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Deutschlands digitale Rezession: Nichts Neues bitte, läuft doch auch so
Edith Geuppert/ DPA

Sollte es wirklich eine Rezession geben, wird die deutsche Wirtschaft zwar schnell Donald Trump als Schuldigen identifizieren. Aber die eigenen Versäumnisse wird sie ausblenden wie bisher.

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siri alexa 15.08.2019, 07:46
100. Toller Bericht mit tollen subjektiv selektierten Beispielen

damit auch die Leser dieser digitalisierten Kolumne in die Richtung gezogen werden, die der Author gerne möchte. Macht das was man liest, Lust auf mehr von dieser Betrachtungskolumne?

Liest sich irgendwie lustig und macht auch den Eindruck recht gut recherchiert zu sein, jedoch frage ich mich: Was hat das ganze mit verschlafener Digitalisierung zu tun?
Nicht alles lässt sich digitalisieren, nicht alles was digitalisiert ist, erreicht überhaupt den vermeintlichen Kunden.
Zum Beispiel der E-Autos ist doch die Richtung klar. VW baut jedes Jahr mehr Autos als im Vorjahr und verkauf angeblich auch jedes Jahr mehr Autos als im Jahr zuvor. Schließlich arbeiten bei VW auch ca. > 500.000 Menschen, die nicht alle Ingenieure sind. Wenn sich z.B. VW mehr digitalisiert und mehr auf den Bau von E-Autos konzentriert, werden dann auch jedes Jahr mehr E-Autos als im Vorjahr gekauft, und vor allem arbeiten dann auch immer noch > 500.000 Menschen für diesen Konzern? Wohl eher nicht! Also kann man an diesem Beispiel sehen, daß es "Leute" gibt, die die fortschrittlichen Digitalisierung (mit allem was sich dahinter versteckt, und mit allem was dazugehört) unbedingt wollen! Auf der "anderen Seite" stehen jedoch "Leute", die mit dem heutigen Status Quo Ihr Geld verdienen und somit wissen, das es bei anhaltender Digitalisierung und diesem ganzen Gedöns wohl eher nicht mehr so sein wird!
Die Leute, die die Visionen haben daß es "uns" in naher Zukunft genau so gut (oder schlecht) geht, bei ständiger und anhaltender Veränderung mit Konzepten die umsetzbar und durchsetzbar! sind, sehe ich nicht.
Wenn manchmal Bilder in der Presse auftauchen, wo Menschenströme durch irgendwelche Innenstädte wabern, fragt sich da jemand, ob die alle zu den digitalisierten Häusern, wollen um dort vielleicht Ihren Wocheneinkauf zu tätigen, oder haben die anonymen Deppen noch nichts von dem tollen Unternehmen Amazon gehört.

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bauermi3 15.08.2019, 07:49
101. Die paar hundert Beamten hindern also die Telekom daran,

Zitat von urbanism
In einem Stimme ich Ihnen zu, die Politik lebt auf Kosten alter Errungenschaften sowie dem Umstand dass es der Wirtschaft in den letzen 10 Jahren relativ gut ging. Ich weiß nicht ob die deutsche Autoindustrie die Zukunft verpennt nur weil sie nicht konsequent in E- Autos investiert oder forscht. Die Autoindustrie hatte schon vor 15 Jahren Serienreife Wasserstoffautos, die im Rahmen irgendwelcher Charity Veranstaltungen als Shuttle Service eingesetzt wurden. M.E. liegt es daran dass die E Mobilität nicht die Zukunft ist, schon allein aufgrund der AKKUS. Es wäre somit fatal in eine Technologie zu investieren die schon allein aufgrund ihre verwendeten Rohstoffe endlicher ist als Benzin. Das Abwarten halte ich nicht als Fehler, denn schon alleine die mächtigen Ölkonzerne werden dafür sorgen, dass auch in den nächsten Jahrzehnten die Benzin Autos die Oberhand haben. Hinsichtlich der Innovation der Telekom muss man sagen, die Altlasten schränken seit Jahrzehnten das Unternehmen ein (Beamtenstatus, Alte Telefonnetze) Bei der Telekom hat man die Zukunft, aufgrund der früheren Monopolstellung seit Jahrzehnten verpennt. Das rächt sich jetzt.... Auf einer Seite brauche ich gute Umsatz/Gewinnzahlen um die Aktionäre zu beruhigen auf der anderen Seite habe ich Steinzeit Technologien...
ausreichend in die Infrastruktur zu INVESTIEREN? Lieber jammert man über die "alten Netze"?
Die Telekom ist eine AKTIENGESELLSCHAFT, die ganz alleine über ihr Geschäftsgebaren entscheiden kann.
Und es gab eben folgenschwere Fehlentscheidungen, für die man niemand anderen verantwortlich machen kann.
Und hier liegt das Problem - EBENSO wie in der Autoindustrie: Man WARTET lieber 2 Jahrzehnte, ob sich eine Technologie "eh durchsetzen wird". Dass man dann rettungslos ins Hintertreffen gerät, nimmt man in Kauf. So lange es eben noch "läuft". Dann wird man schon einen Schuldigen finden..

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ackermart 15.08.2019, 08:05
102. Gestern noch Großerfolg ...

und heute schon Untergang, das ist wahrhaftig 'digitalanalog' Großgedachtes - im Gleichnis analog - nur dem wechselnden Wetter noch gleichend, auf das die 'Wetter" an der Börse genausogut heuer wetten könnten wie auf die Wirtschaft. Digital sich rettend kann da der Verstand nur noch den Widersinn realisieren, vor Aufheizung des Klimas nach dem der Abkühlung des selben - wirtschaftlich neoprogressiv staatsinvestierend - gedacht, und oder neoliberal das nicht konservierend gemacht sich fragend, ob wir wenigstens noch im Geistanalogen zu retten sind, vor dessen und oder wessen "digitalem Großerfolg"?

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leo-k 15.08.2019, 08:38
103. Hellseher

denken in die Zukunft blicken zu können.Wie gut das klappt, dazu hat jeder seine eigene Meinung. Ökonomische Gesetzmäßigkeiten und Innovationen bestimmen den Antrieb der Fahrzeuge der Zukunft und die gewählte Mobilität. Deshalb wird sich der Antrieb der Zukunft aufgrund von Marktgesetzen durchsetzen und wird nicht herbeigeredet. Dieselben Marktgesetze zwingen deutsche Manager die erwirtschafteten Mittel effezient einzusetzen. Da überall Fehler gemacht werden, wird es einigen Unternehmen nicht gelingen auf allen Gebieten effizient zu arbeiten. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, daß es doch vielen Unternehmen gelungen sein muß, sonst hätten wir keinen so großen Wachstum und Wohlstand.

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blitzschnitzel 15.08.2019, 08:41
104. Mechanik wird zu Elektronik wird zu Software

Das ist der natürliche Gang der Dinge. Mit steigendem Abstraktionsniveau steigen die Leistungsfähigkeit und die Flexibilität von Produkten. Sie werden besser und lösen alte Dinge ab. Heute macht die Software den Unterschied. Beispiel Uhr: Pendeluhr wird zu Digitaluhr wird zu App. Beispiel Insassenschutz: Sicherheitsgurt wird zu Airbag wird Autopilot.
Wer heute noch denkt, die wahre Wertschöpfung käme auch in Zukunft noch aus Mechanik und Elektronik, der irrt. Das zeigen im übrigen auch die Unternehmensbewertungen an der Börse.

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ackermart 15.08.2019, 08:53
105. Und täglich wechselt das journalistische Murmeltier ...

seine Meinung, ob wir denn Untergehen oder Prospirieren, am Wetter, auf das wir "wirtschaftlichen Wetter" doch immerhin noch spekulieren, dass es unveränderlich - trotz hitziger Diskussion um das - sei.

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markus_wienken 15.08.2019, 08:59
106.

Zitat von Igelnatz
ist nicht zwangsläufig möglichst viel Digitalisierung, sondern nach ISO 9001 das was der Kunde möchte bzw. fordert. Nach meinem Verständnis bleibt damit, ernsthaft betrieben ein Unternehmen am Markt. Ich z.B. als Kunde schätze einfache, aber hochwertig mechanisch gebaute Gegenstände, für die es lange Ersatzteile gibt, mehr als zuviel Elektronik-Blink-Blink. Bei Maschinen, Fertigungsstraßen etc. mag das anders sein, aber dafür gibt es ja die ISO 9001.Gutes Gegenbeispiel - Boeing und die 'tolle' Programmierung... Nee, Qualität und perfekte Produkte benötigen neben Hilfsmitteln wie Software zum Designen immer noch vor allem innovative Unternehmenskultur und vor allem Hirnschmalz!
ISO 9001 hat mit Qualität und Ersatzteilbevorratung nun wirklich nichts zu tun.

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markx01 15.08.2019, 09:05
107. @biesi61

Zitat: "Es ist kein Zufall, dass in Deutschland die Produktivitätsentwicklung bereits seit rund einem Jahrzehnt zum Stillstand gekommen ist, dass wir das wenige Restwachstum in den letzten Jahren nur durch Zuwanderung und Erhöhung der Beschäftigungszahlen erreicht haben und deshalb im Vergleich zu unseren ausländischen Wettbewerbern trotz oftmals niedriger Löhne zu hohe Fertigungskosten haben."

Punkt 1: Warum glaubt die Ökonomie, sämtlich Naturgesetze brechen zu können? Sowohl Menschen als auch Maschinen haben nun mal physische oder technologische Belastungs bzw. Auslastungsgrenzen.

Und das ständige mehr an Produktions oder Konsumwaren muss auch ständig neu verkauft werden. Jedes Jahr das neuste Handy? Qualität? Nachhaltigkeit?

Punkt 2: Wir brauchen von Allem mehr und es muss oder soll immer billiger werden. Auch hier sei die Frage gestattet: Warum erlaubt sich die Ökonomie ständig einen Sonderstatus?

Es gibt in keinem natürlichen Bereich der Welt irgendeinen Vorgang, der auf beständigem Wachstum beruht. Nicht einen einzigen Vorgang!

Jeder natürliche Vorgang, der sich ungehindert ausbreitet (z.B. im begrenzten Rahmen eines Organismuses), endet zwangsweise im Desaster.

Nur im ökonomischen und damit künstlichen Bereich glauben wir, dass ständiges Wachstum, bei gleichzeitig sinkenden Löhnen, möglich ist.

Liebenswert aus der Ferne betrachtet könnte man ja sagen, dass dass ein bisschen besch ... ähm verrückt ist. Und es ist ja noch nicht mal ein Rückgang, sondern allenfalls eine Schwankung auf hohem Niveau. Was die Sache noch verrückter macht.

Gruß

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Irgend.jemand 15.08.2019, 09:07
108. Genau das, was wir brauchen!

Vielleicht wäre so eine Rezession gar nicht so schlimm. Vielleicht ist sie ja genau das, was wir brauchen?
Schaut man beispielsweise auf die Schuldenbremse, so wäre laut Grundgesetz "eine von der Normallage abweichenden konjunkturellen Entwicklung" eine Situation, in der man die Schwazre Null auch mal über den Haufen werfen darf - na endlich!
Und auch für die betroffenen Firmen, speziell die Auto-Industrie, wäre es ein absoluter Weckruf. Man Stelle sich das vor, das ganze Land im Umschwung, alles wird auf einmal zukunftsweisend, Schulen saniert, massiv in die Energiewende investiert...wäre das nicht schön? (:

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dirk.resuehr 15.08.2019, 09:09
109. Der Guru des Internet

versucht sich nun als Wirtschaftsfachmann , analysiert die
Wirtschaftsstruktur nach seinen Kenntnissen und Vorstellungen.Wir sind doch schon mit Herrn Fricke gestraft genug. Verweis auf Fakten ist keinerlei Schuldzuweisung, die Fakten sind für jeden klar überprüfbar, zu den Fakten zählen nun einmal Verwerfungen im Handel, in der Vertragstreue, Diese haben Folgen, besonders in einem Land, das ein Drittel seines BIP im Außenhandel macht. Das sogenannte "Digitale"hat uns dabei nicht behindert. Schon gar nicht in den Container-Häfen. Herr Lobo sollte sich das einmal anschauen und staunen, was da alles "digitalisiert" ist. Natürlich darf das übliche Jaulen um Funklöcher nicht fehlen, ohne allerdings irgendeinen Nachweis von Usatzeinbußen zu bringen. Bekannt ist auch, dass wir in Marktdurchsetzung von Innovationen nicht so tüchtig sind. Aber durchaus innovativ. Sowohl bei den Neugründern herrrscht Bewegung
als auch im etablierten Mittelstand. Ganz erstaunlich übrigens, was da an elektronischen Bauteilen zum Einsatz kommt. Kennt Herr Lobo nicht, möge sich der Herr nur in der Verpackungsindustrie umtun, als Beispiel - elektronische Kunstwerke.
Mit den Zeiten des Herrn Kohl und Frau Merkels kann man ihm Recht geben, die waren nicht gerade erfinderisch, aber der Deutsche liebte die anscheinende "Ruhe" und hat sie über Jahrzehnte miit großer Mehrheit gewählt und siehe da - die Wirtschaft lief ganz ordentlich weil man auch sie in Ruhe ließ. Jetzt kommt wohl eine Rezession
und der Staat hat aufgrund seiner verfehmten schwarzen Null jetzt soviel Spielraum, dass er enorme Mittel zur Verfügung hat, dagegen zu kämpfen und wesentliche Investitionen zu machen.
Leider ist die allererste Ausgabe, getriggert durch die SPD wieder falsch: Soziale Wohltaten für eine kleinste Minderheit. Verzweiflung, nun gar keine Wähler mehr zu finden macht bescheiden und verführt zu Fehlern und der Herr Kommentator des "Digitalen" sollte seine digitalen Werkzeuge, die Fingerchen, bei seinem Thema lassen.

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