die Befürworter es nicht tun, ist das Ihr Problem. Und "leider" dürfen sich auch Menschen zu diesem Thema äußern, die offensichtlich keine Ahnung davon haben. Und "leider" betrifft es nicht nur die YT-Generation, sondern auch viele Gewerbetreibende. Und "leider" wurden schon Lösungen vorgeschlagen, die die Lobbygruppen der Rechteverwerter (NICHT die der Urheber, das ist ein Unterschied) aber ablehnten. "Leider" machen jetzt erst nach den Protesten CDU und SPD Anstalten, diese Vorschläge (Vergütungsmodelle für Urheber) wieder aufzugreifen. Genug "Leider" ?

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max-mustermann 23.03.2019, 19:33
7. #niemehrCDU+SPD

"Die SPD beschloss auf ihrem Parteikonvent in Berlin am Samstag bei nur einer Gegenstimme ein Papier mit dem Titel "Ja zu einem starken Urheberrecht, Nein zu Uploadfiltern". Darin erklären die Sozialdemokraten, sie wollten ein Scheitern der Urheberrechtsreform verhindern. "Die Verwertung und Vergütung kreativer Inhalte darf jedoch nicht auf Kosten von Freiheitsrechten erfolgen."

Herrlich unsere zukünftige 10%-X Partei mal wieder. Erst in der Groko alles mitentscheiden und abnicken und dann hinterher das Gegenteil davon fordern. Armselige Genossen.

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sj_comment 23.03.2019, 19:38
8. ...das ist der Anfang vom

Ende und ein Schlag gegen unsere demokratische Freiheit. Der Anfang von Zensur. Aber, egal - wir können ja gehen, wir müssen nicht in Deutschland leben. Es lebe unsere Freiheit!

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bernd0963 23.03.2019, 19:44
9. Ich befürchte

mal das protestieren wird die Politiker in der EU so gar nicht interessieren.
Hier stehen doch eindeutig die Interessen zum Bsp. der GEMA und großer Zeitungsverlage im Vordergrund - außerdem kann man ja dann gleich noch unliebsame Komentare herraus filtern.
Wie sagte Frau Merkel doch gleich nochmal....
" ...das Internet ist Neuland für uns alle" zumindest für die meisten Politker ist das wohl leider zutreffend !

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