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Die E-Book-Frage: Wer braucht noch einen Verlag?

E-Books*stellen Rolle und Geschäftsmodell*von Verlagen in Frage. Autoren wittern*ihre Chance, auf eigene Rechnung mehr zu verdienen. Aus Kundensicht ist das erfreulich: Die E-Book-Kasse klingelt vor allem dann, wenn der Preis entsprechend niedrig ist.

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gagarin 19.06.2011, 09:31
1. E-Book

Ja, E-Books werden es den Verlagen schwer machen, aber auch den Autoren. Den die langen Texte sind einfach zu lang, um sie wirklich als E-Book, mal eben zwischendurch, zu lesen. Für ein "richtiges" Buch ist das haptische Blättern wichtig, es gehört zum kontemplativen Lesen. E-BookLeser wollen offensichtlich schnell mal ein bisschen lesen, aber dann zuhause ein Buch in die Hand nehmen. Die Chance der Verlage ist es, ihren Autoren die Vertiebswege zu öffnen. Es ist nicht leicht, in die wichtigen Läden (ITunes, B&N, Kobe, Sony...) zu kommen. Meine Erfahrung ist es, das meine Gratisbücher gerne genommen werden und Geld nur bei bekannten Namen fließt. Oder man mach sich selber einen Namen.Das geht, Tatsache...;-) Aber ist es wirklich sinnvoll, als Autor auch noch Programmier/Formatierer und Marketingler zu sein. Ich denken, das Literatur-Agenten diese Aufgabe übernehmen müssten, aber in dieser Szene werden E-Books als unwert gesehen. Aussdem bekomme ich als Autor im Selbstverlag etwa 70 % der Tantiemen direkt, warum sollte ich mich an eine Buchpreisbindung halten, die von den Verlagen nur zum Geld verdienen (und behalten, der normale Autor bekommet höchstens 20%)

meine Bücher...
naja Eigenwerbung muss wohl sein, am besten über Suchprogramme unter Stefan Eckert EBooks...
Grüße
PS: Kindle ist nur SW, für was mach ich dann ein Cover....

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funthomas42 19.06.2011, 10:19
2. E-Books müssen billiger als Papierausgaben sein

Im Artikel fällt der Satz "Die Verlage haben schließlich abgemacht, E-Books nicht günstiger als die Papierausgaben zu machen".

Für diese abwegige Festlegung gibt es keine für mich nachvollziehbaren wirtschaftlichen Gründe. Denn:

1. Es muss für einen Verlag billiger sein ein E-Book zu veröffentlichen, da das gesamte Papierhandling wegfällt. Es müssen keine Bäume gefällt und verschifft werden und kein Papier produziert, bedruckt und transportiert werden.

Diesen Preisvorteil möchte ich als Kunde zumindest zum Teil an mich weitergegeben sehen.

2. Ein E-Book, das kopiergeschützt ist, besitze ich nicht, es ist eine Art Dauerleihgabe. Warum? Zum Einen kann ich ein kopiergeschütztes E-Book nicht weiterverkaufen, was bei einer Papieraugabe problemlos möglich ist. Beim Verleihen von E-Books hat sich die Situation zumindest gebessert. Das ist inzwischen bei diversen Anbietern möglich. Gewichtiger ist aber, dass ich davon ausgehen muss, dass ich ein "gekauftes" kopiergeschütztes E-Book in 15 Jahren nicht mehr lesen kann, weil der Verlag die technische Infrastruktur abgebaut hat, den E-Book Reader nicht mehr unterstützt oder inzwischen pleite ist.

Diese Einschränkungen der langfristigen Nutzbarkeit müssen sich in einem geringeren Preis niederschlagen.

Ich besitze einen Kindle und kaufe bei Amazon regelmäßig (amerikanische) E-Books, die tatsächlich billiger als die Papierausgaben sind. Damit fließt Geld an die US-Verlage, das die deutschen Verlage offensichtlich nicht haben wollen.

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faustjucken_tk 19.06.2011, 10:20
3. ...

Wer einmal einen Kindle in der Hand hatte, der fasst danach gedruckte Bücher nur noch mit Widerwillen an.

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Kurt W. 19.06.2011, 10:22
4. Mmmmh

Zitat von gagarin
Ja, E-Books werden es den Verlagen schwer machen, aber auch den Autoren. Den die langen Texte sind einfach zu lang, um sie wirklich als E-Book, mal eben zwischendurch, zu lesen. Für ein "richtiges" Buch ist das haptische Blättern wichtig, es gehört zum kontemplativen Lesen. E-BookLeser wollen offensichtlich schnell mal ein bisschen lesen, aber dann zuhause ein Buch in die Hand nehmen. Die Chance der Verlage ist es, ihren Autoren die Vertiebswege zu öffnen. Es ist nicht leicht, in die wichtigen Läden (ITunes, B&N, Kobe, Sony...) zu kommen. Meine Erfahrung ist es, das meine Gratisbücher gerne genommen werden und Geld nur bei bekannten Namen fließt. Oder man mach sich selber einen Namen.Das geht, Tatsache...;-) Aber ist es wirklich sinnvoll, als Autor auch noch Programmier/Formatierer und Marketingler zu sein. Ich denken, das Literatur-Agenten diese Aufgabe übernehmen müssten, aber in dieser Szene werden E-Books als unwert gesehen. Aussdem bekomme ich als Autor im Selbstverlag etwa 70 % der Tantiemen direkt, warum sollte ich mich an eine Buchpreisbindung halten, die von den Verlagen nur zum Geld verdienen (und behalten, der normale Autor bekommet höchstens 20%) meine Bücher... naja Eigenwerbung muss wohl sein, am besten über Suchprogramme unter Stefan Eckert EBooks... Grüße PS: Kindle ist nur SW, für was mach ich dann ein Cover....
D'accord.

Der Knackpunkt bei Büchern ist der Bekanntheitsgrad.
Das ist so bei Verlagen, wie auch bei selbstverlegten Ebooks über Amazon.
Da beides zu 99% nicht gegeben sein wird, kann man getrost auf Verlage komplett verzichten!

Wer ein Buch physisch halten möchte, läßt für kleines Geld wenige oder auch nur ein Exemplar bei einem der Books-On-Demand Unternehmen irgendwo in der Welt drucken.
Das ist auch eine Zukunft!

Eine äußerst pfiffige Idee für kurze Texte findet man bei Amazon unter Suchen nach WDG.

Gab es früher vor 100 Jahren schon mal und ist perfekt für lange Ebooks.

Ach ja, Cover ist immer noch wichtig und wird in der Vorschau bei Amazon farbig abgebildet!

Die Tage der Verlage sind mittelfristig gezählt.
Es sei denn, sie bewegen sich von gelähmt zum Sprinter.
Und das ist für Geldverbrenner gut so!

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faustjucken_tk 19.06.2011, 10:22
5. ...

Zitat von gagarin
Grüße PS: Kindle ist nur SW, für was mach ich dann ein Cover....
1. der Kindle in bunt steht in den startlöchern.
2. auf der Amazon Verkaufsseite erscheint das cover auch
3. es gibt nicht nur den Kindle, sondern auch das Programm "Kindle for PC" oder "Kindle for Android", dort werden das Cover und eingefügte Bilder bunt angezeigt.
Beispiel: https://www.amazon.de/dp/B004TM9J8Y

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BerndSchirra 19.06.2011, 10:26
6. non Plus Ultra

Die Deutschen haben immer Angst vor neuem und machen erst mal alles nieder obwohl sie das Produkt nicht kennen.
Ich habe ein Kindle und bin total begeistert. Kindle ist nicht vergleichbar mit iPad,dafür aber auch billiger.Es ist ein E-Book Lesegerät,dass auch Hörbücher und Mp3 abspielt.
Ich habe das Gerät immer in der Jackentasche und kann so jede freie Minute immer und überall lesen.Der Speicher fasst 3500 Bücher,Akku Laufzeit 4 Wochen.Das die Kindle Anleitung auf Deutsch die Bestsellerliste anführt, liegt daran,dass die Menüführung beim Kindle in englisch ist.
Jedenfalls bin ich überzeugt das E-Book ist die Zukunft.Es bietet ungeahnte Möglichkeiten und viele meiner Freunde haben mittlerweile auch ein Kindle

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andreasstetter 19.06.2011, 10:33
7. Danke

Ja, erstmal danke dafür, dass ich als Beispiel herhalten darf, aber den Umstand, dass mein Buch nicht mehr in den Top20 der Kindle-Charts zu finden ist als Indikator zu nehmen, dass mein Buch automatisch schlechter ist, als Zombie-Romane, die bei Verlagen erscheinen, halte ich dann doch für weit hergeholt.

In den eBook-Horror-Charts ist zumindest noch kein anderer Zombie-Roman vor meinem.

Damit will ich jetzt nicht sagen, dass ich damit bessere Bücher schreibe, aber der Logik des Artikelautors folgend müsste mein Buch damit besser sein, als 90 % des Stephen King-Backkatalogs.

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Yasutani 19.06.2011, 10:41
8. Um Gottes Willen...

"E-Books" sind gemacht für Leute, die keine Bücher lesen. Ich, als jemand der viel liest, will sowas nicht. Ich will ein schönes Buch zum Anfassen und Blättern, das nach ein paar mal Lesen Gebrauchsspuren zeigt, in das ich Zettelchen reinlegen kann, und das in meinem Regal für mich bereitsteht.
Und ich hoffe, das geht auch vielen anderen so.

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funthomas42 19.06.2011, 10:49
9. Nicht nur die Verlage haben mittelfristig ein Problem

Zitat von Kurt W.
D'accord. Die Tage der Verlage sind mittelfristig gezählt.
Auch den Buchhandel wird die Veränderung umkrempeln.

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